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Live-Dossier Großbritannien

Der Brexit

Aktualisiert Zuletzt aktualisiert am

Die EU verhandelt mit den Briten bis 2019 über den Brexit. Es geht um offene Zahlungen, Rechte der EU-Bürger und künftige Zusammenarbeit. Die Ereignisse im Überblick

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Der aktuelle Stand:

  • Am 23. Juni 2016 stimmen knapp 52 Prozent der britischen Wähler in einem Referendum dafür, dass Großbritannien die Europäische Union verlassen soll. Premierminister David Cameron, der das Referendum initiiert und für den Verbleib seines Landes in der EU geworben hatte, tritt danach zurück.
  • Seine Nachfolgerin Theresa May strebt einen harten Brexit an. Im März 2017 übergibt sie den unterzeichneten Antrag zum Austritt Großbritanniens aus der EU dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk in Brüssel. May sagt, sie gehe davon aus, die Verhandlungen binnen zweier Jahre abzuschließen.
  • Mays Konservative verlieren in den vorgezogenen Neuwahlen am 8. Juni 2017 ihre Mehrheit. Damit geht die Premierministerin mit weniger Rückhalt in der Bevölkerung in die Brexit-Verhandlungen.
  • Die erste offizielle Verhandlung in Brüssel mit EU-Chefunterhändler Michel Barnier und dem britischem Brexit-Minister David Davis beginnt im Juni 2017. In ihren monatlichen Treffen sprechen die Verhandlungspartner über grundsätzliche Fragen wie die künftige EU-Außengrenze zwischen Irland und Nordirland, abschließenden Zahlungen von Großbritannien an die EU, künftigen Handelsbeziehungen oder den Rechten der EU-Bürger in Großbritannien.
  • Nach Monaten ohne Fortschritte erzielen die EU und Großbritannien im Dezember 2017 einen Durchbruch zu den Details der Trennung. Damit können die Brexit-Gespräche in die nächste Runde zu einer künftigen Partnerschaft eintreten.

50 Beiträge 16. März 2017 bis 8. Dezember 2017

08.12.17

Der Fortschritt bei den Brexit-Verhandlungen ist nicht nur eine gute Nachricht: Über die neue Partnerschaft zu verhandeln könnte noch schwieriger werden als die Details der Trennung. mehr lesen

08.12.17

Die britische Regierung schätzt die Höhe der Brexit-Rechnung auf 40 bis 45 Milliarden Euro. Vor wenigen Monaten hatte Premier Theresa May der EU noch 20 Milliarden Euro angeboten. In Brüssel wird die Summe der Finanzforderungen aber weiterhin auf bis zu 60 Milliarden Euro geschätzt.  mehr lesen

08.12.17

Durchbruch bei den Brexit-Gesprächen

Die EU und Großbritannien haben entscheidende Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen gemacht. Damit kann die nächste Phase der Verhandlungen über die künftige Partnerschaft beginnen.  mehr lesen

© Yves Herman/Reuters
30.11.17

Der Brexit hat bereits Auswirkungen auf Großbritannien: Im Jahr nach dem Austrittsreferendum sind deutlich weniger Menschen ins Vereinigte Königreich eingewandert als zuvor. Am stärksten sank die Zahl der EU-Bürger. mehr lesen

28.11.17

Irland-Grenze wird zum größten Brexit-Streitpunkt

Die britische Regierung will nach dem Brexit eine "fließende Grenze" zwischen Nordirland und Irland, Hardliner wollen jedoch Grenzkontrollen. Die EU stellt sich hinter die Position der irischen Regierung, die eine befestigte Grenze ablehnt. mehr lesen

© Clodagh Kilcoyne/Reuters
29.11.17

Laut Angaben aus EU-Kreisen steht eine Einigung bei der Brexit-Schlussrechnung bevor. Großbritannien scheint zu einer Zahlung von 45 bis 55 Milliarden Euro bereit. Die EU fordert 60 Milliarden Euro. mehr lesen

25.11.17

Der Brexit bremst die britische Wirtschaft laut des Instituts der deutschen Wirtschaft drastischer als gedacht. Der britische Finanzminister hatte zuvor ebenfalls leicht nach unten korrigierte Wachstumsprognosen vorgestellt.  mehr lesen

24.11.17

Frist zur Einigung ohne neue Ergebnisse verstrichen

Die Zwei-Wochen-Frist der EU an die Briten ist ausgelaufen, Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen gibt es nicht. Premier Theresa May kommt trotzdem nicht mit neuen Angeboten zum EU-Gipfel nach Brüssel.  mehr lesen

