Kandidatenbefragung Politik trifft Netz
Fünf Stunden Polit-Talk - und kein bisschen Langeweile: Am zweiten Tag der Online-TV-Sendung "Erst fragen, dann wählen" waren Steinmeier, Trittin und Gysi zu Gast
© Screenshot: ZEIT ONLINE

Gregor Gysi diskutiert mit einem Studiogast
Fünf Stunden Live-Sendung im deutschen Fernsehen kennt man eigentlich nur von "Schlag den Raab". Die crossmediale TV-Online-Sendung "Erst fragen, dann wählen" hat bewiesen, dass Politik genauso spannend sein kann: Nach Guido Westerwelle und Peter Ramsauer stellten sich am Sonntag Frank-Walter Steinmeier, Jürgen Trittin und Gregor Gysi den Fragen von Jung- und Erstwählern.
Während im Studio nicht nur aufgrund der Temperaturen teilweise hitzig debattiert wurde, herrschte auch im Netz wie schon am Vortag rege Beteilung an dem Gemeinschaftsprojekt von ZDF, ZEIT ONLINE und den VZ-Netzwerken (die wie ZEIT ONLINE zur Holtzbrinck-Gruppe gehören). Über den Livechat und auf Twitter engagierten sich die Zuschauer, stellten eigene Fragen oder tauschten ihre Meinungen über den Auftritt der Kandidaten aus. Allein im VZ-Chat waren innerhalb von 48 Stunden mehr als 25.000 Beiträge eingegangen, auf Twitter rangierte der Hashtag zur Sendung #efdw ganz oben.
Frank-Walter Steinmeier macht in der Fragerunde am Sonntag den Anfang und kommt direkt ins Schwitzen. "Meine nächste GEZ-Gebühr werde ich zur Verfügung stellen, um hier mal eine Klimaanlage zu installieren", scherzt der SPD-Kanzlerkandidat. Schluss mit lustig: Über 80 Prozent der Deutschen glaubten nicht an Steinmeiers Deutschlandplan, so Moderatorin Dunja Hayali. "Das ist keine Glaubensfrage", kontert Steinmeier. Viele Branchen hätten das Potenzial für neue Jobs, beispielsweise die der neuen Energietechnologien. Eine Rückkehr zur Atomenergie sei ein falsches Signal für die Branche.
Auch die OECD-Studie zur Kinderarmut kommt wieder zur Sprache, Peter Ramsauer hatte sie am Vortag noch als "methodischen Mist" abgeschmettert. Steinmeier fordert Chancengleichheit für Kinder. "Kinderarmut ist meistens die Folge von Elternarmut. Kinder müssen eine vernünftige Ausbildung bekommen, unabhängig davon, wie groß der Geldbeutel der Eltern ist." Auch ein Schülerbafög, das es zu seiner Zeit gab, würde er begrüßen. Studiengebühren? "Das muss weg!" Das kommt an. Erste Reaktionen im Netz sind positiv.
Um Bildung geht es auch in der Sitzecke, wo Steinmeier neben einem Studenten platziert wird, der wissen will, warum man in der Krise so wenig Geld für Bildung ausgegeben habe und so viel für die Wirtschaft. Diese Frage hat sich Steinmeier selbst auch schon gestellt ("Kannste mir glauben"). Aber man "musste handeln". Dennoch: In Bildung müsse mehr investiert werden.
Wie denken die User im Netz darüber? Laut VZ-Stimmungsbarometer sind 75 Prozent der Zuschauer von Steinmeiers bisherigem Auftritt überzeugt. "Steinmeier stellt sich den Fragen und gibt klare Antworten", schreibt eine Zuschauerin im Chat. Moderator Steffen Seibert teilt einen Seitenhieb in Richtung Kanzlerin aus: "Angela Merkel hat ja leider nicht zugesagt." – "So? Wusste ich gar nicht", sagt Steinmeier überrascht. Dass sich die Kanzlerin als einzige der sechs Spitzenkandidaten den Fragen der Jungwähler nicht stellen wollte, hat offensichtlich viele Zuschauer enttäuscht. "Ich kann mir vorstellen, dass Merkel dadurch ein paar Wählerstimmen verloren hat.", schreibt eine Userin. Bei efdw nicht aufzutauchen ist arrogant, urteilt ein anderer. Eventuell habe die Kanzlerin die Unberechenbarkeit dieses Formats gescheut, mutmaßt ein Zuschauer im ZDF-Chat. Tatsächlich war es so, dass durch den interaktiven Austausch mit den Zuschauern via Chat und Twitter die Kandidaten im Studio einem sehr kritischem Feedback ausgesetzt waren und dies auch mehrfach zu spüren bekamen. So wirkt auch der sonst sehr souveräne SPD-Kanzlerkandidat etwas überfordert, als er direkt nach seinem Statement zum Thema Afghanistan mit dem zeitgleich eingegangenen Kommentar eines Twitterers konfrontiert wird, der den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr als verfassungswidrig bezeichnete: "Soll ich jetzt direkt antworten?"
