Kleiner CDU-Parteitag Nüchterner Start in die schwarz-gelbe Zeit
Die CDU hat dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Doch auch wenn offene Kritik die Ausnahme blieb: Von Begeisterung war auf dem kleinen Parteitag wenig zu spüren.
Die FDP hatte die Besiegelung des Koalitionsvertrags am Sonntag als großen Triumph inszeniert. Bei der CDU geht es deutlich nüchterner zu. Ganz ohne Musik und Tamtam erscheint Parteichefin Angela Merkel am Montagvormittag plötzlich zwischen den Stuhlreihen der Delegierten im Tagungsraum eines Berliner Hotels. Von Standing Ovations für die Frau, die die Partei nach elf Jahren in die angebliche Wunschkoalition zurückgeführt hat, keine Spur.
Anders als die FDP hat die CDU allerdings auch keinen Parteitag organisiert, um den Koalitionsvertrag mit der FDP zu beschließen. Die Versammlung, die am Montagmorgen zusammengekommen ist, um den Koalitionsvertrag zu verabschieden, nennt sich Bundesausschuss. Die 130 Delegierten setzen sich zusammen aus dem Bundesvorstand, Vertretern aus den Ländern und den unterschiedlichen Vereinigungen der Partei. Es herrscht Arbeitsatmosphäre.
Als Angela Merkel schließlich ans Rednerpult tritt, tut sie wenig, um die Anwesenden dennoch ein wenig in Feierstimmung zu versetzen. "Ich freue mich, dass wir hier in einem, wie ich glaube, doch sehr erfreulichen Zusammenhang zusammengekommen sind", begrüßt Merkel stattdessen ihre Gäste mit bekanntem Understatement.
Tags zuvor hatte sich Westerwelle vor seiner Partei unter Beifallsstürmen als Sieger in den Koalitionsverhandlungen gefeiert. Eigentlich alle Punkte habe man durchgebracht, so sein Fazit.
Und Merkel? Die stimmt die Partei auf harte Zeiten ein. Sie malt noch einmal aus, in welch tiefer Krise man sich befinde. Ein neues Maß an Ernsthaftigkeit werde man brauchen, das hätten noch nicht alles verstanden, sagt Merkel. Diejenigen unter den Teilnehmern, die darin geschult sind, Merkels Andeutungen zu entziffern, verstehen darin einen Ordnungsruf an den neuen Koalitionspartner.
An einem anderen Punkt muss Merkel dagegen eher gegen die Kritiker aus den eigenen Reihen anreden. Einer von ihnen sitzt wie eine lebende Mahnung neben ihr auf dem Podium. Es ist der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff. Von ihm war in den vergangenen Wochen die heftigste Kritik an der Steuersenkungspolitik der neuen Regierung gekommen.
- Datum 26.10.2009 - 17:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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In schwierigen Zeiten geht man die Probleme am besten mit Leichtigkeit, Schwung und Gelassenheit an. Das hat nichts damit zu tun, daß man die Dinge etwa nicht ernst genug nimmt.
Aber: diesen Aufbau von Problemen, die manche brauchen, um andere in Schach zu halten, ist ziemlich lästig und behindernd.
Die Devise sollte auf jeden Fall nicht heißen: warum einfach, wenn's auch kompliziert geht.
dass es zu einer Neuauflage der überwunden geglaubten "bleiernen Zeit" kommt. Wenn Wirtschaft und Politik sich noch mehr vermischen (eigentlich kaum vorstellbar aber trotzdem noch möglich) und das politische Kabarett von den Politikern selbst gemacht wird, anstatt Politik, und die Verhaltensmustergleichheit von Merkel und Kohl immer offensichtlicher wird, dann glaube ich schon seine Stimme zu hören, wenn sie spricht.
Dazu macht der Westerwelle permanent die große Welle und die CSU ist erst einmal mit der Entsorgung von Seehofer beschäftigt und fällt für die Regierung erst einmal aus. Abgesehen davon hat sich der Herr von und zu ja schon auf den Weg nach Afghanistan gemacht. Früher sagte man dazu "in die Wüste geschickt", auch ein alter Kohlscher Trick, den Merkel gekonnt angewendet hat.
dass es zu einer Neuauflage der überwunden geglaubten "bleiernen Zeit" kommt. Wenn Wirtschaft und Politik sich noch mehr vermischen (eigentlich kaum vorstellbar aber trotzdem noch möglich) und das politische Kabarett von den Politikern selbst gemacht wird, anstatt Politik, und die Verhaltensmustergleichheit von Merkel und Kohl immer offensichtlicher wird, dann glaube ich schon seine Stimme zu hören, wenn sie spricht.
Dazu macht der Westerwelle permanent die große Welle und die CSU ist erst einmal mit der Entsorgung von Seehofer beschäftigt und fällt für die Regierung erst einmal aus. Abgesehen davon hat sich der Herr von und zu ja schon auf den Weg nach Afghanistan gemacht. Früher sagte man dazu "in die Wüste geschickt", auch ein alter Kohlscher Trick, den Merkel gekonnt angewendet hat.
dass es zu einer Neuauflage der überwunden geglaubten "bleiernen Zeit" kommt. Wenn Wirtschaft und Politik sich noch mehr vermischen (eigentlich kaum vorstellbar aber trotzdem noch möglich) und das politische Kabarett von den Politikern selbst gemacht wird, anstatt Politik, und die Verhaltensmustergleichheit von Merkel und Kohl immer offensichtlicher wird, dann glaube ich schon seine Stimme zu hören, wenn sie spricht.
Dazu macht der Westerwelle permanent die große Welle und die CSU ist erst einmal mit der Entsorgung von Seehofer beschäftigt und fällt für die Regierung erst einmal aus. Abgesehen davon hat sich der Herr von und zu ja schon auf den Weg nach Afghanistan gemacht. Früher sagte man dazu "in die Wüste geschickt", auch ein alter Kohlscher Trick, den Merkel gekonnt angewendet hat.
... auf ein Statement zur "Lage des Journalismus" in Deutschland! Die Welt hats immerhin vorgemacht und Herrn Savelberg interviewt. Wär mal schön gewesen, jemand von der "Zeit" hätte den Ar*** in der Hose gehabt, eine solche Frage zu stellen. Aber das sagt alles:
Zitat Savelberg:"Natürlich wollte Frau Merkel ihre neuen Regierung feiern und dem entsprach auch die Stimmung im Saal"
Schämen Sie sich!
Die CDU soll dankbar sein, dass die den Kanzlerposten erwischt haben. Verdient haben sie es nicht nach dem knappen Wahlsieg.
wer hätte ihn denn Ihrer Meinung nach verdient? Nun sagen Sie bitte nicht: keiner. Denn irgendwer muss ja schließlich den Bundeskanzler stellen.
auf 130 Seiten, wir erwarten etliche Schritte auf kleiner Tanzfläche oder eine andere Mischung. Warten wir die tatsächlichen Zahlen ab... Steuersenkungen zahlen sich aus! Der Staat ist eh zu teuer. Wie viel fließt in Staats-/Verwaltungsorgane vom gesamten Topf? In Rheinland-Pfalz über 55 %! http://viereggtext.blogsp...
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