Spracherwerb Deutsch fördern statt Deutsch fordernSeite 2/2
Nach Aussage der OECD belegen die statistischen Ergebnisse, dass sich ein hohes Zuwanderungsniveau nicht zwingend negativ auf den Integrationserfolg auswirkt. So seien etwa in den klassischen Einwanderungsländern Australien, Kanada und Neuseeland die Leistungen der Schüler aus Migrantenfamilien mit denen einheimischer Schüler vergleichbar.
Es gibt viele Wege, die mangelnde Beherrschung der deutschen Sprache zu beheben (die sich im Übrigen keinesfalls nur auf Migranten beschränkt). Die deutsche Sprache ins Grundgesetz einzutragen, gehört sicher nicht dazu.
Sie ist politisch betrachtet ein Akt der Faulheit. Denn der unbequemen, kleinteiligen Arbeit an Kitas, Schulen und anderen Ausbildungsstätten, die zur Verbesserung des deutschen Sprachverständnisses dringend nötig wäre, wird so mit großer Geste ausgewichen.
- Datum 22.10.2009 - 14:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Schon allein der Titel dieses Artikels zeigt deutlich was unsere konservativen Politiker einfach nicht vertsehen wollen. Es gilt die Sprache zu fördern und sie nicht mit Drohungen zu erpressen, wie es zb. der Fall ist, wenn Immigranten um soziale Leistungen bangen müssen aufgrund ihrer Deutschkenntnisse. Die Politik beschäftigt sich viel zu wenig mit den oft komplexen und psychologischen Hintergrünen. Stattdessen wird frei nach dem liberalen Glauben an eine Ellbogengesellschaft eingefordert. Es ist ein gewaltiger unterscheid ob der Tenor lautet: "Lern Deutsch oder du bist dran." als wenn er lauten würde: "Lern Deutsch und dir stehen alle Türen offen!". Beim zweiten ist der Lerneffeckt sicherlich größer und mit sicherheit ein wertvollerer Beitrag zu einer Multikulturellen Gesellschaft.
Andere Nationen wie USA brauchen keine offizielle Amtsprache. Eine de facto Amtssprache, wie im Falle USAs Englisch, ergibt sich auch von selbst. Keine Nation braucht eine solche Debatte. Denn was möchte man mit einem Deutsch im Grundgesetz aussagen? Es ist irgendwie peinlich.
Mich erschüttert, dass unsere Regierung sich mit Diskussionen wie diesen aufhält, und damit die öffentliche Aufmerksamkeit von den wirklich dringlichen Fragen ablenkt.
Auf eine subtile Art trägt die mangelnde Opposition der FDP innerhalb der CDU, unter Merkel, keine besonders guten Früchte, oder täusche ich mich? Anscheinend musste sich Merkel zusammen mit der SPD noch einigermaßen disziplinieren. Populistische Debatten wie diese finde ich dagegen befremdlich.
...Kultursprachen ist auch Deutsch sehr schön auf seine Weise.
Praktischer sind Englisch, Chinesisch oder Spanisch. Der Unterricht sollte auch in einer solchen Lingua Franca sein, damit man in ihnen verhandlungssichere Schulabgänger hat und Studenten, die die Literatur lesen können.
Von mir aus kann man Deutsch gerne fördern. Es aber als Hauptsprache ins GG zu setzen wäre ein Rückschritt.
Der entscheidende Aspekt einer Sprache ist nicht das Praktische, sondern die gegebenen Moeglichkeiten, sich in ihr auszudruecken und mitzuteilen. Verschiedene Umgebungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Sprachen = Vielfalt der Ausdrucksmoeglichkeiten. Die Vielfalt sollte erhalten werden, statt die Veroedung der Umgangssprache noch zu foerdern aufgrund pragmatischer Ueberlegungen. Nicht alles muss sich am Nutzen messen lassen. Im Uebrigen waere es wichtig, die sprachlichen Faehigkeiten im allgemeinen zu foerdern. Nicht nur bei Migrantenkindern gibt es Probleme beim Umgang mit Sprache, sie sind dort nur offensichtlicher. Aber wenn jemand kaum in der Lage ist, auch nur einen eigenen Gedanken klar zu formulieren, von Konsistenz ganz zu schweigen, dann wird es Zeit, dem Deutschunterricht mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Natuerlich hilft das Grundgesetz da nicht viel weiter.
Sie sollten ausschließlich auf Chinesisch posten.
Der entscheidende Aspekt einer Sprache ist nicht das Praktische, sondern die gegebenen Moeglichkeiten, sich in ihr auszudruecken und mitzuteilen. Verschiedene Umgebungen, verschiedene Kulturen, verschiedene Sprachen = Vielfalt der Ausdrucksmoeglichkeiten. Die Vielfalt sollte erhalten werden, statt die Veroedung der Umgangssprache noch zu foerdern aufgrund pragmatischer Ueberlegungen. Nicht alles muss sich am Nutzen messen lassen. Im Uebrigen waere es wichtig, die sprachlichen Faehigkeiten im allgemeinen zu foerdern. Nicht nur bei Migrantenkindern gibt es Probleme beim Umgang mit Sprache, sie sind dort nur offensichtlicher. Aber wenn jemand kaum in der Lage ist, auch nur einen eigenen Gedanken klar zu formulieren, von Konsistenz ganz zu schweigen, dann wird es Zeit, dem Deutschunterricht mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Natuerlich hilft das Grundgesetz da nicht viel weiter.
Sie sollten ausschließlich auf Chinesisch posten.
sind in den klassischen Einwanderungsländern die Leistungen der Schüler aus Migrantenfamilien gleich oder sogar besser. Das hat aber nichts mit Bildungs- sondern etwas mit Einwanderungspolitik zu tun. Wenn man wie die USA nur max. 7% aus einer Ethnie einwandern läßt, oder wie Kanada, seine Einwanderer zu 40% aus Asien rekrutiert und ihnen vor allem keine Sozialhilfe zahlt, kann man bildungsresistente Einwanderer getrost Ländern wie Deutschland überlassen. 90% der aus der Türkei und Arabien nach Deutschland Eingewanderten hätten das Punktesytem der USA und Kanada niemals passiert.
Haben sie auch eine Quelle für Ihre tollkühnen Zahlen?
Dieser Kommentar schlägt in die gleiche Kerbe derer, die wie folgt argumentieren: "Ausländer" == "Türke"; "Türke" == "Sozialschmarotzer", von Transferleistungen abhäng., nicht z. Bruttosozialprodukt beitragender Mensch.
Schonmal ansatzweise drüber nachgedacht, wann der Großteil der aus der TR stammenden Einwanderer (in der Tat mit geringer Bildung) angeworben worden sind, um in Deutschland Arbeiten zu erledigen, für die sich vom Wirtschaftswunder stark verwöhnten Deutschen zu schade waren bzw. mangels massiver Kriegsverluste keine leistungsstarken Männer mehr hatten ? Diese Menschen haben Jahrzehnte lang in Deutschland die Drecksarbeit gemacht, haben in die Sozialkassen eingezahlt, also haben sie auch Anspruch, Transferleistungen, wenn denn überhaupt nötig, so sie denn nicht das Rentenalter längst erreicht haben, zu erhalten. Es steht hier nicht zur Diskussion, daß eine massive Einwanderung von Menschen insbesondere aus der Türkei nach Deutschland stattfindet, von der (berechtigten) Familienzusammenführung abgesehen (hierbei muß ich leider auch die sog. "arrangierten" Ehen miteinschließen, auch wenn ich sie inhaltlich für falsch halte). Fakt ist, daß es damals nicht ansatzw. arum ging, mit einem Quoten-Syst. die "Hochqualifizierten" (HQ) dieser Welt nach Deutschland zu holen, sondern einfache Menschen, die hier o.g. Arbeiten erledigen sollten. Eine Quelle, wie attr. Deutschl. f. genannte "HQ" tatsächlich ist: http://www.focus-migratio...
Haben sie auch eine Quelle für Ihre tollkühnen Zahlen?
Dieser Kommentar schlägt in die gleiche Kerbe derer, die wie folgt argumentieren: "Ausländer" == "Türke"; "Türke" == "Sozialschmarotzer", von Transferleistungen abhäng., nicht z. Bruttosozialprodukt beitragender Mensch.
Schonmal ansatzweise drüber nachgedacht, wann der Großteil der aus der TR stammenden Einwanderer (in der Tat mit geringer Bildung) angeworben worden sind, um in Deutschland Arbeiten zu erledigen, für die sich vom Wirtschaftswunder stark verwöhnten Deutschen zu schade waren bzw. mangels massiver Kriegsverluste keine leistungsstarken Männer mehr hatten ? Diese Menschen haben Jahrzehnte lang in Deutschland die Drecksarbeit gemacht, haben in die Sozialkassen eingezahlt, also haben sie auch Anspruch, Transferleistungen, wenn denn überhaupt nötig, so sie denn nicht das Rentenalter längst erreicht haben, zu erhalten. Es steht hier nicht zur Diskussion, daß eine massive Einwanderung von Menschen insbesondere aus der Türkei nach Deutschland stattfindet, von der (berechtigten) Familienzusammenführung abgesehen (hierbei muß ich leider auch die sog. "arrangierten" Ehen miteinschließen, auch wenn ich sie inhaltlich für falsch halte). Fakt ist, daß es damals nicht ansatzw. arum ging, mit einem Quoten-Syst. die "Hochqualifizierten" (HQ) dieser Welt nach Deutschland zu holen, sondern einfache Menschen, die hier o.g. Arbeiten erledigen sollten. Eine Quelle, wie attr. Deutschl. f. genannte "HQ" tatsächlich ist: http://www.focus-migratio...
Ich gebe der Autorin völlig recht, dass die Forderung, Deutsch als Landessprache ins Grundgesetz aufzunehmen, reine Symbolpolitik ist. Aber auch Symbole entfalten ihre Wirkung und wo würde leichter fallen, die Politiker auch entsprechend in die Pflicht zu nehmen.
"So seien etwa in den klassischen Einwanderungsländern Australien, Kanada und Neuseeland die Leistungen der Schüler aus Migrantenfamilien mit denen einheimischer Schüler vergleichbar."
Dieser Vergleich ist in Bezug auf Deutschland ziemlich albern, da die oben genannten Länder ihre Einwanderer aussuchen, nicht zuletzt anhand ihrer Sprachkenntnisse (z.B. Facharbeiter):
"Skilled workers are selected as permanent residents based on their education, work experience, knowledge of English and/or French, and other criteria that have been shown to help them become economically established in Canada."
Eine sinnvolle Auswahl der Einwanderer wäre auch für Europa und insbesondere für Deutschland wünschenswert, aber das Gegenteil findet statt - es wird nicht ausgewählt, de facto wird sogar eine negative Auswahl getroffen, d.h. während bevorzugt gut ausgebildete Menschen Deutschland verlassen, wandern bevorzugt schlecht ausgebildete Menschen ein.
Einwanderer werden nach finanzieller Situation "ausgeäwählt". Auch in Deutschland muss man ein gewisses Kapital mitbringen, bzw beweisen können, dass man sich slebst versorgen kann um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Von daher ist Ihre Kritik hinällig.
Einwanderer werden nach finanzieller Situation "ausgeäwählt". Auch in Deutschland muss man ein gewisses Kapital mitbringen, bzw beweisen können, dass man sich slebst versorgen kann um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Von daher ist Ihre Kritik hinällig.
Man kann die Migranten, die in ein Land eingewandert sind zusammengefasst statistisch auswerten. Das ist wohl das, was die OECD Studie gemacht hat.
Man kann aber auch die Migranten, die jeweils aus einem Land ausgewandert sind daraufhin untersuchen, welchen Erfolg sie in den unterschiedlichen Zielländern haben. Das könnte sehr viel interessanter sein, denn damit könnten statistische Artefakte, wie sie beim Vergleich von Neuseeland, Kanada etc. mit Deutschland womöglich auftreten, als solche erkannt werden.
Konkret: Erst, wenn die nach Neuseeland, Kanada etc. migrierten Türken, Araber etc. dort statistisch besser abschneiden als die nach Deutschland migrierten Türken, Araber etc., dann und nur dann würde ich hier eine besondere Bringschuld unserer Gesellschaft sehen.
Solche Informationen, liebe Frau Dückers, würden Ihrem Artikel dann auch etwas mehr Substanz liefern.
Herzlichst Crest
P.S. Warum wird Bildung stets durch die Brille einer Bringschuld gesehen? Es wird dem Charakter der Bildung viel mehr gerecht, wenn sie als Holschuld verstanden wird.
