Schwarz-gelbe Koalition Anfang ohne ZauberSeite 3/3

Halbwegs seriös lässt sich über all das nur sagen, dass Merkel ihr Kabinett am liebsten gar nicht groß verändern würde, sie aber selbst nicht weiß, ob sie nicht am Ende doch etliches ändern muss. Das Spekulieren geht also weiter, auch weil inhaltliche Linien weitgehend unsichtbar sind.

Und das wird eine Weile so bleiben. Am Donnerstag hat sich die CDU-Verhandlerrunde erstmals mit Merkel zusammengesetzt, am Abend erstes Vorgespräch CDU/CSU. Am Montag fängt das Koalitionieren an. Aber das, sagt einer, der die Vorbereitungen kennt, werde bloß eine „Runde zum Anwärmen“.

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Fragt man aber ernsthaft, was die drei Parteien sich erhoffen, ergibt sich doch leicht Beunruhigendes. Bei der FDP sagen sie, dass es ihnen im Kern um eine Handvoll Vorhaben gehe, die sie ihrer Wählerschaft als geldwerten Erfolg verkaufen könnten. Bei der CSU heißt es, dass sich schon irgendwas aus den zehn Punkten des Sofortprogramms wiederfinden werde, das man der Wählerschaft ... siehe oben. Bei der CDU reichen sie auf Anfrage gerne noch mal eine Kopie des Wahlprogramms vorbei. Aber „Nebel-Angie und die zwei Skalpjäger“ taugt nicht einmal als Westerntitel. Schon gar nicht, weil der Film ja vier Jahre dauern soll.

Mitarbeit: Antje Sirleschtov

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist doch klar, der Regierungswechsel wird von den Medien aufgenommen und richtig schwammig kommentiert. Es ist bisher noch nichts geschehen und trotzdem kommen schon scharfe Töne. Wenn die Koalitionsvereinbarung steht, dann sollen die Medien ihre Kommentare abgeben.
    Ich mag nur an die letzte Woche vor der Wahl erinnern. Überall wurde herumposaunt - schwarz-gelb verliert - die SPD gewinnt hinzu - und was noch alles.
    Und was war letztendlich das Ergebnis. Nur Panikmache!
    Die SPD ist halt doch an zu vielen Zeitungen in Deutschland über verdeckte Gesellschaften beteiligt. Für diese Wahl hat die Propaganda nicht gewirkt.

  2. [Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

  3. Szenen einer Ehe.
    Sie küssten und sie schlugen sich.

    Demnächst in diesem Theater!

  4. und mit unverholenen Genuss der Presse immer wieder zelebrierte Thema dieses sonderlichen BBC Reporters soll.

    Da muss man auch nicht mit einem Weithergeholten Obama-Vergleich kommen, da langt es schon, wie der britische Außenminister reagieren würde, wenn ihn der Reporter der ARD auf einer internationalen Pressekonferenz bitten würde, seine Fragen in Deutsch zu beantworten.

    Aber nein, daran kann sich die deutsche Presse (mit Ausnahmen) genüsslich abarbeiten und scheut sich dabei nicht mal, darauf zu verweisen, dass man ja anderswo eigentlich gar nicht anders reagieren würde.

    Und wenn die Szene 10x mal die Runde bis in die britische Presse gemacht hat, die Briten sind auch nicht dafür bekannt, Sprachgenies zu sein.

    Im Gegenteil, Schlusslicht beim Lernen von Fremdsprachen ist Großbritannien, hier lernt über die Hälfte der Oberstufenschüler keine Fremdsprache mehr.

    Im Übrigen, hat jemals einer die sprachlichen Kompetenzen eines Steinmeier oder Fischer hinterfragt?

  5. ...mit der SPD konnte sie es ja machen wie sie wollte.

    Da kam kein echter Widerspruch mehr und im Kern war man sich einig: "Wir haben das Sagen und das ist auch gut so"

    Es kam nicht darauf an das man etwas bewegen wollte sondern das man der Beweger war.

    Jetzt ist da plötzlich die FDP, massiv gestärkt mit 14,8%, und da ist man selbst, mit 33,8%. Und ganz hinten im Kopf weiss man, man stünde wie die SPD da, mit einem Ergebnis knapp über 20%, hätte man nicht seine treuen alten Anhänger.

    Der nette Hinterbänkler denkt da wohl nicht daran, aber der Wichtige, der weiss das ganz genau.

    Und deswegen hält er die Luft an und hat Angst.

  6. was wir alles politisch noch erleben, als Aussenminister wo jedes Wort
    auf die Goldwaage gelegt wird solte man schon ueberdurchschnittlich
    englisch sprechen koennen, franzoesisch erst, oh je ! wenn man noch
    nicht einmal das Wort BIENVENU aussprechen kann stellt man seine Sprachbegabung schon zur Position, Superminister ja, Aussenminister
    bitte nicht, Dummkoepfe wie zur Zeiten KOHL's konnten notfall in BONN
    bestehen BERLIN aber ist ein paar Nummern zu gross, meine ICH.

