Schwarz-Gelb Koalition leidet unter Druck, Kritik und Schnupfen
Die künftigen Koalitionäre leiden an der schlechten Presse und dem miesen Klima. Die Zeit wird knapp, dennoch wollen sie am Samstag den Koalitionsvertrag präsentieren.
Ist die Erkältungswelle psychosomatisch bedingt? Oder einfach nur eine Folge des kühl-nassen Oktoberwetters in Berlin? Jedenfalls schniefen und röcheln eine ganze Reihe der Unions- und FDP-Politiker, die derzeit in Berlin den Koalitionsvertrag aushandeln. Horst Seehofer zum Beispiel, der daheim in Bayern mal wieder in der Kritik steht, betrat die nordrhein-westfälische Landesregierung mit mürrischer Leidensmiene. Anders als sonst wollte er weder reden noch flachsen, was seine Vertrauten eben mit seiner mangelnden Fitness entschuldigten.
Vor allem aber Guido Westerwelle hat es erwischt. Ausgerechnet jetzt, wo die Koalitionsverhandlungen in Berlin in die entscheidende Phase gehen und wo sich die Kritik an der künftigen Regierungspartei FDP häuft, kränkelt der Parteichef. Am gestrigen Dienstag verließ er die Fraktionssitzung vorzeitig, mit Hinweis auf seine angeschlagene Gesundheit. Dabei war der Diskussionsbedarf hoch. Allein zum Tagesordnungspunkt Steuern gab es rund 25 Wortmeldungen.
Doch auch die Zeitungslektüre dürfte den Koalitionären an diesen Tagen aufs Gemüt geschlagen haben. Die Idee, einen Teil der Finanzprobleme mit einem Schattenhaushalt zu lösen, stieß auf ein überwiegend vernichtendes Echo.
Die Süddeutsche Zeitung kommentierte etwa, die FDP erklimme "den Gipfel der Heuchelei". Als Oppositionspartei habe sie die Schuldengrenze noch als zu lasch kritisiert. Nun ignoriere sie diese, quasi als erste Amtshandlung, indem sie über 50 Milliarden Euro in einem Schattenetat verstecke. Aber auch durchaus FDP-freundliche Blätter üben scharfe Kritik an der Koalition, noch bevor diese ihren Vertrag vorgestellt hat, geschweige denn vereidigt ist. Die Financial Times sprach zum Beispiel vom "Wortbruch mit Ansage".
Doch nicht nur in der Presse, auch in den eigenen Reihen stößt der Plan auf Kritik. Der Vorsitzende der Jungliberalen, Johannes Vogel, hat in den vergangenen Jahren für Generationengerechtigkeit und Haushaltskonsolidierung gekämpft. Deswegen schließt er sich der Kritik der Kommentatoren an seiner Parteiführung teilweise an. Zwar sei es schon richtig, jetzt eine Steuerreform zu machen, sagt er. Aber: "Der Wille zum Sparen muss erkennbar sein. Die staatlichen Ausgaben müssen reduziert werden."
Auch aus der CDU gibt es Kritik: Der thüringische CDU-Fraktionschef sagte: "Wir sind gut in der Konsolidierung in den Ländern vorangekommen. Jedes Steuersenkungspaket würde uns um Jahre zurückwerfen." Ähnliche christdemokratische Wortmeldungen gibt es zuhauf.
Die Spitzenvertreter der Parteien versuchen dagegen den Plan herunterzuspielen und dem Vorwurf der Trickserei entgegenzutreten. Ein solcher Schattenhaushalt sei nichts Besonderes, sagt der Chef der Unionsfraktion, Volker Kauder. Hat es immer schon gegeben, sagt FDP-Vize Rainer Brüderle.
- Datum 22.10.2009 - 08:57 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Aus den gr0ßen Träumen wird wohl nichts. Das merke(l)n nun die Wahlsieger und auch die Wähler.
Nun heißt es: Das bestmögliche Personal rekrutieren und sich an das Machbare begeben. Und neue Ideen entwickeln wie man aus der Krise rauskommt.
Kann man das von einer neuen Bundesregierung verlangen?
Neuwahlen! Alle Wahrheiten auf den Tisch und dann sollte das Wahlvolk diejenigen abstrafen, die sie so dreist belogen haben. Was hat diese Koalition für einen Sinn jetzt? Mit der Bürde zu starten bringt doch nichts. Vielleicht sollten Liberale wie Union einsehen, dass Sie die Karre an die Wand gefahren haben und das Vertrauen komplett auf Null ist und das vor der ersten Sitzung des neue Bundestages!
...wen sollen wir denn dann wählen? andere Partei, andere Lügen.
Ich empfehle jene Parteien, die Schwarz-Gelb verhindern können und vor den Wahlen keinen Traum von Steuersenkungen versprochen haben. Jene Parteien, die wissen, dass dieser Neoliberale Mist, der Grund für unsere Lage ist und dementsprechend handeln. Jene Parteien, die nicht an Harz 4 Empfängern und Pflegeversicherten geld einsparen sondern dort das Geld hohlen wo es überpropotional vorhanden ist. Die, die wissen, dass Wachstum nicht gleichbedeutend ist mit Landesweiten Wohlstand. Kurz: Wählen sie Links ;)
Glauben Sie denn wirklich, dass sich durch Neuwahlen etwas ändert? Lügen ist gesellschaftsfähig geworden und wer das glaubt was vor einer Wahl versprochen wird sollte Märchenbücher lesen (sorry das musste gesagt werden). Diese Jammerei nach den Wahlen ist einfach nicht auszuhalten. Es ist nun mal so wie es ist und damit "Basta".
