SPD-Parteitag Die alten Geschichten
Hinterzimmerpolitik, fehlende Absprachen, Königsmörderin-Image: Warum die neue SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles auf dem Parteitag abgestraft wurde.
© Peter Kneffel/dpa

Kein guter Start als Generalsekretärin der Sozialdemokraten: Andrea Nahles erhielt von den Delegierten nur 69,6 Prozent Zustimmung
„Die Andrea steckt das schon weg", sagt Ludwig Stiegler. Er meint das überraschend schlechte Ergebnis für Andrea Nahles bei der Wahl zur neuen SPD-Generalsekretärin. Nur 69,6 Prozent Zustimmung erhielt die Rheinland-Pfälzerin am Freitagabend auf dem Parteitag in Dresden. Fast unterbot das Votum der Delegierten die knapp 62 Prozent, mit denen 2005 der damals noch recht unbekannte Hubertus Heil zum SPD-General gewählt worden war.
Andrea Nahles aber ist nicht unbekannt. Sie ist bestens vernetzt in der SPD. Wie also konnte es zu diesem ernüchternden Ergebnis kommen? Warum wurde die 39-Jährige so abgestraft? Sie, die ihre Partei so gut zu kennen glaubt. Die es in den letzten Jahren geschafft hatte, sich von ihrer politischen Herkunft, der SPD-Linken, zu lösen und der Mitte der Partei anzunähern. Und die es deshalb doch hinbekommen müsste, sowohl linke als auch pragmatische Strömungen in der Partei hinter sich zu bringen.
Es gibt an diesem Morgen in Dresden einige Erklärungsmuster für diesen Dämpfer. Die Delegierten hätten die alten Geschichten eben nicht vergessen, sagt der langjährige SPD-Abgeordnete Ludwig Stiegler zu ZEIT ONLINE. Die alten Geschichten. Noch immer hat Andrea Nahles an ihnen zu knabbern. Insbesondere drei Störfälle der letzten Jahren sind den Parteitagsdelegierten so gut in Erinnerung geblieben, dass einer von ihnen, Wolfgang Eichler aus Halle, später über Nahles' Ergebnis sagen wird: "Das Urteil des Parteitages drückt sehr gut die Stimmung hier aus."
Andrea Nahles war dafür verantwortlich, dass Franz Müntefering 2005 den Parteivorsitz hinwarf, weil sie dessen damaligen Wunschkandidaten für das Amt des Generalsekretärs, Kajo Wasserhövel, unmöglich gemacht hatte. Sie hatte Münteferings Schritt weder beabsichtigt noch vorhergesehen, und als es passiert war, zeigte sich Nahles so schockiert, dass sie ihre eigene Kandidatur als Generalsekretärin zurückzog. Die Bezeichnung "Königsmörderin" ist dennoch an ihr haften geblieben.
Auch dem späteren SPD-Chef Kurt Beck bescherte sie einigen Ärger: Im Sommer 2008 attestierte sie ihrer Partei die Note "Versetzung gefährdet" und sorgte so dafür, dass sich die SPD einmal mehr lange und öffentlich mit sich selbst beschäftigte.
Wenig später brachte sie im Alleingang Gesine Schwan als SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten ins Spiel. Kurt Beck wagte es nicht, zu widersprechen, obgleich er wusste, dass Schwan nur mit den Stimmen der Linkspartei eine Chance haben würde und daher eine wochenlange öffentliche Debatte über einen angeblichen Linksschwenk der SPD ins Haus stehen würde.
Vergessen haben viele Delegierte auch nicht, wie Nahles im Willy-Brandt-Haus in der Vergangenheit die Strippen zog: im Geheimen, ohne vorherige Aussprache mit den Landesverbänden. Gerade die Linken in der Partei, ihre alte Basis, kritisieren "ihre Hinterzimmerpolitik der letzten Wochen", sagt Stiegler. Sauer stößt ihnen dabei vor allem auf, wie Nahles nach der verlorenen Bundestagswahl die künftige Führung der Partei installierte. Dass Sigmar Gabriel an die SPD-Spitze rücken und sie Generalsekretärin werden sollte, heckte sie in kleiner Runde gemeinsam mit Gabriel, Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und Olaf Scholz aus.
- Datum 14.11.2009 - 15:49 Uhr
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Frau Nahles der "Zeit" ein Dorn im Auge ist ,glaube ich wohl,siehe Ypsilanthi.
Andrea Nahles ist ein Paradebeispiel für die falschen Nachwuchsrekrutierungsmechanismen der Parteien.
