Erstwähleranalyse (2) Der Wähler, eine aussterbende Spezies

Wen wählen die Erstwähler? Wählen sie überhaupt noch? Was sind zeitgenössische Alternativen? Rechtsextreme? Piraten? Antworten von Michael Schlieben

Am Donnerstag erschien der erste Teil der Erstwähleranalyse. Darin zeigte sich u.a., dass die Linkspartei bei Erstwählern weniger populär ist als in den übrigen Altersklassen. Die deutsche Protest-Partei Nummer eins ist, was ihre Wähler- und Mitgliederstruktur angeht, eine Rentnertruppe. Hier die Fortsetzung:

Was also sind die frischen politischen Alternativen, wenn es die Linke nicht ist? Auffallend hoch ist in der Jungwähler-Umfrage der Bundeszentrale für politische Bildung der Anteil der "Sonstigen Parteien". Elf Prozent der Unter-25-Jährigen wollen eine Partei abseits der etablierten fünf wählen. In allen anderen Altersklassen erhalten die Sonstigen maximal fünf Prozent. Dies ist zum Teil der Popularität geschuldet, die die rechtsextremen Parteien bei den Erstwählern genießen (zu denen später mehr). Außerdem verbirgt sich hinter den elf Prozent für die "Sonstigen" auch ein gewisser Prozentsatz für die neuste Werberin auf dem Parteienmarkt.

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Freibeuter im Parteiensystem

Die Piraten, diese paneuropäische Bewegung, passen womöglich wirklich besser zum Lebensgefühl der jungen Wähler-Generation als die alte Linke. Die heutigen Erstwähler sind mit dem Computer groß geworden, sie informieren sich fast ausschließlich über das Internet, für sie ist es der zentrale Ort der politischen Meinungsbildung. Das gaben 83 Prozent der Erstwähler in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von t.online an. (Bei den Über-30-Jährigen bezeichnet bloß jeder zweite das Internet als sein Leitmedium.) Eine emnid-Erhebung hat andere Zahlen, aber einen ähnlichen Trend ermittelt: Hier hat das Internet für die Jungwähler eine dreimal so hohe Bedeutung für die politische Entscheidung wie für alle anderen Altersgruppen.

Nun, keine andere Partei ist so aktiv, so professionell im Internet wie die Piraten. Kein Wunder, sie fokussieren sich ja auch fast gänzlich darauf. Zu vielen Themen haben sie keine Haltung, was man im Wahl-O-Mat gut nachvollziehen kann. Die Piraten wollen das Internet frei von Zensur halten. Das treibt sie an, das mobilisiert sie. Und wie oft, wenn eine neue Partei Zulauf findet, erkennen die etablierten, dass sie etwas verpasst haben. Sie sehen bei der neuen Konkurrenz andere, zeitgemäße Umgangsformen, andere Eliten, eine andere Sprache, die sie nun teilweise zu imitieren versuchen.  

Seriöse Aussagen über das Wahlpotenzial der Piraten finden sich kaum, schon gar nicht in einzelnen Altersklassen. Ein Wahlforscher sagt, bei den Unter-30-Jährigen hätten drei Prozent die Absicht, die Piraten zu wählen, noch mal so viele ziehen es in Erwägung – das Jung-Wählerpotenzial liegt also bei etwa sechs Prozent. Er bittet darum, nicht namentlich zitiert zu werden. (Das war 2005 bei der Linken ähnlich, da Umfragen auf historischen Trends beruhen: Neue Parteien sind ähnlich unkalkulierbar wie Erstwähler.)

Nicht von ungefähr recherchieren namhafte Parteienforscher derzeit eifrig über das Piraten-Phänomen. Sechs Prozent klingt mickrig, bedenkt man aber, dass es sie vor ein paar Monaten noch gar nicht gab, ist das eine ganze Menge. Im Januar trat die Partei in Hessen zum ersten Mal zu einer Wahl in Deutschland an, seither wächst sie explosionsartig. Im August gewann sie 80 neue Mitglieder pro Tag.

Wächst hier die APO der nächsten Generation heran? Nun ja, auf die Demo "Freiheit statt Angst" in Berlin am vergangenen Wochenende kamen eben doch nur 10.000 statt der angekündigten 100.000. In den Bundestag werden die Piraten diesmal sicher nicht einziehen. Aber unterschätzen sollte man sie nicht. Dank ihrer innovativen Beteiligungsformen, ihrer Vernetzung und ihrem rebellischen Habitus haben sie das Potenzial zur Protestpartei. Nicht nur gegen eine Internetzensur, sondern gegen das politische System insgesamt, das viele Erstwähler – Umfragen zufolge – anödet.

