Koalitionsverhandlungen CSU und FDP streiten über grüne Gentechnik
Harmonie bei Klimaschutz und Atomkraft, Zwist beim "Genmais": In den Koalitionsverhandlungen beharrt die CSU auf dem Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen.
Die Koalitionsverhandlungen über Umweltthemen dürften zwischen Union und FDP kaum Kontroversen auslösen. Aus Verhandlungskreisen hieß es am Mittwochabend nach der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe Umwelt, die Gespräche seien "sehr harmonisch". Dagegen prallen bei der Landwirtschaft, die ebenfalls in dieser Gruppe verhandelt wird, die Positionen hart aufeinander. Und das nicht nur bei der grünen Gentechnik. Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) hatte vor der Sitzung schon klargestellt, dass seine Partei den Anbau des umstrittenen Gen-Maises Mon810 auch künftig nicht akzeptieren will. Die FDP verlangt dagegen eine "innovationsfreundliche Novelle des Gentechnikgesetzes". Abstandsregelungen und Standortregister sollten "praxistauglich gestaltet" werden, heißt es in ihrem Positionspapier für die Verhandlungen, das dem Tagesspiegel vorliegt.
Über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke oder Gorleben als Endlagerstandort dürften sich Union und FDP dagegen kaum streiten. Allerdings gibt es Spannungen zwischen den Verhandlungsgruppen Umwelt und Wirtschaft/Energie. Bei der ersten Sitzung der Wirtschaftsgruppe am Dienstag gab es breite Zustimmung für den Vorschlag, sämtliche Energiekompetenzen dem Wirtschaftsministerium zuzuschlagen. Am Mittwoch sagte Michael Kauch (FDP), der die Umweltgruppe gemeinsam mit Ilse Aigner (CSU) leitet, das Energiethema werde keineswegs nur in der Wirtschaftsgruppe verhandelt. Nach Informationen des Tagesspiegels entschied die Wirtschaftsgruppe, eine Unterarbeitsgruppe Energie zu bilden, zu der auch Mitglieder der Umweltarbeitsgruppe gebeten werden sollen.
Grundsätzliche Einigkeit besteht in der Umweltgruppe darüber, am Klimaschutzziel für das Jahr 2020 festzuhalten. Bis dahin soll Deutschland 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als noch 1990. Allerdings vermisst beispielsweise die Klima-Allianz, ein Zusammenschluss von mehr als 100 Umwelt- und Entwicklungsinitiativen, weitergehende Ambitionen. Am Mittwoch stellte diese außerparlamentarische Opposition ihre Forderungen an die Koalitionsverhandlungen vor. Sie fordert "eine Rückkehr zu einer aktiven Führungsrolle Deutschlands bei den Klimaverhandlungen". Dafür solle Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch selbst zum entscheidenden Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen anreisen, verlangt die Klima-Allianz.
Das Umweltbundesamt (UBA) stellte am Mittwochabend eine ambitionierte Konzeption für die künftige Klimapolitik vor. Sie enthält unter anderem die Forderung, ein langfristiges Klimaschutzziel für Deutschland festzulegen: Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Die FDP deutet zwar eine solche Zielsetzung an, will sich darauf aber nur einlassen, wenn alle G-20-Staaten Ähnliches zusagen. Die Union verzichtet in ihrem Papier ganz auf ein langfristiges Klimaziel. Der neue UBA-Chef Jochen Flasbarth verlangt, dieses ambitionierte Ziel "im Wesentlichen" in Deutschland zu erreichen. In den Vorbereitungspapieren der künftigen Koalitionsparteien gibt es dagegen Hinweise darauf, dass diese die deutschen Klimaverpflichtungen lieber billiger in Entwicklungsländern erbringen möchten.
- Datum 08.10.2009 - 12:16 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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da kommt ja was auf uns zu. Ich finde es schlimm, dass Themen mit so weitreichenden und nicht wiedergutmachbaren Auswirkungen wie Gentechnik und Atomkraft von einer Partei bestimmt werden könnten, die gerade mal gute 10 % der Wahlberechtigten gewählt haben (die Wahlbeteiligung lag ja gerade mal bei 70,8 % also sind die 14,6 % real nur 10,3 %)
Ich denke, das die FDP-Leute den Schweinekram selbst nicht essen wollen, aber die Leute mit geringerem Einkommen haben keine Wahl.
