Innenminister-Konferenz Bleiberecht bis 2011 verlängert

Die deutschen Innenminister setzen in der Flüchtlingspolitik auf eine Übergangslösung. Die SPD-Ressortchefs sind unzufrieden. Sie hatten sich mehr erhofft.

Das Bleiberecht für geduldete Ausländer in Deutschland wird um zwei Jahre verlängert. Das teilte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Freitag nach einem Treffen mit seinen Kollegen von Bund und Ländern in Bremen mit.

Die sozialdemokratischen Innenminister hatten eigentlich eine endgültige Lösung gefordert. "Die SPD ist nicht bereit, sich auf die Unionslinie mit einer zweijährigen Verlängerung einzulassen", hatte Berlins Innensenator Ehrhart Körting am Donnerstag mitgeteilt. Auch Flüchtlingsverbände hielten eine mögliche Verlängerung des Bleiberechts um zwei Jahre für nicht ausreichend. "Durch die Ausschlussgründe hat ein großer Teil der Flüchtlinge keine Chance, unter die Bleiberechtsregelung zu fallen", sagte Volker-Maria Hügel von Pro Asyl.

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Laut bisheriger Regelung können langjährig Geduldete in Deutschland bleiben, wenn sie bis zum 31.12.2009 unter anderem einen festen Arbeitsplatz, Sprachkenntnisse und Ausweispapiere vorweisen können. Allerdings ist insbesondere die Jobsuche für die Betroffenen ein Problem – 30.000 Menschen drohte deswegen Anfang 2010 der Rückfall in den Status der Duldung und damit möglicherweise eine Abschiebung. Um dies zu verhindern, mussten sich die Innenminister in Bremen auf eine Neuregelung verständigen. Mit der Verlängerung um zwei Jahre wird die Frist nun bis Ende 2011 ausgedehnt.

Ein weiteres Thema ihrer dreitägigen Herbstkonferenz war die zunehmende Gewalt gegen Polizisten. Die Unionsvertreter fordern eine Verschärfung der Strafen gegen die Täter. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hält dies hingegen für wenig wirksam. Nach dem jüngsten Fußball-Wettskandal besprachen die Innenminister außerdem Betrügereien im Sport.

 
Leser-Kommentare
  1. Es handelt sich um Personen, deren Asylanträge abgelehnt wurden bzw. die schlicht illegal eingereist (geschleust) sind, oder? Ihren Aufenthalt verdanken sie bürokratischer Trägheit und/oder spezialiserten Winkeladvokaten. Zieht sich das Verfahren lange genug hin bzw. wird nicht vollstreckt, kann man dann argumentieren, sie gehörten ja schon zum Inventar und eine Abschiebung sei unmenschlich und unverhältnismäßig. Diese Praxis, die die "fortschrittlichen Kräfte" jetzt fortschreiben möchten, ist nicht zuletzt das sicherste Mittel, um den Rechtsradikalismus am Leben zu erhalten.

  2. Ich frage mich auch, wer den Politikern, die sich für ein unbeschränktes Bleiberecht der Flüchtlinge einsetzen, dafür ein Mandat gegeben hat? Die Flüchtlinge nicht, denn sie haben nicht gewählt. Als Volksvertreter, müssten Politiker doch die "Mandanten" der Menschen sein, für die sie repräsentativ Politik machen sollen - also den Wähler. Das Engagement, abgelehnte Flüchtlinge weiter im Land zu halten, nutzt aber nur den Politikern auf zweifelhafte Weise ihr Ansehen innerhalb ihrer "peer-group" zu verbessern. Haben die denn schon alles für ihre Wähler erreicht, dass sie sich so eine demokratisch nicht legitimierten Nebenbeschäftigung leisten können? Wenn ich mir einen Anwalt nehme und er plötzlich anfängt in seinem Plädoyer andere Interessen als meine zu vertreten, hätte ich das Gefühl, er macht seinen Job nicht ...

    • marvio
    • 04.12.2009 um 15:54 Uhr

    Flüchtlinge haben in Deutschland seit den 1990er Jahren nur eine äußerst begrenzte Chance den Asyl-Status zu erlangen (~2% der Bewerber). Dies gilt jedoch nur für diejenigen Flüchtlinge, die auf direktem Wege in Deutschland landeten. Wer über ein anderes EU-Land einreiste wird, gemäß der Dublin II Verordnung in das Ersteinreiseland abgeschoben und ist ausschließlich dort berechtigt einen Asylantrag zu stellen. Ein aufgrund seiner geografischen Lage beliebtes Ersteinreiseland ist Griechenland, dort bekommen nur etwa 0,2% der Asylbewerber den schützenden Status.
    Dementsprechend sind diejenigen Flüchtlinge die in Deutschland leben (die oben als illegal eingereiste bzw. eingeschleuste bezeichnet werden) zu hoher Wahrscheinlichkeit mit triftigen Fluchtgründen nach Deutschland gekommen, die von der Bürokratie, die offensichtlich rassistische Züge aufweist, nicht anerkannt werden.
    Nun zu sagen, diese Menschen hätten kein Recht auf ein gesichertes Leben in Deutschland klingt einfach nur makaber. Die Bleiberechtsregelung ist nur ein kleiner Schritt auf dem Weg dieser sogenannten Demokratie in Richtung Menschlichkeit.

    Ein letzter Satz sei noch zu dem speziellen Fall der Roma aus dem Kosovo gesagt: Erstens wurden die miserablen Bedingungen der Roma im Kosovo in den dt. Medien ausreichend erläutert, zweitens hat gerade Deutschland, das während des 2. WK für die Vernichtung tausender Roma verantwortlich war jawohl eine besondere Verantwortung gegenüber diesen Menschen.

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    • Hontes
    • 04.12.2009 um 20:53 Uhr

    Es gibt gute Gründe dafür, dass Flüchtlinge heimatnah Zuflucht und Schutz finden sollten,
    auch damit eine Rückkehr nicht aus den Augen verloren wird.

    Wer den Flüchtlingen jedoch die Möglichkeit lässt, das Aufnahmeland defacto selbst aussuchen zu können, braucht sich nicht zu wundern, dass Europa allererste Adresse ist.

    Unserer Verwaltung und Rechtsprechung rassistische Züge zu unterstellen ist ein starkes
    Stück. Hier werden Gesetze angewandt die demokratisch legitimiert sind.

    Für die Situation der Roma im Kosova sind die dortigen Einwohner mitverantwortlich.

    Deutschland hat im Dritten Reich Schuld auf sich geladen. Hieraus kann man jedoch keine Sühnepflicht für die Enkel und Urenkel ableiten.

    • Hontes
    • 04.12.2009 um 20:53 Uhr

    Es gibt gute Gründe dafür, dass Flüchtlinge heimatnah Zuflucht und Schutz finden sollten,
    auch damit eine Rückkehr nicht aus den Augen verloren wird.

    Wer den Flüchtlingen jedoch die Möglichkeit lässt, das Aufnahmeland defacto selbst aussuchen zu können, braucht sich nicht zu wundern, dass Europa allererste Adresse ist.

    Unserer Verwaltung und Rechtsprechung rassistische Züge zu unterstellen ist ein starkes
    Stück. Hier werden Gesetze angewandt die demokratisch legitimiert sind.

    Für die Situation der Roma im Kosova sind die dortigen Einwohner mitverantwortlich.

    Deutschland hat im Dritten Reich Schuld auf sich geladen. Hieraus kann man jedoch keine Sühnepflicht für die Enkel und Urenkel ableiten.

  3. Sie definieren aufgrund Ihrer verworrenen Weltsicht einen angeblichen Anspruch, das Recht dieses Landes zu ignorieren bzw. zu umgehen. Mit diesem kompromißlosen Armutszeugnis sagen Sie alles über sich selbst und partiell auch über gewisse Politiker (s. Artikel aus).