Kaum punkten kann Steinmeier beim Themenblock "Digitale Welt und Datenschutz". Er verteidigt die Beschlüsse zur Vorratsdatenspeicherung und zu den Internetsperren – ganz zum Verdruss der Netzcommunity und des Jungwählers im Studio, einem Unterzeichner der Online-Petition gegen Netzsperren. Mit Blick auf die Uhr unterbricht Seibert die angeregte Diskussion. "Nach der Sendung machen wir weiter", verspricht Steinmeier dem Fragesteller.
"Bis auf die Onlinekompetenz eine gute Vorstellung", urteilt ein Zuschauer abschließend im ZDF-Chat. Diesem Fazit kann sich offensichtlich die Mehrheit anschließen: 64 Prozent finden seinen Auftritt überzeugend.
Direkt weiter ging es mit Jürgen Trittin. Die Umweltfragen zu Beginn sind ein Heimspiel für ihn. Sind die Grünen gegen Gorleben & Co., weil sie aus ideologischen Gründen nicht wollen, dass ein Endlager gefunden wird? Nein, aber wenn man nur "Asse hat, die gerade absäuft, dann darf man keinen weiteren Müll produzieren. Das ist verantwortungslos", sagt Trittin. Und wie steht es um die Umweltverträglichkeit von Energiesparleuchten: "Enthalten die nicht giftiges Quecksilber?", fragt ein Zuschauer. Trittin rechnet vor, dass die Energie, die eine herkömmliche Glühbirne benötigt, ein Vielfaches an Quecksilber durch Kohlekraftwerke verursacht als das, was in Energiesparleuchten enthalten ist. Die Abwrackprämie hält er für wirkungslos und befürchtet einen Auftragseinbruch für Autos in den kommenden Jahren: "Das ist wie Saufen gegen den Kater", sagt er.
Noch ein Rechenbeispiel: Mit einem Tempolimit auf Autobahnen hätte man doppelt so viel CO2 eingespart wie durch die Abwrackprämie. Im Netz sorgt diese Forderung für Kontroversen. Damit konfrontiert versucht Trittin zu beschwichtigen: "Ich bin ja nicht gegen ’s Auto fahren. Nur muss man ja nicht 240 fahren".
So richtig Fahrt nimmt die Sendung auf, als Gregor Gysi das Studio betritt. Nach dem etwas "oberlehrerhaften Trittin" erwarten die Zuschauer ein "rhetorisches Feuerwerk", wie ein User über Twitter ankündigt. Tatsächlich poltert Gysi gleich los: Wer mehr als eine Million verdient, soll zahlen. Passend dazu verweist er auf den "Verein der Millionäre", die ihn mit ihrer eigenen Forderung, ab 500.000 Euro freiwillig Vermögenssteuer zahlen zu wollen, sogar noch links überholt hätten. Eine Videofragerin will von Gysi wissen, wie das mit dem "Reichtum für alle" auf den Plakaten der Linke gemeint sei und wo das Geld für höhere Einkommen herkommen soll. Gysi erklärt: Reichtum könne ja auch anders gemeint sein als bloß viel Geld.
Das führt Gysi zum Mindestlohn: Durch ihn würden auch alle anderen Löhne steigen. Im Detail wird es spannend: Ein Student im Studio hakt nach, wie ein kleines Unternehmen mit den Mehrausgaben durch Mindestlöhne über die Runden komme solle. Gysi verspricht für solche Fälle zwei Jahre lang staatliche Zuzahlungen. "Und sie glauben, das reicht?" fragt Hayali ungläubig. "Das reicht", so Gysi. Die Zuschauer sind offensichtlich skeptisch. "Was soll eine zweijährige Förderung zum Mindestlohn bringen? Dann geht es zwei Jahre in Ordnung und dann bricht alles zusammen. Es erinnert mich sehr stark an die Abwrackprämie" schreibt ein User im Chat.
