Rechtsextremismus

Rieger vererbt der NPD nichts

Das Erbe des verstorbenen Finanziers und Vize-NPD-Chefs Jürgen Rieger soll komplett an seine Familie gehen. Die rechtsextreme Partei geht leer aus.

Jürgen Rieger war einer der wichtigsten Finanziers der NPD. Von seinem Nachlass wird die Partei aber nicht profitieren

Jürgen Rieger war einer der wichtigsten Finanziers der NPD. Von seinem Nachlass wird die Partei aber nicht profitieren

Laut einem Medienbericht gibt es für die rechtsextremistische NPD kein Geld aus dem Nachlass des verstorbenen NPD-Vizes. Es gebe ein Testament, in dem allein die Familie begünstigt werde, berichtete NDR Info am Donnerstag. Die Familie, die keinen Bezug zur rechtsextremen Szene habe, könne nun entscheiden, was mit dem Vermögen Jürgen Riegers geschehen soll.
 

Anzeige

Rieger war am 29. Oktober in einem Berliner Krankenhaus mit 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Nach Angaben aus der NPD-Zentrale hatte er wenige Tage zuvor auf einer Bundesvorstandssitzung in Berlin über Unwohlsein geklagt. Ein Parteifreund fuhr ihn in die Köpenicker Ambulanz, wo ein Schlaganfall diagnostiziert wurde.

Ohne die Finanzspritzen des Vize-Parteichefs könnte die Partei in große finanzielle Schwierigkeiten geraten. Regelmäßig soll er die Wahlkämpfe der NPD finanziell großzügig unterstützt haben. Der vermögende Anwalt galt als ein wichtiger Kreditgeber für seine Partei und als einer der einflussreichsten NPD-Funktionäre.

Rieger besaß Häuser und alte Gewerbeobjekte in mehreren Bundesländern. Durch den Ankauf von Grundstücken, auf denen Schulungszentren für die rechtsextreme Szene entstehen sollten, war Rieger bundesweit bekannt geworden.

Er war der rechtsextremen Partei im Jahr 2006 beigetreten. Rieger war seit 2007 auch NPD-Landesvorsitzender in Hamburg.

Anzeige
  • Datum 5.11.2009 - 15:09 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Empfehlen E-Mail verschicken | Bookmarks
  • Artikel Drucken Druckversion | PDF
  • Schlagworte Rechtsextremismus | NPD
  • Artikel-Tools präsentiert von:

Service