© Thierry Roge/AFP//Getty Images
14.11.17

Tory-Abgeordnete, die Theresa Mays Rücktritt fordern, und schwierige Abstimmungen im britischen Parlament über das EU-Austrittsgesetz: der konservative Widerstand gegen die Premierministerin wächst. mehr lesen

10.11.17

EU stellt Briten Ultimatum für Verhandlungen

EU-Chefunterhändler Michel Barnier warnt Großbritannien: Wenn es innerhalb von 14 Tagen keine Grundsatzeinigung zum Brexit gebe, werde man im Dezember nicht wie geplant mit den Gesprächen über eine künftige Beziehungen beginnen können.  mehr lesen

© Eric Vidal/Reuters
10.11.17

Eigentlich eine einfache Rechnung: Wenn Großbritannien nicht mehr in den EU-Haushalt einzahlt, werden die anderen die britischen Beiträge übernehmen müssen. Auf Deutschland könnten 3,8 Milliarden Euro mehr zukommen. mehr lesen

09.11.17

Skandale, Rücktritte, zweifelhafte Äußerungen: Schwierigkeiten mit ihrem Kabinett belasten die britische Premierministerin Theresa May. mehr lesen

06.11.17

Brexit-Minister David Davis gesteht teureren Brexit ein als gedacht

Die Finanzen sind bei den Brexit-Verhandlungen die größte Streitfrage. Premier May will der EU 20 Milliarden Euro anbieten. Die EU legt eine höhere Rechnung vor. Wie kommt es zu den Milliardenforderungen? mehr lesen

© Christopher Furlong/Getty Images
19.10.17

Zum wiederholten Mal hat das britische Parlament die erneute Debatte über das EU-Austrittsgesetz verschoben. Es ist so umstritten, dass nicht mal alle Konservativen dafür sind. mehr lesen

13.10.17

Eine Regierung sucht die Brexit-Strategie

Die britische Regierung ist über den Brexit zerstritten, Theresa May angeschlagen. Wer will was in London? Die wichtigsten Personen und ihre Motive  mehr lesen

© Tolga Akmen/Anadolu Agency/Getty Images
12.10.17

Die Brexit-Verhandlungen stocken – ihr erstes Etappenziel haben sie klar verfehlt. EU-Chefunterhändler Barnier sieht keine "ausreichenden Fortschritte", um die nächste Stufe der Gespräche mit Großbritannien zu beginnen. mehr lesen

10.10.17

Die fünfte Brexit-Verhandlungsrunde steht bevor. Großbritanniens Premier May hat mit einer Trennung ohne Vertrag gedroht, ihre Regierung müsse "für alle Eventualitäten vorsorgen". mehr lesen

29.09.17

Premierministerin May will der EU eine starke Sicherheitspartnerschaft anbieten. In der Sicherheitspolitik würden Großbritannien und die EU nach dem Brexit damit nicht ganz getrennte Wege gehen. mehr lesen

22.09.17

May plädiert für Übergangszeit nach Brexit

Der Brexit werde nicht das Ende der Beziehung: In ihrer EU-Grundsatzrede sagte Großbritanniens Regierungschefin Theresa May, dass während einer Übergangsphase für die Briten weiterhin das bestehende EU-Recht gelten soll. mehr lesen

© Jeff J Mitchell/Pool Photo/AP/dpa
12.09.17

Das britische Parlament hat für das EU-Austrittsgesetz gestimmt. Es beendet nach dem Brexit die Geltung von EU-Recht in Großbritannien. Es könnte aber bei einer zweiten Abstimmung noch geändert werden. mehr lesen

07.09.17

Die EU ist sauer: Kommissionschef Jean-Claude Juncker zweifelt an der Verlässlichkeit des britischen Brexit-Ministers. Und EU-Unterhändler Michel Barnier weist die britischen Vorschläge zur Nordirland-Frage zurück. mehr lesen

31.08.17

Sackgasse nach drittem Verhandlungstreffen erreicht

Mit jedem Tag rückt der Brexit näher. Am Ende der dritten Verhandlungsrunde ist die Stimmung allerdings schlecht. Noch immer sind der Zeitplan der Gespräche, die Schlussrechnung, die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien, der Einfluss des EuGH, die Zollunion, und die Nordirland-Frage ungeklärt. mehr lesen

© Hannah McKay/Reuters
22.08.17

Europäischer Gerichtshof soll auch nach Brexit relevant bleiben

Ursprünglich wollte Theresa May den Einfluss des EuGH in Großbritannien mit dem Brexit beenden. Das war auch der Wunsch der Brexit-Hardliner. Ein Verhandlungspapier sieht nun eine Übergangszeit vor – Großbritannien müsste sich weiterhin de facto Entscheidungen aus der EU unterordnen. mehr lesen