    • marvio
    • 04.12.2009 um 19:45 Uhr

    Ich mein es wirklich so, auch wenn sie mir nun eine "verworrene Weltsicht" unterstellen möchten.
    Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz steht Asylbewerbern, Geduldeten usw. eine staatliche Unterstützung zu die weit unter dem Hartz IV Satz liegt. Der Hartz IV Satz ist wiederum als "Existenzminimum" definiert. Diejenigen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, leben also unter dem Existenzminimum. Und das nur, weil sie nicht das Glück hatten in Nord-West-Europa geboren worden zu sein.
    Genau das würde ich als rassistisch bezeichnen, das Menschen, die in diesem Land Zuflucht vor Krieg, Hunger, Verfolgung usw. suchen in Deutschland zu einem Leben in Armut gezwungen werden.
    Das ist nur eins von vielen Beispielen von im Gesetz festgeschriebenem Rassismus. Das ich es so offen als diesen benenne mag an meiner verworrenen Weltsicht liegen. Die ist mir aber doch um einiges lieber als ihr Vaterlandstreues gehabe...

    • Hontes
    • 04.12.2009 um 20:53 Uhr

    Es gibt gute Gründe dafür, dass Flüchtlinge heimatnah Zuflucht und Schutz finden sollten,
    auch damit eine Rückkehr nicht aus den Augen verloren wird.

    Wer den Flüchtlingen jedoch die Möglichkeit lässt, das Aufnahmeland defacto selbst aussuchen zu können, braucht sich nicht zu wundern, dass Europa allererste Adresse ist.

    Unserer Verwaltung und Rechtsprechung rassistische Züge zu unterstellen ist ein starkes
    Stück. Hier werden Gesetze angewandt die demokratisch legitimiert sind.

    Für die Situation der Roma im Kosova sind die dortigen Einwohner mitverantwortlich.

    Deutschland hat im Dritten Reich Schuld auf sich geladen. Hieraus kann man jedoch keine Sühnepflicht für die Enkel und Urenkel ableiten.

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    Bzw. vielleicht auch die deutsche Bundeswehr, welche dort unten eigentlich für die Sicherheit der dort lebenden Menschen sorgen soll. In diesem Sinne lässt sich eben nicht nur eine Verantwortung aus der Vergangenheit, sondern eben auch aus der Gegenwart ableiten.

    BTW. Nur weil Gesetzte demokratisch legitimiert sind, sagt das wenig über deren Inhalt aus und noch weniger über ihre Anwendung.

    Fakt ist, ähnlich wie in anderen Fällen auch, greifen die Filter, welche Berechtigte von unberechtigten Bewerbern unterscheiden sollen, in der Regel eben viel zu unscharf. Es gibt auf der Erde keine Meßmethode (für nichts), welche tatsächlich stets fehlerfrei miesse, also weder falsche Richtige noch falsche Falsche auswürfe. In den Naturwissenschaften versucht man daher bei einem Ergebnis stets den dazugehörigen Fehler mit anzugeben. Das ist in sozialen Bereichen so natürlich nicht möglich, wohl aber steht wohl ausser Frage, einen Fehler gibt es auch dort immer und er ist verhältnissmässig groß anzunehmen, insbesondere wenn Verständigungs und Beweisschwierigkeiten hinzukommen.

    Es spräche gar nichts dagegen, Flüchtlinge nah an ihrem Herkunftsort aufzunehmen, dann aber sollten sämtliche Staaten sich auch daran beteiligen, dass eine solche Aufnahme möglich und realistisch ist. (Der Platz fehlt leider für ein kurzes Beispiel)

    Bzw. vielleicht auch die deutsche Bundeswehr, welche dort unten eigentlich für die Sicherheit der dort lebenden Menschen sorgen soll. In diesem Sinne lässt sich eben nicht nur eine Verantwortung aus der Vergangenheit, sondern eben auch aus der Gegenwart ableiten.

    BTW. Nur weil Gesetzte demokratisch legitimiert sind, sagt das wenig über deren Inhalt aus und noch weniger über ihre Anwendung.

    Fakt ist, ähnlich wie in anderen Fällen auch, greifen die Filter, welche Berechtigte von unberechtigten Bewerbern unterscheiden sollen, in der Regel eben viel zu unscharf. Es gibt auf der Erde keine Meßmethode (für nichts), welche tatsächlich stets fehlerfrei miesse, also weder falsche Richtige noch falsche Falsche auswürfe. In den Naturwissenschaften versucht man daher bei einem Ergebnis stets den dazugehörigen Fehler mit anzugeben. Das ist in sozialen Bereichen so natürlich nicht möglich, wohl aber steht wohl ausser Frage, einen Fehler gibt es auch dort immer und er ist verhältnissmässig groß anzunehmen, insbesondere wenn Verständigungs und Beweisschwierigkeiten hinzukommen.