Konkret, wenn es heißt: "In manchen Vierteln, besonders in den Großstädten, weist bereits jedes zweite Kind im Grundschulalter einen Migrationshintergrund und oft genug sprachliche Defizite auf.", dann kann ich darin nur den fehlenden willen der Migranten sehen. Und es ist mir völlig egal, ob Herr Sarrazin das auch so sieht.
Wweil die Schuldfrage nur dann Sinn macht, wenn sie dazu führt die Situation zu verändern. Sieht man die Schuld bei uns Migranten wird die Situation nur verschärft indem diese Menschen in einem negativen Kontext angesehen werden. Es ist wichtig, dass man sich selbst Fragt - als Bundesrepublik Deutschland und als Poiltik - was man tun kann um diese Situation zu verbessern. Dabei sollte man sehr feinfühlig sein um rassistische Äusserungen zu vermeiden.
Wweil die Schuldfrage nur dann Sinn macht, wenn sie dazu führt die Situation zu verändern. Sieht man die Schuld bei uns Migranten wird die Situation nur verschärft indem diese Menschen in einem negativen Kontext angesehen werden. Es ist wichtig, dass man sich selbst Fragt - als Bundesrepublik Deutschland und als Poiltik - was man tun kann um diese Situation zu verbessern. Dabei sollte man sehr feinfühlig sein um rassistische Äusserungen zu vermeiden.
ja gott, ich bin auch für ein transparentes einwanderungssystem mit allem drumunddran...nur würden trotzdem vor allem , die bildungsfernen kommen. womit ich übrigens kein problem habe. ich möchte an die "inder werbung" auch "computerinder" oder "bluecard" genannt, erinnern. die bude wurde uns nicht eingerannt, weil dieses land nicht sexy ist für hochqualifizierte einwanderer.
warum nicht? siehe artikel, siehe migrationsdebatte.
kurz: siehe selbstverständnis der brd, als land der eingeborenen.
darüber hinaus: wir haben momentan kaum einwanderung, nur noch n bißchen familiennachzug und was wir haben, ist eine auswanderungswelle gut qualifizierter.
das land scheint auch für die nicht sexy zu sein: siehe schlechte bildungs und wissenschaftsausstattung, schlechte bedingungen im staatsdienst, und schlechte bedingungen für unternehmensgründungen, dazu zählt übrigens auch der mangel an facharbeitern, also wieder schlechte bildung und mangelnde einwanderung.
darüber sollte mal ehrlich und ohne üblichen deutschtümlerischen beigeschmack geredet werden.
deutsch in die verfassung schreiben. auf diese komplett sinnlose idee sind weder bismarck noch die deutsch-fanatischen in den braunen hemden gekommen. denn was sollten die konsequenzen sein? werden die finanzämter nun die steuerbescheide endlich in der landessprache verfassen? werden die französischen debatten im bundestag nun endlich deutsch geführt? wird das zdf alle anderssprachigen programme beenden? absurd? ja, aber ganz genau!
Ich untermauere mal die geringe Attraktivitäten für die IQ-Eliten dieser Welt mit einer (von vielen) Quelle(n):
http://www.focus-migratio...
Ich untermauere mal die geringe Attraktivitäten für die IQ-Eliten dieser Welt mit einer (von vielen) Quelle(n):
http://www.focus-migratio...
Wie steht's auf der eigenen WEB-Seite:
"Schwarz-Gelb will die Deutsch im Grundgesetz verankern."
Bevor eine Redaktion solch eine Info bringt, sollte sie zuerst einmal
in der eigenen Stube (personell) aufräumen, damit solche Dinge nicht passieren.
Leider findet man derartige Verstümmelungen fast jeden Tag in den meisten überregionalen "seriösen" Blättern.
Sind qualitativ gute Redakteure heute nicht mehr bezahlbar oder werden sie nicht mehr ausgebildet?
"Sind qualitativ gute Redakteure heute nicht mehr bezahlbar oder werden sie nicht mehr ausgebildet?"
[entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ew]
"Sind qualitativ gute Redakteure heute nicht mehr bezahlbar oder werden sie nicht mehr ausgebildet?"
[entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ew]
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