Direktmandate Wer wo triumphierte, scheiterte und warum
Andrea Nahles, Ulla Schmidt, Wolfgang Thierse – prominente Genossen haben kein Direktmandat errungen. Doch auch etliche andere hatten das Nachsehen.
Der Kampf um die Erststimmen ist hart, nur einer kann gewinnen. Junge Politiker verdrängten zur Bundestagswahl auf diese Weise alteingesessene Wahlkreisgewinner, andere steigerten ihr Ergebnis auf unerwartete Werte, alle nachzulesen beim Bundeswahlleiter.
Einer der Fälle: Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir, der den Sprung in den Bundestag verpasste. Im Wahlkreis Stuttgart I holte er 29,9 Prozent der Erststimmen und lag damit 4,5 Prozentpunkte hinter dem Christdemokraten Stefan Kaufmann. SPD- Landeschefin Ute Vogt landete mit 18,0 Prozent auf Platz drei. Während Vogt über die Landesliste in den Bundestag kommt, ist Özdemir nicht abgesichert.
Der insgesamt glücklose Wahlverlierer, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, holte in Brandenburg/Havel mit 32,8 Prozent das Direktmandat und ist damit erstmals im Bundestag. Übertrumpft hat er seine Konkurrentinnen von der Linken und CDU, Diana Golze.
Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sitzt künftig im Bundestag, obwohl er keinen sichern Listenplatz hatte. Er errang seinen Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel mit 44,9 Prozent klar. Der frühere niedersächsische Ministerpräsident verlor damit zwar im Vergleich zu 2005 insgesamt 7,4 Prozentpunkte, konnte sich aber dennoch gegen CDU- Kandidat Jochen-Konrad Fromme durchsetzen.
Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul(SPD) dagegen verlor Wiesbaden nach drei Siegen an die CDU-Kandidatin Kristina Köhler, die mit 40,8 Prozent der Stimmen gewann, während die SPD-Politikerin bei 32,6 Prozent blieb.
Parteikollege Wolfgang Thierse, der bisherige Bundestagsvize, verlor seinen Wahlkreis Berlin-Pankow an den Linkspolitiker Stefan Liebich, der 28,8 Prozent der Erstimmen erhielt. Thierse bekam noch 27,4 Prozent, ein Verlust von 13,7 Prozentpunkten im Vergleich mit 2005.
Auch die SPD-Politikerin und bisherige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), schnitt schlecht ab: Sei verlor ihr Direktmandat im Wahlkreis Neuwied an den CDU-Politiker Erwin Josef Rüddel. Die langjährige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt büßte ihren Wahlkreis Aachen ein – auch dort triumphierte die CDU mit Konkurrent Rudolf Henke.
Die SPD-Linken Ottmar Schreiner und Andrea Nahles verfehlten ein Direktmandat. Schreiner verlor nach 19 Jahren seinen Wahlkreis Saarlouis mit 32,9 Prozent der Erststimmen an den Spitzenkandidaten der Saar-CDU, Peter Altmaier. Im Wahlkreis Ahrweiler kam Nahles als Spitzenkandidatin der rheinland-pfälzischen SPD auf 24 ,9 Prozent.
- Datum 28.09.2009 - 14:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
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fällt selbst hinein! HE HE HE!!! :-)))
"Ilkhanipour gab seine Kandidatur erst kurz vor der Abstimmung der Parteimitglieder bekannt und hatte zuvor eine Mehrheit organisiert. Annen blieb keine Zeit zu reagieren."
In der Auflistung der prominenten Direktmandatverlierer fehlt meines Wissens auch Ursula von der Leyen...
In der Auflistung der prominenten Direktmandatverlierer fehlt meines Wissens auch Ursula von der Leyen...
"...zu Guttenberg wurde zum Stimmenkönig Bayerns. Der CSU-Politiker erzielte (...) 68,1 Prozent der Erststimmen und löst damit (...) Ernst Hinsken ab. Der Niederbayer hatte 2005 noch 74,6 Prozent der Wähler hinter sich gebracht, jetzt waren es noch 55,4 Prozent."
Hier wird offenbar von verschiedenen Wahlkreisen geschrieben.
,-)
Die Passage zum "Stimmenkönig Bayerns" ist in der Tat missverständlich geschrieben. gemeint ist aber, dass zu Guttenberg mit seinem Ergebnis Ernst Hinsken _als Stimmenkönig_ ablöste. Aber kandidiert haben beide auch 2009 in unterschiedlichen Wahlkreisen.
Hier wird offenbar von verschiedenen Wahlkreisen geschrieben.
,-)
Die Passage zum "Stimmenkönig Bayerns" ist in der Tat missverständlich geschrieben. gemeint ist aber, dass zu Guttenberg mit seinem Ergebnis Ernst Hinsken _als Stimmenkönig_ ablöste. Aber kandidiert haben beide auch 2009 in unterschiedlichen Wahlkreisen.
Das "Warum" kommt in diesem Artikel - von einer Ausnahme abgesehen - aber zu kurz. Warum? Denn die Gründe, wenn diese eruierbar wären, könnten ja für einen Neubeginn (der SPD) interessant sein.
Bei Ulla Schmidt ist die Abwahl natürlich auch ohne Recherche nachvollziehbar. Und - vice versa - bei Verteidigungsminister Jung ist die direkte Wahl kaum nachvollziehbar.
Wer erinnert sich eigentlich noch an Ute Vogt, SPD-Landeschefin in Baden-Württemberg, die ganz große Hoffnung der SPD?
Ströbele, der Alt-Grüne, hat wohl zur Zeit mehr Akzeptanz bei seinen Wählern als in seiner Partei. Ihn jedenfalls lassen die Grünen kaum noch vor die Fernsehkameras. Oder will Ströbele das gar nicht mehr?
Seiner direkten CDU-Gegenkandidatin Vera Lengsfeld soll ja ein Angebot des Senioren-Magazins Greyboy vorliegen.
Die alte und neue Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte sich doch selbst und auch dem Volke einen Gefallen tun, in dem sie Westerwelle zum Außenminister macht und alle anderen Ministerposten dem Charme-Bolzen Karl-Theodor zu Guttenberg überlässt. Das macht der Kanzlerin das Regieren leichter und übersichtlicher - und der Steuerzahler spart womöglich noch einige Euro. - Ach nee, dieses Geld braucht der künftige Minister des Äußeren ja für sein Guidomobil II.
In der Auflistung der prominenten Direktmandatverlierer fehlt meines Wissens auch Ursula von der Leyen...
Hier wird offenbar von verschiedenen Wahlkreisen geschrieben.
,-)
Die Passage zum "Stimmenkönig Bayerns" ist in der Tat missverständlich geschrieben. gemeint ist aber, dass zu Guttenberg mit seinem Ergebnis Ernst Hinsken _als Stimmenkönig_ ablöste. Aber kandidiert haben beide auch 2009 in unterschiedlichen Wahlkreisen.
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