Wahlanalyse Wer hat die FDP so stark gemacht?
Fast jeder Sechste hat die FDP gewählt. Früher stimmten nur reiche Wessis für sie. Und heute? Mausert sie sich zur Volkspartei? Oder ist der Zenit erreicht?
© Joern Pollex, Getty Images

Guido Westerwelle strahlt: Seine FDP hat fast überall hinzugewonnen.
Der Kollege vom Feuilleton war zornig: Er kenne "niemanden, der FDP wählt", hackte er wenige Stunden nach der ersten Hochrechnung in seinen Rechner. Dennoch aber habe fast "jeder Sechste" für sie gestimmt. "Unfassbar!", man hört ihn förmlich seufzen.
Jeder Sechste ist leicht übertrieben. Laut Bundeswahlleiter gaben exakt 6.313.023 Menschen gestern der FDP ihre Zweitstimme. Das entspricht einer Quote von 6,9. Gleichwohl: So viele waren es noch nie. Keine Partei konnte sich über höhere Gewinne freuen. Die FDP kletterte im Vergleich zur Wahl von 2005 von 9,8 auf 14,6 Prozent. Das ist eine Zuwachsrate von gut 50 Prozent.
Wer hat die FDP so stark gemacht? Die Frage beschäftigt nicht nur unsere Feuilletonisten, sondern seit Sonntag die ganze Republik. Betrachtet man die ersten Detail-Analysen des Wahlergebnisses, stellt man fest: Den typischen FDP-Wähler gibt es nicht. Nicht mehr. Es gab Zeiten, da war die FDP-Klientel soziologisch relativ klar zu umreißen (wohlhabend, westlich, männlich). Heute ist das nicht mehr so einfach. Was daran liegt, dass die Partei in fast allen Schichten und flächendeckend zugelegt hat.
Hochburgen
Nach wie vor ist die FDP im Osten etwas schwächer. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gewann sie knapp zehn Prozent. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin landete sie knapp drüber, blieb aber unter dem Bundesschnitt. Dennoch ist das ein beachtlicher Zuwachs, bedenkt man, dass die FDP in Brandenburg lange Zeit nicht über zwei Prozent kam und in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls unter der Fünf-Prozent-Hürde klebte.
Im Westen holte die FDP durchschnittlich 15,4 Prozent. In manchen Bundesländern ist sie von den 20 Prozent nicht mehr weit entfernt. Etwa in Baden-Württemberg (18 Prozent), in Hessen (16,6) oder in Schleswig-Holstein (16,3). In diesen Ländern ist die Differenz zur abgestürzten SPD nun nicht mehr hoch.
Alter
Die FDP hat in allen Altersgruppen zugelegt. Auch 2005 gab es schon keine Altersgruppe, in der die FDP abfiel, überall holte sie mindestens zehn Prozent. Ihre stärkste Kohorte waren damals die 25 bis 34-Jährigen (13 Prozent). Diesmal schneiden die Liberalen in keiner Altersgruppe schlechter ab als mit zwölf Prozent (bei den Über-60-Jährigen). Richtig stark sind sie bei den Jungen. Laut Forschungsgruppe Wahlen wählten von den Unter-30-Jährigen 17 Prozent die FDP (ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten). Von den Erstwählern, die in der Regel noch kein Geld verdienen – und daher auch für die Steuerpolitik der FDP nicht unbedingt empfänglich sind – wählten die Partei laut Infratest Dimap 15 Prozent. Früher waren die Erstwähler eine Domäne der SPD. Doch die erlebte diesmal hier einen herben Einbruch, sie ist hier nur noch unwesentlich stärker als die FDP.
Soziologisch
Die FDP-Wählerschaft entspricht durchaus einem Querschnitt durch die Gesellschaft. Nach wie vor wird sie am meisten von Selbstständige gewählt (26 Prozent aller Selbstständigen). Aber in den anderen Gruppen gibt es, anders als früher, keine Ausreißer mehr nach unten: Auch für Arbeiter (13 Prozent), Angestellte (16) oder Rentner (13) ist die FDP-Wahl kein Tabu mehr. Sogar bei Arbeitslosen erhielt sie acht Prozent.
