Die Linke "Partyalarm" bei der LinksparteiSeite 2/2

Mit der gelb-schwarzen-Koalition sei die Linke natürlich nicht glücklich, über die historisch einmalig abgesackte SPD urteilt Dietmar Bartsch jedoch vergleichsweise milde. Sie solle sich in der Opposition wieder aufrappeln: "Von mir werden Sie keine Häme hören", sagt Bartsch. Die Anhänger der Linken im Zelt sind nicht so nachsichtig. "Heul doch!" schallt es Steinmeier entgegen, als sein Konterfei auf dem riesigen Bildschirm im Zelt erscheint.

Nun müsse man doch endlich einsehen, sagt Bodo Ramelow, dass nur eine Koalition der Linken mit der SPD und eventuell den Grünen gegen Schwarz-Gelb helfe. "Die Bürger wollen, dass das neoliberale Geschwätz aufhört", sagt der thüringische Spitzenkandidat. Und holt gleich zum verbalen Gegenschlag aus: "Ein Hartz IV-Empfänger ist im Westen genauso scheiße dran wie im Osten".

Erstmals, so Gysi, sei eine Partei links von der SPD mit einem zweistelligen Ergebnis in den Bundestag eingezogen. Die Linke habe damit "die ganze Gesellschaft durcheinander gebracht", frohlockt er. "Ich möchte dieses Ergebnis jetzt einfach nur genießen".

 
Leser-Kommentare
  1. "Oskar Lafontaine nimmt als einziger das Wort "Wirtschaftskrise" in den Mund. Seine Partei wolle nun dafür sorgen, dass die Banken "an die Kandare genommen werden", sagt der Parteichef."

    Damals als er Wirtschaftsminister war ist er abgehauen, warum sollte er es das nächste mal, wenn er die Möglichkeit hat etwas zu verändern besser machen?

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    solche Forderungen sind eben in der Rolle einer Oppositionspartei leicht zu rufen. Das sieht in einer Regierung schon ganz anders aus!
    Im Übrigen hat die Person OL wohl auch erheblich dazu beigetragen, dass die SPD sich wieder finden muss, mit überzogenen Forderungen und Machtspielen.

    Ein glänzender Rhetoriker, mit eigenen Rechengesetzen, der bitte an seinen Leistungen gemessen werden muss... aus SPD Zeiten, in denen er Verantwortung trug bleibt wohl nicht viel. Nur im Saarland, da ist er noch der König Oskar...

    Zudem: Ich möchte mal sehen was es für Machtspiele geben würde, wäre die Linke an der Macht! Gysi vs. OL.... OL vs. Wagenknecht....

    <° >< plonk

    Für die anderen: Olle Kamelle.

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    solche Forderungen sind eben in der Rolle einer Oppositionspartei leicht zu rufen. Das sieht in einer Regierung schon ganz anders aus!
    Im Übrigen hat die Person OL wohl auch erheblich dazu beigetragen, dass die SPD sich wieder finden muss, mit überzogenen Forderungen und Machtspielen.

    Ein glänzender Rhetoriker, mit eigenen Rechengesetzen, der bitte an seinen Leistungen gemessen werden muss... aus SPD Zeiten, in denen er Verantwortung trug bleibt wohl nicht viel. Nur im Saarland, da ist er noch der König Oskar...

    Zudem: Ich möchte mal sehen was es für Machtspiele geben würde, wäre die Linke an der Macht! Gysi vs. OL.... OL vs. Wagenknecht....

    <° >< plonk

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  2. solche Forderungen sind eben in der Rolle einer Oppositionspartei leicht zu rufen. Das sieht in einer Regierung schon ganz anders aus!
    Im Übrigen hat die Person OL wohl auch erheblich dazu beigetragen, dass die SPD sich wieder finden muss, mit überzogenen Forderungen und Machtspielen.

    Ein glänzender Rhetoriker, mit eigenen Rechengesetzen, der bitte an seinen Leistungen gemessen werden muss... aus SPD Zeiten, in denen er Verantwortung trug bleibt wohl nicht viel. Nur im Saarland, da ist er noch der König Oskar...

    Zudem: Ich möchte mal sehen was es für Machtspiele geben würde, wäre die Linke an der Macht! Gysi vs. OL.... OL vs. Wagenknecht....

    Antwort auf "Lass gut sein Oskar"
  3. und ich bin zu jung, um ihn aus der Präschröderäre zu kennen. Aber das er als Finanzminister zurückgetreten ist, weil Schröder ihm klar zu verstehen gegeben hat, dass er einen umverteilenden Keynesianismus nicht mitmachen würde finde ich in Ordnung.

    Gysi vs. Wagenknecht würde ich gerne hören. Die sind beide brilliante Redner_innen. Da wäre sicherlich sehr unterhaltsam.

  4. Schon interessant, wie überwiegend tendenziös über die Linkspartei berichtet wird und insbesondere über Lafontaine. Das fängt mit der Bildauswahl an--gerne von unten, fast immer in Momenten einer leidenschaftlichen Redepose. Diese Bilder präsentieren den Mann bewusst als napoleonhaften Demagogen; eine solche Darstellung bleibt Herrn Steinmeier oder Frau Merkel meist erspart.

