SPD Parteichef von Nahles' Gnaden

Sigmar Gabriel soll die SPD als Parteichef aus der Krise führen. Warum bekommt Frank-Walter Steinmeier den Posten nicht? Und welche Rolle spielt Klaus Wowereit? Fragen und Antworten zur SPD.

Rücktrittsforderungen, Richtungsstreit, Personalspekulationen: Nach der desaströsen Wahlniederlage herrschten in der SPD chaotische Zustände. Am Dienstag aber begannen die Genossen, Ordnung zu schaffen. Mit der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Fraktionsvorsitzenden klärten sie am Nachmittag den ersten Teil der Führungsfrage. 88 Prozent der SPD-Bundestagsabgeordneten stimmten für den gescheiterten Kanzlerkandidaten als künftigen Oppositionsführer. Auch bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Parteivorsitzenden Franz Müntefering zeichnete sich eine Lösung ab. An die Spitze der SPD soll der bisherige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel rücken, der wie Steinmeier dem rechten Parteiflügel zugeordnet wird. Die Parteilinke wird mit Andrea Nahles aller Voraussicht nach die Generalsekretärin stellen. Im Gespräch ist auch, für die Wortführerin des linken Flügels den Posten einer ersten Stellvertreterin zu schaffen.

Warum wird Steinmeier nicht SPD-Vorsitzender?

Diese Chance hat er verstreichen lassen. Am Wahlabend hätte er den Vorsitz nach Einschätzung von Parteifreunden vielleicht noch für sich reklamieren können. Doch seit Montag meldeten sich immer mehr Sozialdemokraten zu Wort, die eine Trennung von Partei- und Fraktionsvorsitz verlangten. Die Forderungen kamen nicht nur vom linken Parteiflügel, sondern auch vom eher konservativen "Seeheimer Kreis", der Steinmeier bis dahin meist uneingeschränkt unterstützt hat. Am Dienstag vor der Bundestagsfraktion gab Steinmeier seinen endgültigen Verzicht bekannt. Teilnehmer zitierten ihn mit der Bitte, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.

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Kann Steinmeier dennoch ein starker Oppositionsführer werden?

Außerhalb der SPD-Binnenwelt scheint es schwer erklärbar, dass einer der Hauptverantwortlichen für das schlechteste Nachkriegsergebnis der SPD noch am Wahlabend den Fraktionsvorsitz beanspruchen kann. Doch die Partei verspricht sich von Steinmeier, dass er in der neuen Fraktion für Kontinuität sorgen wird. Sein Einsatz im Wahlkampf hat dem scheidenden Außenminister Respekt eingetragen. Zudem ist unbestritten, dass er als ehemaliger Kanzleramtschef und politischer Generalist in allen wichtigen Themenfeldern versiert ist. Allerdings ist das Parlament auch eine politische Kampfarena, in der es nicht nur auf Sachwissen und Seriosität, sondern auf rhetorische Kraft und politische Wendigkeit ankommt. Als Oppositionsführer wird sich Steinmeier immerhin an Oskar Lafontaine und Gregor Gysi von der Linkspartei sowie den Grünen-Politikern Renate Künast und Jürgen Trittin messen lassen müssen. Steinmeier selbst erklärte die Bundestagsfraktion zum künftigen "Kraftzentrum" der SPD. Als deren Vorsitzender wolle er in die Fußstapfen des legendären SPD-Oppositionsführers Hans-Jochen Vogel treten, sagte Steinmeier. Vogels Motto sei es gewesen, die Fraktion so zu führen, das sie die Regierung jederzeit übernehmen könne.

Was steckte hinter dem Widerstand gegen Steinmeier als Parteichef?

