Tanklaster-Bombardement Guttenberg will nicht zurücktreten

Zu Guttenberg hat einen Rücktritt abgelehnt. Ex-Generalinspekteur Schneiderhan belastet den Minister: Dieser habe alle wesentlichen Infos zum Angriff von Kundus gekannt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) lehnt den von SPD-Chef Sigmar Gabriel geforderten Rücktritt ab und will im Amt bleiben. Er werde "auch wenn es mal stürmt, stehen bleiben. So bin ich erzogen und so will ich das auch handhaben", sagte Guttenberg dem Fernsehsender RTL.  

Ich bin also bis zum 6. November weder korrekt noch umfassend informiert worden.

Guttenberg zum Vorwurf, er habe Informationen bewusst zurück gehalten

Gabriel hatte dem Minister wegen seiner Informationspolitik zur Kundus-Affäre den Rücktritt nahegelegt. Guttenberg müsse an sich die gleiche Messlatte anlegen lassen, wie sein Vorgänger Franz Josef Jung (CDU), sagte Gabriel. Jung sei zurückgetreten, weil er die Öffentlichkeit nicht vollständig informiert habe. Auch Guttenberg habe der Öffentlichkeit, "das alles, was wir hier tagtäglich in den Zeitungen lesen", offenbar gewusst und der Öffentlichkeit nicht gesagt.

Guttenberg wies aber Vorwürfe zurück, in der Affäre die Unwahrheit gesagt zu haben. Der ARD sagte der Verteidigungsminister, der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, habe "selbst klargestellt, dass mir Dokumente, Berichte und Meldungen vorenthalten wurden". Schneiderhan habe daraufhin die Konsequenzen gezogen und sei zurückgetreten. "Ich bin also bis zum 6. November weder korrekt noch umfassend informiert worden", sagte Guttenberg zu seiner Verteidigung.

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Schneiderhan sagte hingegen im ARD-Bericht aus Berlin, Guttenberg habe alle wesentlichen Informationen zum Angriff von Kundus gekannt, als er diesen am 6. November als "militärisch angemessen" einstufte. Der Nato-Untersuchungsbericht, der Guttenberg bei Amtsantritt am 28. Oktober vorgelegen habe, enthalte diese Informationen. Schneiderhan ergänzte, er und Staatssekretär Peter Wichert hätten in einem Gespräch mit zu Guttenberg am 25. November auf Nachfrage insgesamt vier weitere Berichte genannt, dabei aber keine Unterrichtung über Inhalte derselben gegeben, berichtete tagesschau.de. Außer dem Nato-Bericht und einem Bericht des Internationalen Roten Kreuzes habe der Minister vor seiner Pressekonferenz am 6. November aber keine weiteren Berichte vorliegen gehabt.

SPD stellt KSK infrage

Neben Guttenberg ist nun auch die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) in die Kritik geraten. Die SPD hat nach dem strittigen Luftangriff bei Kundus, in den die KSK laut Medienberichten involviert war, den Fortbestand der Einheit infrage gestellt. "Wenn jetzt herauskäme, dass die KSK diesen Bombenangriff verantwortet, dann würde die KSK in der jetzigen Form nicht überleben. Dann hätten wir schnell die Debatte Staat im Staate", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, der Berliner Zeitung.

Es sei durchaus denkbar, dass die KSK den Einsatz geführt habe, sagte Arnold. Damit würde sich erklären, warum bestimmte Meldewege nicht eingehalten worden seien, warum der Befehl gebende deutsche Oberst Klein seinen Rechtsberater nicht zurate gezogen habe und warum das Isaf-Hauptquartier nicht benachrichtigt worden sei. 

Er forderte Guttenberg auf, bei der Aufklärung der Vorfälle nicht auf den Untersuchungsausschuss zu warten. Guttenberg müsse unter anderem klären, was das KSK in der Nacht des Luftangriffs gemacht habe und ob der Bundesnachrichtendienst vor Ort gewesen sei. Viele Fehler könne sich Guttenberg nun nicht mehr leisten. 

