Demjanjuk-Prozess Verteidigung präsentiert Demjanjuk als OpferSeite 2/2
Der Allgemeinmediziner Professor Albrecht Stein, der Demjanjuk mehrfach in der Haftanstalt München-Stadelheim untersucht hatte, erklärte zum Abschluss der ersten Verhandlungsphase, der Angeklagte leide unter mehreren Krankheiten, die auf sein hohes Alter zurückzuführen seien. Stein nannte eine Splitterverletzung im Kreuz, Herzschwäche, Kreislaufprobleme, Lendenwirbelschmerzen und einen erhöhten Harnsäurespiegel. Zudem klage Demjanjuk über Schmerzen in den Händen und im rechten Bein, weshalb ihm das Gehen schwerfalle.
Er sei aber, betonte Stein, geistig vollständig orientiert, könne einer Unterhaltung über einfache Gegenstände problemlos folgen und wisse auch, was ihm im Prozess zur Last gelegt werde. Zwar werde er nach einem längeren Gespräch relativ rasch müde, aber das mache Demjanjuk nicht verhandlungsunfähig. Er könne vielmehr zwei Mal täglich je neunzig Minuten lang am Prozess teilnehmen, brauche zwischendurch allerdings mindestens eine Stunde Pause, um sich auch einmal hinlegen zu können.
Ein Befund, der in bemerkenswertem Widerspruch stand zu dem Eindruck, den Demjanjuks Auftritt vermittelte. Auch darum wird es in den nächsten Wochen gehen – um den Widerstreit zwischen dem Bild des alten Mannes, der im Gerichtssaal vor sich hin dämmert, und dem aus den Akten nachzuzeichnenden Bild eines jungen Mannes, der womöglich ein Handlanger des Holocaust gewesen sein könnte.
- Datum 30.11.2009 - 17:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ist es ein gelangweilter Staatsanwalt, der mittels eines ohnehin zum Tode verurteilten Greises ein juristisches Fanal veranstalten will ?
Was, wenn die Anwälte auf der Suche nach Entlastung für ihren Mandanten die Historie nach gerichtsfesten Beweisen durchkämmen müssen, nachdem der Angeklagte die meisten Zeitzeugen überlebt haben dürfte?
Was, wenn dann zur Plausibilität der Anklage Beweisantrag gestellt würde, dass z.B. Fritjof Meyer nicht korrekt recherchiert habe, weil damit die dem Angeklagten zur Last gelegten Opferzahlen unrealistisch seien?
Was, wenn zur Entlastung des Angeklagten permanent Argumente präsentiert würden, die außerhalb des Gerichtssaales unmittelbar unter den Volksverhetzungsparagraphen fielen?
Was, wenn damit den Revisionisten und Leugnern eine Bühne geboten wird?
Und was erst, wenn Demjanjuk am Ende freigesprochen werden muss?
Ist es nicht so, dass eigentlich nur ein Geschichtsrevisionist und Holokaustleugner Interesse an einem derartigen Verfahren haben kann?
Wie minderbemittelt kann man sein!!!!!!!!!! Wie krank können Menschen sein ?? [entfernt. Bitte bleiben Sie trotz allem sachlich. Vielen Dank. Die Redaktion/ew] wie gesagt..ich kann es nicht fassen
Das System der Nazis sah durchaus vor, seine Opfer an seinen Verbrechen zu beteiligen. Wer getreten wird, kann erst recht Zutreten, so dass die von den Deutschen erwünschte Brutalität häufig eben nicht von ihren eigenen Schergen erwartet werden konnte (gibt man Ihnen noch Zuckerbrot und Peitsche). In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.
Sicher, ein Demjanjuk ist alles andere als unschuldig. Auch er hatte eben mehr als die nur Wahl zwischen dem Aktiv und Passiv des Morden. Die unterstellte Freiwilligkeit war allerdings bei jedem deutschen Täter deutlich höher, insbesondere wenn der Beitritt zur Gruppe der Mörder aus der Kriegsgefangenschaft heraus geschah (von 5 Mio sowj. Kriegsgefangenen kamen 3,2 Mio in deutscher Kriegsgefangenschaft um).