Menschen in politischer Verantwortung sollten gestandene Persönlichkeiten sein, die wissen, was in der Welt und in der Gesellschaft so abgeht. Universität kann hier ein wichtiger Schlüssel sein, um anschließend, außerhalb der Uni, die nötigen Grundwerkzeuge zum Erkenntniszugewinn zu haben.
Frau Nahles hat nach ihrem Abi 20 Semester Philosophie und Germanistik auf M.A. studiert. Auch anschließend wollte sie offenbar das weiche universitäre Bett nicht verlassen und probiert sich seit 2004 an einer Promotion mit Arbeitstitel: "Walter Scotts Einfluss auf die Entwicklung des historischen Romans in Deutschland".
Neben dem (strukturell notwendigen und richtigen) "Elfenbeinturm" Uni, hat sie in Bonn bei MdBs gearbeitet und auch da nur Erfahrungen im politisch abgehobenen "Bundestagsraumschiff" sammeln können.
Sie hat also hervorragend gelernt, wie Parteien funktionieren, wie man netzwerkt und wie man politische Intrigen spinnt. Damit hat sie zweifellos die Fähigkeit, jeden politischen Quereinsteiger per Geschäftsordnungstrickserei raus zu kegeln. Zudem ist sie in Selbstinszenierung sehr geübt.
Nur für die Lösung der Probleme der Menschen in Deutschland fehlt ihr offenbar jegliche Qualifikation.
Es wäre sinnvoller, wenn Menschen erst außerhalb des staatlichen Sektors etwas vollbracht haben, bevor sie in der Politik tätig werden. Das ist bei Frau Nahles nicht der Fall.
"...Es wäre sinnvoller, wenn Menschen erst außerhalb des staatlichen Sektors etwas vollbracht haben, bevor sie in der Politik tätig werden. ...."
siehe auch Helmut Kohl, Angela Merkel, Matthias Wissmann ....
"...Es wäre sinnvoller, wenn Menschen erst außerhalb des staatlichen Sektors etwas vollbracht haben, bevor sie in der Politik tätig werden. ...."
siehe auch Helmut Kohl, Angela Merkel, Matthias Wissmann ....
Was soll dieses Gewühle in der Vergangenheit, messen wir Frau Nahles nach 100 Tagen Tätigkeit als Generalsekretärin. Die SPD hat Fehler gemacht, viele Genossen auch. Besser machen in Zukunft ist die Lösung.
[...]
[entfernt. Bitte verzichten auf beleidigende Äußerungen. Danke, die Redaktion/vv]
Eine reine Machtkarriere in der Politik, noch nie in der Arbeitswelt bei denen gewesen, für die sie zu kämpfen vorgibt. Intrigant, rücksichtslos, verschlagen, machtgeil, und notfalls opportunistisch. Daß Menschen solchen Charakters überhaupt in irgendeinen Amt gewählt werden, habe ich noch nie vestehen können. Das es mit immernoch zu knapp 70% zur Generalsektretärin langt ist beschämend für die SPD.
beschämend ist nur eins und das ist ihr kommentar hier. ich finde sue sollten sich etwas schämen über eine dame so zu sprechen. wo bleibt die gute kinderstube. reissen sie sich bitte zukünftig zusammen.
beschämend ist nur eins und das ist ihr kommentar hier. ich finde sue sollten sich etwas schämen über eine dame so zu sprechen. wo bleibt die gute kinderstube. reissen sie sich bitte zukünftig zusammen.
interessant was menschen über andere zu glauben wissen, dies natürlich völlig anonym. ob menschen qualifiziert sind entscheidet sicherlich kein anonymer schmierfink, gottseidank. wir leben in einem land wo anscheindend jeder jeden kritisieren kann, nur der eigenen grieskrämerei wegen oder weil die nase des bereffenden nicht passt. eine julia 09 sollte einmal schaun, was sie für diesen staat tun kann. eine frau nahles macht dies bereits tagtäglich und nicht erst seit gestern. als politisch interessierter beobachte ich den werdegang von frau nahles bereits seit den 80er jahren und es freut mich wie akribisch sie ihre ziele für soziale gerechtigkeit verfolgt und wie natürlich diese junge frau geblieben ist. wäre einmal interessant eine julia 09 auf einem podium beurteilen zu dürfen. Aber leider hat man diese möglichkeit ja nicht, wer weiß wozu es gut ist. ich wünsche der spd und frau nahles viel erfolg bei den reparaturmaßnahmen der großen partei, die ein müntefering und ein clement incl. schröder in eine andere richtung gerückt haben, die dieser partei nicht gut tut. ein kurt beck hat mir übrigens auch ausgesprochen gut gefallen.