- Datum 28.09.2009 - 17:50 Uhr
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Das Erstimmenergebnis von CDU und CSU liegt bei 39,4%, das wären dann ca. 6% zum Zweitstimmenergebnis. Und die 9,4% der Erstimmen für die FDP ergeben immerhin 5% zum Zweitstimmenergbnis.
Ähnlich, aber geringer, ist das auch bei SPD, Grün und links.
Ist wohl doch was dran.
Das kann aber auch auf strategischem Wahlverhalten beruhen, schliesslich wäre eine Erststimme für die FDP höchstwahrscheinlich "vergeudet", gleiches gilt für die übrigen kleineren Parteien, freilich abhängig vom Wahlkreis. Also sucht man nach Alternativen, und im Falle eines FDP-Wählers fiele die Wahl typischerweise auf die CDU. (Grünen-Wähler entsprechend SPD oder Linkspartei usw.)
"Früher wählten einige Anhänger trotz Westerwelle FDP, heute durchaus auch wegen ihm."
Wegen IHM???
sie meinen sicher "seinetwegen", nicht wahr?
Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod...
Das kann aber auch auf strategischem Wahlverhalten beruhen, schliesslich wäre eine Erststimme für die FDP höchstwahrscheinlich "vergeudet", gleiches gilt für die übrigen kleineren Parteien, freilich abhängig vom Wahlkreis. Also sucht man nach Alternativen, und im Falle eines FDP-Wählers fiele die Wahl typischerweise auf die CDU. (Grünen-Wähler entsprechend SPD oder Linkspartei usw.)
"Früher wählten einige Anhänger trotz Westerwelle FDP, heute durchaus auch wegen ihm."
Wegen IHM???
sie meinen sicher "seinetwegen", nicht wahr?
Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod...
In meinem Bekanntenkreis gab es auch eine Hand voll FDP Wähler. Ich habe mich sehr gewundert über diese Wahlentscheidung, da alle Arbeitnehmer sind. Einer bezieht sogar Hartz4. Als ich sie fragte warum, habe ich herausgefunden, dass sie absolut nichts wissen über die Politik und die Ziele der FDP. Es war in 5 von 6 Fällen eine Bauchentscheidung ala "die haben Wirtschaftskompetenz". Lediglich einer hat sich auf die Bürgerrechte bezogen. Ich finde es erschreckend, wie junge Wähler in den 20ern überzeugt sind, dass die Linke kommunistisch ist, die FDP aber nicht dem rechten Rand zuordnen und sie auch nie als maktradikal einordnen würden.
Es ist ganz klar ein Versagen der Bildung und der Medien, die Meinungsmacher haben einen wirklich erfolgreichen Wahlkampf geführt.
Wenn die Linke Leute in Ihrem Vorstand sitzen hat wie Sarah Wagenknecht, darf man doch wohl davon ausgehen, dass die sozialistische Bewegung in der Partei ein Zuhause gefunden hat. Sie scheinen jedenfalls von den Linken Märchenerzählern auf den Leim zu gehen und dieser Umstand spricht für mich dafür, dass Sie politisch auch nicht gerade überbelesen sind.
Außerdem, die FDP heute als marktradikal zu bezeichnen finde ich auch übertrieben. Sie fordert, wie alle anderen Parteien auch, eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die FDP ihre radikaleren Ansätze wohl kaum in einer Koalition mit der CDU unter Frau Merkel durchsetzen kann. Und das haben viele FDP-Wähler sicherlich auch in ihre Stimmabgabe mit einbezogen.
Jedenfalls pauschal zu behaupten die FDP-Wähler seien politisch ungebildet ist lächerlich.
hat in diesem Land ca. 40 Jahre mitregiert, ich kann mich nicht entsinnen, dass die Menschen in diesem Lande zu Tausenden verhungert, erschossen oder eingesperrt worden wären.
Ebenfalls ca. 40 Jahre hat die SED regiert, über die Auswirkungen lässt sich vieles berichten, vielleicht informieren Sie sich mal. Deren Nachfolger scheinen für Sie ja die Verkörperung des Guten zu sein. Vielleicht sind Sie auch politisch ungebildet?
