Afghanistan
Niebel kämpft gegen Korruption am Hindukusch
Die Bundesregierung gibt für Entwicklungsprojekte in Afghanistan zusätzlich 52 Millionen Euro aus. Dafür erwartet sie von Karsai eine härtere Bekämpfung der Korruption.
© Klaus-Dietmar Gabbert dpa/lbn

Medienwirksamer Auftrit: FDP-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel
Das Bild von der Lage in Afghanistan ist düster: Ämter werden gekauft, Minister halten die Hand auf, Beamte lassen sich bestechen, Polizisten schauen nach Schmiergeldzahlungen weg und Zöllner lassen gegen Trinkgeld so manche Drogenlieferungen passieren. Die Korruption ist, neben den zahlreichen Anschlägen und dem Wiedererstarken der Taliban, eines der größten Probleme des Krisenstaats am Hindukusch. Vor wenigen Tagen verkündete Präsident Hamid Karsai bei der Vereidigung für seine Amtszeit an, künftig härter gegen die Korruption vorzugehen und die Regierungsführung verbessern zu wollen.
Gestern teilte die afghanische Staatsanwaltschaft nun mit, sie ermittle gegen aktive und ehemalige Minister wegen Untreueverdachts. Der Druck aus dem Ausland auf Karsai, endlich gegen die weit verbreitete Korruption vorzugehen, steigt. Auch Deutschland drängt die Regierung in Kabul, sich des Problems anzunehmen. Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) forderte Karsai am Dienstag dazu auf, die angekündigten Reformen rasch umzusetzen.
Um die afghanische Regierung dabei zu unterstützen, bewilligte das Bundeskabinett eine Aufstockung der Entwicklungshilfe für das Land um 52 Millionen Euro. Die Mittel für Auf- und Entwicklungsprojekte erhöhen sich damit in diesem Jahr um mehr als die Hälfte auf 144 Millionen Euro.
"Mit dieser Zusage treten wir in Vorleistung", betonte Niebel. "Wir erwarten ein klares Bekenntnis der afghanischen Regierung zu Reformen und einer konsequenten Korruptionsbekämpfung." Der Stabilisierungsprozess müsse in Karsais zweiter Amtszeit Fortschritte machen.
Federführend soll die KfW Entwicklungsbank und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) die neuen Projekte finanzieren und planen. Das soll verhindern, dass die deutschen Gelder in dubiose Kanäle fließen.
Der Minister kündigte an, dass ein Regionalentwicklungsfonds zur Förderung der ländlichen Räume entstehen soll. Deutschland will arbeitsintensive Maßnahmen in der Landwirtschaft und im Straßenbau unterstützen. Dafür sind rund 17 Millionen Euro vorgesehen. Zudem sollen die Polizeiausbildung und die Schulung von Juristen ausgeweitet werden.
Schwerpunkt des deutschen Engagements bleibt der Norden des Landes. Dort sind auch die Einheiten der Bundeswehr stationiert. Niebel kündigte an, dass die Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium ausgebaut werden soll. Es werde aber "keine Militarisierung der deutschen Entwicklungspolitik geben".
- Datum 24.11.2009 - 16:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Alleine das Wort "Gemeinsam" paßt nicht mal in den Kopf (siehe Pfeil).
Gemeinsam sollte wir erst einmal hier in Deutschland so einiges in Ordnung bringen, anstatt es am Hindukusch zu legitimisieren.
Ja, die Fastwiederwahl. Und wenn ich dann noch KfW lese.
Hoffentlich vertuen die sich nicht mit dem Button "Überweisen" und "Abmelden".
gegen Korruption am Hindukusch". Denke das wird den Dampfschwätzer in die Realität zurückholen.
um Gegensatz zu unserem, aller Verteidigungsminister von Guttenberg hat Niebel Schutzhelm und Panzerweste angezogen (ein Foto dazu ist aus Geheimhaltungsgründen von der Bundeswehr beschlagnahmt worden und mit Sturmgewehr kämpft er an vorderster Front gegen Korruption und Taliban.
Ich erwarte in den nächsten Tagen einen Bundeswehrbericht in der Tagesschau wird in Kürze zu bewundern sein, wie Niebel in einer gewagten Zangenbewegung die Taliban eingekesselt hat und zur bedingungslosen Aufgabe gezwungen hat. Mit dieser Blitzoperation (er muß ja bald nach Deutschland zurück) hat er nachhaltig und wirksam die Korruption bekämpft. Oh, was werde ich stolz auf Niebel, nein, meinem Held Niebel sein. Was Westerwelle, was von Guttenberg nicht schafften, Niebel schafft es. Gerade flüstert mir jemand ind Ohr -Niebel war schon immer stark mit dem Mundwerk-. Ne' das ist eine böswillige Unterstellung. Er ist ein strahlender Held, ähnlich Supermann.
Herr Niebel formulert sehr stramm. Bange Frage, welche Mittel hat denn der Herr Minister für den Kampf? Die Karzai-Gruppe hat längstens ihre Kontensaldi im 6 - bis 7-stelligen Bereich.
Es kann sich lediglich nur noch um ein "Aufstocken" handeln.
Die Aussagen des Herrn Niebel sind fast bühnenreif für eine Lachnummer. Leider ist damit nichts verändert, die Geldmittel fließen, die Nutznießer der Korruption werden noch etwas reicher und ansonsten: business as usual.
Wenn es denn eine Fehlbesetzung im Kabinett gibt: die Siegespalme kann schon jetzt Hr. Niebel überreicht werden.
Abenteuerlich was uns hier von Hr. Niebel vorgesetzt wird.
Weder im Amt angekommen, noch befähigt ein solches Amt wahrzunehmen.
ich kann diesen Kerl einfach nicht ernstnehmen.
schließlich wird gerade zu zeit mehr als deutlich, dass dieses geld bei bildung, kinderbetreuung, rente oder im gesundheitssystem völlig fehl am platze wäre.
deshalb am besten gleich verbrennen - kosovo und irak haben gezeigt: es funktioniert.
Niebel in diesem Amt zu sehen ist natürlich lächerlich, war es doch die FDP, die das Entwicklungshilfeministerium abschaffen wollte ...
Das Bild von der Lage in Deutschland ist düster: Ämter werden gekauft, Minister halten die Hand auf, Beamte lassen sich bestechen, Polizisten schauen nach Schmiergeldzahlungen weg und Zöllner lassen gegen Trinkgeld so manche Drogenlieferungen passieren.
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