Aus Ihrem beitragt trieft die Arroganz der Macht und ein zweifelhaftes Verständnis von Demokratie.
Mächtige darf man in Ihren Augen also nur kritisieren, wenn man neben ihnen auf dem Podium steht? Das ist Verachtung des Volkes.
Das ist das Denken von Diktatoren, die jegliche Kritik als Majestätsbeleidigung verbieten und möglichst mundtot machen, zur Not auch mit Stasi und Gulag.
In einer Demokratie funktioniert das anders.
Wer sich als Politiker um ein Führungsamt bewirbt, muss sich der Öffentlichkeit stellen. Und jeder, wie gering er/sie auch sein mag, hat das Recht und sogar die demokratische Pflicht, sich eine Meinung, ja sogar ein Urteil zu bilden.
Und wenn dieses Urteil des Bürgers verheerend ausfällt, wie mein Urteil über Frau Nahles, dann muss auch das in einer Demokratie gesagt werden dürfen. Und Frau Nahles darf kein Recht haben, diese Meinungsäußerung zu unterbinden.
Wenn Frau Nahles oder ihre Spin- Doctors diesen demokratischen Diskurs nicht aushalten können, sollte sie sich nicht mit der Bewerbung um ein hohes politisches Amt in das Licht des öffentlichen Interesses stellen.
Sie verlassen mit Ihrem suggestiven Versuch, mir das Wort zu verbieten, den Boden unseres Grundgesetzes. Denn Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es steht jedem ohne Ansehen der Person zu.
Dass ein Anhänger von Frau Nahles, wie Sie, offenbar mit demokratischen Tugenden seine Probleme hat, wundert mich wiederum nicht.
"interessant was menschen über andere zu glauben wissen, dies natürlich völlig anonym. ob menschen qualifiziert sind entscheidet sicherlich kein anonymer schmierfink, gottseidank."
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Ich finde es auch sehr interessant dass ein anonymer namens "KAPITAL20120" sich über die anonymen Äusserungen einer "julia09" mokiert und selbige im nächsten Satz als "Schmierfink" beleidigt. Ganz anonym...
Dann drücken wir es doch einmal so aus: Frau Nahles hat regelmäßig Ihren Wahlkreis verloren. Diejenigen Bürger also, die die Dame tendenziell am besten kennen sollten, haben sie nicht gewählt.
Und ist es nicht ein objektives Problem unserer Parteiendemokratie, dass auch solche Politiker am Bürgerwillen vorbei in hohe Ämter gehoben werden können?
In der charakterlichen Beurteilung einer Frau Nahles ist es darüber hinaus völlig üblich und angemessen, etwa ein überlanges Studium - wie von Julia09 getan - zu thematisieren. Ein jeder Personalchef wird dies tun - ohne dass er sich dafür rechtfertigen muss.
Herzlichst Crest
Aus Ihrem beitragt trieft die Arroganz der Macht und ein zweifelhaftes Verständnis von Demokratie.
Mächtige darf man in Ihren Augen also nur kritisieren, wenn man neben ihnen auf dem Podium steht? Das ist Verachtung des Volkes.
Das ist das Denken von Diktatoren, die jegliche Kritik als Majestätsbeleidigung verbieten und möglichst mundtot machen, zur Not auch mit Stasi und Gulag.
In einer Demokratie funktioniert das anders.
Wer sich als Politiker um ein Führungsamt bewirbt, muss sich der Öffentlichkeit stellen. Und jeder, wie gering er/sie auch sein mag, hat das Recht und sogar die demokratische Pflicht, sich eine Meinung, ja sogar ein Urteil zu bilden.
Und wenn dieses Urteil des Bürgers verheerend ausfällt, wie mein Urteil über Frau Nahles, dann muss auch das in einer Demokratie gesagt werden dürfen. Und Frau Nahles darf kein Recht haben, diese Meinungsäußerung zu unterbinden.
Wenn Frau Nahles oder ihre Spin- Doctors diesen demokratischen Diskurs nicht aushalten können, sollte sie sich nicht mit der Bewerbung um ein hohes politisches Amt in das Licht des öffentlichen Interesses stellen.
Sie verlassen mit Ihrem suggestiven Versuch, mir das Wort zu verbieten, den Boden unseres Grundgesetzes. Denn Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es steht jedem ohne Ansehen der Person zu.
Dass ein Anhänger von Frau Nahles, wie Sie, offenbar mit demokratischen Tugenden seine Probleme hat, wundert mich wiederum nicht.