Die Anordnung der 4 Grundbausteine der DNA ist nun wirklich für den Körper der die langen Ketten im Verdauungsprozess spaltet und für seine eigenen Zwecke neu anordnet egal. Das diese manipulierten Sequenzen keine für uns schädlichen Proteine kodieren stellen umfangreiche Untersuchungen vor Zulassung dieser Pflanzen fest. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind somit genauso sicher wie konventionelle aber auf Grund der Veränderung oft wesentlich weniger behandelt und so gesünder für Mensch und Umwelt. Das einzig wirklich nicht von der Hand zu weisende Argument ist "Wir müssen die Schöpfung bewahren" und "Wir dürfen nicht Gott spielen", willkommen im Mittelalter!
Die Anordnung der 4 Grundbausteine der DNA ist nun wirklich für den Körper der die langen Ketten im Verdauungsprozess spaltet und für seine eigenen Zwecke neu anordnet egal. Das diese manipulierten Sequenzen keine für uns schädlichen Proteine kodieren stellen umfangreiche Untersuchungen vor Zulassung dieser Pflanzen fest. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind somit genauso sicher wie konventionelle aber auf Grund der Veränderung oft wesentlich weniger behandelt und so gesünder für Mensch und Umwelt. Das einzig wirklich nicht von der Hand zu weisende Argument ist "Wir müssen die Schöpfung bewahren" und "Wir dürfen nicht Gott spielen", willkommen im Mittelalter!
Die Anordnung der 4 Grundbausteine der DNA ist nun wirklich für den Körper der die langen Ketten im Verdauungsprozess spaltet und für seine eigenen Zwecke neu anordnet egal. Das diese manipulierten Sequenzen keine für uns schädlichen Proteine kodieren stellen umfangreiche Untersuchungen vor Zulassung dieser Pflanzen fest. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind somit genauso sicher wie konventionelle aber auf Grund der Veränderung oft wesentlich weniger behandelt und so gesünder für Mensch und Umwelt. Das einzig wirklich nicht von der Hand zu weisende Argument ist "Wir müssen die Schöpfung bewahren" und "Wir dürfen nicht Gott spielen", willkommen im Mittelalter!
Diese Mischung aus richtig und falsch verdient eigentlich einen PR-Preis. Ich habe kein Problem mit Gentechnik. Aber man sollte ein paar der bekannten Nachteile auch mal erwähnen:
- Gendrift bzw. horizontale Gentransfer (Die neuen Eigenschaften landen bei verwandten Arten und verändern sich ggf. auch dort weiter.)
- Biodiversität (Die veränderten Arten haben jetzt "schnell" Vorteile gegenüber den anderen Arten)
- Patente/Monopole/"Kopierschutz" (Pflanzen die ohne Chemie nicht wachsen, die keine keimfähigen Samen produzieren, etc.)
Mich persönlich stören die Patente/Monopole bei Nahrung (das wovon wir alle leben) am meisten. Sie verhindern eine sachliche Klärung, da ständig auf den Gewinn geschaut wird. Die anderen beiden Punkte passieren ab und an vermutlich auch in der Natur, wenn auch nicht so wahnsinnig schnell und oft.
Patente/Monopole/"DRM" sind schon in der IT-Branche schlimm genug - die brauche ich - unabhängig von den "4 Grundbausteinen" - nicht noch in meinem Essen.
Also Firmen wie Monsanto zu glauben ist schon ein wenig naiv. Das wirklich gefährliche an der Technik ist, dass man zur Zeit kaum Ahnung hat, was da eigentlich passiert. Gutes Gen A gutes Gen B = super Kombi AB, nur so einfach funktioniert die ganze Geschichte nicht. Allein aus der Aminosäurensequenz kann heute noch niemand das entsprechende Protein vorhersagen, Proteinfaltung ist immernoch ein riesen Geheimnis, die meisten Strukturen sind noch nicht einmal bekannt. Wie wichtig die richtige Faltung ist, sollte z.B. schon BSE verdeutlichen, nur lässt sich die bei den Standarttests gar nicht bestimmen. Gentechnisch unterstützte Züchtung macht da viel mehr Sinn, auch Klonen zu Forschungszwecken ist nichts Bedenkenswertes, aber sich freiwillig an eine Konzern verkaufen, der für seine miesen Praktiken bekannt ist, das muss nicht sein.
Um den Erfolg des Einbaus der neuen Gene zu beweisen, werden zusätzlich Markergene eingebaut, die Antibiotika erzeugen. Das kann langfristig zu Resistenzen führen.
Für die Unschädlichkeit der GMOs gibt es keinen Beweis.
Diese Mischung aus richtig und falsch verdient eigentlich einen PR-Preis. Ich habe kein Problem mit Gentechnik. Aber man sollte ein paar der bekannten Nachteile auch mal erwähnen:
- Gendrift bzw. horizontale Gentransfer (Die neuen Eigenschaften landen bei verwandten Arten und verändern sich ggf. auch dort weiter.)
- Biodiversität (Die veränderten Arten haben jetzt "schnell" Vorteile gegenüber den anderen Arten)
- Patente/Monopole/"Kopierschutz" (Pflanzen die ohne Chemie nicht wachsen, die keine keimfähigen Samen produzieren, etc.)
Mich persönlich stören die Patente/Monopole bei Nahrung (das wovon wir alle leben) am meisten. Sie verhindern eine sachliche Klärung, da ständig auf den Gewinn geschaut wird. Die anderen beiden Punkte passieren ab und an vermutlich auch in der Natur, wenn auch nicht so wahnsinnig schnell und oft.
Patente/Monopole/"DRM" sind schon in der IT-Branche schlimm genug - die brauche ich - unabhängig von den "4 Grundbausteinen" - nicht noch in meinem Essen.
Also Firmen wie Monsanto zu glauben ist schon ein wenig naiv. Das wirklich gefährliche an der Technik ist, dass man zur Zeit kaum Ahnung hat, was da eigentlich passiert. Gutes Gen A gutes Gen B = super Kombi AB, nur so einfach funktioniert die ganze Geschichte nicht. Allein aus der Aminosäurensequenz kann heute noch niemand das entsprechende Protein vorhersagen, Proteinfaltung ist immernoch ein riesen Geheimnis, die meisten Strukturen sind noch nicht einmal bekannt. Wie wichtig die richtige Faltung ist, sollte z.B. schon BSE verdeutlichen, nur lässt sich die bei den Standarttests gar nicht bestimmen. Gentechnisch unterstützte Züchtung macht da viel mehr Sinn, auch Klonen zu Forschungszwecken ist nichts Bedenkenswertes, aber sich freiwillig an eine Konzern verkaufen, der für seine miesen Praktiken bekannt ist, das muss nicht sein.
Um den Erfolg des Einbaus der neuen Gene zu beweisen, werden zusätzlich Markergene eingebaut, die Antibiotika erzeugen. Das kann langfristig zu Resistenzen führen.
Für die Unschädlichkeit der GMOs gibt es keinen Beweis.
Diese Mischung aus richtig und falsch verdient eigentlich einen PR-Preis. Ich habe kein Problem mit Gentechnik. Aber man sollte ein paar der bekannten Nachteile auch mal erwähnen:
- Gendrift bzw. horizontale Gentransfer (Die neuen Eigenschaften landen bei verwandten Arten und verändern sich ggf. auch dort weiter.)
- Biodiversität (Die veränderten Arten haben jetzt "schnell" Vorteile gegenüber den anderen Arten)
- Patente/Monopole/"Kopierschutz" (Pflanzen die ohne Chemie nicht wachsen, die keine keimfähigen Samen produzieren, etc.)
Mich persönlich stören die Patente/Monopole bei Nahrung (das wovon wir alle leben) am meisten. Sie verhindern eine sachliche Klärung, da ständig auf den Gewinn geschaut wird. Die anderen beiden Punkte passieren ab und an vermutlich auch in der Natur, wenn auch nicht so wahnsinnig schnell und oft.
Patente/Monopole/"DRM" sind schon in der IT-Branche schlimm genug - die brauche ich - unabhängig von den "4 Grundbausteinen" - nicht noch in meinem Essen.
Also Firmen wie Monsanto zu glauben ist schon ein wenig naiv. Das wirklich gefährliche an der Technik ist, dass man zur Zeit kaum Ahnung hat, was da eigentlich passiert. Gutes Gen A gutes Gen B = super Kombi AB, nur so einfach funktioniert die ganze Geschichte nicht. Allein aus der Aminosäurensequenz kann heute noch niemand das entsprechende Protein vorhersagen, Proteinfaltung ist immernoch ein riesen Geheimnis, die meisten Strukturen sind noch nicht einmal bekannt. Wie wichtig die richtige Faltung ist, sollte z.B. schon BSE verdeutlichen, nur lässt sich die bei den Standarttests gar nicht bestimmen. Gentechnisch unterstützte Züchtung macht da viel mehr Sinn, auch Klonen zu Forschungszwecken ist nichts Bedenkenswertes, aber sich freiwillig an eine Konzern verkaufen, der für seine miesen Praktiken bekannt ist, das muss nicht sein.
Um den Erfolg des Einbaus der neuen Gene zu beweisen, werden zusätzlich Markergene eingebaut, die Antibiotika erzeugen. Das kann langfristig zu Resistenzen führen.
Für die Unschädlichkeit der GMOs gibt es keinen Beweis.
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