Kabinettsliste

Schäuble soll Finanzminister werden

Die künftige Koalitionsregierung verhandelt über die Posten im neuen Kabinett. Schäuble soll Finanzminister werden, Guttenberg Verteidigungsminister.

Wolfgang Schäuble (CDU), der als harter Innenminister gilt, soll ins Finanzministerium wechseln

Wolfgang Schäuble (CDU), der als harter Innenminister gilt, soll ins Finanzministerium wechseln

Der bisherige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) soll neuer Bundesfinanzminister werden. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) war zunächst als Schäuble-Nachfolger im Innenressort im Gespräch. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll Guttenberg nun aber das Verteidigungsministerium übernehmen. Neuer Innenminister soll demnach der derzeitige Kanzleramtsminister Thomas de Maizière werden.

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Ronald Pofalla soll laut ARD von de Maizière das Kanzleramtsministerium übernehmen.

Auch die übrigen Ministerposten sind offenbar verteilt. FDP-Vize Rainer Brüderle soll ins Bundeswirtschaftsministerium einziehen, seine Parteikollegin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wird Justizministerin – zuletzt hatte sie dieses Amt von 1994 bis 1996 inne. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer wird Bundesverkehrsminister.

Der dritte CSU-Ministerposten soll an Ilse Aigner gehen – unklar bleibt vorerst, ob sie künftig dem Entwicklungshilfeministerium vorstehen wird, wie die ARD berichtet, oder auf ihrem Posten im Verbraucherschutzministerium bleibt. Norbert Röttgen (CDU) soll Sigmar Gabriels Nachfolger als Umweltminister werden. 

Spekulationen zufolge soll zudem der erst 36-jährige niedersächsische Wirtschaftsminister Philipp Rösler neuer Gesundheitsminister werden. CDU-Familienministerin Ursula von der Leyen, die dieses Amt gerne gehabt hätte, bliebe dann was sie ist. Ihr Ministerium würde aber aufgewertet. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) könnte Arbeitsminister werden.

Die Gespräche zwischen Union und FDP über die Besetzung der Ministerien dauern aber noch an, die endgültigen Entscheidungen sollen heute Abend in der abschließenden Koalitionsrunde fallen.

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Leser-Kommentare

  1. Da wir der Guttenberg, dem die Sympathie großer Teile des Volkes sicher ist (oder war) nun verheizt! Als Innenminister kann man eigentlich nicht so recht als Symphatieträger rüberkommen.... Tja, so ist das wohl wenn man in einer Zeit der Politikerverdrossenheit zu mächtig oder besser zu beliebt wird...!
    Der Mann wäre ein ausgezeichneter Aussenminister oder sollte Wirtschaftsminister bleiben!

    Was ist nur los in der sog. Koalition?

    Schäuble wäre als Mäusezähler sicher besser untergebracht als in seiner jetzigen Position, er ist aber gefühlt schon viel zu alt (und nicht zu behindert!) als das man von ihm noch viel erwarten dürfte, ein politischer Greis der Ära Kohl....

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      studentD

    Nachtrag: Im schnellen Mediengeschäft ist Guttenberg wohl nun kommender Verteidigungsminister, das ist sicher besser als Innen, denn auch hier könnte er als Minister klare Worte sprechen und die Situation der Truppe darstellen. Jedenfalls hat Jung ohne Zweifel versagt, so muss man es wohl nennen.
    Vielleicht geht er ja den Schmidt-Weg ;-)

    Meine Kritik an Schäuble bleibt, es wäre an der Zeit für eine Wende...

    • 23.10.2009 um 11:42 Uhr
    • 2eco

    Ich glaube die Sendung "Goodbye Deutschland" kann bald immer in einer Doppelfolge ausstrahlen. Dieser Mann hat schon als Innenminister viel zu viel Schaden angerichtet (Gläserner Bürger).

    Ich möchte mir das Szenario als Finanzminister gar nicht vorstellen.

    Wahrscheinlich muss man dann gar keine Steuererklärung mehr abgeben weil das eigene Konto und die Geschäftstätigkeiten automatisch vom Finanzamt ausgewertet werden. Das würde sich übrigens auch mit dem Wahlprogramm der FDP decken: Stichwort Entbürokratisierung
    Goodbye Deutschland

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    Der Untergang?   michaelrenner

    Nun ja, wenn jemand, der in Der Untergang nur eine Nebenrolle spielte nun Innenminister spielt.... Das kann ja nur schief gehen!
    Als Pirat freue ich mich jedoch, dass das für Bürgerrechte wichtige Innenministerium an jemand anderes geht. Ob aber ein Politiker einer populistischen Partei wie die CSU es ist die nötige Qualifikation dazu hat?
    Was Schäuble betrifft: es steht wirklich zu befürchten, dass er den Kontrollwahn nun auf Geldbewegungen konzentriert. Mit der einheitlichen Steuernummer ist ja eine geeignete Vorlage geschaffen.