Vielleicht sollten Sie sich mal über das Verhältnis von Sozialismus und Kommunismus informieren. Scheinen Sie auch nicht zu wissen. Vielleicht sollten Sie sich mal bei der FDP über deren Wahlprogramm informieren, die Informationen, die Ihnen Oskar und Co. zustecken sind auch nicht unbedingt neutral.
...scheinen ein bisschen schizophren zu sein:
"Es war schon eine merkwürdige Wahl: 60 Prozent der Befragten sind er Meinung, man wisse nicht genau was die CDU vorhabe. Und nicht viel weniger wissen das von der FDP. 60% glauben nicht, dass die Steuern gesenkt werden sondern eher erhöht. 68 Prozent meinen, dass die CDU nicht ehrlich sei und gegenüber der FDP ist das Vertrauen nicht größer. Merkel wird weder zugetraut, dass sie die Wirtschaft in Schwung bringt (nur 34% meinen das) noch dass sie für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt (nur 20% glauben das).
Und dennoch haben die Wählerinnen und Wähler für eine Mehrheit derjenigen Parteienkonstellation gesorgt, die diametral gegen die politischen Ziele steht, für die eine Mehrheit in der Sache eintritt, angefangen vom Atomausstieg, über die Erhaltung des Sozialstaats bis zum Abzug aus Afghanistan."
aus: http://www.nachdenkseiten...
Der Kommentator hat hier lediglich bemerkt, dass er den Eindruck hat, seine Bekannten hätten keine Informationen über die politischen Ziele der FDP. Das ist durchaus möglich, ich selbst habe den gleichen Eindruck von FDP-Wählern in meinem Bekanntenkreis (sogar in einem ähnlichen Alter), würde aber nicht so weit gehen, zu behaupten, das spiegelt einen allgemeinen Trend wieder. Vermutlich haben alle anderen FDP-Wähler informiert und aus Überzeugung heraus gehandelt. Es ist nicht behauptet worden, dass die Linke nicht für sozialistisch gehalten wird (ihrem Selbstverständnis nach ist sie eine sozialistische Partei, der Sozialismus musste hier kein Zuhause finden, er war schon immer im Programm, lange sogar im Namen:-)), sondern dass sie für eine kommunistische Partei gehalten wird, was sie dem Programm nach nicht ist (von einigen Mitgliedern her schon). Man kann dem Kommentator nicht vorwerfen, er kenne den Unterschied zwischen den beiden Begriffen nicht.
Der Begriff "marktradikal" ist einfach ein Schimpfwort, mit dem wirtschaftsliberale Positionen bezeichnet werden, von daher nicht nett, aber durchaus dem gewöhnlichen Gebrauch des Wortes angemessen. Dass die FDP eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes aus voller Überzeugung fordert, und nicht, weil sie keine Wähler und Koalitionspartner vergraulen will, nehme ich ihr nicht ab:-) Das Ganze klingt eher wie die Forderung der CSU nach Umweltschutz oder nach Gleichberechtigung der Frauen. Populär, aber nicht glaubwürdig.
Wohl deshalb will die FDP jetzt auch kompetent für Bildung wären. Bisher ist sie da aber keineswegs ausgefallen.
Im Artikel steht etwas von "vermeintlich unsozial." Dann hätte man auch gleich schreiben können, an welcher Stelle die FDP sozial sein soll.
Sie bekommen jetzt eine neue Chance und können sich bewähren oder auch nicht. Aber die Bildung in unserem Lande muss sicher verstärkt werden.Ob dadurch dann auch mehr Arbeitsplätze entstehen werden, wird sich dann zeigen. Ich bin sicher, dass in der Industrie durch Rationalisierung weitere Arbeitspläztze abgebaut werden. Leider.
... viel dran. Aber: Kommentar als bedenklich melden!!!!
Ulrich Scharfenorth, Ratingen
www.stoerfall-zukunft.de
Wenn die Linke Leute in Ihrem Vorstand sitzen hat wie Sarah Wagenknecht, darf man doch wohl davon ausgehen, dass die sozialistische Bewegung in der Partei ein Zuhause gefunden hat. Sie scheinen jedenfalls von den Linken Märchenerzählern auf den Leim zu gehen und dieser Umstand spricht für mich dafür, dass Sie politisch auch nicht gerade überbelesen sind.
