Die USA schließen eine Militäraktion im Korea-Konflikt vorerst aus. US-Präsident Donald Trump habe versichert, militärisch nicht einzugreifen, solange der Dialog zwischen Norden und Süden dauere, teilte das südkoreanische Präsidialamt mit. Zudem sei Trump zu Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung bereit, wenn die Situation und die Zeit dafür reif seien.  

Trump hatte vor wenigen Tagen selbst gesagt, er sei prinzipiell zum Dialog bereit. Damit wich er von seinem eskalierenden Kurs ab, hatte er doch noch im vergangenen Jahr mit der vollständigen Zerstörung Nordkoreas gedroht.

Auch zwischen Nord- und Südkorea kommt der Dialog voran: Am Dienstag hatten sich Vertreter beider Länder erstmals seit gut zwei Jahren wieder zu einem Gespräch getroffen. Sie vereinbarten einen Drei-Punkte-Plan, in dem es unter anderem heißt, alle Probleme in den Beziehungen sollten durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden.

Südkoreas Staatschef Moon Jae-in erklärte sich außerdem bereit, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un auch persönlich zu treffen. "Unter den richtigen Bedingungen kann ich jederzeit einen Gipfel abhalten", sagte Moon. Ein solcher Gipfel könne aber kein Selbstzweck sein, sondern es müssten auch Ergebnisse garantiert werden.

Mit Atomwaffen kein Frieden

Moon gab sich zuversichtlich, dass eine Deeskalation auf der koreanischen Halbinsel gelingen könnte. Das Treffen am Dienstag sei ein guter Start und ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Der nächste Schritt müsse sein, das Regime in Pjöngjang zu Gesprächen über einen Verzicht auf Atomwaffen zu bewegen. Eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel sei "der Weg zum Frieden", sagte Moon.

Weiter versicherte Moon, sein Land habe "keine Meinungsunterschiede mit den USA". Die Regierung Trumps habe "vollständige Unterstützung für die inter-koreanischen Gespräche gezeigt". Sie habe auch einen großen Anteil daran gehabt, dass die Gespräche überhaupt zustande gekommen seien. Noch am Dienstag hatte das US-Außenministerium allerdings vor einem zu großen Entgegenkommen gegenüber Nordkorea gewarnt.

Korea-Konflikt - Nordkorea schickt Delegation zu Olympischen Winterspielen Die beiden koreanischen Staaten haben sich bei ihren ersten Gesprächen seit mehr als zwei Jahren angenähert. Nordkorea will eine hochrangige Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea schicken. © Foto: Stringer/Reuters