Linkspartei Gysi und die SED-AktenSeite 2/2

In sein Antwortschreiben an den „Spiegel“ flicht Gysi eine leise Drohung ein: "Mal sehen, ob das Ganze im Prozess endet oder vielleicht noch anders gehandhabt werden kann." Sein Urteil wegen der Kurzfristigkeit der Anfragen steht ohnehin fest: "Von vornherein war ich mir darüber im Klaren, dass Sie noch versuchen werden, gegen die Partei Die Linke in den Wahlkampf einzugreifen."

 
Leser-Kommentare
  1. Auch bei SPIEGEL-Artikeln kann man mittlerweile nicht mehr auf die Korrektheit vertrauen ... abwarten, hier gilt: in dubio pro reo. Und beim Spiegel ist (immer öfter) dubio angesagt.

    • NoG
    • 21.09.2009 um 10:55 Uhr

    und ich bin kein waehler der linken.

    • CM
    • 21.09.2009 um 11:06 Uhr

    Die Wissenschaft sucht nach neuen Wegen, um Energie zu gewinnen. Vielleicht bietet sich ja als Ressource auch der Friedhof an. Die derzeitige Umdrehungsgeschwindigkeit des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein dürfte genügen.

    Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, daß der Spiegel der BILD-Zeitung nacheifert?

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    Abgesehen von erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit des Spiegel Berichts frage ich mich, was eigentlich Gysi vorgeworfen werden soll? Das habe ich nicht verstanden, der Spiegel verkommt wirklich zum Wurstlermagazin auf BILD Niveau, vielleicht etwas darunter...

    Abgesehen von erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit des Spiegel Berichts frage ich mich, was eigentlich Gysi vorgeworfen werden soll? Das habe ich nicht verstanden, der Spiegel verkommt wirklich zum Wurstlermagazin auf BILD Niveau, vielleicht etwas darunter...

  2. Wenn das wieder so gut recherchiert ist, wie bei Matussek damals, gute Nacht. Matussek hatte Gysi ja mal gar nix entgegenzusetzen:

    http://www.phoenix.de/six...

  3. Karriere im Blick, Teilnahme an internationalen Kongressen und einen Ford Orion vom Erbe gekauft? Da ist ja irre aufregend.

  4. Abgesehen von erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit des Spiegel Berichts frage ich mich, was eigentlich Gysi vorgeworfen werden soll? Das habe ich nicht verstanden, der Spiegel verkommt wirklich zum Wurstlermagazin auf BILD Niveau, vielleicht etwas darunter...

  5. Die Akten der Staatssicherheit sollte man, inklusive Gysi, Kohl, etc. einfach freigeben. am besten digitalisieren und der Wissenschaft im vollen Umfang zur Verfügung stellen. So kann dann nicht jeder Bürger alles lesen, aber Wissenschaftler jeder polit. Ausrichtung können dann forschen..
    Eine Zensurbehörde mit schlechter Leistung wie die Behörde von Frau Birthler ist unnötig und nach 20 Jahren Mauerfall sollten wir uns mehr trauen und ruhig auch mal die Spitzel und Verantwortlichen beim Namen nennen. Dann kann ja jeder mit Hilfe der Aufarbeitung durch Historiker selbst entscheiden was er von den Akteueren hält.

    Freigabe und Digitalisierung! Und alle so Yeah!

  6. Wer einen Menschen erschlägt und wegen Mordes verurteilt wird, der hat bei guter Führung in der Regel 15 Jahre abzusitzen. Danach ist er zwar vorbestraft, aber keiner reitet mehr drauf rum. Wer in der DDR als Stasi-Mitarbeiter einen Menschen ausspioniert oder geschädigt hat (und gebe es auch nur einen Verdacht!), der hat auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR immer noch damit zu tun ...

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    • outis
    • 21.09.2009 um 15:58 Uhr

    stecken wir Gysi für ein Jahr in den Knast, dann soll er von mir aus seine Ruhe haben, solange er nicht für ein Parlament kandidiert. Wenn Herr Gysi sich nicht ständig zur Wahl stellen würde, würde öffentlich auch kein Hahn mehr danach krähen. Ich auch nicht; ich will jedenfalls wissen, ob ein Kandidat so ein mieser Spitzel war. Es zerrt ja niemand den Herrn Gysi in die Öffentlichkeit, er will dort hin. Also sollte er mit dem Gejammer aufhören. Wie sagt das ehemalige sozialistische Brudervolk in Russland noch: Wer Angst vor Wölfen hat, soll nicht in Wald gehen.

