Koalitionsverhandlung Schafft die Wehrpflicht ab!Seite 2/2

Und auch eine nachhaltige Entscheidung haben die Koalitionäre damit nicht getroffen. Die Unterhändler kündigten an, die Wehrpflicht weiter auf den Prüfstand zu stellen. Das zeigt, dass die künftigen Partner ohne Gesichtsverlust aus diesem Machtkampf aussteigen wollen. Einen Gefallen hat Schwarz-Gelb damit niemanden getan. Die Union beharrt auf der Wehrpflicht, weil sie in dem Dienst eine Art patriotische Pflicht sieht. Doch in Zeiten, in denen das Land von Außen nicht mehr bedroht wird und Deutschland von Freunden umgeben ist, sind die konservativen Gedanken längst von der Wirklichkeit überholt. Die Wehrpflicht gehört abgeschafft.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. fatal

    Das sinnlose Festhalten an der Wehrpflicht erinnert mich fatal an das ebenso unnütze Beharren auf dem Ladenschlussgesetz. Was ist es nur das die Politik davon abhält ihren Gestaltungsspielraum zu nutzen?

    • L. B.
    • 22.10.2009 um 18:54 Uhr

    Ich finde es einfach lächerlich, sich vor dem Wehrdienst zu drücken und seinem Vaterlande nicht einmal als Reservist zur Verfügung stehen zu wollen!

    Wo belibt der Patriotismus?

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    … kann dem Konzept des Sterbens für etwas derart imaginäres wie Volk, Nation oder gar Staat soviel abgewinnen wie sie.

    Am Sterben ist nichts Heldenhaftes, es ist einfach nur verdammt endgültig. Und es gibt nunmal keinen Politiker in Deutschland auf dessen Geheiss ist sowas tun würde!

    Die Wehrpflicht macht Sinn und ist richtig, wenn eine militärische Notwendigkeit besteht. Diese gibt es in Deutschland jedoch - zum Glück - nicht mehr. Also ist die Sache ganz klar: Keine Wehrpflicht!

    Sind die 387.730 Männer, die 2008 keinen Wehrdienst geleistet haben etwa alle Feiglinge? Das glauben Sie wohl selbst nicht. Es geht hier einfach um etwas ganz anderes und mit Ihrer vorwurfsvollen Aussage machen Sie es sich bei weitem zu leicht.

    Warum soll ich mich zum Depp der Nation machen, nur aus Prinzip den Wehrdienst ableisten um ein Exempel zu statuieren, während sich 85 % meiner Altersgenossen zu Recht fragen, wie man das noch als gerecht ansehen kann?

    Entweder alle, oder keiner. Wenn es Deutschland, das sich als Rechtsstaat rühmt, nicht endlich auf die Reihe bekommt, wirklich ALLE gleich zu behandeln, ist es geradezu die Pflicht eines jeden Wehrpflichtigen, dieses staatliche Unrecht zu boykottieren!

    … kann dem Konzept des Sterbens für etwas derart imaginäres wie Volk, Nation oder gar Staat soviel abgewinnen wie sie.

    Am Sterben ist nichts Heldenhaftes, es ist einfach nur verdammt endgültig. Und es gibt nunmal keinen Politiker in Deutschland auf dessen Geheiss ist sowas tun würde!

    Die Wehrpflicht macht Sinn und ist richtig, wenn eine militärische Notwendigkeit besteht. Diese gibt es in Deutschland jedoch - zum Glück - nicht mehr. Also ist die Sache ganz klar: Keine Wehrpflicht!

    Sind die 387.730 Männer, die 2008 keinen Wehrdienst geleistet haben etwa alle Feiglinge? Das glauben Sie wohl selbst nicht. Es geht hier einfach um etwas ganz anderes und mit Ihrer vorwurfsvollen Aussage machen Sie es sich bei weitem zu leicht.

    Warum soll ich mich zum Depp der Nation machen, nur aus Prinzip den Wehrdienst ableisten um ein Exempel zu statuieren, während sich 85 % meiner Altersgenossen zu Recht fragen, wie man das noch als gerecht ansehen kann?

    Entweder alle, oder keiner. Wenn es Deutschland, das sich als Rechtsstaat rühmt, nicht endlich auf die Reihe bekommt, wirklich ALLE gleich zu behandeln, ist es geradezu die Pflicht eines jeden Wehrpflichtigen, dieses staatliche Unrecht zu boykottieren!

  2. 3. Nein

    Das kann ja wohl nicht wahr sein. Sechs Monate Grundwehrdienst. Und dann auch nur eine Monat in der Verwendung? Die Leute die sich das ausgedacht haben, haben überhaupt keinen Schimmer von der Bundeswehr und dem Grundwehrdienst. Warum befassen sich solche Ahnungslosen mit einem so wichtigen und für einige Lebensentscheidenden Thema. Hier sollte auf die militärische Obrigkeit gehört werden. Diese wissen am besten was sie brauchen. Sechs Monate stinkt zum Himmel, entweder ganz abschaffen oder sinnvoll verlängern, sodass die GWDLer sinnvoll und langfristig eingesetzt werden können. Ich fand meine neun Monate die vor einem halben Jahr abgelaufen sind schonn unsinnig kurz. Kaum hatten wir unseren Posten angetreten und Routine entwickelt war alles vorbei. Dies jetzt noch weiter einzuschneiden grenzt an Hohn gegenüber der Leistung die die Bundeswehr und ihre GWDLer aufbringen.

  3. … kann dem Konzept des Sterbens für etwas derart imaginäres wie Volk, Nation oder gar Staat soviel abgewinnen wie sie.

    Antwort auf "Ich finde es einfach"
  4. Am Sterben ist nichts Heldenhaftes, es ist einfach nur verdammt endgültig. Und es gibt nunmal keinen Politiker in Deutschland auf dessen Geheiss ist sowas tun würde!

    Antwort auf "Ich finde es einfach"
  5. Die Wehrdienstleistenden von heute müssen ebenfalls nicht in Auslandseinsätze. Was das betrifft, ist die Bundeswehr weiterhin von denen abhängig, die freiwillig länger dienen. Und für die verändert sich ja nichts, von daher muss man sehen, ob das wirklich ein Problem ist.

    Aber es ist schon ein starkes Stück, den Politikern fehlende Kompetenz zu unterstellen und so einen Fakt einfach zu übersehen...

  6. nur jetzt 6 Monate Wehrpflicht. Warum nicht vollständig streichen?
    - Man braucht noch billige Arbeitskräfte!

  7. ...wo jeder außer Merkel verliert und ihre politischen Kontrahenten wenigstens das Gesicht wahren können.
    Die Einschränkung der Grundrechte (Körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes), Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 des Grundgesetzes), Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1 des Grundgesetzes) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) sowie das Petitionsrecht (Artikel 17 des Grundgesetzes) muß begründet werden. Falls die Soldaten nicht mehr in dieser Masse benötigt werden wäre eine Abschaffung erzwungenen 6-Monatigen Arbeit einer willkürlichen Gruppe aus der Bevölkerung eine unnötige Einschränkung dieser Bevölkerungsgruppe. Darüber hinaus ist es sexuelle Diskriminierung, da grundlos nur die Männer durch diese Regelung seit Jahrzehnten benachteiligt werden.

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    • P4tron
    • 22.10.2009 um 20:38 Uhr

    regen sich alle auf, dass es sinnlos ist? Die meisten Grundwehrdienstleistenden wollen so schnell wie möglich die Zeit hinter sich haben. Da sollte man sich für all die Menschen freuen, die danach etwas besseres vorhaben. Wer dagegen Gefallen am Dienst gefunden hat, kann ja jederzeit verlängern - Eignung vorausgesetzt. Und über diese Eignung kann man viel besser urteilen, wenn man den Mann/die Frau mal 6 oder auch 3 Monate "in action" gesehen hat, als in 3 Tagen in der OPZ Köln.
    Mag auch die Abschaffung Argumente für sich haben, aber die Verkürzung als sinnlos zu bezeichnen, erweckt den Anschein, man habe sich überhaupt keine Gedanken bei der Wortwahl gemacht.

    • P4tron
    • 22.10.2009 um 20:38 Uhr

    regen sich alle auf, dass es sinnlos ist? Die meisten Grundwehrdienstleistenden wollen so schnell wie möglich die Zeit hinter sich haben. Da sollte man sich für all die Menschen freuen, die danach etwas besseres vorhaben. Wer dagegen Gefallen am Dienst gefunden hat, kann ja jederzeit verlängern - Eignung vorausgesetzt. Und über diese Eignung kann man viel besser urteilen, wenn man den Mann/die Frau mal 6 oder auch 3 Monate "in action" gesehen hat, als in 3 Tagen in der OPZ Köln.
    Mag auch die Abschaffung Argumente für sich haben, aber die Verkürzung als sinnlos zu bezeichnen, erweckt den Anschein, man habe sich überhaupt keine Gedanken bei der Wortwahl gemacht.

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