In den Krisensitzungen der SPD am Tag nach dem Desaster wurden dem Kanzlerkandidaten Steinmeier keine Fehler im Wahlkampf vorgeworfen. Als Ursache für den Verlust von zehn Millionen Wählerstimmen seit 1998 benannten im Präsidium und im Vorstand viele Redner jedoch die SPD-Reformpolitik. Hartz IV und die Rente mit 67 seien der Partei bis heute nicht verziehen worden, lautete der Tenor. Und Steinmeier steht als Architekt von Gerhard Schröders Agenda 2010 für genau diese Politik. Ein Agenda-Mann als Partei- und Fraktionschef wäre der SPD-Basis nicht mehr vermittelbar gewesen. Landesverbände wie Berlin gingen denn auch offen auf Konfrontationskurs: "Wesentliche Akteure der SPD wie Steinmeier, Steinbrück und Müntefering sind untrennbar mit der Agenda-Politik ab 2003 beziehungsweise der abgewählten großen Koalition ab 2005 verbunden", heißt es in einer Resolution des Berliner Landesvorstandes.


Warum fiel die Wahl auf Gabriel?

Gabriel hat mit seiner aggressiven Anti- Atom-Kampagne gegen Union und FDP gezeigt, dass er kämpfen kann. Sogar Altkanzler Schröder lobte: "Du hast die Kraft, im Wahlkampf ein Thema zu setzen, das die Menschen zu uns Sozialdemokraten hinbewegt." Am Montagnachmittag machten Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Parteivize Andrea Nahles dann für Gabriel den Weg an die Spitze frei. Auf Vorschlag von Olaf Scholz kamen sie zu viert in der SPD-Parteizentrale zusammen. Dabei ging es vor allem um eine Einigung zwischen Nahles und Gabriel, deren Verhältnis seit Jahren gespannt ist. Nahles hegte bisher stets Zweifel an Gabriels Verlässlichkeit. Zu dem bulligen Niedersachsen gab es am Ende aber keine Alternative. Denn Klaus Wowereit, Wunschkandidat aller Parteilinken, ließ durchblicken, dass er sich mit einem Stellvertreterposten begnügen werde. Nachdem die Vier im Grundsatz einig geworden waren, suchten Scholz und Gabriel das Gespräch mit Steinmeier. Alles sei ganz transparent zugegangen, versichern Eingeweihte.

Kann Wowereit noch Kanzlerkandidat werden?

Das ist jedenfalls sein Ziel. Um es zu erreichen, muss der Regierende Bürgermeister allerdings 2011 erst seine Wahl in Berlin gewinnen. Bis dahin soll er sich als Parteivize profilieren. Der Berliner Landesvorsitzende Michael Müller zählt Wowereit deshalb neben Nahles, Gabriel und Scholz zu den Sozialdemokraten, die für eine neue Formation an der Bundesspitze infrage kommen.

Wann sollen Gabriel und Nahles nominiert werden?

Nächsten Montag soll das SPD-Präsidium über die Neuaufstellung der Partei beraten. Am Freitag darauf kommt der SPD-Vorstand zusammen. Das Gremium wird dann eine Beschlussempfehlung für den SPD-Bundesparteitag Mitte November in Dresden abgeben.

Was ist die wichtigste Aufgabe des künftigen SPD-Chefs?

Eine der größten Herausforderungen der SPD-Führung ist es, der Partei eine Machtperspektive zu eröffnen. Dazu braucht die SPD neben den Grünen auch die Linkspartei. Gabriel muss also einen Annäherungsprozess organisieren, ohne dabei die Identität der SPD aufs Spiel zu setzen. Von der Linkspartei kommen schon Zustimmungssignale. Einen SPD-Parteivorsitzenden Gabriel würde die Linke begrüßen, heißt es in der Linkspartei.

 
Leser-Kommentare
    • Chali
    • 30.09.2009 um 12:59 Uhr

    Verstehe ich auch nicht. Ebenso die anderen: Die haben ihren Job doch noch gar nicht erledigt? Nicht mal zur Hälfte haben sie den erledigt!

    Wenn die SPD nun wenigstens einstellig geworden wäre!

    Aber nein, da verdrücken sich die Jungs in den Ruhestand.