  7. Die Verteidiger von Herrn Westerwelle dürfen sich getrost ihren Nationalismus in die Haare schmieren: Englisch ist Weltsprache, deutsch nicht. Man kann von einem Aussenminister verlangen, dass er es spricht, sonst fehlt ihm eine wichtige Fähigkeit fürs Amt. Dass die anderen Politiker nicht unbedingt viel besseres Englisch drauf haben spricht nicht für Westerwelle, sondern gegen die andern.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ,lieber „querzahnmolch“, und stellen anschliessend gleich mal ne Petition auf Änderung der Nationalsprache.

    Zu den Weltsprachen zählt neben Mandarin, Arabisch, Russisch, Japanisch Spanisch, Hindi und Portugiesisch (welche Frechheit) auch Deutsch.

    Falls Sie es nicht wissen, es gelten internationale Regeln, das derartige Pressekonferenzen in der jeweiligen Landessprache gehalten werden.
    Das ist in England nicht anders, wie auch in Frankreich, Russland, Spanien oder anderswo, daran ändert auch die englische Sprache nichts.

    Denn:
    „Language is the source of misunderstandings. “

    Gleich gar nicht hat das mit Nationalismus zu tun, aber bei Ihnen ist man ja wohl schon Nationalist (warum eigentlich nicht gleich Nazi?) wenn man auf solche Unsinnigkeiten hinweist ("Die Verteidiger von Herrn Westerwelle dürfen sich getrost ihren Nationalismusin die Haare schmieren"). Thats jaw-dropping! Sorry!

    „Man kann von einem Außenminister verlangen, dass er es spricht, sonst fehlt ihm eine wichtige Fähigkeit fürs Amt.“

    Ich bitte Sie, nur weil ein „Clown“ von der BBC gegen alle internationale Regeln solche Forderungen stellt, muss ich das nicht auch gutheissen.
    Was meinen Sie, was in Frankreich mit dem passiert wäre auf solch einer Konferenz?

    Daher gilt auch hier wie immer: PMIGBOM
    (Put mind in gear before openning your mouth!)

    ,lieber „querzahnmolch“, und stellen anschliessend gleich mal ne Petition auf Änderung der Nationalsprache.

    Zu den Weltsprachen zählt neben Mandarin, Arabisch, Russisch, Japanisch Spanisch, Hindi und Portugiesisch (welche Frechheit) auch Deutsch.

    Falls Sie es nicht wissen, es gelten internationale Regeln, das derartige Pressekonferenzen in der jeweiligen Landessprache gehalten werden.
    Das ist in England nicht anders, wie auch in Frankreich, Russland, Spanien oder anderswo, daran ändert auch die englische Sprache nichts.

    Denn:
    „Language is the source of misunderstandings. “

    Gleich gar nicht hat das mit Nationalismus zu tun, aber bei Ihnen ist man ja wohl schon Nationalist (warum eigentlich nicht gleich Nazi?) wenn man auf solche Unsinnigkeiten hinweist ("Die Verteidiger von Herrn Westerwelle dürfen sich getrost ihren Nationalismusin die Haare schmieren"). Thats jaw-dropping! Sorry!

    „Man kann von einem Außenminister verlangen, dass er es spricht, sonst fehlt ihm eine wichtige Fähigkeit fürs Amt.“

    Ich bitte Sie, nur weil ein „Clown“ von der BBC gegen alle internationale Regeln solche Forderungen stellt, muss ich das nicht auch gutheissen.
    Was meinen Sie, was in Frankreich mit dem passiert wäre auf solch einer Konferenz?

    Daher gilt auch hier wie immer: PMIGBOM
    (Put mind in gear before openning your mouth!)

    • sudek
    • 02.10.2009 um 18:36 Uhr

    es fängt gut an ! Die, die die Truppe hochgeschrieben haben, spüren, dass da etwas schon in statu nascendi wie Knallgas zerplatzen könnte! Aber das ist wichtig für die Menschen, dass sie endlich erleben, was sie da gewählt haben!!

    [«1] http://www.youtube.com/wa...

    [«2] http://www.youtube.com/wa...

    [«3] http://www.tagesschau.de/...

    [«4] http://de.wikipedia.org/w...

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    • TDU
    • 02.10.2009 um 21:57 Uhr

    Präferieren Sie Quartals Bilanzen mit Boni oder mehr die Nachhaltigkeit?

    • TDU
    • 02.10.2009 um 21:57 Uhr

    Präferieren Sie Quartals Bilanzen mit Boni oder mehr die Nachhaltigkeit?

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