Jahrestag des Mauerfalls Merkels zweiter Gang über die Bornholmer BrückeSeite 2/2

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, erinnerte bei dem ökumenischen Gottesdienst in der Gethsemanekirche in Berlin an die großen Demonstrationen von 1989. "Letztlich machte der Ruf der Massen nach Freiheit dem DDR- Staat ein Ende", sagte Zollitsch. Der Berliner Bischof Wolfgang Huber warnte vor dem Vergessen. "Wachsam sind wir auch, wenn dem Unrecht des SED-Staats der Mantel der Verharmlosung umgehängt wird", sagte er.

Die 1961 errichtete Berliner Mauer trennte den Osten und Westen der Stadt mehr als 28 Jahre lang und war Symbol der deutschen Teilung. SED-Politbüromitglied Günter Schabowski hatte am Abend des 9. November 1989 überraschend und fast beiläufig die Öffnung der DDR-Grenzen verkündet.

US-Außenministerin Clinton hatte am Sonntagabend den Fall der Mauer als eines der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Dieses Ereignis habe "die Landschaft eines Kontinents verändert", sagte sie bei ihrem ersten Deutschland-Besuch als Ministerin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte, Deutschland sei dem amerikanischen Volk heute noch "sehr dankbar" für die damalige Hilfe. Die Mauer sei jedoch "nicht gefallen". "Sie wurde eingedrückt. Von Menschen, und zwar von Osten nach Westen. Sie wurde umgestürzt, abgetragen, niedergerissen, in einer friedlichen Revolution."

Höhepunkt der Feierlichkeiten soll am Abend das "Fest der Freiheit" am Brandenburger Tor sein. Dort sollen 1000 bemalte große Domino-Steine als Symbol für den Einsturz der Mauer der Reihe nach umstürzen.

Auch in vielen anderen Ländern wird an den Mauerfall erinnert. In London ist eine Mauer aus Eis geschmolzen. Auf der Pariser Place de la Concorde werden am Abend Tausende zu einer Licht- und Tonschau erwartet, die per Live-Schaltung mit dem Festakt in Berlin verknüpft wird.

 
Leser-Kommentare
    • CM
    • 09.11.2009 um 15:50 Uhr

    Was Angela Merkel unserem Land bislang Gutes gebracht haben soll ist mir unklar.

    Wenn jemand es verdient gehabt hätte, mit Gorbatschow über diese Brücke zu gehen, dann wären es diejenigen gewesen, die damals ihre Freiheit und ihr Leben riskierten, und etliche Namenlose im diplomatischen Dienst, die das unter Genscher möglich machten.

    All denen sage ich herzlichen Dank.

    Und Frau Merkel bitte ich: noch einmal über die Brücke, aber bitte in die andere Richtung gehen und dann ganz lange geradeaus.

  1. Da trägt die Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel
    wohl vermutlich den weltweit TEUERsten (Rettungs-SCHIRM).

    Aber wieso dieser mehrere Hundert Milliarden Euro Wert sein soll,
    verstehe ich nicht.

    Vermutlich habe ich kein Kunstverständnis !

  2. stolzieren sicherlich nicht über die Brücke und wer jetzt unverschämterweise die "Wiedervereinigung" feiert, hat mit den Gedanken und dem Mut vor 20 Jahren überhaupt nichts zu tun. Aber das Fell, welches andere erlegt haben, steht einem immer gut.

  3. Die DDR war damals reif wie eine Pflaume im sonnigen Oktober.

    Das alles so friedlich abging muss man auch in Nachhinein als höhere (Nicht-)Gewalt ansehen. Alle Politiker (auch Gorbi und Genschman) und Amtspersonen waren zu diesem Zeitpunkt mehr Getriebene als aktiv Handelnde.

    Die wahren Helden, waren die Leute von der Straße (das Volk), die man für den Friedensnoblepreis vogeschlagen haben sollte.

    PS: Können Sie sich Angela Merkel mit einem schnellen 10 Punkte-Programm vorstellen?

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    • CM
    • 09.11.2009 um 16:27 Uhr

    Es gibt Leute, über die im allgemeinen eher Schlechtes berichtet wird. Bei dieser Gelegenheit sollte man einigen dieser Leute einmal ein großes Lob aussprechen:

    Die DDR-Grenzsoldaten an den Übergängen, die tatsächlich die Grenze aufmachten und damit eine Eskalation verhinderten, die haben die Ruhe bewahrt, und es ist nichts passiert. Keiner hat sich ereifert und gegen seine Landsleute gestellt. Das wird leider immer übersehen.

    Denjenigen, die an diesem Abend Dienst hatten und die Grenze öffneten: herzlichen Dank!

    Achja: "Können Sie sich Angela Merkel mit einem schnellen 10 Punkte-Programm vorstellen?" Danke, aber heute ist doch noch nicht Karneval ;-)

    • CM
    • 09.11.2009 um 16:27 Uhr

    Es gibt Leute, über die im allgemeinen eher Schlechtes berichtet wird. Bei dieser Gelegenheit sollte man einigen dieser Leute einmal ein großes Lob aussprechen:

    Die DDR-Grenzsoldaten an den Übergängen, die tatsächlich die Grenze aufmachten und damit eine Eskalation verhinderten, die haben die Ruhe bewahrt, und es ist nichts passiert. Keiner hat sich ereifert und gegen seine Landsleute gestellt. Das wird leider immer übersehen.

    Denjenigen, die an diesem Abend Dienst hatten und die Grenze öffneten: herzlichen Dank!

    Achja: "Können Sie sich Angela Merkel mit einem schnellen 10 Punkte-Programm vorstellen?" Danke, aber heute ist doch noch nicht Karneval ;-)

  4. Wolf Biermann,Stephan Krawczyk und Eppelmann,neben Merkel große Wendegewinner,[...]

    [Gekuerzt, bitte bemuehen Sie sich um einen sachlichen Diskussionston. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    [Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    [Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • CM
    • 09.11.2009 um 16:27 Uhr

    Es gibt Leute, über die im allgemeinen eher Schlechtes berichtet wird. Bei dieser Gelegenheit sollte man einigen dieser Leute einmal ein großes Lob aussprechen:

    Die DDR-Grenzsoldaten an den Übergängen, die tatsächlich die Grenze aufmachten und damit eine Eskalation verhinderten, die haben die Ruhe bewahrt, und es ist nichts passiert. Keiner hat sich ereifert und gegen seine Landsleute gestellt. Das wird leider immer übersehen.

    Denjenigen, die an diesem Abend Dienst hatten und die Grenze öffneten: herzlichen Dank!

    Achja: "Können Sie sich Angela Merkel mit einem schnellen 10 Punkte-Programm vorstellen?" Danke, aber heute ist doch noch nicht Karneval ;-)

    Antwort auf "Zeitenwende"
  5. Dazu würden noch Schnur, Böhm und Sascha Anderson, [...] passen.

    [Gekuerzt, s.o. Danke. /Die Redaktion pt.]

  6. (Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die als geschichtsrevisionistisch verstanden werden können. Die Redaktion /ft)

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