Koalitionsverhandlungen Bloß die Rentner nicht erschrecken
Bleibt die Rentengarantie? Die Union will an den schwarz-roten Beschlüssen nicht rütteln – aber die Realität könnte sie in schwarz-gelben Zeiten überholen.
"Die Rentengarantie gilt", hatte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla vor der Wahl versprochen. Die Union wollte im Wahlkampf erst gar nicht den Verdacht aufkommen lassen, dass sie das Verbot von Rentenkürzungen wieder aufheben könnte. Die Rentengarantie, von Union und SPD in der Wirtschaftskrise beschlossen, sieht vor, dass die gesetzlichen Renten stabil bleiben, selbst wenn die Löhne der Arbeitnehmer sinken. "Reine Symbolpolitik", "Betrug am Rentner", hatte die FDP kommentiert.
Ein Thema, das nun in den Koalitionsverhandlungen die Unterhändler von Union und FDP beschäftigt. An diesem Mittwoch wird die Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales sich erstmals mit der Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung befassen. Für die Unions-Seite ist dabei wichtig, Senioren nicht zu verschrecken – etwa durch das Aufheben der Rentengarantie, wie die Wirtschaftsverbände in den vergangenen Wochen gefordert hatten. Auf der anderen Seite wollen auch CDU und CSU das Signal setzen, dass sie die langfristige Stabilität der Rentenfinanzen im Blick haben. So sollen bislang ausgefallene Rentenkürzungen in den nächsten Jahren nachgeholt werden, indem der Rentenanstieg wie geplant durch einen nachholenden Faktor gedämpft wird.
Ob die Rentengarantie im Sommer 2010 tatsächlich benötigt wird, hängt von der Entwicklung der Löhne und der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr ab – und ist damit noch unsicher. Das Sozialministerium wies am Dienstag Berechnungen eines Forschungsinstituts zurück, wonach die Wirtschaftskrise die Altersbezüge künftiger Rentner deutlich schrumpfen lässt. Die Bild-Zeitung hatte Prognosen vom Mannheimer Institut MEA des Rentenexperten Axel Börsch-Supan veröffentlicht, nach denen ein Durchschnittsverdiener bis zu acht Prozent weniger als bisher erwartet aus der Rentenversicherung bekommt. Hauptgrund dafür sei, dass in den nächsten Jahren nur noch "Mini-Lohnerhöhungen" zu erwarten seien. Für einen Arbeitnehmer, der im Jahr 2040 nach 45 Arbeitsjahren in Rente gehe, bedeute dies im Monat ein Minus von bis zu 194 Euro.
Diese Thesen beruhten auf "extrem pessimistischen Annahmen", sagte ein Ministeriumssprecher. Sie dienten nur dem Zweck, das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu untergraben. Auch die Deutsche Rentenversicherung betonte, es gebe "keinen ökonomisch plausiblen Grund" für die Annahme, dass die Krise das Lohnniveau nicht nur kurzfristig, sondern auf längere Dauer absenke. Nach Angaben der Rentenversicherung sind die Beitragseinnahmen in den ersten acht Monaten diesen Jahres um rund 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die MEA-Studie geht von einem Rückgang der Löhne um 2,3 Prozent für das laufende Jahr aus, dies sei aber "unwahrscheinlich", kommentierten die Rentenversicherer. Die gesetzliche Rentenversicherung sei anders als private Altersversicherungssysteme "nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen".
- Datum 14.10.2009 - 10:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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* Die angebliche „Studie“ des MEA ist nicht neu, sondern vom September letzten Jahres. Damals interessierte sich niemand für diese dubiosen Rechnungen, doch jetzt wo die Finanzkrise Verluste bei der privaten Vorsorge bringt, musste natürlich auch diese alte „Studie“ ausgegraben und auch die gesetzliche Rente als Opfer der Finanzkrise dargestellt werden trotz „Rentengarantie“. Selbst Wirtschaftsblätter sie Focus Money sehen das so.
* Natürlich wird wieder einmal der „angesehene Rentenexperte“ Prof. Axel Börsch-Supan aufgefahren. Börsch-Supan gehört zu den „wissenschaftlichen“ Hauptgegnern der umlagefinanzierten Rente. Er ist Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts „Ökonomie und Demographischer Wandel“ (MEA) und einer der lautstärksten „wissenschaftlichen“ Lobbyisten der privaten Altersvorsorge. Das MEA wurde im Jahre 2001 vom Land Baden-Württemberg zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gegründet wurde. Dieses Institut fertigt Gutachten unter anderem für Versicherungen und Banken. Vorstandsvorsitzender des Instituts war Professor Bert Rürup, als ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrats einer der Hautpromotoren der Riester-Rente und jetzt in Diensten des Finanzdiensleisters AWD.
Fazit: Es bleibt dabei, die Finanzindustrie ist das Problem und nicht die Lösung für die Alterssicherung in Deutschland.
