Nordrhein-Westfalen Rüttgers Staatskanzlei wusste von Beschattung der SPD
Die NRW-CDU hat SPD-Landeschefin Hannelore Kraft im Wahlkampf genau beobachtet. Dokumente belegen: Engste Mitarbeiter von Ministerpräsident Rüttgers waren eingebunden.
Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei ist in die Beobachtung der SPD-Landeschefin Hannelore Kraft durch professionelle Video-Teams eingebunden gewesen. Das berichten unterschiedliche Medien unter Berufung auf E-Mails zwischen den Beteiligten in der Regierungs- und der Düsseldorfer CDU-Parteizentrale. Demnach habe der Abteilungsleiter von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Boris Berger, die CDU in dieser heiklen Causa beraten. Und zwar nicht aufgrund eines persönlichen Interesses, sondern direkt aus der Staatskanzlei heraus.
Neben Focus Online liegen auch dem Tagesspiegel unterschiedliche interne Dokumente vor, die den E-Mail-Verkehr zwischen Berger und seinen Ansprechpartnern in der Parteizentrale abbilden. Dort würden unter der Überschrift "Gegnerbeobachtung" zeitnah Informationen über Wahlkampfauftritte von SPD-Politikern ausgetauscht. Hannelore Kraft etwa wurde bei einer Veranstaltung am 8. September in Köln auch von CDU-Kameras begleitet. In dem Bericht wird angemerkt, dass nur 800 Leute anwesend waren, und dass sowohl Mitglieder der Piratenpartei als auch die Junge Union kräftig Stimmung gegen die SPD-Kandidatin gemacht hätten.
Und weiter zitiert der Tagesspiegel aus dem internen E-Mail-Verkehr: "Insgesamt nicht sehr ergiebig, aber sie zeigt Nerven bei Störungen." So würde der christdemokratische Fachmann für die Gegenbeobachtung über die Aktion urteilen. Wie die Zeitung weiter erfahren haben will, landete die entsprechende E-Mail bereits gegen 21 Uhr am selben Abend beim obersten Politikplaner und Vertrauten von Jürgen Rüttgers, bei Boris Berger in der Staatskanzlei. Dieser habe umgehend geantwortet, sich dabei über "gute Infos" gefreut und dann den CDU-Parteisprecher Matthias Heidmeier gefragt: "Wie bündeln wir solche Infos, wie organisieren wir die dauerhafte Beobachtung und Archivierung der Infos?" Heidmeier habe sofort reagiert und schon 14 Minuten später versprochen: "Toto Müller hat das jetzt im Griff. Jeder Auftritt von Kraftilanti mit Tonband und Kamera. Das Material machen wir jetzt zugänglich."
Inzwischen hat die NRW-CDU eingeräumt, dass sie Kraft schon seit Langem auf Wahlkampfveranstaltungen beobachtet habe. Zugleich aber bezeichnete die Landesregierung die Berichte über die internen Mails als "ungeheuerlichen Vorgang". Offenbar werde die Regierungszentrale systematisch ausgespäht. Inzwischen habe man juristische Schritte eingeleitet. Wie die Staatskanzlei mitteilte, habe zusätzlich das Landeskriminalamt Untersuchungen aufgenommen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Rüttgers "Opfer der Bespitzelungsattacken" ist. Zur Frage, ob die zitierten Mails authentisch seien, wollte sich ein Regierungssprecher nicht äußern.
Intern allerdings wurde die Staatskanzlei deutlich. Laut Tagesspiegel habe Rüttgers' Berater Boris Berger per Mail geschimpft: "Da ist richtig Scheiße angerichtet worden! Das ist das zweite Eigentor, das wir in zwei Wochen schießen." CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst habe über seinen Sprecher Heidmeier zurückschreiben lassen, "dass das Adenauer-Haus selbstverständlich Videoüberwachung macht". Man vermute, dass die Gegenseite ähnlich vorgehe.
Und tatsächlich: Nicht nur Kraft, auch Rüttgers selbst wurde von der gegnerischen Seite bei Wahlkampfauftritten gefilmt – geriet darüber Anfang des Monats in die Schlagzeilen. Mitglieder der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos hatten Filme des Ministerpräsidenten ins Internet gestellt, worin sich der CDU-Politiker abfällig über rumänische Arbeitnehmer geäußert hatte. Vertreter der NRW-CDU hatten in der Folge erklärt, auch Kraft sei bei ihren Auftritten gefilmt worden. Dies sei übliche Praxis im Wahlkampf.
- Datum 23.09.2009 - 19:51 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 18
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Das eigentliche Problem ist ja nicht, dass Wahlkampfauftritte gefilmt werden. Im Gegenteil, das erhöht den Öffentlichkeitsgrad eines Auftritts und wirkt vielleicht etwas disziplinierend insofern, dass man sich Beschimpfungen wie die gegen Arbeitnehmer aus EU-Mitgliedsländern zukünftig spart.
Was nicht angeht, ist die Verknüpfung von Regierungsämtern und Parteistrategie, wie sie dieser Boris Berger offensichtlich pflegt.
die SPD sich über kurz oder lang als terroristische Vereinigung outet, mit der Linkspartei womöglich sogar weitere Koalitionen eingeht und dadurch die Sicherheit unseres Staates strategisch gefährdet. Womöglich wird auch noch die von der INSM nachgewiesenen systemischen Notwendigkeit der unbeschränkten Nutzung des Kapitalbesitzes in Frage gestellt.