Ist wählen überhaupt noch zeitgemäß?

Die Jungen waren noch nie die fleißigsten Wahlgänger. Traditionell sind das die Rentner. Generell gilt: Je jünger, desto wahlmüder. Dennoch ist der Rückgang der Wahlbeteiligung bei den Jungen in den letzten Jahren markant. Zur Europawahl machten in Berlin beispielsweise bloß 23,6 Prozent der Erstwähler von ihrem Recht Gebrauch. Auch zur Landtagswahl in Bayern gingen bloß 40 Prozent der Erstwähler, früher waren es knapp 70.

Die Wahlbeteiligung der Jungen ist schon bei der Bundestagswahl 2005 mit 68,8 Prozent auf ein historischen Tief gefallen (zum Vergleich: 1980 waren es noch rund 80). Laut Forsa sagen diesmal nur mehr 59 Prozent der Unter-30-Jährigen, dass sie vorhaben, zur Wahl gehen. Sind Wähler also eine aussterbende Spezies?

Zumindest wird der Anteil derjenigen, die an der Demokratie teilhaben, zusehends geringer. Viele Studien belegen, dass die Akzeptanz und das Interesse an Parteien und Wahlen bei der Jugend kontinuierlich gesunken ist. Mulmig wird einem, wenn man einer Umfrage der Landeszentrale für politische Bildung NRW entnimmt, dass nur noch 46 Prozent der Erstwähler der Frage zustimmen, ob die Demokratie die beste Regierungsform ist.

Die Jungen – lauter undemokratische Tölpel also?

Nein, das kann man so nicht sagen. Noch niedriger ist die Wahlbeteiligung meist bei den etwas Älteren, den Zweit-, Dritt- und Viertwählern. Die Um- die-30-Jährigen wohnen oft nicht mehr zu Hause, kennen womöglich ihr neues Wahllokal gar nicht. Es ist eben gleichzeitig auch die mobilste junge Generation jemals.

Und doof ist die heutige Jugend nicht. Eine gebildetere Kohorte erreichte noch nie das Wahlalter. Noch nie gab es so viele Abiturienten und so wenige Schulabbrecher. Gleichwohl ist es keine Generation der angepassten Streber, sondern eine, die politischer ist als ihr Ruf. Rechte wie linke Gruppen haben in den letzten Jahren Zulauf erhalten. Es gab große Bildungsdemonstrationen, die Anti-Atomkraftbewegung erlebte eine Renaissance, die Furcht vor dem Überwachungsstaat hat eine neue Protestkultur hervorgebracht. Selbst die Bravo druckte ein hübsches Obama-Poster, das, so hört man, in vielen Teenagerzimmern hängt. Das alles zeigt: Die Jugend kann sich durchaus für Politik begeistern. Nur mit den deutschen Parteien und Politikern kann sie wenig anfangen.

Der Vertrauensverlust in das politische System ist nachvollziehbar, schließlich nagt die Angst an der Jugend. Sie ist mit steigenden Arbeitslosenzahlen und düsteren Reformdebatten aufgewachsen. Fast 70 Prozent der Unter-30-Jährigen fürchten sich vor Arbeitslosigkeit, so die neueste Shell-Jugendstudie von 2006. Ein Wert, der sich seit 2002 (damals waren es "bloß" 55 Prozent) besorgniserregend gesteigert hat und der durch die Krise nicht kleiner geworden sein dürfte. Auch andere Studien konstatieren die Abkehr von der Spaßgesellschaft: Die heutige Jugend sei geradezu unjugendlich besorgt. Die steigenden Staatsschulden, der Klimawandel, die unsichere Zukunft der Sozialsysteme – all das treibt die Erstwähler durchaus um. Allerdings finden sie keine zufriedenstellenden Antworten bei den etablierten Parteien.

Wie rechtsradikal ist die Jugend?

Ist das auch die Erklärung, warum die rechtsextremen Parteien zuletzt, vor allem im Osten, so gut abschnitten? In Sachsen wurde die NPD hinter der CDU zweitstärkste Partei bei den Erstwählern. Auch in Thüringen stimmten 14 Prozent der Erstwähler für die NPD – mehr als für FDP oder Grüne.