Beim Thema Afghanistan redet sich Gysi in Rage, fordert den Abzug der Bundeswehrtruppen. "Ich muss uffpassen, dass ich nicht leidenschaftlich werde", berlinert er und wettert los. Wie es der Zufall will, hat die ZDF-Außenreporterin am Dresdner Hauptbahnhof just in diesem Moment einen Bundeswehrsoldaten gefunden, der demnächst auch noch in Kundus stationiert sein wird. Der junge Mann kann zwar leider wenig zur Sachdiskussion beitragen, bringt Gysi aber immerhin zum ersten Mal ein wenig aus dem Konzept.
Von diesen Überraschungsmomenten lebt die Sendung. Es ist die Interaktion zwischen Zuschauern und Kandidaten im Studio, aber vor allem die Kommunikation übers Netz, die eine politische Diskussion auf Augenhöhe mit den Politikern ermöglicht. Fünf Stunden Polit-Talk, Live-Stream, Chat, Twitter – "Ihr bringt die User ja in Stress", hatte Frank-Walter Steinmeier zu Beginn der Sendung prophezeit. "Der Stress ist überschaubar", kontert ein Zuschauer.
Die Resonanz zur Sendung ist fast durchweg positiv, von Politikverdrossenheit keine Spur. Auf ZEIT ONLINE schreibt ein User: "Selten habe er bisher Politiker in einer so konzentrierten Diskussion erlebt, in der nicht Sprechblasen abgelassen, sondern wirklich auf Fragen geantwortet wurde..." Und ein Twitterer resümiert: "Das war wahrscheinlich zusammen mit dem Kanzlerduell die wichtigste Politik-Show Deutschlands. Merkel hat was verpasst."
- Datum 21.09.2009 - 03:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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frage mich aber:
Wenn die Sendung so interessant war, warum ist der Bericht so langweilig? Zitierte Fragen und zitierte Antworten, z. B. 10 je Kandidat (ohne Kanzlerbonus) hätten dem Bericht gut getan.
Steinmeier wird über den Klee gelobt (2/3 des Textes), Trittin beiläufig erwähnt, Gysi als nicht überzeugend dargestellt. Solche Texte konterkarieren dann eine noch so gute Sendung wieder.
Wer sich gedanklich ernsthaft mit Steinmeier trägt, sollte folgendes bedenken:
1) Was hat SM bisher geleistet, warum verspricht er nach der Wahl andere Sachen?
2) Der SPD/Münte-Spruch nach der letzten Wahl ging: "Daß wir oft an Wahlkampfaussagen gemessen werden, ist nicht gerecht." Wer so offen zu Wahlbetrug steht, verdient imho keine Gnade. Auch SM relativiert ja zb. seine Koalitionsaussagen wieder, wenn
er unterstellt, dass realistische Verhandlungen erst nach der Wahl stattfinden können.
3) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD wieder Mehrheitsbeschaffer für die Union ist? Deren Politik sie ohnehin mittlerweile übernommen hat?
Steinmeier wird über den Klee gelobt (2/3 des Textes), Trittin beiläufig erwähnt, Gysi als nicht überzeugend dargestellt. Solche Texte konterkarieren dann eine noch so gute Sendung wieder.
Wer sich gedanklich ernsthaft mit Steinmeier trägt, sollte folgendes bedenken:
1) Was hat SM bisher geleistet, warum verspricht er nach der Wahl andere Sachen?
2) Der SPD/Münte-Spruch nach der letzten Wahl ging: "Daß wir oft an Wahlkampfaussagen gemessen werden, ist nicht gerecht." Wer so offen zu Wahlbetrug steht, verdient imho keine Gnade. Auch SM relativiert ja zb. seine Koalitionsaussagen wieder, wenn
er unterstellt, dass realistische Verhandlungen erst nach der Wahl stattfinden können.
3) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD wieder Mehrheitsbeschaffer für die Union ist? Deren Politik sie ohnehin mittlerweile übernommen hat?
Ich bin voll des Lobes! Die Sendung lief gestern über zwei Stunden und heute ebenfalls voll durch. Volle Aufmerksamkeit konnte man dem freilich nicht widmen, aber ich bin selten mit diesem Gefühl vor dem Fernseher gesessen, endlich einmal etwas über Parteien und Kandidaten erfahren zu haben.
Es tut der Medienlandschaft sehr gut, wenn sie nicht immer nur im eigenen Sud schmort. Endlich einmal wurden nicht die typischen, vermeintlich "kritischen" Fragen gestellt, sondern kreativere, denen man das authentische Interesse auch abnimmt. Überdies ist ein Umgang mit Politikern, der nicht nur auf Konfrontation aus ist, diesen selbst gegenüber erheblich fairer als das übliche Gerangel, das in anderen Formaten an der Tagesordnung ist.