In diesem Sinne bleibt zwar zu hoffen, der Prozeß endet nicht mit einem wiedermaligen Freispruch, benennt dafür allerdings die Deutschen Täter mindestens genauso deutlich, auch wenn man diese nicht mehr zur Verantwortung ziehen kann.
Das System der Nazis sah durchaus vor, seine Opfer an seinen Verbrechen zu beteiligen. Wer getreten wird, kann erst recht Zutreten, so dass die von den Deutschen erwünschte Brutalität häufig eben nicht von ihren eigenen Schergen erwartet werden konnte (gibt man Ihnen noch Zuckerbrot und Peitsche). In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.
Sicher, ein Demjanjuk ist alles andere als unschuldig. Auch er hatte eben mehr als die nur Wahl zwischen dem Aktiv und Passiv des Morden. Die unterstellte Freiwilligkeit war allerdings bei jedem deutschen Täter deutlich höher, insbesondere wenn der Beitritt zur Gruppe der Mörder aus der Kriegsgefangenschaft heraus geschah (von 5 Mio sowj. Kriegsgefangenen kamen 3,2 Mio in deutscher Kriegsgefangenschaft um).
In diesem Sinne bleibt zwar zu hoffen, der Prozeß endet nicht mit einem wiedermaligen Freispruch, benennt dafür allerdings die Deutschen Täter mindestens genauso deutlich, auch wenn man diese nicht mehr zur Verantwortung ziehen kann.
Ja, das war ja ein sehr niveuvoller Beitrag ;)
Er wird sowieso nicht mehr lange leben, also kann ich nicht versteh wieso man ihm nicht noch seine letzten Tage schenckt. Mir ist es eigentlich vollkommen egal was er und die anderen gemacht haben, das ist Vergangenheit und eins sei dazu noch gesagt, jeder Mörder ist genauso wie die, zwar nicht so schlimm, aber es ist für mich das gleiche.
Das System der Nazis sah durchaus vor, seine Opfer an seinen Verbrechen zu beteiligen. Wer getreten wird, kann erst recht Zutreten, so dass die von den Deutschen erwünschte Brutalität häufig eben nicht von ihren eigenen Schergen erwartet werden konnte (gibt man Ihnen noch Zuckerbrot und Peitsche). In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.
Sicher, ein Demjanjuk ist alles andere als unschuldig. Auch er hatte eben mehr als die nur Wahl zwischen dem Aktiv und Passiv des Morden. Die unterstellte Freiwilligkeit war allerdings bei jedem deutschen Täter deutlich höher, insbesondere wenn der Beitritt zur Gruppe der Mörder aus der Kriegsgefangenschaft heraus geschah (von 5 Mio sowj. Kriegsgefangenen kamen 3,2 Mio in deutscher Kriegsgefangenschaft um).
In diesem Sinne bleibt zwar zu hoffen, der Prozeß endet nicht mit einem wiedermaligen Freispruch, benennt dafür allerdings die Deutschen Täter mindestens genauso deutlich, auch wenn man diese nicht mehr zur Verantwortung ziehen kann.
>>In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.<<
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wer foltert, ist ein Scheusal, wer aber andere - natürlich auch durch körperliche und/oder seelische Grausamkeit - zu einem Folterer abrichtet, stellt in meinen Augen die Verkörperung des absoluten Bösen dar.
Diese Menschen sind auch moralisch in viel höherem Maße verantwortlich für das, was unter ihrer Regie geschieht, als ihre oft durch die "Ausbildung" psychisch verkrüppelten Schergen, deren Verhalten an das misshandelter Tiere gemahnen mag.
Ihre Ausbilder und Führer hingegen verkörpern das geistige Böse und sind damit ein würdiges Abbild des Teufels.
...Opfer an seinen Verbrechen zu beteiligen"
Eine kleine Klique kann nicht alleine 60.000.000 Menschen unterdrücken und zu Verbrechen dieses Ausmaßes zwigen. In Schrift und Wort hatte diese Gruppe expliziert, was sie tun würden, wenn sie gewählt würden. Sie wurden gewählt und verwendeten das ihnen verliehene Mandat. Jeder Bürger zahlte mit dem Begleich seiner Steuer mit.