    • wuze
    • 30.09.2009 um 14:03 Uhr

    Als ob es nur an der Agenda 2010, HartzIV etc. gelegen habe. Die SPD wurde viel mehr wie die CDU eine Alles für Alle Partei mit dem Wunsch nach Kontinuität als i Tüpfelchen. Die Partei gab immer weniger zum Ausdruck was erreichen wollte und insbesondere wie. So war z.B. Steinbrück zwar ein guter Finanzminister, doch aufgrund der Staatsüberschuldung risikoscheu bei Invesitionen, was aber im Wahlkampf nützlich gewesen wäre. Im Gegensatz zu Schwarz-Geld hätte die SPD sinnvollere Investitionen plädieren können. Wie kann z.B. die Partei sich als Bildungspartei sehen, wenn sie im Programm sich nur gering von der CDU unterscheidet. Darüberhinaus wurden viele Punkte schon auf dem Bildungsgipfel letzten Jahres beschlossen.
    Auch wenn man nicht mit der Linken koalieren will, dann heißt es nicht, dass man die Probleme derer Wähler ignorieren kann. Wenn so viele Menschen Probleme mit der alten Politik haben, dann muss man schauen was man ändern kann ohne dabei die irrwitzige Position der Linken einzunehmen.
    Schröder war ein Rhetoriker und kein Intellektueller wie die SPD Kanzler zuvor. Mit Steinmeier setzte man leider weiter auf Show und das in einer Zeit, wo viele Menschen keine Lösungen für Staatsprobleme, sondern Lösungen für Ihre eigenen Probleme hören wollen.
    Die SPD hatte das Potential das System intelligent und rentabel zu reformieren ohne den Staat auf Dauer weiter zu verschulden, versäumte aber ihre Chance, indem sie heimlich auf eine weiterführende große Koalition hoffte.

  1. ...aber inhaltliche Auseinandersetzung? So wie ich die Sache sehe, ist das schon wieder typisch SPD: Da rafft man sich nach über zehn Jahren dazu auf, den vom Wähler geschaffenen Fakten ins Gesicht zu sehen (aber natürlich erst nach der verlorenen Vizekanzlerwahl), wählt jeweils einen Vertreter jeder Strömung und jeden Alters in die Führungsriege und schon wähnt man die inhaltliche Auseinandersetzung hinter sich.

    Woran es fehlt, ist nichts weniger als ein Gesellschaftsentwurf. Das Programm der CDU war lange Zeit Helmut Kohl, heute ist es Angela Merkel. Das Programm der SPD heißt dagegen seit 1998 Kraut und Rüben. Kein Wunder, dass die Gäste ausbleiben, völlig unabhängig davon, wer Koch und wer Kellner ist.

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    • dacapo
    • 05.10.2009 um 18:49 Uhr

    Was soll denn das? Ein Programm Kohl, oder Merkel? Was soll man davon halten? Was für Programme sind das bitte im Detaille?

    • dacapo
    • 05.10.2009 um 18:49 Uhr

    Was soll denn das? Ein Programm Kohl, oder Merkel? Was soll man davon halten? Was für Programme sind das bitte im Detaille?

  2. Die Personaldecke der SPD muss sehr dünn sein, wenn man schon auf Gabriel als Vorsitzenden zurückgreifen muss. Als bissigen Raufer würde ich ihn eher als Generalsekretär sehen. Ich traue Gabriel nicht zu, dass er die Parteiflügel zusammenhalten kann.
    Andererseits ist SPD-Vorsitzender auch kein erstrebenswerter Job. Die mittlere Verweildauer als Vorsitzender ist bei der SPD verdammt kurz.
    Dass Steinmeier nicht 2 Jobs übernehmen kann, ist übrigens eine dumme Ausrede. Alle SPD-Vorsitzende der letzten Zeit (Schröder, Müntefering, Platzek, Beck) bis auf Müntefering zum zweiten hatten einen Zweitjob als Minister oder Ministerpräsident.