Deutsche Jugendliche sind zwar weniger gewalttätig als in der Vergangenheit, das ergab unlängst eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Dafür aber haben weit mehr eine ausländerfeindliche und rechtsextreme Gesinnung als bisher vermutet. Den Niedersächsischen Kriminologen zufolge sind unfassbare 4,9 Prozent der 15-jährigen Jungen und 2,6 Prozent der gleichaltrigen Mädchen Mitglied einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft. Das ist mehr als in allen politischen Jugendorganisationen zusammen, mehr als Rotes Kreuz und Feuerwehr. In Sachsen machten SPD und Grüne das Bekämpfen der NPD zum Hauptwahlkampf-Thema. Offenbar wurden die Postfaschisten dadurch bloß zusätzlich aufgewertet.

Fazit

Natürlich gibt es nicht den Erstwähler. Im Gegenteil, durch das Internet und den Verlust früherer kollektiver Leitmedien und Großorganisationen sind die verschiedenen Milieus der jungen Erwachsenen fragmentierter denn je. Insofern ist der Flickenteppich in der Erstwähler-Sonntagsfrage nicht verwunderlich.

Es bringt nichts, am Abend des 27. Septembers auf die Jungen zu schimpfen, weil sie wieder Mal eine negative Rekordwahlbeteiligung zustande gebracht haben. Die Politiker sollten stattdessen auf sie zugehen, ihnen zuhören, erklären, diskutieren, um Unterstützer werben und kämpfen. Viel zu sehr schielen die Parteien in diesem (wie in jedem) Wahlkampf auf die Stimmen der Alten, weil die für das Wahlergebnis relevanter sind. Auch deshalb wendet sich die Jugend ab.

 
Leser-Kommentare
  1. "In Sachsen machten SPD und Grüne das Bekämpfen der NPD zum Hauptwahlkampf-Thema. Offenbar wurden die Postfaschisten dadurch bloß zusätzlich aufgewertet."

    Genau das habe ich schon vor geschrieben, als die NPD das erste Mal in den Landtag von Sachsen einzog.

    Damals machte ich den massiven Kampf gegen Rechts mitverantwortlich dafür und die Forderungen nach Internetzensur, wie sie ein Herr Büssow und Herr Schütte - beides deutsche Beamte - forderten.

    Kurze Zeit später erhielt ich eine Vorladung zur Polizei, da Herr Schütte mich verklagte, ich hätte ihn beleidigt und verleumdet mit meiner der freien Meinungsäußerung unterliegenden Aussage, dass die Aktionen der Bezirksregierung Düsseldorf und der politischen Parteien - insbesondere auch das gescheiterte Verbotsverfahren - und damit auch diese Herren für den Erfolg mit verantwortlich seien.

    Selber wollen sie Demokraten sein, doch Widerspruch und Zweifel an ihrem Kurs die rechtsradikalen Verführer zu bekämpfen lassen sie nicht zu.

    Schön zu sehen, dass das Umdenken mittlerweile auch in den linken Mainstreammedien Einzug hält, wirklich schön.

    Schade ist nur, dass man sich als derjenige, der dies schon vor mehreren Jahren konstatierte mit dem Rechtsstaat auseinandersetzen muss, um solche Meinungen bereits im Vorfeld eines gesellschaftlichen Wandels zu kommunizieren.

    Das stärkt nicht gerade das Vertrauen in die gegenwärtigen Politiker und Eliten in deutschen Amtsstuben.

  2. "Die Um- die-30-Jährigen wohnen oft nicht mehr zu Hause, kennen womöglich ihr neues Wahllokal gar nicht."

    Was ist dass den für ein bescheuertes Argument für geringe Wahlbeteiligung?

    mfg,
    pinga.

