Pauli-Partei Aufstand gegen die Autokratin
Führende Mitglieder der Freien Union fordern ein Verbot der eigenen Partei. Auslöser: die eigenmächtige Parteigründerin Gabriele Pauli.
© Hans-Martin Issler/Getty Images

Gabriele Pauli auf einer Pressekonferenz
Die bayerische Polit-Rebellin Gabriele Pauli, immer wieder für Eskapaden gut, muss sich jetzt eines Aufstands in ihrer eigenen Partei erwehren. Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Josef Brunner wenden sich auch andere von ihr ab. Zusammen mit weiteren Mitgliedern fordere Brunner in einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sogar das Verbot der Partei, berichtet Der Spiegel. Begründung: Die Satzung der Partei sei in mehreren Punkten verfassungswidrig. Außerdem verstoße sie gegen das Parteiengesetz.
Brunner und zwei Gefolgsleute sowie der Bundesschriftführer Daniel Schreiner stufen die Freie Union in dem Schreiben als "verfassungsfeindliche Partei" ein, gegen die der Minister vorgehen müsse. Die vier Abtrünnigen werfen der Chefin diktatorische Anflüge vor. So habe Pauli in einer Sitzung des Bundesvorstands verkündet: "Ich bin die Partei."
Pauli reagierte prompt und gewohnt autoritär: Die vier Aussteiger wurden vorläufig von ihren Ämtern suspendiert und ihrer Mitgliederrechte enthoben.
Nach ihrem Rauswurf bei den Freien Wählern hatte Gabriele Pauli am 21. Juni die Freie Union gegründet. Am 17. Juli billigte der Bundeswahlausschuss der Union einen Parteistatus zu. Für bundesweites Aufsehen hatte sie 2007 gesorgt, als sie maßgeblich zum Sturz des damaligen baerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber beitrug.
- Datum 05.12.2009 - 18:42 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 14
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dass die Frauen ihre Domänen erobern.
Egal, lassen wir sie vor Wut toben. Irgendwann werden auch die in der neuen Zeit ankommen.
aber dem Matriarchat scheckts mit "Die Partei bin ich" weil so schön Freiheitdemokratie das.
Und scheckts wohl dem Matriarchat, dass die Domäne alleinig Sorgerecht für ledig Muttern, alleinig Unterhaltspflicht für Vatern nun geht flöten? Ja, aber erst, wenn Muttern in der neuen Zeit angekommen ist.
aber dem Matriarchat scheckts mit "Die Partei bin ich" weil so schön Freiheitdemokratie das.
Und scheckts wohl dem Matriarchat, dass die Domäne alleinig Sorgerecht für ledig Muttern, alleinig Unterhaltspflicht für Vatern nun geht flöten? Ja, aber erst, wenn Muttern in der neuen Zeit angekommen ist.
Das ist aber ein tendenziöses Bild. Ein bißchen grünlich, und sie würde wirken wie eine Hexe. Lassen Sie ihr doch ihre Spielwiese auch genannt Politik. Für eine Präsidentin eines Fussballvereins scheint es ja nicht zu reichen. Sonst könnte sie sich bei notorischen Träumern bewerben, in deren Vereinen man sich selbst zum Verein ernennen durfte. Ich hätte da sogar einen. Zwar nicht in Bayern aber dennoch mit den Landesfarben....
aber dem Matriarchat scheckts mit "Die Partei bin ich" weil so schön Freiheitdemokratie das.
Und scheckts wohl dem Matriarchat, dass die Domäne alleinig Sorgerecht für ledig Muttern, alleinig Unterhaltspflicht für Vatern nun geht flöten? Ja, aber erst, wenn Muttern in der neuen Zeit angekommen ist.
Ein schönes Wort zur Nacht.
Ein schönes Wort zur Nacht.
Polit-Rebellin ist aber ein großes Wort. Wo hat sie denn rebelliert?
Sie hat Stoiber gestürzt! Auch zu hoch gegriffen.
Denn falls man in der Lage ist, die Sache analytisch zu betrachten, dann kann eindeutig festgestellt werden – Herr Stoiber hat sich selbst gestürzt.
Er selbst hatte damals die Weisung erteilt Frau Paulis Privatleben mal etwas zu durchleuchten, um Munition zu finden. Dies war ein schwerer Fehler. Wiewohl das natürlich gängige Praxis ist einen unbequemen Gegner etwas anhängen zu können. Mann sollte sich bei Aktionen dieser Art eben nicht hat erwischen lassen. Die Sache flog aber auf, die Öffentlichkeit erfuhr davon und das Ende vom Lied war Stoibers Abgang.
Ihr autoritärer Führungsstil ist aufgrund der sie umgebenden Egomanen mit Sicherheit notwendig und richtig.
Ich möchte kein Politiker sein. Da wird mit harten Bandagen gekämpft. Nicht, dass ich das etwa nicht könnte, aber es ist einfach stressig. Das Leben ist doch viel zu kurz, um es sich mit Politik zu vergällen.
die dame kenne ich gar nicht. aber irgendwie kommt sie mir so vor, wie diese f-prominenten auf RTL, die sich mit egal was ins rampenlicht bugsieren. und es gibt komischerweise immer genug leute, die a) bugsieren und b) zu schauen.
Frau Pauli ist in keiner Weise irgendwie steuerbar - das kann ich aus Wahlkampf nur bestätigen, unabgesprochene Aussagen kamen wie Ja zur Mitgliedschaft der Türkei in EU, oder Ja zum Vertrag von Lissabon. Solche Aussagen zu Themen müssen mit Basis abgesprochen und diskutiert und abgestimmt werden. Nix kam, nur das Hoffen auf Aussagen die o.k. für einen waren...
Ein schönes Wort zur Nacht.
Frau Pauli habe ich ein paar mal in Interviews gesehen und war einigermaßen amüsiert. Es hatte immer etwas von Polit-Comedy und ich suchte nach einem Dieter Hildebrand, der feixend Zettelchen in die Luft hält, von denen sie ablesen konnte. Aber da war niemand - so meinte sie es wohl tatsächlich ernst, was sie von sich gab. Unter dem Strich jedoch wird es wohl nur ein verzweifelter Kampf gegen ihre drohende Bedeutungslosigkeit sein, den sie kämpft und sie wird ihn wohl verlieren. Nach all dem, was bislang von ihr kam, ist das wohl auch gut so. Was ihre Vereinskameraden betrifft, müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es nicht gut ist, hinter jedem vermeintlichen Zugpferd hinterher zu rennen, das Erfolg verspricht. Ein wenig Selbstkritik sei hier angeraten - vielleicht auch ein wenig mehr.
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