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    In der Tat hatten die von Ihnen genannten einen zweiten Job. Platzeck hat Ohrensausen bekommen und hätte seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt, wäre er nicht gegangen.
    Beck weiss immer noch nicht, wo er gerade ist, aber der Wein zu Hause schmeckt ihm wieder, seit er gegangen wurde.
    Münte kann Wahlkampf aber weiss nicht mehr was an der Basis passiert und nach kurzer Zeit seines Doppeljobs hat er beide Aufgaben gleichtzeitig geschmissen und auch die härteste Nuss, Gerd, hat nach nicht allzu langer Zeit den Job als Parteivorsitzender freiwillig abgegeben.
    Also ich kann Steinmeier verstehen, Parteivorsitzender der SPD ist ein Fulltime Job, umso mehr, wenn man den aktuellen Zustand der SPD in Betracht zieht, der verlangt, dass die Partei erst einmal wieder strukturiert werden muss.
    Hoffen wir, dass Gabriel das schafft. Langweilig wird's ihm bestimmt nicht.

    In der Tat hatten die von Ihnen genannten einen zweiten Job. Platzeck hat Ohrensausen bekommen und hätte seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt, wäre er nicht gegangen.
    Beck weiss immer noch nicht, wo er gerade ist, aber der Wein zu Hause schmeckt ihm wieder, seit er gegangen wurde.
    Münte kann Wahlkampf aber weiss nicht mehr was an der Basis passiert und nach kurzer Zeit seines Doppeljobs hat er beide Aufgaben gleichtzeitig geschmissen und auch die härteste Nuss, Gerd, hat nach nicht allzu langer Zeit den Job als Parteivorsitzender freiwillig abgegeben.
    Also ich kann Steinmeier verstehen, Parteivorsitzender der SPD ist ein Fulltime Job, umso mehr, wenn man den aktuellen Zustand der SPD in Betracht zieht, der verlangt, dass die Partei erst einmal wieder strukturiert werden muss.
    Hoffen wir, dass Gabriel das schafft. Langweilig wird's ihm bestimmt nicht.

  3. MAn muss sich das Prozedere auf der Zunge zergehen lassen! Scholz, Nahles, Wowereit und Gabriel trafen die Entscheidung über den Parteivorsitz! Danach teilten sie Steinmeier das Ergebnis mit!
    Ich bin fassungslos...

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    • keox
    • 30.09.2009 um 20:08 Uhr

    Dazu passend folgendes Zitat aus SPON:

    "Schäfer-Gümbel sagt, die Hessen seien 2008 von den Berliner Parteifreunden belehrt worden, "mit dem Thema soziale Gerechtigkeit könne man keine Wahlen mehr gewinnen."

    Das sagt alles. Soziale Gerechtigkeit ist kein Ziel, sondern bestenfalls ein hilfreiches Wahlkampfthema. Oder eben auch nicht.

    Dieser zynischen Haltung ist die Zurichtung der spd auf das Führerprinzip denn auch angemessen.

    Und warum auch nicht, selbst bei nur zehn Prozent der Wählerstimmen ist der erbärmlichen Führungsclique das Auskommen gesichert.

    Wenn man Parteimitglieder auf Beitragszahler reduziert, kastriert man ihre Potenz als Multiplikatoren.

    Aber was rege ich mich auf, diese Führungsclique - dumm wie Brot, so moralisch wie mein Unterhemd - wird nie begreifen, was innerparteiliche Demokratie bedeutet.

    Es liegt ihnen halt nicht.

    Es ist doch alles "ganz transparent" zugegangen.
    Vermutlich darf man das nicht mit "demokratisch" oder gar "basisdemokratisch" verwechseln. Immerhin wissen wir alle ja jetzt, wer es werden soll... :-)

    und solch einer wollte Bundeskanzler werden, obwohl er scheinbar noch nicht mal seine Partei im Griff hat.

    • keox
    • 30.09.2009 um 20:08 Uhr

    Dazu passend folgendes Zitat aus SPON:

    "Schäfer-Gümbel sagt, die Hessen seien 2008 von den Berliner Parteifreunden belehrt worden, "mit dem Thema soziale Gerechtigkeit könne man keine Wahlen mehr gewinnen."