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    Aus rationalen Gründen geht kaum einer Abstimmen oder Wählen, da jeder Stimmbürger weiss, dass seine einzelne Stimme als eine unter vielen eh so gut wie keinen Einfluss aufs Endergebnis hat. Wenn man dann erst noch das Wahllokal suchen muss, steigen die Kosten (dazu gehört etwa Zeit und Mühe, die man aufwendet, um die Astimmungsvorlagen und Wahlprogramme zu studieren und die Wahl- und Abstimmungszettel auszufüllen) extrem an, v.a. angesichts des sehr geringen Nutzen des Einzelnen aus einem Wahlgang oder einer Abstimmung. Wenn man also erst ein Wahl- und Abstimmungslokal suchen muss, kann das wirklich Leute davon abhalten, Abstimmen oder Wählen zu gehen.
    Leute gehen (ausser wenn das Stimmvolk klein ist und die Stimme des Einzelnen viel zählt), nie aus rationalen Gründen, sondern eher, weil es sich halt so gehört, aus Tradition, aus ideologischen Gründen, aus sentimentalen Gründen, weil sie interessiert sind...

    Aus rationalen Gründen geht kaum einer Abstimmen oder Wählen, da jeder Stimmbürger weiss, dass seine einzelne Stimme als eine unter vielen eh so gut wie keinen Einfluss aufs Endergebnis hat. Wenn man dann erst noch das Wahllokal suchen muss, steigen die Kosten (dazu gehört etwa Zeit und Mühe, die man aufwendet, um die Astimmungsvorlagen und Wahlprogramme zu studieren und die Wahl- und Abstimmungszettel auszufüllen) extrem an, v.a. angesichts des sehr geringen Nutzen des Einzelnen aus einem Wahlgang oder einer Abstimmung. Wenn man also erst ein Wahl- und Abstimmungslokal suchen muss, kann das wirklich Leute davon abhalten, Abstimmen oder Wählen zu gehen.
    Leute gehen (ausser wenn das Stimmvolk klein ist und die Stimme des Einzelnen viel zählt), nie aus rationalen Gründen, sondern eher, weil es sich halt so gehört, aus Tradition, aus ideologischen Gründen, aus sentimentalen Gründen, weil sie interessiert sind...

  3. ... das eigentliche Problem der jungen Generation ist. Auch wenn es etliche Jungwähler geben mag, die an ihr zweifeln, ist das für mich eher ein Ausdruck dafür, dass sie das Gefühl haben nichts bewirken zu können - selbst wenn sie ihre Stimme abgeben würden (und dieses Gefühl ist ja zum Teil mMn. auch berechtigt). Auch gibt/gab es bisher nur sehr wenige wirkliche Alternativen zu den etablierten Parteien, in denen sich viele junge Leute - nicht nur personell, sondern auch inhaltlich - nicht repräsentiert sehen, wieso sollten die also zur Wahl gehen (denken sie).

    • Arya
    • 18.09.2009 um 12:32 Uhr

    Der Rückschluss vom Nicht-Wählen auf's Nicht-Engagiert-Sein ist ein gängiger aber haltloser: Die Tatsache, dass jemand nicht wählt, liegt des öfteren darin begründet, dass er oder sie niemanden findet, der dem eigenen Interesse entspricht. Immer nur das kleinste Übel zu wählen, das ist wirklich frustrierend! Da bleibt der eine oder die andere dann aus Protest zuhaus, obwohl bekannt ist, wo das Wahllokal ist...

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    • Puzi
    • 18.09.2009 um 12:47 Uhr

    Sehr zutreffend:
    Auch fuer mich gab es dieses Jahr lediglich 3 Moeglichkeiten:

    CDU/FDP - Auf keinen Fall ein Lafontaine. Herr Steinmeier in allen Ehren, aber noch eine grosse Koalition wird nicht ueberleben und nach spaetestens 2 Jahren zugunsten von Rot-Rot-Gruen abgesaegt.

    Piraten - Sie haben zu vielem keine Meinung, die habe ich ebenso wenig, von Wirtschaft verstehe ich nicht genug (Was ich mittlerweile auch von unseren Herren Politikern denke - inklusive und besonders Herrns Guttenberg) ABER Wenigstens zu den Themen, die mich interessieren haben sie eine: Bildung, Datenschutz, Freie Forschung

    Nichtwaehlen - Ich kann mich mit keiner der etablierten Parteien auch nur halbwegs identifizieren. Einen zusaetzlichen Tiefschlag versetzte mir Frau Merkel mit ihrer Weigerung einen inhaltlichen Wahlkampf zu fuehren. Schliesslich bin ich nicht fuer Frau Merkel sondern fuer eine gewisse Politik in Deutschland.
    Aber ich kann es nur immer wieder wiederholen: Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun.