    Und was die Sachargumente angeht: Die Linke sei realitätsfern und mache unhaltbare Versprechungen, heißt es gerne. Man unterstellt ihr ideologisch verbrämten Radikalismus. Diese Vorwürfe tauchen selten auf, wenn Westerwelle unfinanzierbare Steuersenkungen verspricht und eine marktradikale Postion vertritt, die die deutsche Gesellschaft aufs schärfste dauerhaft spalten wird. Das versprochene öknomische Eden wird einem großen Teil der Gesellschaft verschlossen bleiben, so wie es in den deregulierten Freimarktgesllschaft anglosächsischer Prägung schon seit Jahrzehnten der Fall ist. Man wird sich letztendlich, wie in den USA und Großbritannien, darauf einigen müssen, dass Armut und Elend Anzeichen moralischer Minderwertigkeit sind und damit selbstverschuldet. Den Grund dafür haben FDP und CDU ja geschaffen, mit viel Hilfe von Schröders SPD.

    • Ochs
    • 28.09.2009 um 10:11 Uhr

    die Linke zwei Leute hat, die brilliant reden können, heißt dass noch lange nicht, dass die beiden Demagogen sind.
    @KlausFuchs :
    Ich bin mir sicher, dass wenn der Schröder den Oskar nicht aus der Regierung bzw. Partei gedrängt hätte, dann wäre diese Wirtschaftskrise uns erspart geblieben. Aber nicht so viel Ahnung hat, ist es immer mal gut gegen den Oskar zu wettern. Gelle? Im Internet ist ja auch alles so herrlich anonym. Und vielleicht hält dich ja irgendeiner für superschlau. Dann wären es schon 2. Du und.....

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    • Schnel
    • 28.09.2009 um 10:29 Uhr

    Sehr geehrter Ochs,

    es wäre sicher wünschenswert gewesen, wenn Herr L. seinerzeit im Kreis der G8-Finanzminister einen Teil seiner Vorstellungen über die Kontrolle der Internationalen Finanzmärkte durchgesetzt hätte. Er hat sich aber leider nicht viel Mühe gegeben dort etwas zu erreichen. Vielleicht erinnert man sich noch an sein arrogantes Auftreten gegnüber seinen Kollegen und deren Reaktion. Die damals allein maßgebenden Vertreter der USA und Großbritanniens haben Herrn L. einfach ignoriert. Es war ihm offenbar zu mühsam, wahrscheinlich hat er sein Scheitern unter den damaligen Bedingungen geahnt, sich international Gehör zu verschaffen.

    Das Schröder aktiv Lafontaine aus der Regierung gedrängt hat, darüber ist mir nichts bekannt. Aber mit dieser Legende lebt es sich heute für manche einfach besser.

    • Schnel
    • 28.09.2009 um 10:29 Uhr

    Sehr geehrter Ochs,

    es wäre sicher wünschenswert gewesen, wenn Herr L. seinerzeit im Kreis der G8-Finanzminister einen Teil seiner Vorstellungen über die Kontrolle der Internationalen Finanzmärkte durchgesetzt hätte. Er hat sich aber leider nicht viel Mühe gegeben dort etwas zu erreichen. Vielleicht erinnert man sich noch an sein arrogantes Auftreten gegnüber seinen Kollegen und deren Reaktion. Die damals allein maßgebenden Vertreter der USA und Großbritanniens haben Herrn L. einfach ignoriert. Es war ihm offenbar zu mühsam, wahrscheinlich hat er sein Scheitern unter den damaligen Bedingungen geahnt, sich international Gehör zu verschaffen.

    Das Schröder aktiv Lafontaine aus der Regierung gedrängt hat, darüber ist mir nichts bekannt. Aber mit dieser Legende lebt es sich heute für manche einfach besser.

    • Schnel
    • 28.09.2009 um 10:29 Uhr

    Sehr geehrter Ochs,

    es wäre sicher wünschenswert gewesen, wenn Herr L. seinerzeit im Kreis der G8-Finanzminister einen Teil seiner Vorstellungen über die Kontrolle der Internationalen Finanzmärkte durchgesetzt hätte. Er hat sich aber leider nicht viel Mühe gegeben dort etwas zu erreichen. Vielleicht erinnert man sich noch an sein arrogantes Auftreten gegnüber seinen Kollegen und deren Reaktion. Die damals allein maßgebenden Vertreter der USA und Großbritanniens haben Herrn L. einfach ignoriert. Es war ihm offenbar zu mühsam, wahrscheinlich hat er sein Scheitern unter den damaligen Bedingungen geahnt, sich international Gehör zu verschaffen.

    Das Schröder aktiv Lafontaine aus der Regierung gedrängt hat, darüber ist mir nichts bekannt. Aber mit dieser Legende lebt es sich heute für manche einfach besser.

    Antwort auf "Nur weil"
  5. Ist man eine Friedenspartei, wenn man ein zerrissenes Land wie Afghanistan entgültig dem Chaos hinterlässt? Was denken die Linken, wird dann passieren? Alle haben sich wieder lieb, Schwule dürfen heiraten und Mädchen zur Schule gehen? Ich selbst sehe den Einsatz in Afghanistan sehr kritisch, aber jetzt diese Menschen, die wegen den westlichen Ländern schon oft genug in ihrer Geschichte unsägliches Leid ertragen mussten, einfach den Warlords und Taiban zu überlässen, hat für mich nichts mit Frieden geschweige denn Solidarität zu tun.

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    Karsai-Regierung = hochkorrupt, Islamisten bereits in der Regierung. Auf welchen Treibsand wollen Sie Ihr Häuslein bauen?

    Ich habe einen umfassenden Bericht extra für Sie:
    http://bernhardsweblog.bl...

    Oder schlafens weiter...

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    Oder schlafens weiter...

    • Ochs
    • 28.09.2009 um 10:57 Uhr

    Sie haben Recht.
    Da ich mir selber im unklaren bin, frage ich Sie: Ist es einem Politiker vielleicht hoch anzurechnen, dass er - sollte er sich zu einer Politik gezwungen fühlen, die seinen Überzeugungen widerspricht- seine Partei/die Regierung verlässt?

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