PS: Hätte es dem ZDF gar nicht zugetraut, zu technisch derart fortschrittlichen Kooperationen in der Lage zu sein.
Ohne die genauen Quoten und ihre Verteilungen in den Altersgruppen zu kennen, möchte ich aber kritisch anmerken, dass ich
1. nur durch Zufall von der Idee erfahren habe und daher auch in der Live-Übertragung Herrn Westerwelle verpassen musste und ich
2. die Wahl des Fernsehkanals (ZDFinfo) für bedauerlich halte,
weil einfach nicht dieselben Kreise erreicht werden wie im "richtigen" ZDF - zumal ZDFinfo nur digital zu empfangen ist. Ich kann verstehen, dass die Programmleitung sich dafür entschieden hat, weil das ganze noch einen gewissen Experimentcharakter hatte. Außerdem gehe ich auch davon aus, dass sehr viele User wie ich das Programm per Live-Stream verfolgt haben.
Dennoch: Ein Bundestagswahlkampf ist es auch wert, in der ersten Reihe ausgestrahlt zu werden, wertes ZDF! Gerade wenn das Format mal ein wenig von der Konvention abweicht ...
Coole Sache. Wenn sowas öfter wäre, würde ich vielleicht doch die GEZ-Zwangs-Gebühr zahlen, anstatt die Drohbriefe immer in die Müllentonne zu werfen.
Steinmeier wird über den Klee gelobt (2/3 des Textes), Trittin beiläufig erwähnt, Gysi als nicht überzeugend dargestellt. Solche Texte konterkarieren dann eine noch so gute Sendung wieder.
Wer sich gedanklich ernsthaft mit Steinmeier trägt, sollte folgendes bedenken:
1) Was hat SM bisher geleistet, warum verspricht er nach der Wahl andere Sachen?
2) Der SPD/Münte-Spruch nach der letzten Wahl ging: "Daß wir oft an Wahlkampfaussagen gemessen werden, ist nicht gerecht." Wer so offen zu Wahlbetrug steht, verdient imho keine Gnade. Auch SM relativiert ja zb. seine Koalitionsaussagen wieder, wenn
er unterstellt, dass realistische Verhandlungen erst nach der Wahl stattfinden können.
3) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD wieder Mehrheitsbeschaffer für die Union ist? Deren Politik sie ohnehin mittlerweile übernommen hat?
Oh je...gleich zwei meiner Online Kommentare zur Sendung hier als Zitat im Artikel. Wer hätte das gedacht. So muss aktuelle Politik sein.
Warum Merkel nicht zugesagt hat? Sehr einfach: CDU ist ne Rentner Partei, und zwar KONSERVATIVE Rentner. Die haben kein digitales Fernsehen und Live-stream könnte ja ein Album von Florian Silbereisen sein. Es ist kein Zufall, dass diese Sendung nur auf ZDF Info gelaufen ist. Hoffentlich wird die Sendung im normalen ZDF Programm wiederholt.
Ach und mal zu der "Timo, ich atme FDP"-WG. Das bei derart jungen Leuten die Grünen als zu radikal (!!!!) gelten, lässt mich erschüttert zurück.
Oh je...gleich zwei meiner Online Kommentare zur Sendung hier als Zitat im Artikel. Wer hätte das gedacht. So muss aktuelle Politik sein.
Warum Merkel nicht zugesagt hat? Sehr einfach: CDU ist ne Rentner Partei, und zwar KONSERVATIVE Rentner. Die haben kein digitales Fernsehen und Live-stream könnte ja ein Album von Florian Silbereisen sein. Es ist kein Zufall, dass diese Sendung nur auf ZDF Info gelaufen ist. Hoffentlich wird die Sendung im normalen ZDF Programm wiederholt.
Ach und mal zu der "Timo, ich atme FDP"-WG. Das bei derart jungen Leuten die Grünen als zu radikal (!!!!) gelten, lässt mich erschüttert zurück.
Gysi hat sinngemäß und mit Ironie darauf hingewiesen, dass wenn die anderen Parteien in der gegenwärtigen Situation Steuergeschenke zur Wahl machten, dass dann die Linke auch hinten anstehen wolle. DANN hat er darauf verweisen, dass all diese Füllhörner eben unrealistisch seien - Steuergeschenke ebenso wie die Forderung nach "Reichtum für alle".
