Staatsfinanzen Bund plant 100 Milliarden neue Schulden
Im kommenden Jahr wird Deutschland den bisherigen Schuldenrekord mehr als verdoppeln. Die Wirtschaftsweisen kritisieren erneut heftig die geplanten Steuersenkungen.
2010 wird der Bund nach einem Zeitungsbericht einschließlich Nebenhaushalten rund 100 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen müssen. Diese Summe setze sich zusammen aus rund 86 Milliarden Euro Neuverschuldung im Kernhaushalt des Bundes und 14,5 Milliarden Euro in Nebenhaushalten, wie dem Investitions- und Tilgungsfonds für das Konjunkturprogramm der Regierung, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die Zeitung berief sich auf eine Tischvorlage zur Sitzung des Finanzplanungsrates am Donnerstag. Danach plane der Bund für 2010 einen Anstieg der Gesamtausgaben von 10,5 Prozent auf 325,5 Milliarden Euro, während die regelmäßigen Einnahmen auf 239 Milliarden Euro veranschlagt werden. Dabei sollen die Steuereinnahmen mit 212 Milliarden Euro um 6,5 Prozent unter Vorjahr bleiben.
Schon früher war bekannt geworden, dass die Neuverschuldung des Bundes in diesem Jahr vermutlich mit 37,5 Milliarden Euro, deutlich um gut 11,5 Milliarden Euro unter dem letzten Planansatz bleiben dürfte. Damit werde der bisherige Schuldenrekord des früheren Bundesfinanzministers Theo Waigel von 1996 mit umgerechnet gut 40 Milliarden Euro nun wohl noch nicht gebrochen. Das deutsche Staatsdefizit könnte aufgrund dieser günstigeren Entwicklung 2009 mit drei Prozent gerade noch im Rahmen der EU-Defizitgrenze bleiben, dürfte aber im kommenden Jahr dann mit sechs Prozent deutlich darüber hinausschießen.
Trotz dieser dramatischen Haushaltslage will die Bundesregierung 2010 Bürger und Unternehmen um 8,5 Milliarden Euro entlasten. Für 2011 ist eine weitere Steuerreform geplant.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisierte die Steuerpläne der schwarz-gelben Koalition scharf. Der Grundansatz, durch Steuersenkungen Wachstum erzeugen zu wollen, sei grundfalsch, sagte Bofinger der Saarbrücker Zeitung. Angesichts der Milliardenlöcher im Haushalt passten zusätzliche Steuersenkungen nicht in die Landschaft. Er könne die Länder nur ermutigen, im Kampf gegen die geplanten Steuersenkungen hart zu bleiben. Für die Konsolidierung der öffentlichen Etats empfahl Bofinger unter anderem die Streichung der Abgeltungsteuer, die Spitzenverdiener begünstige.
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard wiederum glaubt nicht, dass die Bundesregierung langfristig ohne Steuererhöhungen auskommen wird. "Selbst wenn die Regierung wirklich massiv spart, wird sie mit Ausgabenkürzungen allein höchstens bis zum Jahr 2013 das Defizit planmäßig reduzieren können. Ab dem Jahr 2014 wären Steuererhöhungen wohl unvermeidbar", sagte Wiegard der Passauer Neuen Presse. Auch um "harte Einschnitte" werde die Regierung nicht herumkommen. Mit dem Entlastungsgesetz gehe die Koalition jedoch den umgekehrten Weg.
Er kritisierte besonders die geplante Herabsetzung des Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie: "Es ist widersinnig, die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen abzusenken. Das Steuerrecht wird komplizierter und Geld verschenkt, das dringend benötigt würde."
Der richtige Weg sei eine Anhebung der Mehrwertsteuer. "Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist für das Wachstum am wenigsten schädlich", sagte Wiegard. Er rechnet dennoch damit, dass die Änderungen kommen: "Ich gehe davon aus, dass das Wachstumsbeschleunigungsgesetz am nächsten Freitag im Bundesrat beschlossen wird. Ein Scheitern kann sich Schwarz-Gelb nicht erlauben." Für weitere Steuersenkungen gebe es jedoch keinen Spielraum.
- Datum 10.12.2009 - 12:47 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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Wie kann es sein, dass mitten in der krise die Staatsausgaben um 10,5 Prozent steigen? Gerade, wenn man weniger einnimmt, muss man sparen. Und das in allen Bereichen. Das Geld fuer Konjunkturprogramme und fuer abstruse Steuersenkungen herauszuwerfen, ist da gerade falsch. Andere laender sparen im oeffentlichen Dienst. In Deutschland - nichts davon!
Wenn man nicht endlich beginnt, den Haushalt zu konsolidieren - und das bedeutet mehr Einnahmen UND weniger Ausgaben - gehen wir dunklen Zeiten entgegen.
Hört doch bitte auf, das verbliebene Gelde auch noch aus dem Fenster zu werfen...
Zu allererst müssen Pläne für den Crash gemacht werden der unausweichlich auf uns zu kommt..
Welche Vorbereitungen sind zu treffen, welche Entscheidungen zu fällen,...
WAS ist am Wichtigsten.. Wir sind schon im Strudel gefangen und können ihm nur dann entkommen, wenn der "unnütze" Ballast abgeworfen wird..
Wir haben noch immer die Hand am Arm und mit der können Welten bewegt werden, auch ohne Maschineneinsatz.
Wir sind inzwischen an einen Punkt gekommen, wo uns unser Lebensart- und stiel mehr kostet, als er erwirtschaftet...
Und DAS noch in Zeiten, wo sowieso schon jeder Mist im Überfluss existiert..
Es wird dringend an der Zeit, uns auf das NOTwendigste zu beschränken und an den RICHTIGEN Stellen zu sparen...
Der Schäuble schafft bewußt - mit Billigung der Merkel - ein Klima von Angst und Einschüchterung. Seit 2005 hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland - nicht zuletzt durch das BKA-Gesetz - drastisch verschlechtert, die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art werden - mit Billigung der Merkel - unverändert fortgesetzt. Hinzu kommt, dass die Merkel systematisch die Strafverfolgung der dafür verantwortlichen Rechtsbrecher hintertreibt.
In Deutschland sind die Bürgerrechte schon vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt. Und immer noch leugnen CDU-Politiker - wider besseren Wissens - die drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage und die fortgesetzte Missachtung von Bürgerrechten schwerster Art in Deutschland.
Wer Bürgerrechte verletzt, darf kein öffentliches Amt mehr bekleiden. Der Schäuble muss weg.
Die Verschuldungspolitik hat nicht Schäuble begonnen; er setzt lediglich fort, was seine Vorgänger begonnen haben. Das einzig Richtige wäre jetzt eine drastische Kürzung der Ausgaben, insbesondere für Subventionen und Soziales.
Lieber Mark Mallokent, bitte mal konkreter werden, anstatt immer nur zu sagen Kürzungen und Ausgaben verringern, Allgemeinplätze hören wir von Politikern genug!!!!
Also mal "Butter bei die Fische"
Lieber Mark Mallokent, bitte mal konkreter werden, anstatt immer nur zu sagen Kürzungen und Ausgaben verringern, Allgemeinplätze hören wir von Politikern genug!!!!
Also mal "Butter bei die Fische"
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Erst die Steuer für dir Reichen senken, dann Schulden auftürmen und dann aus Sachzwängen die Sozialleistungen zusammenstreichen.
Das nächst ist dann eine PKW-Maut mit einer Extra-Spur für Reiche. Danach Förderung der Privatschulen und Privatuni-versitäten.
Aber die Wähler lassen sich nicht ewig täuschen!
Die Bürgerrechte bekommen hier ihr richtige Bedeutung. Der dumme Deutsche Michel ``Bürgt`` im Namen derer die das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißchen.Aber auch das ist so gewollt, ob schleichende Verstaatlichung oder die Klimalüge die Milliarden für ganz gewisse Kreise einspielt oder ungeheure Summen an die Banken die das Volk mit ihrer verbrecherischen Zins- und Zinseszins Poltik ausbeuten, belügen und betrügen.
[...] (Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft)
von unverantwortlichen Wirtschafts- und Finanzexperten fällt in rücksichtsloser Weise einer Bundesregierung in den Rücken, die nichts anderes tut, als ihre Machtbasis und ihr Wählerklientel zu bedienen, wie sie es vor der Wahl versprochen hat. Intelligenz, Sachverstand und Werte wie Gesamtverantwortlichkeit und Gemeinnutz werden als hinterhältige Waffen gegen eine Koalition verwendet, die ihrerseits solchen Harnisch schon lang abgelegt hat und sich friedfertig nur noch um das eigene und die Interessen der ihren kümmert. Kritik und Aufklärung schafft Neid und Missgunst. Unverantwortlich auch, die zukünftigen Folgen solchen Regierungshandelns brutal und rücksichtslos zu beschreiben. Das muss aufhören.
Lieber Mark Mallokent, bitte mal konkreter werden, anstatt immer nur zu sagen Kürzungen und Ausgaben verringern, Allgemeinplätze hören wir von Politikern genug!!!!
Also mal "Butter bei die Fische"
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