  2. ... sollte überhaupt keinen Ministerposten mehr inne haben. Mit seinen 67 Jahren sollte er sich auf's Altenteil zurückziehen. Es wäre besser für alle Bundesbürger. Aber 'Macht' kann süchtig machen...

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    .........kennt sich aber bestens mit 'Schwarzen Kassen' aus. Außerdem hat er Frau Merkel nicht viel entgegen zu setzen - im Gegensatz zu F.Merz - und allein das qualifiziert ihn.

  3. Nun ja, wenn jemand, der in Der Untergang nur eine Nebenrolle spielte nun Innenminister spielt.... Das kann ja nur schief gehen!
    Als Pirat freue ich mich jedoch, dass das für Bürgerrechte wichtige Innenministerium an jemand anderes geht. Ob aber ein Politiker einer populistischen Partei wie die CSU es ist die nötige Qualifikation dazu hat?
    Was Schäuble betrifft: es steht wirklich zu befürchten, dass er den Kontrollwahn nun auf Geldbewegungen konzentriert. Mit der einheitlichen Steuernummer ist ja eine geeignete Vorlage geschaffen.

    Antwort auf "Der Untergang..."
  4. Fakt ist, dass Schäuble keine eigenen Entscheidungen treffen wird, darf oder kann. Dazu ist er doch gar nicht fähig.
    Aber ihn zu bezahlen, fürs nichts tun, das finde ich eine Frechheit.

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    Schon aus Altersgründen dürfte Herr Schäuble, ein Relikt aus der unseeligen Kohl-Ära, für das Amt des Finanzministers nicht in Frage kommen. Eine absolute Fehlbesetzung, da ihm die fachlichen Voraussetzungen für dieses Amt einfach fehlen. Seine deutlich zu Tage tretende Unflexibilität und sein rein auf innerstaatliche Politik ausgerichtetes Handeln bestärken diese Beurteilung. Abgesehen davon erfordert das Amt ein hohes Mass an Auslandskontakten mit dazugehöriger Reisetätigkeit. Fraglich ist also auch, ob er den Job allein aus diesem Grunde konditionell stemmen kann. Es ist daher eher zu vermuten, das diese Personalie nur dem Machterhaltungswillen von Frau Merkel entspringt und eine Neubesetzung des Amtes noch in der ersten Legislaturperiode erfolgen wird. Wenn sich der Pulverdampf des Koalitionsgerangels gelegt und das Fell des Bären verteilt ist.
    In dieser Zeit dürfte auch die fdp den Boden der Realität wieder erreicht und zu ihrer tatsächlich angemessenen Grösse zurückgefunden haben.

  5. die erleichterung, dass dieser [...] aus dem innenministersessel weicht, weicht dem blanken entsetzen!!

    steht es so schlimm um das schwarz-gelbe personal??
    wie kann dieser [...] zum lenker der zukunft des landes ernannt werden??

    [Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • 23.10.2009 um 12:00 Uhr
    • Lodda

    "Da wir der Guttenberg, dem die Sympathie großer Teile des Volkes sicher ist (oder war) nun verheizt! Als Innenminister kann man eigentlich nicht so recht als Symphatieträger rüberkommen...."

    Seit wann ist Ihnen denn der eine Schmierlappen sympathischer als der andere? Die schieben einander da in der Chefetage die Bälle hin und her, dass mir ganz schwindelig wird. Gewählt habe ich das alles nicht, und zwar in keiner einzigen der bisherigen Kombinationen. Sie etwa?

    Naja - Hauptsache, es bleibt alles beim Alten!

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    Naja...   studentD

    1. Ja habe ich!
    2. Ich denke schon, dass Guttenberg große Teile der Bevölkerung erreicht, nicht zuletzt durch seine eigene Meinung, siehe Opel. Und die Umfragewerte sprechen, bei allen Instituten ja für ihn.

    Das Geplane und Geschacher um Posten gibt es übrigens in jeder Regierung! Waren Grüne, SPD je besser? Die Linke auch nicht, siehe Laffi! Und Aufsteiger wie die Piraten kämen bei weiteren Erfolgen auch in diese Maschine wetten?

  6. Der Mann ist durch jahrelange Erfahrung absolut schmerzfrei geworden und kann emotionslos, ja mit Grabesmiene alle Bosheiten der Koalition verkünden.

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  • Datum 23.10.2009 - 16:56 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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  • Schlagworte Ministerium | Minister | Finanzpolitik
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