Erst dann kam der Hinweis darauf, dass mit Reichtum ja nicht nur der monetäre Reichtum gemeint sein könnte.
Gysis Hinweis auf sie offensichtlichen Lügen von CDU/CSU und FDP zu unterschlagen ist nicht in Ordnung. Denn gerade die vielen Dummen unter den biederen Bürgern werden aller Realität zum Trotze darauf hoffen, dass die Schwarzen Politiker den Kelch des internationalen Finanzterrorismusses schon an die noch Ärmeren weiter reichen und die zusätzliche Arbeit schon irgendwelchen anderen armen Schluckern aufzwingen werden.
Angesichts des Ausmaßes der Terror-Anschläge aus den Banken-Vorstandsetagen auf unsere Rechtsstaaten ist das aber ein blindes Wunschdenken - und es bräuchte viel mehr Steinbrücks und Gysis, die den Menschen klar machten, dass die Banker-Terroristen gewonnen und die Marktwirtschaft besiegt haben: Denn die haben die Kassen geplündert die wir Steuerzahler nun wieder auffüllen müssen um unser Gemeinwesen AM LEBEN HALTEN ZU KÖNNEN. Die Terroristen aber leben in ihren Villen und sie besitzen oftmals schon Ausweichquartiere in mittleren Lagen, falls die Villen brennen oder vom betrogenen Volk gesprengt werden..
F.M.
hier ein Artikel aus ZEIT/Wirtschaft:
Dokument des Versagens
Das Sündenregister von Gysi hält Linksinterlektuelle in den Medien nicht davon ab den Mann zu hofieren und ihm den Weg zu bereiten, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Vielleicht sollten sie mal den neuen SPIEGEL lesen.
hier ein Artikel aus ZEIT/Wirtschaft:
Dokument des Versagens
Das Sündenregister von Gysi hält Linksinterlektuelle in den Medien nicht davon ab den Mann zu hofieren und ihm den Weg zu bereiten, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Vielleicht sollten sie mal den neuen SPIEGEL lesen.
Oh je...gleich zwei meiner Online Kommentare zur Sendung hier als Zitat im Artikel. Wer hätte das gedacht. So muss aktuelle Politik sein.
Warum Merkel nicht zugesagt hat? Sehr einfach: CDU ist ne Rentner Partei, und zwar KONSERVATIVE Rentner. Die haben kein digitales Fernsehen und Live-stream könnte ja ein Album von Florian Silbereisen sein. Es ist kein Zufall, dass diese Sendung nur auf ZDF Info gelaufen ist. Hoffentlich wird die Sendung im normalen ZDF Programm wiederholt.
Ach und mal zu der "Timo, ich atme FDP"-WG. Das bei derart jungen Leuten die Grünen als zu radikal (!!!!) gelten, lässt mich erschüttert zurück.
Das Format ist eine sehr gute Idee und sollte das Kanzlerduell abschaffen. Wir sind schließlich keine US-Amerikaner, die eine Regierungsperson direkt wählen. Die Sprechblasen bleiben. Ich finde nicht, dass ein F-W-Steinmeier überzeugt, denn es ist keine Erklärung, wie man Arbeitsplätze schaffen will, wenn man nur von vorhandenen Potentialen spricht. Es muss für Unternehmen reizvoll sein, in Deutschland Arbeitsplätze frei zu geben. Gregor Gysi überzeugt auch nicht, da fand ich den Zuschauer super mit seiner Frage zum Mindestlohn, eine Förderung von zwei Jahren oder mehr ist absolut unsinnig, es kommt dabei zu einer klaren Problemverschleppung. Außerdem muss dies bezahlt werden, ich da dürfen die Steuerzahler wieder ran. Natürlich hat Westerwelle ein Tag vorher auch manchmal die Antworten offen gelassen und ich finde kein Mindestlohn wäre auch nicht das Richtige. Aber seine Einstellung dazu finde ich gut, denn er hat recht. Der Mindestlohn heißt zwar, dass man mehr verdient, aber die Steuern sorgen schnell für Ernüchterung und machen das Arbeiten wieder uninteressant. Leider bleiben aber auch viele interessante und wichtige Themen aus. Die Gleichberechtigung der Frau, die unterschiedliche Bezahlung zwischen Alten und neuen Bundesländern, die Integrationspolitik, wie man zur Privatisierung der bahn steht und und und. Nettes Format, aber noch zu sehr ausgewählt.
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