    Das sagt alles. Soziale Gerechtigkeit ist kein Ziel, sondern bestenfalls ein hilfreiches Wahlkampfthema. Oder eben auch nicht.

    Dieser zynischen Haltung ist die Zurichtung der spd auf das Führerprinzip denn auch angemessen.

    Und warum auch nicht, selbst bei nur zehn Prozent der Wählerstimmen ist der erbärmlichen Führungsclique das Auskommen gesichert.

    Wenn man Parteimitglieder auf Beitragszahler reduziert, kastriert man ihre Potenz als Multiplikatoren.

    Aber was rege ich mich auf, diese Führungsclique - dumm wie Brot, so moralisch wie mein Unterhemd - wird nie begreifen, was innerparteiliche Demokratie bedeutet.

    Es liegt ihnen halt nicht.

    Es ist doch alles "ganz transparent" zugegangen.
    Vermutlich darf man das nicht mit "demokratisch" oder gar "basisdemokratisch" verwechseln. Immerhin wissen wir alle ja jetzt, wer es werden soll... :-)

    und solch einer wollte Bundeskanzler werden, obwohl er scheinbar noch nicht mal seine Partei im Griff hat.

    • TDU
    • 30.09.2009 um 15:50 Uhr

    Geht es der SPD nur um Macht, hat sie mit Gabriel einen guten Polarisierer, der allerdings wie einstmals Herbert Wehner besser zum Fraktionsvorsitz getaugt hätte. Ein Parteivorsitzender sollte eher integrierend wirken, da wäre Steinmeier der Geeignetere.

    Oder dürfen wir uns jetzt auf Dauerflügelkämpfe einstellen, bis der letzte Abweichler niedergerungen ist. Das werde ich dann nicht mit innerparteilicher Demokratie verwechseln.

  4. In der Tat hatten die von Ihnen genannten einen zweiten Job. Platzeck hat Ohrensausen bekommen und hätte seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt, wäre er nicht gegangen.
    Beck weiss immer noch nicht, wo er gerade ist, aber der Wein zu Hause schmeckt ihm wieder, seit er gegangen wurde.
    Münte kann Wahlkampf aber weiss nicht mehr was an der Basis passiert und nach kurzer Zeit seines Doppeljobs hat er beide Aufgaben gleichtzeitig geschmissen und auch die härteste Nuss, Gerd, hat nach nicht allzu langer Zeit den Job als Parteivorsitzender freiwillig abgegeben.
    Also ich kann Steinmeier verstehen, Parteivorsitzender der SPD ist ein Fulltime Job, umso mehr, wenn man den aktuellen Zustand der SPD in Betracht zieht, der verlangt, dass die Partei erst einmal wieder strukturiert werden muss.
    Hoffen wir, dass Gabriel das schafft. Langweilig wird's ihm bestimmt nicht.

    Antwort auf "Gabriel als SPD-Chef"
  5. Wenn es so kommt, passt es schon.

    Warum sollen beide Jobs
    ( Fraktionsvorsitzende(r) Parteivorsitzende(r) bzw.
    Kanzler(in) Parteivorsitzende(r) )
    von einer Person besetzt werden ?

    Es kann unter Umständen gut/nützlich sein,
    da die Meinungen der jeweiligen Personengruppen
    (Fraktion/Partei bzw. Regierung /Partei)
    naturgemäss nicht gleich sind.

    Gerade nun, da die SPD sich (neu) finden muss,
    werden/sollten aufgeregte Diskussionen
    innerhalb der Partei stattfinden;
    doch gleichzeitig muss Opposition betrieben werden.

    Wer wie Sigmar Gabriel zu Willi Brandts Zeit
    in die SPD eingetreten ist, weiss was auf ihn zukommt.
    Und dass man sich nicht mit einem Warteplatz zufrieden gibt,
    von dem man Sticheln oder Sprüche klopfen kann.

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