    Wie ich mich am Ende entschlossen habe PER BRIEFWAHL (Soviel zum Thema Wahllokal - Wunderbar per Internet beantragt) abzustimmen, damit moechte ich sie alle geneigte Leser, nicht belaestigen.

    • Puzi
    • 18.09.2009 um 12:47 Uhr

    Sehr zutreffend:
    Auch fuer mich gab es dieses Jahr lediglich 3 Moeglichkeiten:

    CDU/FDP - Auf keinen Fall ein Lafontaine. Herr Steinmeier in allen Ehren, aber noch eine grosse Koalition wird nicht ueberleben und nach spaetestens 2 Jahren zugunsten von Rot-Rot-Gruen abgesaegt.

    Piraten - Sie haben zu vielem keine Meinung, die habe ich ebenso wenig, von Wirtschaft verstehe ich nicht genug (Was ich mittlerweile auch von unseren Herren Politikern denke - inklusive und besonders Herrns Guttenberg) ABER Wenigstens zu den Themen, die mich interessieren haben sie eine: Bildung, Datenschutz, Freie Forschung

    Nichtwaehlen - Ich kann mich mit keiner der etablierten Parteien auch nur halbwegs identifizieren. Einen zusaetzlichen Tiefschlag versetzte mir Frau Merkel mit ihrer Weigerung einen inhaltlichen Wahlkampf zu fuehren. Schliesslich bin ich nicht fuer Frau Merkel sondern fuer eine gewisse Politik in Deutschland.
    Aber ich kann es nur immer wieder wiederholen: Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun.

    Wie ich mich am Ende entschlossen habe PER BRIEFWAHL (Soviel zum Thema Wahllokal - Wunderbar per Internet beantragt) abzustimmen, damit moechte ich sie alle geneigte Leser, nicht belaestigen.

  4. Ich habe alles versucht, es hat sich durch meine Wahlen nichts geändert, egal wer an die Macht kam.

    Meine Konsequenz ist daher nicht: Nicht wählen, sondern wählen! Aber nur noch kleine Parteien.

    Jede Stimme für die kostet die großen Parteien Wahlkampfkostenerstattung.

    Da tut es ihnen weh!

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    Ich stimme hier mit Ihnen vollkommen überein. Ob das die Erstwähler oder Nichtwähler auch so sehen, bleibt aber fraglich. Diese (negative) Erfahrung musste ich jedenfalls allzu oft in Gesprächen feststellen.

    Ich stimme hier mit Ihnen vollkommen überein. Ob das die Erstwähler oder Nichtwähler auch so sehen, bleibt aber fraglich. Diese (negative) Erfahrung musste ich jedenfalls allzu oft in Gesprächen feststellen.

    • Puzi
    • 18.09.2009 um 12:47 Uhr

    Sehr zutreffend:
    Auch fuer mich gab es dieses Jahr lediglich 3 Moeglichkeiten:

    CDU/FDP - Auf keinen Fall ein Lafontaine. Herr Steinmeier in allen Ehren, aber noch eine grosse Koalition wird nicht ueberleben und nach spaetestens 2 Jahren zugunsten von Rot-Rot-Gruen abgesaegt.

    Piraten - Sie haben zu vielem keine Meinung, die habe ich ebenso wenig, von Wirtschaft verstehe ich nicht genug (Was ich mittlerweile auch von unseren Herren Politikern denke - inklusive und besonders Herrns Guttenberg) ABER Wenigstens zu den Themen, die mich interessieren haben sie eine: Bildung, Datenschutz, Freie Forschung

    Nichtwaehlen - Ich kann mich mit keiner der etablierten Parteien auch nur halbwegs identifizieren. Einen zusaetzlichen Tiefschlag versetzte mir Frau Merkel mit ihrer Weigerung einen inhaltlichen Wahlkampf zu fuehren. Schliesslich bin ich nicht fuer Frau Merkel sondern fuer eine gewisse Politik in Deutschland.
    Aber ich kann es nur immer wieder wiederholen: Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun.

    Wie ich mich am Ende entschlossen habe PER BRIEFWAHL (Soviel zum Thema Wahllokal - Wunderbar per Internet beantragt) abzustimmen, damit moechte ich sie alle geneigte Leser, nicht belaestigen.

