Zeit-Online-Lügendetektor "Wir schließen die Datenautobahn der Kinderpornografie"Seite 2/2

Keine anderen "Delikte am Menschen" werden so selten angezeigt wie der Kindesmissbrauch, bei keinem bleiben so viele Fälle im Verborgenen. Doch existiert in Deutschland nur ein einziges Projekt, das versucht, bislang unerkannte Pädophile anzusprechen und zu therapieren. Das Forschungsvorhaben "Prävention Dunkelfeld" der Berliner Charité finanziert sich vor allem aus Spenden. Erst seit 2008 bekommt das seit 2005 erfolgreich arbeitende Team Hilfe von der Bundesregierung, 250.000 Euro im Jahr, befristet auf drei Jahre. Hilfe durch die Krankenkassen hat es nicht. Die Kassen weigern sich, die Verhaltenstherapie zu zahlen, obwohl die Diagnose Pädophilie eine anerkannte Erkrankung ist.

Solche Projekte medienwirksam zu fördern und bekannter zu machen könnte sehr viel mehr für Kinder tun als Netzsperren. Denn die angepriesenen Sperren, die inzwischen nur noch "Zugangserschwerung" heißt, lassen sich durch simple Änderung der Einstellungen am Browser umgehen.

Inoffiziell lässt sich übrigens beim Bundeskriminalamt erfahren, dass man diese ganzen Sperrseiten in wenigen Jahren nicht mehr brauche. Sie seien nur eine Übergangslösung, die nichts weiter machen solle, als die mangelnde technische Strafverfolgung so lange zu ersetzen, bis sie ausgebaut sei. Und bei allen Beteiligten, seien sie Polizisten, Staatsanwälte oder Politiker, heißt es: Die echten Kriminellen fängt man so auch nicht, die umgehen die Sperren; oder sie tarnen sich.

 
Leser-Kommentare
  1. Bei vielen (auch kritischen) Berichten über die Netzsperren werden 2 Punkte immer wieder übersehen, die - auch abseits der Zensurfrage - diese Technik völlig inakzeptabel machen. 1: Eine Liste wird in dem Moment, wo sie durchsickert, zum Katalog. 2. Ein Anbieter, dessen Seite mit einem Stopschild besetzt ist ist einer, der seine Zelte abbrechen und sich der Strafvervolgung entziehen kann. Überspitzt gesagt, fördern die Netzsperren also die Verbreitung von Kinderpornografie und schützen die Täter. Diesen Standpunkt möchte ich mal gerne irgendwo ausgeleuchtet sehen.

  2. Das Bild hat sowas von den Leninbildern in der Sowjetunion finde ich, mit stahlblauen Augen mutig in die Zukunft schauend die Hand erhoben richtungsweisend erhoben....

    • iDog
    • 08.09.2009 um 19:49 Uhr

    ist eine bewuste irrefuehrung der unwissenden oder durch unwissende, denn das bild is,t moeglicherweise absichtlich, falsch gewaehlt. eine daten autobahn gibt es nicht ! will man die datenstruktur im internet bildhaft beschreiben, muss man von stroemungen reden oder gleich von einem datenozean.

    alleine die formulierung des "placebo konzepts" beinhaltet also nicht nur den implizit falschen ansatz sondern auch die reale unmoeglichkeit des unterfangens.

  3. kinderpornographie ist aber mit abstand das kleinste problem das kinder heutzutage haben

    wesentlich häufiger werden sie geschlagen, vernachlässigt und durch gewaltätige eltern erzogen, da unternimmt die zensursula nichts, na ja müsste sie doch auch gegen frauen vorgehen

    die netzsperren sind absolut sinnlos und kontraproduktiv, denn so weiß ein anbieter, wann er entdeckt wurde und kann so ausweichen, außerdem sind diese seiten ja nicht so einfach zugänglich, daher sind sie von haus aus schon nur wenigen menschen zugänglich und wer sie ansehen will, der wird das auch machen, denn diese sperre lässt sich ja ganz einfach aushebeln, außerdem dürften nur die wenigsten seiten von den beamten endeckt werden, somit ist das ganze für den hugo, viel wirbel um nichts, na ja alte und technisch unbedarfte kann man so einfangen und wählerstimmen für sich beanspruchen

    mich erinnert das an den rattenfänger von hameln, die frage ist nur welchen preis wir am ende des jahres bezahlen

  4. Diese Frau empfinde ich mittlerweile als bösartig...einfach nur bösartig.
    Wie soll man die jetzt noch aufhalten, ohne als Kinderschänder diffamiert zu werden?

    • SWiSH
    • 08.09.2009 um 20:23 Uhr

    http://ak-zensur.de/

    Was ich am schlimmsten finde ist, dass Zensursula mit einem guten Gewissen ins Bett geht, weil sie sich einbildet, Kindern wirklich zu helfen. An von der Leyen: Träumen sie weiter!

  5. Ein Placebo ist das sicher nicht. Placebos haben keine Nebnewirkungen, aber das Stoppschild öffnet Tor und Tür für weitreichende Internetzensur, die Szenarien kennen wir alle.

    Die Leyen, überhaupt die ganze CDU sind perfekte Selbstdarsetller. Man läcchelt mal mit ein paar glücklichen, geschminkten Kindern in die Kameras, sagt wie abscheulich Kipos sind und schwupps ist jemand für Bürgerrechte für Kinderpornographie und gegen diese lieben netten Kinder, die schon morgen von der Milliardenschweren Kipomafia vergewaltigt werden könnten, wenn sie für Büprgerrechte sind. Bravo. "Wir haben die Kraft für Sicherheit UND Freiheit." Aber nicht, um einmal weuterzublicken. Die ersten CDU-Politiker haben cshon nach Sperrung von Tauschseiten geschrien, von "Killerspielen", von gewaqktverherrlichendem Inhalt.

    Menschen, die

    • joG
    • 08.09.2009 um 22:02 Uhr

    ...abstoßende Sache und sollte nicht existieren. Andererseits führt sie Geld an Eltern und Kinder, die unter der $ 1 am Tag Grenze liegen. So werden viele Kinder nicht ausgesetzt und verhungern nicht, die sonst stürben. Es ist daher berechtigt zu fragen, ob diese Kinder besser dran sind, als sie es nun sind. Wollen wir aktiv sie aus moralischen Gründen sterben lassen? Wenn wir das nicht wollen, so braucht es jetzt und vor der Gesetzgebung Geld. Es handelt dabei um viel Geld; um sehr viele Milliarden. Diese müssen wir aufbringen, wenn wir nicht Massenmörder sein wollen.

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