Bei dem vom damaligen deutschen Kundus-Kommandeur Georg Klein angeforderten US-Luftangriff waren am 4. September laut Nato-Untersuchungsbericht bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter 30 bis 40 Zivilisten.

Guttenberg hatte seine Einschätzung vom 6. November, der Angriff sei "militärisch angemessen", erst am 3. Dezember korrigiert und den Angriff als "militärisch unangemessen" bezeichnet, nachdem ihm weitere Berichte vorgelegt worden waren.
 

 
Leser-Kommentare
  1. "Schneiderhan sagte hingegen im ARD-Bericht aus Berlin, Guttenberg habe alle wesentlichen Informationen zum Angriff von Kundus gekannt, als er diesen am 6. November als "militärisch angemessen" einstufte."

    Vielleicht verstehen beide einfach etwas anderes unter "wesentlich"?

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    ob ranghöchster General der Bundeswehr oder Verteidigungsminister, einer von beiden lügt.

    • joG
    • 14.12.2009 um 9:00 Uhr

    ...Ab- und Zugegang der Dokumente nicht gegengezeichnet wurden und denkbar, dass die Briefings des Minister durch Schneiderhahn und Wichert nicht tonaufgezeichnet wurden? Also liegen die eindeutigen Fakten vor und müssen nur sortiert werden.
    Wenn sie nicht vorliegen? Dann war das bestenfalls grobfahrläßig, da sich solche Fälle immer entwickeln können. Da muss man nachvollziehen können. Zu untersuchen wäre dann also nur, ob die Undurchsichtigkeit systemisch gewollt war. Folge wäre dann: Wissen können wir die Tatsachen nachher nie.

    ob ranghöchster General der Bundeswehr oder Verteidigungsminister, einer von beiden lügt.

    • joG
    • 14.12.2009 um 9:00 Uhr

    ...Ab- und Zugegang der Dokumente nicht gegengezeichnet wurden und denkbar, dass die Briefings des Minister durch Schneiderhahn und Wichert nicht tonaufgezeichnet wurden? Also liegen die eindeutigen Fakten vor und müssen nur sortiert werden.
    Wenn sie nicht vorliegen? Dann war das bestenfalls grobfahrläßig, da sich solche Fälle immer entwickeln können. Da muss man nachvollziehen können. Zu untersuchen wäre dann also nur, ob die Undurchsichtigkeit systemisch gewollt war. Folge wäre dann: Wissen können wir die Tatsachen nachher nie.

  2. Man stellt sich als Bürger schon die Frage: „Was geht hier eigentlich hier ab?“.

    Wem kann man als Bürger noch glauben, wenn offensichtlich die Lüge und das Betrügen der Bürger zum „normalen Handwerkszeug“ der Politik geworden ist?

    Was mich an dem Vorgang erschreckt ist die Tatsache, dass ja offensichtlich nicht nur einer gelogen hat, sondern ein Lügengerüst aufgebaut wurde an dem offenbar viele beteiligt waren,- politische Amtsträger, Beamte und Soldaten?

    Als diese haben als Amtsträger ein Eid auf die Verfassung geleistet und sich gegenüber dem Staat, sprich den Bürgern, verpflichtet! Sie haben sich mit der Eidesformel dazu bekannt die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen und die Rechtsstaatlichkeit zu bewahren!

    Wohlgemerkt, dieses Amtsträger haben sich nicht gegenüber irgendwelchen parteilichen Denkrichtungen verpflichtet und auch nicht gegenüber einzelnen Personen, weder anderen Amtsträger oder gar Politikern, sondern gegenüber uns als Bürgern!

    Und was hat ein Teil dieser Amtsträger getan der sich an dem Lügengerüst des Vorfalles von Kunduz beteiligt hat? Er hat sich offensichtlich einvernehmen lassen von Personen, die sich möglicherweise mit dem befohlenen Luftschlag von Kunduz, gegen das erteilte Mandat des Deutschen Bundestages und gegen rechtsstaatliches Handeln gestellt haben! Und offensichtlich diente das Handeln vieler Amtträger dazu, genau dieses zu vertuschen!?