    Es spräche gar nichts dagegen, Flüchtlinge nah an ihrem Herkunftsort aufzunehmen, dann aber sollten sämtliche Staaten sich auch daran beteiligen, dass eine solche Aufnahme möglich und realistisch ist. (Der Platz fehlt leider für ein kurzes Beispiel)

  4. Bzw. vielleicht auch die deutsche Bundeswehr, welche dort unten eigentlich für die Sicherheit der dort lebenden Menschen sorgen soll. In diesem Sinne lässt sich eben nicht nur eine Verantwortung aus der Vergangenheit, sondern eben auch aus der Gegenwart ableiten.

    BTW. Nur weil Gesetzte demokratisch legitimiert sind, sagt das wenig über deren Inhalt aus und noch weniger über ihre Anwendung.

    Fakt ist, ähnlich wie in anderen Fällen auch, greifen die Filter, welche Berechtigte von unberechtigten Bewerbern unterscheiden sollen, in der Regel eben viel zu unscharf. Es gibt auf der Erde keine Meßmethode (für nichts), welche tatsächlich stets fehlerfrei miesse, also weder falsche Richtige noch falsche Falsche auswürfe. In den Naturwissenschaften versucht man daher bei einem Ergebnis stets den dazugehörigen Fehler mit anzugeben. Das ist in sozialen Bereichen so natürlich nicht möglich, wohl aber steht wohl ausser Frage, einen Fehler gibt es auch dort immer und er ist verhältnissmässig groß anzunehmen, insbesondere wenn Verständigungs und Beweisschwierigkeiten hinzukommen.

    Es spräche gar nichts dagegen, Flüchtlinge nah an ihrem Herkunftsort aufzunehmen, dann aber sollten sämtliche Staaten sich auch daran beteiligen, dass eine solche Aufnahme möglich und realistisch ist. (Der Platz fehlt leider für ein kurzes Beispiel)

    Antwort auf "Gutmensch"
  5. Solange die Ausländer feindliche Menschen in Deutschland mit Regieren haben wir Ausländer keine Chance Hier ein Normale uns Gerechte Leben zu Führen.
    Hallo Alle zusammen,
    es gibt ein Stadt in Bayern Namen's Neuburg an der Donau.Und die Ausländeramt in diese Stadt Handelt entweder alles eigenhändig oder würde von Regierung geleitet.[...]
    Unde wenn der Zweite Fall Stimmt,dann Spielen die Rasisten und Nazisten(versteckt im bauch der Regierung von Oberbayern)mit ganze Menschen meinung im ganzen Welt.
    Ich bin seit 2001 In deutschland und seit ende 2004 Geduldet,
    Nachdem ich vor ca 8 Monate meine Iranische Reisepass in gegenteil meine Wille Beantragen sollte(und das habe ich auch gemacht)und mein Pass die Ausländerbehörder vorgelegt habe,sollte ich eine Aufenthalts erlaubnis kriegen(sowie mein Anwalt sagte)aber neulich wurde meinDuldung nicht mehr für 6 Monate sondern für 3 Monate verlängert,und damit würde gehindert dass ich ein feste Arbeitsplatz bekomme.
    Jetzt sagen sie mir ist das was (IMK )Innenministerum Konferenz wollte oder ist es ein einfache verschwörung gegen Ausländer aus alle Welt?und Ist das Menschlich und Moralisch?Hat Überhaupt diese Land eine Regierer Oder Herscht nur Chao's?
    Dies ist ein Kleine Beispiel von alles was ich durch diese 11 Jahre gefangenschaft in Silbener Käfig gesehen und erfahren habe.

    Bitte verzichten Sie auf Anschuldigungen und Unterstellungen, die wir nicht nachprüfen können. Danke, die Redaktion/fk.

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