Außerdem, die FDP heute als marktradikal zu bezeichnen finde ich auch übertrieben. Sie fordert, wie alle anderen Parteien auch, eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die FDP ihre radikaleren Ansätze wohl kaum in einer Koalition mit der CDU unter Frau Merkel durchsetzen kann. Und das haben viele FDP-Wähler sicherlich auch in ihre Stimmabgabe mit einbezogen.
Jedenfalls pauschal zu behaupten die FDP-Wähler seien politisch ungebildet ist lächerlich.
hat in diesem Land ca. 40 Jahre mitregiert, ich kann mich nicht entsinnen, dass die Menschen in diesem Lande zu Tausenden verhungert, erschossen oder eingesperrt worden wären.
Ebenfalls ca. 40 Jahre hat die SED regiert, über die Auswirkungen lässt sich vieles berichten, vielleicht informieren Sie sich mal. Deren Nachfolger scheinen für Sie ja die Verkörperung des Guten zu sein. Vielleicht sind Sie auch politisch ungebildet?
Vielleicht sollten Sie sich mal über das Verhältnis von Sozialismus und Kommunismus informieren. Scheinen Sie auch nicht zu wissen. Vielleicht sollten Sie sich mal bei der FDP über deren Wahlprogramm informieren, die Informationen, die Ihnen Oskar und Co. zustecken sind auch nicht unbedingt neutral.
...scheinen ein bisschen schizophren zu sein:
"Es war schon eine merkwürdige Wahl: 60 Prozent der Befragten sind er Meinung, man wisse nicht genau was die CDU vorhabe. Und nicht viel weniger wissen das von der FDP. 60% glauben nicht, dass die Steuern gesenkt werden sondern eher erhöht. 68 Prozent meinen, dass die CDU nicht ehrlich sei und gegenüber der FDP ist das Vertrauen nicht größer. Merkel wird weder zugetraut, dass sie die Wirtschaft in Schwung bringt (nur 34% meinen das) noch dass sie für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt (nur 20% glauben das).
Und dennoch haben die Wählerinnen und Wähler für eine Mehrheit derjenigen Parteienkonstellation gesorgt, die diametral gegen die politischen Ziele steht, für die eine Mehrheit in der Sache eintritt, angefangen vom Atomausstieg, über die Erhaltung des Sozialstaats bis zum Abzug aus Afghanistan."
aus: http://www.nachdenkseiten...
Der Kommentator hat hier lediglich bemerkt, dass er den Eindruck hat, seine Bekannten hätten keine Informationen über die politischen Ziele der FDP. Das ist durchaus möglich, ich selbst habe den gleichen Eindruck von FDP-Wählern in meinem Bekanntenkreis (sogar in einem ähnlichen Alter), würde aber nicht so weit gehen, zu behaupten, das spiegelt einen allgemeinen Trend wieder. Vermutlich haben alle anderen FDP-Wähler informiert und aus Überzeugung heraus gehandelt. Es ist nicht behauptet worden, dass die Linke nicht für sozialistisch gehalten wird (ihrem Selbstverständnis nach ist sie eine sozialistische Partei, der Sozialismus musste hier kein Zuhause finden, er war schon immer im Programm, lange sogar im Namen:-)), sondern dass sie für eine kommunistische Partei gehalten wird, was sie dem Programm nach nicht ist (von einigen Mitgliedern her schon). Man kann dem Kommentator nicht vorwerfen, er kenne den Unterschied zwischen den beiden Begriffen nicht.
Der Begriff "marktradikal" ist einfach ein Schimpfwort, mit dem wirtschaftsliberale Positionen bezeichnet werden, von daher nicht nett, aber durchaus dem gewöhnlichen Gebrauch des Wortes angemessen. Dass die FDP eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes aus voller Überzeugung fordert, und nicht, weil sie keine Wähler und Koalitionspartner vergraulen will, nehme ich ihr nicht ab:-) Das Ganze klingt eher wie die Forderung der CSU nach Umweltschutz oder nach Gleichberechtigung der Frauen. Populär, aber nicht glaubwürdig.
Wohl deshalb will die FDP jetzt auch kompetent für Bildung wären. Bisher ist sie da aber keineswegs ausgefallen.
Im Artikel steht etwas von "vermeintlich unsozial." Dann hätte man auch gleich schreiben können, an welcher Stelle die FDP sozial sein soll.
Sie bekommen jetzt eine neue Chance und können sich bewähren oder auch nicht. Aber die Bildung in unserem Lande muss sicher verstärkt werden.Ob dadurch dann auch mehr Arbeitsplätze entstehen werden, wird sich dann zeigen. Ich bin sicher, dass in der Industrie durch Rationalisierung weitere Arbeitspläztze abgebaut werden. Leider.
... viel dran. Aber: Kommentar als bedenklich melden!!!!
Ulrich Scharfenorth, Ratingen
www.stoerfall-zukunft.de
...woher die FDP diesen Zulauf hat. Klar die Superverdiener sowieso und schon immer.
Aber der Rest. DIE Partei, welche seit Jahren Neoliberal denkt, der Ursache des Schlamassels. Vor allem das Selbstbewusstsein mit dem die Partei auf die krise reagierte. Nicht EINE Sekundes des Selbstzweifels. Überkompensiertes oder abgewehrtes (=nicht vorhandenes) Schuldbewusstsein und dann einfach umso lauter schreien.
Na dann lasset das Wachstum beginnen.....
Durch den massiven Einbruch bei SPD, aber auch bei der CDU hin zu den Nichtwählern haben sich auch moderate absolute Stimmenzugewinne bei der FDP in hohen relativen Stimmgewinnen niedergeschlagen.
Siehe auch http://www.t-blog.de/blog...
"Aber dass es als Regierungspartei schwieriger wird als in der Opposition, Schichten-übergreifend Sympathien zu gewinnen, ist sich wahrscheinlich."
"Möglicherweise verfängt sich diese Negativ-Kampagne eher, wenn die Regierung demnächst harte Wahrheiten verkünden muss."
Beide Male ist das "sich" zuviel!
Im übrigen heißt "vermeintlich", daß etwas nicht so ist, wie derjenige, von dem die Rede ist, meint. Wer also das "vermeintlich unsoziale(s) Profil" der FDP erwähnt, müßte erst einmal belegen, daß es nicht tatsächlich unsozial ist. Sonst müßte er neutral "angeblich" schreiben oder die Anführungszeichen für sich sprechen lassen.
Andererseits wäre es wohl vermessen, die ZEIT für neutral zu halten. Sie verwendet ja auch den Propagandabegriff "bürgerliches Lager" ohne Anführungsstriche und macht ihn sich so zu eigen.
Bei ihrem ersten Beispiel ist das "sich" ein seiner beiden letzten Buchstaben beraubtes "sicher" (wie aus dem Kontext unschwer zu erkennen ist) und das zweite "sich" ist, wie ich finde, durchaus angebracht. Allerdings haben sie ein "sich" zuviel in ihrem Titel ;-)
da ist aber einer päpstlicher als der papst...finde den begriff bürgerliches lager auch überholt bis lächerlich, aber er wird nunmal vorwiegend von cdu/csu und fdp-politikern inflationär benutzt...da muss man dem armen journalisten doch zugute halten, dass er auf den zug aufspringt....oder wird der nächste sportreporter, der von einer unterirdischen (wohlgemerkt ohne anführungszeichen) spricht auch gleich darauf hingewiesen, dass er wohl klammheimliche sympathien für das siegreiche team hegt???
Viel schlimmer ist ein anderer Fehler: die "Schichten übergreifenden Sympathien". Aber wenn man täglich so schön "richtiges" Deutsch wie "Chrom blitzende Autos" oder "Damenschuh geplagte Ehemänner" lesen muß, kann man wohl nichts mehr "gerade rücken", das gilt es "ein zu stecken". Wir Liebhaber der deutschen Sprache können halt nur noch "zusammen brechen". Übrigens dank der freundlichen Mitwirkung der ZEIT, die unbeirrt verkündet:"Falsch ist richtig".
Bei ihrem ersten Beispiel ist das "sich" ein seiner beiden letzten Buchstaben beraubtes "sicher" (wie aus dem Kontext unschwer zu erkennen ist) und das zweite "sich" ist, wie ich finde, durchaus angebracht. Allerdings haben sie ein "sich" zuviel in ihrem Titel ;-)
da ist aber einer päpstlicher als der papst...finde den begriff bürgerliches lager auch überholt bis lächerlich, aber er wird nunmal vorwiegend von cdu/csu und fdp-politikern inflationär benutzt...da muss man dem armen journalisten doch zugute halten, dass er auf den zug aufspringt....oder wird der nächste sportreporter, der von einer unterirdischen (wohlgemerkt ohne anführungszeichen) spricht auch gleich darauf hingewiesen, dass er wohl klammheimliche sympathien für das siegreiche team hegt???
Viel schlimmer ist ein anderer Fehler: die "Schichten übergreifenden Sympathien". Aber wenn man täglich so schön "richtiges" Deutsch wie "Chrom blitzende Autos" oder "Damenschuh geplagte Ehemänner" lesen muß, kann man wohl nichts mehr "gerade rücken", das gilt es "ein zu stecken". Wir Liebhaber der deutschen Sprache können halt nur noch "zusammen brechen". Übrigens dank der freundlichen Mitwirkung der ZEIT, die unbeirrt verkündet:"Falsch ist richtig".
In unserer Nachbarschaft wohnen die sog. Leistungsträger (keiner steht aber vor 8:00 morgens auf), ca. 8-10 Haushalte beschäftigen eine Putzfrau bzw. Raumkosmetikerin. Frage: Auf 400 Euro-Basis oder Schwarz?
Die FDP will doch Schwarzarbeit bekämpfen, dann muß sie ihr eigenes Klientel bekämpfen!!!!!!
Sind Sie neidisch auf ihre Nachbarn? Haben Sie sich mal vor Augen geführt, dass der normale Arbeitstag eines Bürohengstes i.d.R. nicht vor neun Uhr beginnt? Er arbeitet dann aber trotzdem seine 8 Stunden und oftmals mehr, es sei denn er ist beamtet :) Festgelegte Schichtzeiten von 6 Uhr morgens an sind da eher selten.
Außerdem kenn ich genug Handwerker, die sicher nicht FDP wählen und trotzdem liebend gern schwarz ihr Geld verdienen. Da gibt es keine festgelegte Verbindung zwischen Schwarzbeschäftigern und der FDP... Das geht übers gesamte Parteienspektrum.
Sind Sie neidisch auf ihre Nachbarn? Haben Sie sich mal vor Augen geführt, dass der normale Arbeitstag eines Bürohengstes i.d.R. nicht vor neun Uhr beginnt? Er arbeitet dann aber trotzdem seine 8 Stunden und oftmals mehr, es sei denn er ist beamtet :) Festgelegte Schichtzeiten von 6 Uhr morgens an sind da eher selten.
Außerdem kenn ich genug Handwerker, die sicher nicht FDP wählen und trotzdem liebend gern schwarz ihr Geld verdienen. Da gibt es keine festgelegte Verbindung zwischen Schwarzbeschäftigern und der FDP... Das geht übers gesamte Parteienspektrum.
Ganz offensichtlich halten die Leute, die FPD wählen, die ich kenne, die FPD für richtige Marktspezialisten, weil si sich fast ausschliesslich mit dem Thema in die Öffentlichkeit begeben. Aber eine Partei, die für eine fast vollkommene Kontrollabschaffung in der Wirtschaft steht, also im prinzip garnicht mit Geld umgeht, die größte Kompetenz im Umgang mit geld zuzuschreiben, ist schon ironisch...
Das kann aber auch auf strategischem Wahlverhalten beruhen, schliesslich wäre eine Erststimme für die FDP höchstwahrscheinlich "vergeudet", gleiches gilt für die übrigen kleineren Parteien, freilich abhängig vom Wahlkreis. Also sucht man nach Alternativen, und im Falle eines FDP-Wählers fiele die Wahl typischerweise auf die CDU. (Grünen-Wähler entsprechend SPD oder Linkspartei usw.)
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