    Und dieser Gedanke macht mir Angst, denn ich frage mich:„Wie viel Vertuschtes gibt es noch?“

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    • joG
    • 14.12.2009 um 9:13 Uhr

    "Wem kann man als Bürger noch glauben, wenn offensichtlich die Lüge und das Betrügen der Bürger zum „normalen Handwerkszeug“ der Politik geworden ist?"

    Ich kann mir vorstellen, dass das seit '45 so ist, es nur besser unter der Decke gehalten werden konnte. Denken Sie doch an die Augsteinaffaire, die Lockheed Sache, die vielen Spendeaffären, den Renten-/Kassenbetrug, die Ostsee Pipeline...

    Es sind nur heute mehr Informationen schneller unterwegs.So haben die Bürger nun eine notwendige Voraussetzung zu intervenieren. Das Werkzeug ist allerdings noch sehr unterentwickelt. Wenn sich bspw nun herausstellt, dass die alte Regierung einen Verfassungsbruch beging, was würde geschehen? ....

    ...Also nichts...
    Das bedeutet, dass das Ganze nächstes Mal wieder geschieht, nur dicker. Warum ich das sage?
    Weil man davon ausgehen kann, dass Politiker Menschen sind. und Die fahren schneller, wenn sie wissen, dass enicht geblitzt wird.

    • joG
    • 14.12.2009 um 9:13 Uhr

    "Wem kann man als Bürger noch glauben, wenn offensichtlich die Lüge und das Betrügen der Bürger zum „normalen Handwerkszeug“ der Politik geworden ist?"

    Ich kann mir vorstellen, dass das seit '45 so ist, es nur besser unter der Decke gehalten werden konnte. Denken Sie doch an die Augsteinaffaire, die Lockheed Sache, die vielen Spendeaffären, den Renten-/Kassenbetrug, die Ostsee Pipeline...

    Es sind nur heute mehr Informationen schneller unterwegs.So haben die Bürger nun eine notwendige Voraussetzung zu intervenieren. Das Werkzeug ist allerdings noch sehr unterentwickelt. Wenn sich bspw nun herausstellt, dass die alte Regierung einen Verfassungsbruch beging, was würde geschehen? ....

    ...Also nichts...
    Das bedeutet, dass das Ganze nächstes Mal wieder geschieht, nur dicker. Warum ich das sage?
    Weil man davon ausgehen kann, dass Politiker Menschen sind. und Die fahren schneller, wenn sie wissen, dass enicht geblitzt wird.

  3. ob ranghöchster General der Bundeswehr oder Verteidigungsminister, einer von beiden lügt.

    Antwort auf "Wesentlich?"
  4. Nicht die Bundeswehr führt Krieg in Afghanistan, sondern Deutschland, und somit jeder von uns. Die Folgen können sehr bösartig werden, und dann kann keiner mehr von uns sagen, er habe es nicht gewusst. Lassen wir uns nicht länger belügen, wir dürfen uns der Verleugnungsstrategie und dem hilflosen Blindekuhspiel der Militärs und Minister nicht länger beugen! Auch die Kommentare auf dieser und ähnlichen Seiten dürfen nicht dazu dienen, nur Luft abzulassen und sich erleichtert zurückzulehnen, weil man seine Meinung gesagt hat. Schreiben wir massenhaft Briefe und Emails an die Regierung, gehen wir auf die Straße! Es soll endlich Schluss sein mit diesem Gestümpere, in dem Unschuldige ermordet werden!

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    Genau, dies ist der Weg um Bürgerunmut an der richtigen Stelle anzubringen!

    Genau, dies ist der Weg um Bürgerunmut an der richtigen Stelle anzubringen!