© Toby Melville/Reuters
15.08.17

Zwischen der EU und Großbritannien soll es nach dem Brexit eine zeitlich begrenzte Zollunion geben. Eine solche Übergangsperiode könne der Wirtschaft auf beiden Seiten mehr Sicherheit geben, hat die britische Regierung vorgeschlagen. mehr lesen

07.08.17

Mehr als 60 Prozent der Briten misstrauen dem Verhandlungsgeschick der britschen Regierung in den Brexit-Gesprächen, zeigt eine Umfrage. Dieser Wert ist den vergangenen Monaten stark gestiegen – die britische Premierministerin Theresa May verliert zunehmend an Rückhalt.  mehr lesen

07.08.17

Großbritannien muss nach Einschätzung von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger auch nach dem Brexit im Jahr 2019 Beiträge an die EU überweisen. Langfristig fehlten durch den Brexit zehn bis zwölf Milliarden Euro pro Jahr im EU-Haushalt, sagte Oettinger. Auf Deutschland könnte "ein überschaubarer einstelliger Milliardenbetrag zusätzlich" zukommen. mehr lesen

01.08.17

Die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA und die Arzneimittelaufsicht EMA haben ihren Sitz zurzeit noch in London. Durch den Brexit müssen sie umziehen. Auch Deutschland hat sich für die Übernahme beworben: Frankfurt am Main will die EBA übernehmen, Bonn bewirbt sich um die EMA.  mehr lesen

31.07.17

Regierungsmitglieder werben für anderen Bexit als May

Der britische Finanzminister Philip Hammond will einen sanften, wirtschaftsfreundlichen Brexit – und ihm stimmen immer mehr Kabinettsmitglieder zu. Pikant dabei: Ausgerechnet während die Premierministerin im Urlaub ist, wächst bei den Konservativen die Unterstützung von Theresa Mays parteiinternem Rivalen. mehr lesen

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30.07.17

Mehr Parkplätze nahe den Fährhäfen und mehr Zollbeamte: Um einen reibungslosen Grenzverkehr zu gewährleisten, müsste Großbritannien nach dem Brexit eine Milliarde Pfund pro Jahr ausgeben, schätzt ein Bericht. Und diese Schätzung soll noch zurückhaltend sein.  mehr lesen

20.07.17

Brexit-Verhandlungen kommen nicht voran

Nach viertägigen Brexit-Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse hat die Europäische Union der britischen Regierung eine Frist gesetzt. EU-Chefunterhändler Barnier wirft den Briten vor, keine klaren Positionen zu haben. Der britische Brexit-Minister David Davis fordert dagegen, dass sich die EU bei ihren Positionen bewegen solle.  mehr lesen

© Francois Lenoir/Reuters
14.07.17

Der Brexit wird teuer. Die EU fordert, dass diese Kosten von Großbritannien getragen werden. Nun haben die Briten offenbar erstmals Zahlungsverpflichtungen anerkannt. mehr lesen

13.07.17

Die Regierung in London bereitet den Austritt aus der Europäischen Union vor. Gesetzesvorlagen regeln die Umwandlung von EU-Recht in britisches Recht. mehr lesen

06.07.17

IWF-Chefin Lagarde und Bundesfinanzminister Schäuble hoffen, dass Großbritannien nicht für alle Zeiten der EU den Rücken kehren wird. Auch nach dem Brexit stünden dem Land die Türen zur EU offen, sagte Schäuble auf dem ZEIT-Forum in Hamburg. mehr lesen

26.06.17

London schickt der EU neue Vorschläge zum Brexit: Unter anderem will Großbritannien straffällige EU-Ausländer schneller abschieben.  mehr lesen

23.06.17

Theresa May hat den drei Millionen EU-Bürgern in Großbritannien eine Sorge genommen: Sie sollen nicht ausgewiesen werden.  mehr lesen

19.06.17

EU und Großbritannien einigen sich auf Fahrplan für Verhandlungen

Erst die Trennung, dann das Freihandelsabkommen: Am ersten Tag der Brexit-Verhandlungen in Brüssel hat sich die EU mit ihren Forderungen durchgesetzt. Zunächst sollen die Rechte der durch den EU-Austritt betroffenen Bürger verhandelt werden, die Finanzforderungen der EU an Großbritannien und andere sogenannte Trennungsfragen. Einmal im Monat werden sich die Unterhändler künftig treffen, das nächste Mal Mitte Juli. mehr lesen

