Der 19-jährige Amokläufer von Florida hatte einen Waffenschrank in seinem Zimmer. Nikolas C. habe dort unter anderem ein Sturmgewehr, zwei weitere Gewehre und Handfeuerwaffen gelagert, sagte das Ehepaar, das ihn nach dem Tod seiner Mutter im November aufgenommen hatte, der Zeitung Sun Sentinel. Außerdem habe der Jugendliche mehrere Messer und Luftpistolen besessen.

C. war zu der Familie gezogen, nachdem seine Adoptivmutter vergangenen Herbst verstorben war. Das Paar habe kein Problem mit C.s Waffen gehabt, bestand aber darauf, dass er sie in einem abgeschlossenen Schrank verwahrte. Den Schlüssel dafür besaß der Vater der Familie. Dass C. einen Zweitschlüssel hatte, wusste der Familienvater nach eigenen Angaben nicht.

Mit einem legal erworbenen AR-15-Schnellfeuergewehr hatte C. am vergangenen Mittwoch an seiner ehemaligen Highschool 17 Menschen erschossen. Das FBI gab inzwischen zu, Hinweisen auf den Schützen nicht nachgegangen zu sein. Nikolas C. hatte unter anderem ein YouTube-Video gepostet, in dem er ankündigte, ein "professioneller Schultodesschütze" zu werden.

Trump: FBI war zu beschäftigt mit Russland-Ermittlungen

US-Präsident Donald Trump warf dem FBI vor, Hinweise auf C. verpasst zu haben, weil es zu viel Zeit mit Ermittlungen der Russland-Affäre verbringe. "Geht zurück zu den Grundlagen und macht uns alle stolz!", schrieb er auf Twitter. Das FBI untersucht seit Längerem mögliche Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland.

Die Waffengesetze in den USA sind sehr liberal, sodass Nikolas C. legal Waffen erwerben konnte. Trump hat bislang jede Äußerung zu den Waffengesetzen vermieden. Überlebende des Schulmassakers planen nun einen Marsch auf Washington, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. Der "Marsch für unsere Leben" sei für den 24. März in der US-Hauptstadt geplant, sagten Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland dem Fernsehsender ABC. Die Kundgebung richte sich insbesondere gegen die große Pro-Waffen-Lobbygruppe National Rifle Association (NRA).