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    "Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun"

    Was natürlich noch nie jemand belegen konnte. Ein uraltes und vermutlich falsches Argument um die Leute mit Drohungen an die Urne zu treiben. Man könnte vermuten, dass radikale Parteien ihre Anhänger besser mobilisieren können, aber das hätte auch nur dann eine Wirkung, wenn die frustrierten Fernbleiber tatsächlich nur etablierte Parteien gewählt hätten, was aber niemand weiß.

    "Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun"

    Was natürlich noch nie jemand belegen konnte. Ein uraltes und vermutlich falsches Argument um die Leute mit Drohungen an die Urne zu treiben. Man könnte vermuten, dass radikale Parteien ihre Anhänger besser mobilisieren können, aber das hätte auch nur dann eine Wirkung, wenn die frustrierten Fernbleiber tatsächlich nur etablierte Parteien gewählt hätten, was aber niemand weiß.

  5. "...dass nur noch 46 Prozent der Erstwähler der Frage zustimmen, ob die Demokratie die beste Regierungsform ist..."

    Sowas passiert, wenn man unser repräsentatives System ständig als die beste aller denkbaren Demokratien anpreist und als alternativlos (was sie natürlich nie war). In wirklichkeit ist sie, mit viel Augen zudrücken und guten Willen, allenfalls eine mehr schlecht als recht funktionierende Minimaldemokratie und Auswege gibt es genug, entweder in historisch/diktatorische Konzepte oder in eine Verbesserung...

  6. 8. @Puzi

    "Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun"

    Was natürlich noch nie jemand belegen konnte. Ein uraltes und vermutlich falsches Argument um die Leute mit Drohungen an die Urne zu treiben. Man könnte vermuten, dass radikale Parteien ihre Anhänger besser mobilisieren können, aber das hätte auch nur dann eine Wirkung, wenn die frustrierten Fernbleiber tatsächlich nur etablierte Parteien gewählt hätten, was aber niemand weiß.

    Antwort auf "Das kleinste Uebel"
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    • Puzi
    • 18.09.2009 um 13:20 Uhr

    Da bereits ein Ungleichgewicht in der Wahlbeteiligung reichen wuerde - why taking chances? Des weiteren erscheint mir die Wahrheit des Sprichworts wahrscheinlicher als die Unwahrheit, denn zumindest eines haben die Braunen: Disziplin.

    Eine weitere Moeglichkeit mit der Sie den Politikern zeigen koennen, dass Sie unzufrieden mit ihrer Arbeit sind: Waehlen aber ungueltig machen. Diese Zahl wird ebenfalls erfasst und zeigt eindeutig, dass Sie nicht uninteressiert sind (Schliesslich sind Sie ja auch hier), aber keine Wahl haben (bloedes Wortspiel, aber es laesst sich nicht vermeiden).

    • Scampi
    • 19.09.2009 um 11:53 Uhr

    "Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun"

    Nicht nur nicht zu belegen-es wird nicht nur braun, sondern schwarz. Bei sinkender Wahlbeteiligung hat immer die CDU die Oberhand gewonnen, die mit einer großen treuen Stammwählerschaft aus Rentnern und anderen Konservativen ihrer Stimmen sicher scheint.
    Für mich ist das der beste Grund, wählen zu gehen.

    • Puzi
    • 18.09.2009 um 13:20 Uhr

    Da bereits ein Ungleichgewicht in der Wahlbeteiligung reichen wuerde - why taking chances? Des weiteren erscheint mir die Wahrheit des Sprichworts wahrscheinlicher als die Unwahrheit, denn zumindest eines haben die Braunen: Disziplin.

    Eine weitere Moeglichkeit mit der Sie den Politikern zeigen koennen, dass Sie unzufrieden mit ihrer Arbeit sind: Waehlen aber ungueltig machen. Diese Zahl wird ebenfalls erfasst und zeigt eindeutig, dass Sie nicht uninteressiert sind (Schliesslich sind Sie ja auch hier), aber keine Wahl haben (bloedes Wortspiel, aber es laesst sich nicht vermeiden).

    • Scampi
    • 19.09.2009 um 11:53 Uhr

    "Waehlen ist wie Zaehneputzen - Tut mans nicht wirds braun"

    Nicht nur nicht zu belegen-es wird nicht nur braun, sondern schwarz. Bei sinkender Wahlbeteiligung hat immer die CDU die Oberhand gewonnen, die mit einer großen treuen Stammwählerschaft aus Rentnern und anderen Konservativen ihrer Stimmen sicher scheint.
    Für mich ist das der beste Grund, wählen zu gehen.

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