...wen sollen wir denn dann wählen? andere Partei, andere Lügen.
Ich empfehle jene Parteien, die Schwarz-Gelb verhindern können und vor den Wahlen keinen Traum von Steuersenkungen versprochen haben. Jene Parteien, die wissen, dass dieser Neoliberale Mist, der Grund für unsere Lage ist und dementsprechend handeln. Jene Parteien, die nicht an Harz 4 Empfängern und Pflegeversicherten geld einsparen sondern dort das Geld hohlen wo es überpropotional vorhanden ist. Die, die wissen, dass Wachstum nicht gleichbedeutend ist mit Landesweiten Wohlstand. Kurz: Wählen sie Links ;)
Glauben Sie denn wirklich, dass sich durch Neuwahlen etwas ändert? Lügen ist gesellschaftsfähig geworden und wer das glaubt was vor einer Wahl versprochen wird sollte Märchenbücher lesen (sorry das musste gesagt werden). Diese Jammerei nach den Wahlen ist einfach nicht auszuhalten. Es ist nun mal so wie es ist und damit "Basta".
...wen sollen wir denn dann wählen? andere Partei, andere Lügen.
Tja, das ist das große Dilemma! Aber das, was jetzt geschieht, wäre unter keinen Umständen bei einer anderen Konstellation geschehen. Die Medien reagieren noch sehr lasch auf dieses Vorgehen. Die SPD wäre zerfetzt worden, vernichtet, völlig auseinandergenommen. Aber vielleicht kommt das dann, wenn der Vertrag steht. Wenn es soweit ist, dass auch der letzte schwarz/gelbe Optimist einsieht, dass er beschissen wurde!
Tja, das ist das große Dilemma! Aber das, was jetzt geschieht, wäre unter keinen Umständen bei einer anderen Konstellation geschehen. Die Medien reagieren noch sehr lasch auf dieses Vorgehen. Die SPD wäre zerfetzt worden, vernichtet, völlig auseinandergenommen. Aber vielleicht kommt das dann, wenn der Vertrag steht. Wenn es soweit ist, dass auch der letzte schwarz/gelbe Optimist einsieht, dass er beschissen wurde!
ich hoffe nicht, dass der Artikel auf Mitleid/Mitgefühl aus war? So liest er sich nämlich.
Ich empfehle jene Parteien, die Schwarz-Gelb verhindern können und vor den Wahlen keinen Traum von Steuersenkungen versprochen haben. Jene Parteien, die wissen, dass dieser Neoliberale Mist, der Grund für unsere Lage ist und dementsprechend handeln. Jene Parteien, die nicht an Harz 4 Empfängern und Pflegeversicherten geld einsparen sondern dort das Geld hohlen wo es überpropotional vorhanden ist. Die, die wissen, dass Wachstum nicht gleichbedeutend ist mit Landesweiten Wohlstand. Kurz: Wählen sie Links ;)
Tja, das ist das große Dilemma! Aber das, was jetzt geschieht, wäre unter keinen Umständen bei einer anderen Konstellation geschehen. Die Medien reagieren noch sehr lasch auf dieses Vorgehen. Die SPD wäre zerfetzt worden, vernichtet, völlig auseinandergenommen. Aber vielleicht kommt das dann, wenn der Vertrag steht. Wenn es soweit ist, dass auch der letzte schwarz/gelbe Optimist einsieht, dass er beschissen wurde!
Die Koalition? Aber, aber liebe "Zeit", noch agieren CDU/CSU und FDP getrennt, auf der Suche nach Gemeinsamkeiten. Erst wenn diese gefunden sind, unterschreiben die kränkelnden Helden einen Vertrag und bilden eine KOALITION.
Nehme fast an, hier kann jemand nicht abwarten.
Ein Schattenhaushalt ist normal? Lügen muß doch jeder mal?
Wir haben es doch alle gewußt? Selber Schuld? Die Anderen lügen auch?
Nein Schulden sind Schulden! Lügen sind im Amt der Regierung, da beispielgebend, verantwortungslos! Nein, diese Unverfrohrenheit von Konservativen war dann wohl doch unvorstellbar!Sollen sie wenigstens die vertuschungsversuche lassen. Wahlkampfgerede muß man nicht ernst nehmen. Die Wähler haben die Demokratie ernstgenommen. Die CDU und FDP ernstgenommen.Die Schuld liegt bei den Wahlgewinnern! Steinbrück und Steinmeier haben nicht gelogen sondern gesagt was ist. Es wird Zeit, daß die wieder den Mund aufmachen.
Diese Sau muß durchs Dorf getrieben werden. Täglich, bis zur nächsten Wahl. Haushaltskonsolidierung und Abgabenreduzierung war das Versprechen. Sowie es aussieht steigen die Abgaben und die Schulden.
Die Medien finden jetzt die Sprache wieder.(Ein bischen spät, so nach der Wahl)
Ich freue mich schon auf Herrn Gabriel. Die SPD und andere Totgesagte
werden länger leben als gedacht.
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