Einer solchen Gefährdung muss einfach mit der nachhaltigen und andauernden Überwachung begegnet werden. Schließlich kann niemand ausschließen, dass wir in unserem Lande von solch unsinnigen Forderungen wie der Umsetzung der Gebote des Grundgesetzes in unserer Herrschaft beeinträchtigt werden könnten. Immerhin haben wir ja seit 1990 endlich wieder das Sagen in unserem Land und müssen uns nicht länger darum mühen, die Bevölkerung für den Kampf gegen die Kommunisten einzukaufen.
Also - weiter so, Herr Rüttgers.
das war Sarkasmus. Wenn nicht ist es Polemik pur.
Tucholsky wäre stolz auf Sie!
LG
das war Sarkasmus. Wenn nicht ist es Polemik pur.
Tucholsky wäre stolz auf Sie!
LG
das war Sarkasmus. Wenn nicht ist es Polemik pur.
Tucholsky wäre stolz auf Sie!
LG
Sind da zufällig ex Mitarbeiter der Stasi bei der CDU in NRW beschäftigt worden?
Stasi-Methoden ? - pah, gelernt ist gelernt --> wohl bei der Gestapo !!!
Soll mal einer behaupten "1984" sei Science Fiktion - wir sind mittendrin...
...nun und Rüttgers Farbe ist mehr Braun als Schwarz - man kann es nicht leugnen...
...in einer Reihe mit Koch und Oettinger !!!
Stasi-Methoden ? - pah, gelernt ist gelernt --> wohl bei der Gestapo !!!
Soll mal einer behaupten "1984" sei Science Fiktion - wir sind mittendrin...
...nun und Rüttgers Farbe ist mehr Braun als Schwarz - man kann es nicht leugnen...
...in einer Reihe mit Koch und Oettinger !!!
Dann macht euch alle mal auf etwas gefasst, wenn die CDU am Sonntag gewinnt! Der neueste RFID-Chip ist jetzt so klein, dass er unbemerkt ins Ohrläppchen implantiert werden kann. Eine Kamera ist auch eingebaut, sowie eine Internetverbindung in die CDU Parteizentrale. Das wird dann alles zusammen mit der Schweinegrippeimpfung implantiert. Wer das nicht machen lässt ist bei der nächsten Volkszählung dran. Direkt an der Haustüre. Also wundert euch nicht, wenn ihr euer Kreuzchen an der falschen Stelle macht.
...ein Technik Freak, trotzdem sollten Sie der Gemeinde erkären was ein RFID-Chip ist, und wozu er gebraucht wird.
Ich könnte mir vorstellen, daß, einschließlich Ihnen, nicht eben viele verstehen wovon Sie reden.
...ein Technik Freak, trotzdem sollten Sie der Gemeinde erkären was ein RFID-Chip ist, und wozu er gebraucht wird.
Ich könnte mir vorstellen, daß, einschließlich Ihnen, nicht eben viele verstehen wovon Sie reden.
Stasi-Methoden ? - pah, gelernt ist gelernt --> wohl bei der Gestapo !!!
Soll mal einer behaupten "1984" sei Science Fiktion - wir sind mittendrin...
...nun und Rüttgers Farbe ist mehr Braun als Schwarz - man kann es nicht leugnen...
...in einer Reihe mit Koch und Oettinger !!!
kein Fürsprecher der CDU @ Kommentar 7. Aber ich versuche gerade mal was. Ich melde Ihren Kommentar als bedenklich an und warte, was geschieht. ...
sie sind aber auch ein schelm!
mit ihrer 'bedenklichkeitsmeldung' wollen sie doch satirisch auf denunziatorische neigungen hierzulande hinweisen.
danke, ist ihnen gelungen.
da möchte ich dann noch gerne aus dem artikel ein zitat zitieren:
"aus dem internen E-Mail-Verkehr: "Insgesamt nicht sehr ergiebig, aber sie zeigt Nerven bei Störungen.""
hach, diese diktion kommt mir so bekannt vor ausm osten.
jetzt auch IM Westen?
Sie sind schon wirklich ein schelm
mh, aus einigen Ihrer vorangegangenen Kommentare lese ich, dass Sie gewillt sind, die Meinungsfreiheit rechts, wie links zu beschneiden, dass denk ich, ist bescheiden...
...Sie sollten weiter das tun, mit dem Sie sich schmücken: Pausen zu füllen!
Hat mich gefreut
sie sind aber auch ein schelm!
mit ihrer 'bedenklichkeitsmeldung' wollen sie doch satirisch auf denunziatorische neigungen hierzulande hinweisen.
danke, ist ihnen gelungen.
da möchte ich dann noch gerne aus dem artikel ein zitat zitieren:
"aus dem internen E-Mail-Verkehr: "Insgesamt nicht sehr ergiebig, aber sie zeigt Nerven bei Störungen.""
hach, diese diktion kommt mir so bekannt vor ausm osten.
jetzt auch IM Westen?
Sie sind schon wirklich ein schelm
mh, aus einigen Ihrer vorangegangenen Kommentare lese ich, dass Sie gewillt sind, die Meinungsfreiheit rechts, wie links zu beschneiden, dass denk ich, ist bescheiden...
...Sie sollten weiter das tun, mit dem Sie sich schmücken: Pausen zu füllen!
Hat mich gefreut
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren