Mehr als 400.000 Menschen sind in Syrien getötet worden, seit der Konflikt im Frühjahr 2011 mit friedlichen Demonstrationen gegen die Regierung begann. Mehr als 5,5 Millionen Syrerinnen und Syrer flohen und 6,1 Millionen sind im eigenen Land Vertriebene. Das Assad-Regime reagierte mit Gewalt auf die Proteste, seine Gegner griffen zu den Waffen, doch heute ist der Krieg längst nicht mehr als einfacher Kampf zwischen dem Diktator und seinen Gegnern zu beschreiben. Unzählige Milizen kämpfen noch immer gegen Baschar al-Assad und seine Unterstützer – mit oft ganz unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie Syrien aussehen soll, wenn er weg ist. Der Aufstieg des Terrorkalifats des "Islamischen Staats" hat den Krieg zwischenzeitlich um eine neue Dimension erweitert, inzwischen gilt er zumindest militärisch als weitgehend geschlagen. Die Unterstützung von außen für alle Beteiligten, seit September 2015 auch durch die Luftangriffe Russlands aufseiten des Regimes, macht die Lage noch einmal komplexer. Die wichtigsten Kriegsparteien im Überblick: