Der parteiinterne Konkurrenzkampf der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur ist beendet. In einem Interview mit dem Sender MSNBC kündigte Bernie Sanders an, bei der Wahl im November für Hillary Clinton zu stimmen. Sie liegt nach den fünfmonatigen Vorwahlen uneinholbar in Führung. Dennoch ist Bernie Sanders nicht bereit, seine Bewerbung niederzulegen. Stattdessen will er die demokratische Partei auf dem Parteitag Ende Juli in Cleveland programmatisch reformieren.

Bei den letzten Vorwahlen der Republikaner am 7. Juni hat sich Donald Trump die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei auch faktisch gesichert. Er war schon seit Wochen der letzte verbleibende Kandidat der Republikaner.

Rückzug nach den ersten Vorwahlen

Über die Vorwahlen werden in den USA Staat für Staat die Delegierten bestimmt, die anschließend den Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei wählen. Sie beginnen traditionell mit einem Caucus in Iowa, gefolgt von einer Primaryin New Hampshire. Während die Delegierten bei Primariesmit geheimen Wahlen auf Staatsebene direkt bestimmt werden, findet ein Caucus auf kommunaler Ebene statt. Die Vorwahlen beginnen immer zu Jahresbeginn und dauern bis Juni des Wahljahres an. Iowa und New Hampshire kommt dabei stets eine besondere Bedeutung zu: Die Ergebnisse der ersten beiden Staaten gelten als einflussreiches Stimmungsbarometer der Wähler und somit als mögliches Sprungbrett für Präsidentschaftsbewerber. 

Reuters
Wahl des US-Präsidenten

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Wie kommt man eigentlich da rein?

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Zwischen der Entscheidung...

... zur Kandidatur und dem Amtsantritt können bis zu zwei Jahre liegen. Wer US-Präsident werden will, braucht also eine Menge Ausdauer.

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Foto: Reuters
1. Erfüllen Sie die Bedingungen...

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... und die sind:

1. Seien Sie mindestens 35 Jahre alt, von denen Sie 14 Jahre in den USA gelebt haben. 2. Seien Sie seit Geburt US-Bürger. 3. Registrieren Sie sich in jedem US-Staat 4. Melden Sie die Kandidatur bei der Bundeswahlbehörde 5. Sammeln Sie Unterschriften.

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Eigentlich ja:

George Washington, der erste Präsident, kam ohne Parteien-Unterstützung aus.

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Einige Bewerber zogen dieses Jahr bereits nach den ersten Vorwahlen ihre Kandidatur zurück, darunter die Republikaner Rand Paul, Senator aus Kentucky, der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, und Carly Fiorina, die einzige weibliche Bewerberin der Partei. Nach den Vorwahlen in South Carolina erklärte außerdem Jeb Bush, der Bruder von George W. Bush und früherer Gouverneur von Florida, seinen Rückzug. Ihm folgten Ben Carson, der nach dem Super Tuesday seinen Ausstieg bekannt gab, sowie zuletzt Ted Cruz und John Kasich

Im Vorwahlkampf der Demokraten traten deutlich weniger Bewerber an als bei den Republikanern. Martin O'Malley, der frühere Gouverneur von Maryland, zog seine Bewerbung relativ schnell wieder zurück. Hillary Clinton und Bernie Sanders sind die beiden letzten Kandidaten. Real Clear Politics zufolge, liegt Clinton in den landesweiten Umfragen aktuell mit 52,8 Prozent der Stimmen der Demokraten vor Bernie Sanders mit 41,4 Prozent. Am 26. September stellen sich die jeweils von Demokraten und Republikanern gewählten Präsidentschaftskandidaten dem ersten TV-Duell. Der offizielle Wahltag, an dem die US-Bürger für ihre Wahlmänner und Wahlfrauen stimmen, ist der 8. November. Sie wählen anschließend den neuen US-Präsidenten.

Kurz erklärt - So funktioniert die US-Präsidentenwahl