Hinweise des Tages Nr. 14
Zitat:
"Die Rentengarantie, von Union und SPD in der Wirtschaftskrise beschlossen, sieht vor, dass die gesetzlichen Renten stabil bleiben, selbst wenn die Löhne der Arbeitnehmer sinken. "Reine Symbolpolitik", "Betrug am Rentner", hatte die FDP kommentiert."
- Meint man die Garantie ernst, ist es Betrug am Arbeitnehmer
- Ansonsten ist es in der Tat Betrug am Rentner
Aber im ernst, gibt es Rentner mit Selbstachtung, die tatsächlich glauben "... dass die gesetzlichen Renten stabil bleiben, selbst wenn die Löhne der Arbeitnehmer sinken...", das also das Umlageverfahren eben mal zu ihren Gunsten verändert wird, damit sie CDU/SPD wählen ?
Dan steigt auch die Rente. Es reicht nicht, die Lohnsteuer zu senken, die Niedriglöhner sowieso nicht zahlen. Deshalb war der Spruch „Mehr Netto vom Brutto“ der FDP Betrug. Wie man jetzt sieht, sollen die Krankheitskosten nur für die Arbeitnehmer steigen, nicht für die Arbeitgeber.
Frau Merkel hat offenbar ziemlich Muffesausen, den ganzen neoliberalen Dreck auf einmal durchzuziehen. Das gibt dann nämlich auf jeden Fall soziale Unruhen, weil immer mehr etwas besserverdienende Schichten belastet werden, während die Großverdiener nicht wissen, wohin mit dem vielen Geld und dann die Banken damit zocken lassen. Die nächste Finanzkrise steht bevor.
...das ist doch nun die größte aller Lügen.
Mein Boss muss brutto eine bestimmte Menge Geld für mich zahlen.
Erhöht sich der Arbeitgeberanteil ist das eine staatlich verordnete Lohnerhöhung für mich, erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ist das eine staatlich verordnete Abgabenerhöhung für mich.
Alles andere ist blanke Augenwischerei. Entweder bekomme ich von meinem Boss eine bestimmte Menge brutto oder nicht. Dann wird davon Steuer, Sozialabgaben und Krankenversicherung bezahlt. Der Rest geht an mich.
Wie das nun gelabelt wird ist höchsten eine Frage wie ich dann bei der Steuersatzberechnung noch zusätzlich vom Staat abgezockt werde.
...das ist doch nun die größte aller Lügen.
Mein Boss muss brutto eine bestimmte Menge Geld für mich zahlen.
Erhöht sich der Arbeitgeberanteil ist das eine staatlich verordnete Lohnerhöhung für mich, erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ist das eine staatlich verordnete Abgabenerhöhung für mich.
Alles andere ist blanke Augenwischerei. Entweder bekomme ich von meinem Boss eine bestimmte Menge brutto oder nicht. Dann wird davon Steuer, Sozialabgaben und Krankenversicherung bezahlt. Der Rest geht an mich.
Wie das nun gelabelt wird ist höchsten eine Frage wie ich dann bei der Steuersatzberechnung noch zusätzlich vom Staat abgezockt werde.
...das ist doch nun die größte aller Lügen.
Mein Boss muss brutto eine bestimmte Menge Geld für mich zahlen.
Erhöht sich der Arbeitgeberanteil ist das eine staatlich verordnete Lohnerhöhung für mich, erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ist das eine staatlich verordnete Abgabenerhöhung für mich.
Alles andere ist blanke Augenwischerei. Entweder bekomme ich von meinem Boss eine bestimmte Menge brutto oder nicht. Dann wird davon Steuer, Sozialabgaben und Krankenversicherung bezahlt. Der Rest geht an mich.
Wie das nun gelabelt wird ist höchsten eine Frage wie ich dann bei der Steuersatzberechnung noch zusätzlich vom Staat abgezockt werde.
also werden die Löhne auch nicht sinken.
Die Steuern müßen fließen und sie fließen nur bei Wachstum.
Ökonomen aus allen Lagern melden sich ständig zu Wort.
Sie haben so wenig Recht mit ihren Berechnungen.
Sie berechnen für ihre Auftraggeber so lange bis das herauskommt was ihre Auftraggeber wollen.
Wessen Brot ich esse ,dessen Lied ich singe,
stimmt besonders bei den Ökonomen.
Sie haben der Wirtschaft viel Unsinn eingeredet.
Der Politik falsche Berechnungen vorgelegt.
Den Medien ständig Futter gegeben als Werbung für ihre Arbeitgeber.
Sie manipulieren die Medien und alle Menschen mit falschen Zahlen.
Dieser Artikel ist bestimmt für die Versicherungsbranche bestimmt.
Warum macht man den Rentnern immer Angst vorm Rentenabbau?
Hetzt Generationen aufeinander?
Haben Journalisten nicht auch Eltern die sich sorgen?
Rentner haben in den letzen Jahren viel eingebüst bei ihrer Rente.
Es gibt andere Gruppen die nie erwähnt werden.
Die zuviel kassieren.
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