Linkspartei Oskar Lafontaine an Krebs erkrankt

Der Vorsitzende der Linkspartei Lafontaine hat Krebs. Wie der 66-Jährige erklärte, wird er deswegen jetzt operiert. Der Eingriff sei seit Längerem geplant gewesen.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, ist an Krebs erkrankt. Er wird sich deshalb nach eigenen Angaben einem seit Längerem geplanten chirurgischen Eingriff unterziehen. Das geht aus einer Erklärung Lafontaines vom Dienstag in Berlin hervor.

Wörtlich heißt es darin: "Ich werde mich am Donnerstag zu einem seit längerem geplanten chirurgischen Eingriff in eine Klinik begeben. Es handelt sich um eine Krebserkrankung." Nähere Angaben machte er nicht, auch seine Partei wollte sich nicht weiter äußern.

Nach überstandener Operation werde er dann im Januar "unter Berücksichtigung meines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen darüber entscheiden, in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterführe", schreibt Lafontaine weiter. In der Berliner Parteizentrale hieß es, der Parteivorsitzende werde am Mittwoch wie geplant in seiner Eigenschaft als saarländischer Fraktionschef eine Rede im Saarbrücker Landtag halten, bevor er sich dem Eingriff am Donnerstag unterziehe.

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Anfang Oktober hatte sich der frühere SPD-Politiker überraschend von der Spitze der Bundestagsfraktion der Linkspartei zurückgezogen. Lafontaine hatte dies damals damit begründet, er wolle sich auf seinen Posten als Parteivorsitzender konzentrieren. Sein bisheriger Co-Fraktionschef Gregor Gysi wurde daraufhin zum alleinigen Vorsitzenden gewählt.

Nach der Wahl im Saarland Ende August hatte Lafontaine zudem den Fraktionsvorsitz seiner Partei im Saarland übernommen. Die Vermutung, er bereite einen "Rückzug auf Raten" aus der Politik vor, hatte der 66-Jährige zuletzt zurückgewiesen. Er wolle Parteichef der Linken bleiben und auch sein Bundestagsmandat nicht niederlegen, um so weiterhin Einfluss auf die Berliner Parlamentsarbeit auszuüben. Die Linke hatte mit Lafontaine und Gysi als Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl ein Rekordergebnis von 11,9 Prozent eingefahren.

 
Leser-Kommentare
  1. Alles gute dem Weltverbesserer!

    • Midway
    • 17.11.2009 um 16:38 Uhr

    Weltverberesser? Lieber Bildungswissenschaftler, auch wenn ich sozusagen zu seinem Lager gehöre, bin ich strikt gegen den Oskar.
    Er verkörpert einfach nicht das, für was die Partei steht!

    Dennoch sollte man gute Besserung wünschen. Hoffentlich übersteht er die OP ohne Schwierigkeiten!

    • j-ap
    • 17.11.2009 um 16:44 Uhr

    aber auch Antipathie muß man sich verdienen. Gute Besserung, Herr Lafontaine.

  2. Irgendwie brauchen wir ihn, und wenn nur dazu, uns an ihm zu reiben. Ich drücke ihm die Daumen und wünsche ihm gute Besserung!

    • TDU
    • 17.11.2009 um 17:22 Uhr

    Ich wünsche ihm eine erfolgreiche Operation und vor allem, das seine Krankheit dadurch geheilt sein möge.

    • WPitz
    • 17.11.2009 um 17:40 Uhr

    auch für Reizfiguren der Politik muß man sich wünschen, daß sie nicht durch Krankheit zu leiden haben. Das hat auch OL verdient. Die politischen Gegner sind schon schlimm genug.

  3. Bleiben sie gesund denn solche markanten Politiker braucht das Land - nicht nur auf der LINKEN Seite!

  4. dass der Krebs nicht so bösartig ist wie sein gelegentlich politisches Verhalten.
    Deshalb kleiner Reiz: Glück auf!

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