  5. ...etwas anderes kommt mir hier nicht in den Sinn! Wer legt eigentlich fest, was der BMVg öffentlich sagen darf, was in streng geheimen Papieren zu lesen ist? Wenn man in einer solch heiklen Angelegenheit wie dem Krieg in Afghanistan - und ja, es herrscht dort Krieg, auch wenn man das hierzulande immer noch leugnet - nicht mehr etwas geheimhalten kann, wo kommen wir hin? Wenn der BMVg alles ausplaudern soll, was als "streng geheim" klassifiziert ist, wozu brauchen wir dann überhaupt noch Formen der Geheimhaltung? Warum die Taliban nicht gleich direkt mit Informationen über die Aktionen der BW versorgen, dann können die sich rechtzeitig aus dem Staube machen und hierzulande bräuchte man keine Krokodilstränen über tote Taliban zu vergießen!
    Es wird Zeit, dass SPD und Grüne, wie auch die Öffentlichkeit, endlich begreifen, dass die BW dort Krieg führen muss, und daher benötigt die Truppe dafür die politischen und juristischen Voraussetzungen. Oberst Klein wollte die Taliban "vernichten" - richtig so, dafür ist er da! Die BW ist kein bewaffneter THW, das sollte endlich begriffen werden.
    Jetzt von der KSK als "Staat im Staate" zu sprechen, ist an Absurdität kaum noch zu toppen! Wenn jede Operation zuvor im Bundestag diskutiert würde, könnten wir einpacken. Zum Gespött aller haben wir uns eh gemacht. SPD und Grüne sollten innehalten - sie haben die BW dorthin geschickt, jetzt dürfen sie nicht jammern wg. möglicher unangenehmer Folgen! Das ist Pharisäertum.

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    Ich stimme ihnen voll zu: Warum sollten Bürger und Wähler überhaupt über irgendetwas informiert werden? Wozu sollten die sich auch eine Meinung bilden sollen? Und außerdem: Warum sollte sich eine Truppe im Krieg überhaupt um Gesetze scheren? Wozu gibt es die überhaupt für Herrschende, Polizisten und Soldaten?
    Sie haben Recht! Machen wir es uns alle einfach: Schaffen wir Demokratie, das GG und den Rest Rechtsstaat den wir noch haben einfach ab. Dann brauchen wir auch keine Tränen mehr darüber verlieren, wenn Kanzlerin und Minister die Bevölkerung belügen und Soldaten und Polizisten einfach machen was sie wollen.

    ...spricht aus Ihren Worten. Nur weil Details von Geheimoperationen geheimgehalten werden, und zwar aus guten Gründen (was in jedem Land der Erde völlig normal ist!), droht nicht das Ende von Demokratie und Grundgesetz, so etwas Närrisches! Und in der Tat: Otto-Normalbürger braucht nicht über jedes Detail von militärischen Geheimoperationen informiert zu werden, das ist Sache der Fachleute - vor allem, solange die Operationen noch laufen. Dass die Truppe natürlich nicht willkürlich handeln darf, sondern die internationalen Normen einzuhalten hat, ist selbstverständlich.
    M. E. hat Klein die richtige Entscheidung getroffen - er hat die Taliban zu bekämpfen, den Auftrag wollte er erfüllen. Mag sein, dass er dabei gegen NATO-Regeln verstoßen hat; es ist aber m. E. zu prüfen, ob diese nicht doch einmal der Realität anzupassen sind.
    Entweder will man die Taliban bekämpfen oder nicht. Das muss die Politik entscheiden. Wenn ja, dann aber unter Inkaufnahme aller Konsequenzen, also auch Kampf, Verwundung und Tod. Es kann nicht sein, dass die Truppe hinterher dermaßen vorgeführt wird, wie das derzeit der Fall ist - vor allem kann es nicht sein, dass diejenigen, die uns das eingebrockt haben, sich jetzt heuchlerisch als Kritiker der neuen Bundesregierung gerieren.
    Die Taliban müssen sich köstlich über uns amüsieren. Wer solche "Feinde" wie den Westen hat, braucht keine Freunde...