"interessant was menschen über andere zu glauben wissen, dies natürlich völlig anonym. ob menschen qualifiziert sind entscheidet sicherlich kein anonymer schmierfink, gottseidank."
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Ich finde es auch sehr interessant dass ein anonymer namens "KAPITAL20120" sich über die anonymen Äusserungen einer "julia09" mokiert und selbige im nächsten Satz als "Schmierfink" beleidigt. Ganz anonym...
Dann drücken wir es doch einmal so aus: Frau Nahles hat regelmäßig Ihren Wahlkreis verloren. Diejenigen Bürger also, die die Dame tendenziell am besten kennen sollten, haben sie nicht gewählt.
Und ist es nicht ein objektives Problem unserer Parteiendemokratie, dass auch solche Politiker am Bürgerwillen vorbei in hohe Ämter gehoben werden können?
In der charakterlichen Beurteilung einer Frau Nahles ist es darüber hinaus völlig üblich und angemessen, etwa ein überlanges Studium - wie von Julia09 getan - zu thematisieren. Ein jeder Personalchef wird dies tun - ohne dass er sich dafür rechtfertigen muss.
Herzlichst Crest
Das ist das Problem, die erhobenen Vorwürfe treffen doch keinesfalls sie allein.
Auf einer ihrer 'Basistouren' versprach sie der Basis sinngemaß: "Wir versprechen, wir werden Euch anhören, Euch ernstnehmen".
Abgesehen davon, daß ich da säär skeptisch bin, ist das schon die ultimative Disqualification. Man hat der Basis keine absoluten Selbstverständlichkeiten gönnerhaft zu versprechen, die Basis ist das A&O.
Was damit an demokratischem Verständnis offenbart wurde ist schon eine der Hauptursachen für den Absturz dieser Partei.
[...]
[entfernt. Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Inhalte. Danke, die Redaktion/vv]
Was an Nahles ist links, außer dem Daumen ihrer rechten Hand?
und Sigmar Gabriel, das ist wirklich ein feines Gespann. Beide, sich ausschließlich selbst verpflichtete Opportunisten, sollen also die SPD aus dem Dreck ziehen. Und wie soll das jetzt gehen, mit einer degradierten Nahles, die von Anfang an nicht mehr auf Augenhöhe mitspielen darf. Neue Intrigen stehen ins Haus, werden der SPD den Rest geben, und das ist auch gut so.
Aus Ihrem beitragt trieft die Arroganz der Macht und ein zweifelhaftes Verständnis von Demokratie.
Mächtige darf man in Ihren Augen also nur kritisieren, wenn man neben ihnen auf dem Podium steht? Das ist Verachtung des Volkes.
Das ist das Denken von Diktatoren, die jegliche Kritik als Majestätsbeleidigung verbieten und möglichst mundtot machen, zur Not auch mit Stasi und Gulag.
In einer Demokratie funktioniert das anders.
Wer sich als Politiker um ein Führungsamt bewirbt, muss sich der Öffentlichkeit stellen. Und jeder, wie gering er/sie auch sein mag, hat das Recht und sogar die demokratische Pflicht, sich eine Meinung, ja sogar ein Urteil zu bilden.
Und wenn dieses Urteil des Bürgers verheerend ausfällt, wie mein Urteil über Frau Nahles, dann muss auch das in einer Demokratie gesagt werden dürfen. Und Frau Nahles darf kein Recht haben, diese Meinungsäußerung zu unterbinden.
Wenn Frau Nahles oder ihre Spin- Doctors diesen demokratischen Diskurs nicht aushalten können, sollte sie sich nicht mit der Bewerbung um ein hohes politisches Amt in das Licht des öffentlichen Interesses stellen.
Sie verlassen mit Ihrem suggestiven Versuch, mir das Wort zu verbieten, den Boden unseres Grundgesetzes. Denn Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es steht jedem ohne Ansehen der Person zu.
Dass ein Anhänger von Frau Nahles, wie Sie, offenbar mit demokratischen Tugenden seine Probleme hat, wundert mich wiederum nicht.
ich fände es angebracht jetzt eher still zu sein. sie wissen genau das KAPITAL2010 sie ziemlich genau getroffen hat. machen sie es also nicht noch schlimmer. es wird für alle die solche beiträge lesen müssen zunehmend unangenehmer.
ich fände es angebracht jetzt eher still zu sein. sie wissen genau das KAPITAL2010 sie ziemlich genau getroffen hat. machen sie es also nicht noch schlimmer. es wird für alle die solche beiträge lesen müssen zunehmend unangenehmer.
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