Jeder Bürger stand unter der impliziten oder expliziten Bedrohung, die das systemisch schlecht konstruierte Gewaltmonopol den Regierenden gab. Fast alle hatten Schuld, die da lebten und Steuern zahlten, auch wenn sie das weit von sich wiesen, später. Im Prinzip ist es nun egal, wo man sich befand zwischen der Steuerzahlung und dem Letzten in der Kette, der den Juden in die Kammer steckte. Das ist dann nur eine Frage des Grads der Beteiligung.
>>In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.<<
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wer foltert, ist ein Scheusal, wer aber andere - natürlich auch durch körperliche und/oder seelische Grausamkeit - zu einem Folterer abrichtet, stellt in meinen Augen die Verkörperung des absoluten Bösen dar.
Diese Menschen sind auch moralisch in viel höherem Maße verantwortlich für das, was unter ihrer Regie geschieht, als ihre oft durch die "Ausbildung" psychisch verkrüppelten Schergen, deren Verhalten an das misshandelter Tiere gemahnen mag.
Ihre Ausbilder und Führer hingegen verkörpern das geistige Böse und sind damit ein würdiges Abbild des Teufels.
...Opfer an seinen Verbrechen zu beteiligen"
Eine kleine Klique kann nicht alleine 60.000.000 Menschen unterdrücken und zu Verbrechen dieses Ausmaßes zwigen. In Schrift und Wort hatte diese Gruppe expliziert, was sie tun würden, wenn sie gewählt würden. Sie wurden gewählt und verwendeten das ihnen verliehene Mandat. Jeder Bürger zahlte mit dem Begleich seiner Steuer mit.
Jeder Bürger stand unter der impliziten oder expliziten Bedrohung, die das systemisch schlecht konstruierte Gewaltmonopol den Regierenden gab. Fast alle hatten Schuld, die da lebten und Steuern zahlten, auch wenn sie das weit von sich wiesen, später. Im Prinzip ist es nun egal, wo man sich befand zwischen der Steuerzahlung und dem Letzten in der Kette, der den Juden in die Kammer steckte. Das ist dann nur eine Frage des Grads der Beteiligung.
Ich glaube, der alte Mann will nicht mehr. Was kann ihm schon noch passieren? Die Zeit - die wir auf unserer Uhr sehen können - hat ihn gezeichnet.
Trotz des leicht skandalösen Auftretens sollte er doch zurück in seine Zelle geschoben werden. Was bringt das denn noch?
Wir verurteilen dann demnächst Verstorbene - also rückführend, damit das besser wird, was nicht besser werden kann.
Energie kann lässt übrigens auch für Bewegliches einsetzen...
>>In diesem Sinne ist es meines Erachtens der größere Skandal, dass die Ausbilder und das Führungspersonen genau dieser zum Morden Abgerichteten in der Bundesrepublik freigesprochen wurden.<<
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wer foltert, ist ein Scheusal, wer aber andere - natürlich auch durch körperliche und/oder seelische Grausamkeit - zu einem Folterer abrichtet, stellt in meinen Augen die Verkörperung des absoluten Bösen dar.
Diese Menschen sind auch moralisch in viel höherem Maße verantwortlich für das, was unter ihrer Regie geschieht, als ihre oft durch die "Ausbildung" psychisch verkrüppelten Schergen, deren Verhalten an das misshandelter Tiere gemahnen mag.
Ihre Ausbilder und Führer hingegen verkörpern das geistige Böse und sind damit ein würdiges Abbild des Teufels.
kriegt denn Demjanjuk? Ich will definitiv keine Steuern fuer seinen Gefaengnisaufenthalt bezahlen der wie Luxus erscheint, im Vergleich zu dem, was er den tausenden von Opfern angetan hat.
[ entfernt: Bitte verzichten Sie trotz allem auf menschenverachtende Aussagen. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
ZITATZITAT ENDE
Ein Märchen für die leichtglaubende Richter?!?
Zig,Hunderte Tausenden von gefangenen Rotarmisten wurden nicht zu Verräter und nicht zu Folterer oder Henker. Demjanjuk ist aus anderem Teig gemacht...
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