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10.06.17

Bundeskanzlerin Merkel pocht auf die Einhaltung des Brexit-Zeitplans. Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU sollen wie vereinbart beginnen. Premierministerin Theresa May muss nach dem Verlust der absoluten Mehrheit eine neue Regierung bilden. Vereinbart ist bisher, dass die Brexit-Verhandlungen am 19. Juni beginnen. mehr lesen

09.06.17

Theresa May verliert absolute Mehrheit

Theresa Mays Wagnis ist gescheitert: Bei der vorgezogenen Neuwahl hat die britische Premierministerin die absolute Mehrheit im Unterhaus verloren. Mit der Wahl wollte sich May ursprünglich mehr Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen mit der EU sichern. mehr lesen

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22.05.17

Ein Jahr nach dem Referendum sollen die Verhandlungen über den Austritt der Briten losgehen. EU-Chefunterhändler Barnier bekam dafür den offiziellen Auftrag. mehr lesen

16.05.17

Höhere Steuern für Besserverdienende und eine Verstaatlichung der Bahn: Die britische Labour-Partei hat ihr Wahlprogramm vorgestellt. Den Umfragen zufolge wird sie aber kaum die nächste Regierung stellen.  mehr lesen

27.04.17

Erstmals seit dem Brexit-Referendum ist ein Großteil der Briten überzeugt: Die Entscheidung für den Ausstieg aus der EU war ein Fehler.  mehr lesen

18.04.17

May kündigt Neuwahl an

Die britische Premierministerin will sich ein starkes Mandat für die EU-Austrittsverhandlungen holen: Am 8. Juni soll ein neues Parlament gewählt werden. Für den Brexit müsse im Parlament Einigkeit herrschen, begründet May den Schritt. mehr lesen

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05.04.17

Ohne Europaparlament kein Brexit-Abkommen: Die Abgeordneten in Straßburg lehnen Zugeständnisse an die Regierung in London ab und drohen damit, anderenfalls einer Einigung die Zustimmung zu verwehren. mehr lesen

03.04.17

Kaum ist der Brexit beschlossen, eskaliert zwischen London und Madrid der Streit um die Halbinsel Gibraltar. Britische Politiker kritisieren die spanische Regierung. mehr lesen

31.03.17

Europa will anders verhandeln, als May das wünscht

EU-Ratspräsident Donald Tusk stellt die Leitlinien vor, nach denen die 27 Mitgliedstaaten den EU-Austritt mit Großbritannien verhandeln wollen. Der Plan sieht zwei Phasen vor: Zuerst soll es um die Trennung, dann um die Grundlagen für die künftige Zusammenarbeit mit Großbritannien nach dem EU-Austritt gehen. Das widerspricht den Wünschen der britischen Premierministerin Theresa May. mehr lesen

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29.03.17

Der britische Botschafter bei der EU übergibt in Brüssel das Austrittsgesuch an Ratspräsident Donald Tusk. Im britischen Parlament in London sagt Premierministerin Theresa May, sie strebe eine "tiefe Partnerschaft" mit der EU an. Schnellstmöglich solle der Status der EU-Bürger in Großbritannien geklärt werden. mehr lesen

28.03.17

May unterzeichnet Brexit-Antrag

Neun Monate nach dem Referendum leitet die britische Premierministerin den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union formal ein: Theresa May unterzeichnet den mehrseitigen Antrag. Es ist das erste Mal seit Gründung der EU, dass ein Land den Staatenbund wieder verlassen will. mehr lesen

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28.03.17

Schottisches Parlament stimmt für Unabhängigkeitsreferendum

In Schottland soll es erneut eine Volksabstimmung über die Abspaltung des Landes von Großbritannien geben. Die Mehrheit der Schotten hatte im Brexit-Referendum für den Verbleib in der EU gestimmt. mehr lesen

© Russell Cheyne/Reuters
20.03.17

Endlich nennt die britische Regierung ein konkretes Datum für ihren offiziellen Brexit-Antrag: Am 29. März will Premierministerin Theresa May den Ausstieg aus der EU beantragen. mehr lesen

16.03.17

Die britische Premierministerin Theresa May ist gegen ein Unabhängigkeitsreferendum der Schotten in naher Zukunft. Dies sei "nicht die richtige Zeit" dafür, sagte May der BBC. Sie lasse sich auf keinerlei Diskussionen darüber ein. May gab aber keine Antwort, wann ihrer Ansicht nach der richtige Zeitpunkt für ein schottisches Referendum wäre. mehr lesen