Aktuelles – Stand 22. August 2016

  • In der Nähe der Stadt Chibok hat die Terrormiliz Boko Haram Ende August ein Dorf überfallenund mindestens zehn Menschen getötet, 13 weitere wurden verletzt. Das selbe Dorf hatte die Gruppe bereits vor zwei Jahr angegriffen.
  • Mitte August hat sich Boko Haram mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. In dem Video sind angeblich die vor zwei Jahren entführten Schulmädchen aus Chibok zu sehen, Beobachter bewerten es als authentisch. Ein bewaffneter Kämpfer richtet sich darin an die nigerianische Regierung: "Die Eltern der Mädchen sollten Druck auf die Regierung machen, unsere Mitglieder freizulassen, damit wir die Mädchen freilassen können." Es ist das erste Mal, dass die Organisation Bedingungen zur Freilassung der Mädchen formuliert.
  • Im Nordosten Nigerias sind bei einem Angriff auf einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen Ende Juli vier Menschen verletzt worden. Wie die nigerianische Armee und das UN-Kinderhilfswerk Unicef mitteilten, wurden die Helfer im Bundesstaat Borno von mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern attackiert.
  • Bei Kämpfen zwischen Soldaten und Boko Haram sind Anfang Juni mehr als 50 Menschen in Niger und Nigeria getötet worden. 19 von ihnen sollen Islamisten gewesen sein. Rund 32 Soldaten starben bei einem Angriff der Terrorgruppe auf die Grenzstadt Bosso.
  • Zwei der 276 Schulmädchen, die im April 2014 in Chibok von Boko Haram entführt wurden, sollen frei sein. Mitte Mai wurde eines der Mädchen nahe der Grenze zu Kamerun aufgefunden. Einige Tage später, soll es dem nigerianischen Militär gelungen sein in der selben Region 100 weitere Geiseln, darunter eines der vermissten Mädchen, zu befreien. Laut einem Armeesprecher seien zudem 35 Terroristen von Boko Haram getötet worden. Es werden weiterhin mehr als 200 Mädchen vermisst.
  • Bei einer Befreiungsaktion in der Region Kala Balge im Nordosten Nigerias konnten 829 Geiselnbefreit werden. Dabei seien 25 Kämpfer der Terrorgruppe erschossen worden, teilten Sprecher des nigerianischen Militärs mit.
  • Nach Angaben nigerianischer Medien haben sich Mitte März zwei Frauen in der Nähe der Stadt Maiduguri im Nordosten Nigerias in die Luft gesprengt und so mindestens 24 Menschen getötet. Der Anschlag ereignete sich während des Morgengebets in einer Moschee und wird der Terrororganisation Boko Haram zugeschrieben.
  • Fast 6.500 Kinder, die vor der Terrororganisation Boko Haram in Flüchtlingscamps im Nordosten Nigerias geflüchtet sind, sind stark unterernährt. Das berichten nigerianische Gesundheitsbehörden Ende Februar.
  • Im Norden Kameruns haben Mitte Februar zwei Selbstmordattentäter mindestens 22 Menschen getötet. Aus Militärkreisen hieß es, die Männer haben sich auf einem Marktplatz in der Ortschaft Meme in die Luft gesprengt. 
  • Im nigerianischen Bundesstaat Borno wurden mehrere Befreiungsaktionen von Spezialeinheiten des Militärs durchgeführt. Nach Angaben des Militärsprechers Sani Usman konnten so zunächst 350 Geiseln befreit werden. Einige Tage später gelang die Befreiung weiterer 200 Geiseln. Bei den Einsätzen sollen zahlreiche Terroristen getötet und gestohlene Güter konfisziert worden sein. 
  • Einer kamerunischen Spezialeinheit ist die Befreiung der Stadt Goshi im Nordosten Nigerias gelungen. Nach Angaben von Kameruns Minister für Kommunikation, wurden dabei 162 Fundamentalisten getötet, sowie hunderte Geiseln befreit. Zudem wurde ein "Ausbildungszentrum" für Boko-Haram-Kämpfer zerstört.
  • Nach eigenen Angaben haben nigerianische Streitkräfte Anfang Februar 284 Menschen aus der Gewalt von Boko Haram befreit. Militärsprecher Sani Usman erklärte, dass während der Einsätze 25 Kämpfer der Terrormiliz getötet wurden, acht weitere konnten festgenommen werden. Bei einem weiteren Einsatz in Burdumi im Nordosten des Landes konnte das Militär zwei Tage zuvor 103 Menschen befreien.
  • Dutzende Menschen sind bei Selbstmordanschlägen getötet worden. Zwei Frauen zündeten Sprengsätze in einem nigerianischen Flüchtlingscamp, in dem Menschen vor der Terrorgruppe Boko Haram Zuflucht suchen. Auch im Norden Kameruns kam es zu Selbstmordanschlägen. Zwei Frauen sprengten sich während einer Trauerfeier in Nguetchewe nahe der Grenze zu Nigeria in die Luft.
  • Im Nordosten Nigerias sind Ende Januar bei einem Angriff auf das Dorf Dalorimindestens 50 Menschen getötet worden. Für den Anschlag soll die Terrormiliz Boko Haram verantwortlich sein. Die Islamisten seien mit Schusswaffen und Sprengstoff bewaffnet gewesen und hätten das Dorf niedergebrannt, berichteten Bewohner.
  • Bei Selbstmordanschlägen in Bodo im Norden Kameruns sind laut Behörden mindestens 32 Menschen getötet worden, mindestens 80 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des Kommunikationministers des Landes sind Boko Haram in Kamerun seit 2013 fast 1.200 Menschen zum Opfer gefallen.
  • Aus Angst vor Angriffen sind im Niger 99 Schulen in sicherere Gebiete verlegt worden. Laut dem UN-Koordinierungsbüro Ocha konnte so 6.000 Schülern der Schulbesuch wieder ermöglicht werden. Über 2.000 Schulen in Nigeria, Kamerun, im Niger und im Tschad müssen aufgrund wiederholter Angriffe von Boko Haram dauerhaft geschlossen bleiben. Die dadurch fehlende Bildung sei wiederum Nährboden für Radikalisierung und Extremismus, heißt es aus dem UN-Kinderhilfswerk Unicef.

Wichtige Ereignisse rund um die Terrorgruppe Boko Haram seit 2014