    • mrate
    • 22.09.2009 um 10:42 Uhr

    Was Sie da in einen Topf werfen, Herr CarstenH, gehört nun wirklich nicht zusammen. Es ist schon von Bedeutung, wenn Herr Gysi möglicherweise jahrelang für die Stasi gearbeitet hat und dies der Öffentlichkeit verschweigt. Immerhin möchte er als Abgeordneter des Deutschen Bundestages (wieder)gewählt werden, da ist eine Kenntnis von Stasi-Tätigkeit recht wichtig. Mich würde im übrigen auch interessieren, ob keiner darauf herumreiten würde, wenn ein rechtskräftig verurteilter Mörder nach Absitzen seiner Strafe sich um ein Bundestagsmandat bemühen würde.

    Die Verbrechen der DDR werden deshalb nicht vergeben und vergessen, weil es nie eine Abrechnung gab. Kein Revolutionstribunal, keine Wahrheitskommission, nur vereinzelte symbolische Strafen einer heillos überforderten Westjustiz. Was Herrn Gysi anlangt, gibt es da den Vorwurf, er habe Robert Havemann an die Stasi verraten. Kommt darauf an ob man Gysi oder Havemanns Witwe glaubt. Keine schwere Entscheidung.
    Ansonsten war Gysi ein kleiner Fisch. Das Blut an seinen Händen stammt vom Händchenhalten mit Milosevic. Mit Mördern, die nicht das Wörtchen "sozialistisch" im Firmenschild führen, ist er nicht so intim.

    • outis
    • 21.09.2009 um 15:58 Uhr

    stecken wir Gysi für ein Jahr in den Knast, dann soll er von mir aus seine Ruhe haben, solange er nicht für ein Parlament kandidiert. Wenn Herr Gysi sich nicht ständig zur Wahl stellen würde, würde öffentlich auch kein Hahn mehr danach krähen. Ich auch nicht; ich will jedenfalls wissen, ob ein Kandidat so ein mieser Spitzel war. Es zerrt ja niemand den Herrn Gysi in die Öffentlichkeit, er will dort hin. Also sollte er mit dem Gejammer aufhören. Wie sagt das ehemalige sozialistische Brudervolk in Russland noch: Wer Angst vor Wölfen hat, soll nicht in Wald gehen.

    • mrate
    • 22.09.2009 um 10:42 Uhr

    Was Sie da in einen Topf werfen, Herr CarstenH, gehört nun wirklich nicht zusammen. Es ist schon von Bedeutung, wenn Herr Gysi möglicherweise jahrelang für die Stasi gearbeitet hat und dies der Öffentlichkeit verschweigt. Immerhin möchte er als Abgeordneter des Deutschen Bundestages (wieder)gewählt werden, da ist eine Kenntnis von Stasi-Tätigkeit recht wichtig. Mich würde im übrigen auch interessieren, ob keiner darauf herumreiten würde, wenn ein rechtskräftig verurteilter Mörder nach Absitzen seiner Strafe sich um ein Bundestagsmandat bemühen würde.

    Die Verbrechen der DDR werden deshalb nicht vergeben und vergessen, weil es nie eine Abrechnung gab. Kein Revolutionstribunal, keine Wahrheitskommission, nur vereinzelte symbolische Strafen einer heillos überforderten Westjustiz. Was Herrn Gysi anlangt, gibt es da den Vorwurf, er habe Robert Havemann an die Stasi verraten. Kommt darauf an ob man Gysi oder Havemanns Witwe glaubt. Keine schwere Entscheidung.
    Ansonsten war Gysi ein kleiner Fisch. Das Blut an seinen Händen stammt vom Händchenhalten mit Milosevic. Mit Mördern, die nicht das Wörtchen "sozialistisch" im Firmenschild führen, ist er nicht so intim.

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