Parteiwechsel Angelika Beer tritt in Piratenpartei ein

Die ehemalige Grünen-Politikerin Beer hat die Piratenpartei bereits im zurückliegenden Wahlkampf unterstützt. Nun ist sie Mitglied im Landesverband Schleswig-Holsteins.

Die aus Kiel stammende Beer hatte im Frühjahr die Grünen verlassen, nachdem sie es nicht mehr auf einen aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl im Juni geschafft hatte. Das teilte die Bundespartei am Montag mit.

Angelika Beer habe sich den Schritt, der Piratenpartei beizutreten, sehr gut überlegt. Sie habe sich dafür fast acht Monate Zeit genommen, weil sie nichts vom "Parteienhopping" halte, heißt es auf der Internetseite der Partei. Inhaltlich sei es der Politikerin angesichts der Übereinstimmung mit den Kernthemen der Piratenpartei leicht gefallen, eine neue politische Heimat bei den Piraten zu finden. Die konsequent basisdemokratisch ablaufenden Entscheidungsprozesse mit all ihren Vor- und Nachteilen im politischen Alltag machten die Partei für sie zusätzlich attraktiv, heißt es weiter.

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Von 2002 bis 2004 hatte sie gemeinsam mit Reinhard Bütikofer die Grünen als Vorsitzende geführt. Elf Jahre war sie Abgeordnete im Bundestag und fünf Jahre im Europaparlament, zudem war sie Mitbegründerin der Grünen. Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit waren die Menschenrechts- und Friedenspolitik.
 

 
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ich werde den Piraten selbst bald beitreten. Es ist toll, wie sich diese Partei gerade deutschlandweit formiert! Die im Artikel angesprochene basisdemokratische Einstellung begeistert Menschen wieder für Politik.
    Ich bin gespannt, wie sich das Profil der Partei in anderen Feldern, als der Netzpolitik und Bürgerrechten entwickeln wird. Vor allem sobald sie in die ersten regionalen Regierungen einzieht und echte Politik gestaltet.

    Die Piraten haben als derzeit einzige Partei in Deutschland erkannt, dass für die Zukunft unserer Demokratie die bedeutendste politische Herausforderung im Erhalt unserer Bürgerrechte liegt! Im digitalen Zeitalter wird sonst unser Staat zum Überwachungsstaat, es werden elementare Rechte, wie Privatssphäre ausgehöhlt. Dazu gehören Bundestrojaner, der biometrische Personalausweis, zusammenführung aller Informationen eines Bürgers in gewaltigen Datenbanken.

    Gleichzeitig ist es erklärtes Ziel der Piraten, die Politischen Prozesse basisdemokratischer und transparenter zu machen. Durch das Internet werden völlig neue Beteiligungsformen an der Politik möglich, weil Abstimmungen und Austausch weniger aufwändig sind - über Onlineabstimmungen, Wikis, Blogs.

    Mich wundert überhaupt nicht, dass Angelika Beer als Gründungsmitglied der Grünen sich mit diesen Inhalten identifiziert.
    Willkommen, Piratin!

    • fmies
    • 23.11.2009 um 20:18 Uhr

    So wie der Artikel und der vorgehende Beitrag über die Piratenpartei schreibt scheint sie doch nicht zu sein.
    Ich habe vor rd. 3 Wochen beim Landesverband der Piraten NRW
    darum gebeten, mir ein Parteiprogramm und ein Wahlprogramm für die Landtagswahl im Mai zu senden.
    Bisher vergebens. Sollte so was nicht vorhanden sein, was ich vermute, kann man das wenigstens per Mail kurz mitteilen.

  2. ich kann nicht glauben, dass Sie das Parteiprogramm des Landesverbandes NRW der Piraten nicht finden können. Schauen Sie mal unter http://wiki.piratenpartei...

    Das eine internet-orientierte Partei wie die Piraten überwiegend auf das Internet setzt, um Mitglieder und Interessenten zu informieren und einzubinden, dürfte sich so langsam herumgesprochen haben. Das Sie auf Anforderung das Gesuchte nicht zugesandt bekamen, ist sicher bedauerlich, aber denken Sie daran: Die Piraten sind eine junge Partei ohne grosse Geldmittel und ohne ausgebauten Parteiapparat. Momentan sind hier Ehrenamtliche am Werk, die neben ihrem normalen Job noch versuchen, eine Landtagswahl zu vorzubereiten. Darum wäre es schön, wenn Interessierte versuchen, ein ganz klein wenig der Informationsarbeit selbst zu leisten (von www.piratenpartei.de aus waren es 3 Klicks und ca. 30 Sek. Lesezeit bis zur gewünschten Info, das sollte machbar sein).

    • ibm
    • 23.11.2009 um 22:30 Uhr

    kein lukratives Pöstchen mehr bekommt, probiert man es halt in der nächsten.

  3. 5.

    Die Fuenf-Prozent-Huerde gibt den Piraten wenig Chancen. Auf Dauer muessen sie wohl fusionieren, aehnlich wie seinerzeit die WASG.
    Immerhin koennen sie sich aussuchen, ob sie mit den Gruenen oder den Linken zusammengehen (beim Thema Buergerrechte sind alle drei Kleinpartein incl. FDP fortschrittlich, die FDP jedoch wird das Profitinteresse der Phonoindustrie stets als absolut vorrangig vor dem Tauschinteresse von Musikfreunden betrachten, so dass nur 2 potentielle Partner verbleiben).
    Eine intellektuelle Bereicherung waeren sie sicher fuer jede andere Partei.
    Bis dahin bleibt ihnen moeglichst viel Erfolg zu wuenschen...

  4. 6. Klar

    Die Piratenpartei braucht Militärlobbiisten wie Angelica Beer. Die Piratenpartei hat auch nichts besseres zu tun, als Diehl, Rheinmetall, DADS und Heckler & Koch zu pushen.

    • Lassek
    • 30.11.2009 um 19:44 Uhr

    Könnten Sie Ihren Kommentar bitte noch mal erläutern? Ich verstehe nur Bahnhof - was hat die Piratenpartei und was hat Angelica Beer mit Militärlobbyismus zu tun??

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