Ernährung Kostenloses Obst für Tausende Schüler
Der Streit über die Finanzierung des Schulobst-Programms ist beigelegt. Damit würden alle Kinder in den Schulen kostenlos Obst bekommen.
Das Schulobst-Programm für Tausende Kinder kommt nach monatelangem Streit nun doch. Der Bundesrat werde das Gesetz bei seiner Sitzung an diesem Freitag passieren lassen und keinen Einspruch einlegen, hieß es am Donnerstag aus den Vertretungen von Baden-Württemberg und Bremen. Damit ist der Weg frei, dass die Länder zu 20 Millionen Euro EU-Mitteln weitere rund 18 Millionen Euro beisteuern.
Für das Schulobst-Programm stellt die Europäische Union jährlich 90 Millionen Euro zur Verfügung. An dem Programm können Mitgliedsstaaten freiwillig teilnehmen, wenn sie den Etat anteilig aufstocken. Vor allem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren sollen in der Schule Äpfel, Orangen, Bananen und knackiges Gemüse angeboten bekommen.
Bisher war das EU-Programm zur Verteilung von Obst und Gemüse in den Schulen gegen zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern umstritten gewesen. Ende April lehnte der Bundesrat das Projekt ab und stoppte damit vorerst das Vorhaben in Deutschland. Grund war, dass die Länder die Kosten nicht allein tragen wollten und Geld vom Bund forderten.
Jetzt lenkten die Länder nach einem Vermittlungsverfahren ein und wollen das Schulobst-Programm fördern. Unklar ist allerdings noch, ob alle Länder das Projekt unterstützen.
- Datum 17.09.2009 - 16:57 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Eine sinnvolle Entscheidung in der Politik? Obst für Schüler statt McD-Gutscheine (wie das Verteidigungsministerium es praktiziert - oder ist das eine Werbestrategie für die Bundeswehr? Da war doch was mit "Fast Food macht aggressiv"...)
Obst für Schulkinder ist eine wirklich gute Idee. Gerade dann, wenn Kinder so etwas von Zuhause kaum kennen.
Bei uns gab es auch Kakao und Milch in der Grundschule - wäre das nicht eine Möglichkeit, "überschüssige" Milch vom Markt zu nehmen und damit das Preisniveau der Milch durch die höhere Nachfrage etwas zu verbessern?
Aber die Lobby der Budenbesitzer und Fastfoodtempel wird diesen sinnvollen Vorschlag garantiert irgendwie zu Fall bringen, Nach dem Motto: "Schulobst ja, aber nur, wenn es in 50 Kilometern Umkreis keine Möglichkeit gäbe, sich alternativ auch Fast Food reinzuziehen."
Guten Appetit!
Vor 100 Jahren galt es als eine schicke Idee, der Familie "Lasten" abzunehmen, und auf die "Gemeinschaft" zu verlagern. Siehe die vielen reformpädagogischen Experimente, von West bis Ost. Eine Kulmination gab es für meine Begriffe mit den Kinderhäusern bei den Zionisten in Palästina, in den Kibbuzim. Aber selbst dort hat es "wieder" eine Aufwertung der "traditionellen" Familie gegeben. In meiner Kindheit war das eigentlich selbverständlich, von Mutter und Vater ein Pausenbrot mitzubekommen, Obst inclusive. Bei den eigenen Kindern nicht anders.
Wozu hier jetzt der Sozialismus? Sind es die gleichen Motive wie vor 100 Jahren? Aber Armut im materiellen Sinne sollte es ja wohl nicht sein....
Und nochwas: wenn die lieben Kleinen stattdessen das Zuckerzeug aus der Fernsehwerbung bevorzugen (warum die eigentlich nicht verbieten???), dann blieb den Eltern früher noch die abendliche Auswertung angesichts der geleerten / nicht geleerten Brotbüchse. In der neuen Struktur kann dann das steuerfinanzierte Obst gleich kistenweise in die Tonne gehen.
Einerseits erwartet "die Familie", daß der Staat sie bei der Erziehung unterstützt, andererseits soll er sich weitgehend aus der Erziehung heraushalten. Tatsache ist, das die Kinder einen guten Teil ihrer Zeit in der Schule verbringen und diese meiner Meinung nach durchaus auch Einfluß üben darf.
Das die Länder wiederum über 18 Mio. jammern zeigt mir, wie unwichig Bildung wohl zu sein scheint. Neben der Förderung von Eliteuniversitäten und anderen Vorzeigeprojekten kann die Ausbildung auch durch einfachere Mittel gefördert werden. Vielleicht schon dadurch, das mit gesundem und schmackhaftem Obst die Lust aufs Lernen erhöht wird.
Einerseits erwartet "die Familie", daß der Staat sie bei der Erziehung unterstützt, andererseits soll er sich weitgehend aus der Erziehung heraushalten. Tatsache ist, das die Kinder einen guten Teil ihrer Zeit in der Schule verbringen und diese meiner Meinung nach durchaus auch Einfluß üben darf.
Das die Länder wiederum über 18 Mio. jammern zeigt mir, wie unwichig Bildung wohl zu sein scheint. Neben der Förderung von Eliteuniversitäten und anderen Vorzeigeprojekten kann die Ausbildung auch durch einfachere Mittel gefördert werden. Vielleicht schon dadurch, das mit gesundem und schmackhaftem Obst die Lust aufs Lernen erhöht wird.
Einerseits erwartet "die Familie", daß der Staat sie bei der Erziehung unterstützt, andererseits soll er sich weitgehend aus der Erziehung heraushalten. Tatsache ist, das die Kinder einen guten Teil ihrer Zeit in der Schule verbringen und diese meiner Meinung nach durchaus auch Einfluß üben darf.
Das die Länder wiederum über 18 Mio. jammern zeigt mir, wie unwichig Bildung wohl zu sein scheint. Neben der Förderung von Eliteuniversitäten und anderen Vorzeigeprojekten kann die Ausbildung auch durch einfachere Mittel gefördert werden. Vielleicht schon dadurch, das mit gesundem und schmackhaftem Obst die Lust aufs Lernen erhöht wird.
Angesichts der sehr hohen Preise für halbwegs vernünftiges Obst, halte ich diese diese Aktion für sehr vernünftig. Es wird ja sonst nicht allzu viel in diesem Staate für die Kinder getan.
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