Die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton erhielt beim Parteitag der Demokraten die absolute Mehrheit der Stimmen. Damit haben sich die Delegierten für Clinton als Präsidentschaftskandidatin entschieden. Persönlich auftreten wird sie erst am Donnerstag, wie üblich am letzten Tag des Konvents. Es wird erwartet, dass sie dann die Kandidatur annimmt. 

Seit Montag findet der viertägige Nominierungsparteitag der Demokraten in Philadelphia statt. First Lady Michelle Obama und Senator Bernie Sanders hatten Anfang der Woche für Clinton als Präsidentschaftskandidatin geworben. Das Amt des US-Vizepräsidenten soll der frühere Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Tim Kaine, übernehmen. 

In der vergangenen Woche nahm der Milliardär Donald Trump die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner an. Die Delegierten hatten auf ihrem Parteitag in Cleveland im Bundesstaat Ohio mit deutlicher Mehrheit für Trump als Kandidaten gestimmt. Er wolle seine Präsidentschaft unter den Leitsatz "Amerika zuerst" stellen, sollte er gewählt werden. Das sagte er in seiner Grundsatzrede. Bei den letzten Vorwahlen der Republikaner am 7. Juni hatte sich Trump die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gesichert. Er war schon seit Wochen der letzte verbleibende Kandidat. Als seinen Vizepräsidenten hat er am 15. Juli den Gouverneur von Indiana, Mike Pence, benannt.

Am 26. September stellen sich die Präsidentschaftskandidaten dem ersten TV-Duell. Der offizielle Wahltag, an dem die US-Bürger für ihre Wahlmänner und Wahlfrauen stimmen, ist der 8. November. Die Wahlmänner und -frauen wählen anschließend den neuen US-Präsidenten.

Fünf Monate Vorwahlen

Über die Vorwahlen werden in den USA Staat für Staat die Delegierten bestimmt, die anschließend den Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei wählen. Sie beginnen traditionell mit einem Caucus in Iowa, gefolgt von einer Primaryin New Hampshire. Während die Delegierten bei Primariesmit geheimen Wahlen auf Staatsebene direkt bestimmt werden, findet ein Caucus auf kommunaler Ebene statt. Die Vorwahlen beginnen immer zu Jahresbeginn und dauern bis Juni des Wahljahres an. Iowa und New Hampshire kommt dabei stets eine besondere Bedeutung zu: Die Ergebnisse der ersten beiden Staaten gelten als einflussreiches Stimmungsbarometer der Wähler und somit als mögliches Sprungbrett für Präsidentschaftsbewerber. 

Reuters
Wahl des US-Präsidenten

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Wie kommt man eigentlich da rein?

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Zwischen der Entscheidung...

... zur Kandidatur und dem Amtsantritt können bis zu zwei Jahre liegen. Wer US-Präsident werden will, braucht also eine Menge Ausdauer.

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Foto: Reuters
1. Erfüllen Sie die Bedingungen...

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... und die sind:

1. Seien Sie mindestens 35 Jahre alt, von denen Sie 14 Jahre in den USA gelebt haben. 2. Seien Sie seit Geburt US-Bürger. 3. Registrieren Sie sich in jedem US-Staat 4. Melden Sie die Kandidatur bei der Bundeswahlbehörde 5. Sammeln Sie Unterschriften.

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Eigentlich ja:

George Washington, der erste Präsident, kam ohne Parteien-Unterstützung aus.

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Einige Bewerber zogen dieses Jahr bereits nach den ersten Vorwahlen ihre Kandidatur zurück, darunter die Republikaner Rand Paul, Senator aus Kentucky, der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, und Carly Fiorina, die einzige weibliche Bewerberin der Partei. Nach den Vorwahlen in South Carolina erklärte außerdem Jeb Bush, der Bruder von George W. Bush und früherer Gouverneur von Florida, seinen Rückzug. Ihm folgten Ben Carson, der nach dem Super Tuesday seinen Ausstieg bekannt gab, sowie zuletzt Ted Cruz und John Kasich

Im Vorwahlkampf der Demokraten traten deutlich weniger Bewerber an als bei den Republikanern. Martin O'Malley, der frühere Gouverneur von Maryland, zog seine Bewerbung relativ schnell wieder zurück.