    Sie machen mir Angst.
    Darf ich eine Vermutug äußern? Sie sind Geländewagenfahrer (mit bullcatcher), haben am Fahrzeug ein Wunschkennzeichen mit der Ziffer 1, passionierter Jäger, leben in Bayern, bezeichnen sich selbst als tolerant und weltoffen, werfen jeden Sonntag in der katholischen Kirche Geld in den Klingelbeutel (Münzen, die hört der Nachbar, keine Scheine), leben in einer eher kleinen Gemeinde, in der Sie höchstes Ansehen genießen (z.B. Vorsitzender der CSU-Gemeinderatsfraktion), Sie würden gern einmal einen Polizei-Einsatz bei einer Demo leiten und sind ein strikter Gegner der Todesstrafe - mit Ausnahme der Fälle, in denen sie aber sowas von angebracht ist.
    Warum Ihre Kinder so komische Sachen machen, können Sie sich nicht erklären. Bislang hat ja aber noch niemand etwas gemerkt.
    Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr machen Sie mir Angst.

    Werter thinbest, Sie liegen hinsichtlich Ihrer, zweifellos phantasievollen, Vermutungen komplett daneben. Sie haben die Chance verpasst, sich sachbezogen zu meinem Kommentar zu äußern.

    Ich stimme ihnen voll zu: Warum sollten Bürger und Wähler überhaupt über irgendetwas informiert werden? Wozu sollten die sich auch eine Meinung bilden sollen? Und außerdem: Warum sollte sich eine Truppe im Krieg überhaupt um Gesetze scheren? Wozu gibt es die überhaupt für Herrschende, Polizisten und Soldaten?
    Sie haben Recht! Machen wir es uns alle einfach: Schaffen wir Demokratie, das GG und den Rest Rechtsstaat den wir noch haben einfach ab. Dann brauchen wir auch keine Tränen mehr darüber verlieren, wenn Kanzlerin und Minister die Bevölkerung belügen und Soldaten und Polizisten einfach machen was sie wollen.

    ...spricht aus Ihren Worten. Nur weil Details von Geheimoperationen geheimgehalten werden, und zwar aus guten Gründen (was in jedem Land der Erde völlig normal ist!), droht nicht das Ende von Demokratie und Grundgesetz, so etwas Närrisches! Und in der Tat: Otto-Normalbürger braucht nicht über jedes Detail von militärischen Geheimoperationen informiert zu werden, das ist Sache der Fachleute - vor allem, solange die Operationen noch laufen. Dass die Truppe natürlich nicht willkürlich handeln darf, sondern die internationalen Normen einzuhalten hat, ist selbstverständlich.
    M. E. hat Klein die richtige Entscheidung getroffen - er hat die Taliban zu bekämpfen, den Auftrag wollte er erfüllen. Mag sein, dass er dabei gegen NATO-Regeln verstoßen hat; es ist aber m. E. zu prüfen, ob diese nicht doch einmal der Realität anzupassen sind.
    Entweder will man die Taliban bekämpfen oder nicht. Das muss die Politik entscheiden. Wenn ja, dann aber unter Inkaufnahme aller Konsequenzen, also auch Kampf, Verwundung und Tod. Es kann nicht sein, dass die Truppe hinterher dermaßen vorgeführt wird, wie das derzeit der Fall ist - vor allem kann es nicht sein, dass diejenigen, die uns das eingebrockt haben, sich jetzt heuchlerisch als Kritiker der neuen Bundesregierung gerieren.
    Die Taliban müssen sich köstlich über uns amüsieren. Wer solche "Feinde" wie den Westen hat, braucht keine Freunde...

    Sie machen mir Angst.
    Darf ich eine Vermutug äußern? Sie sind Geländewagenfahrer (mit bullcatcher), haben am Fahrzeug ein Wunschkennzeichen mit der Ziffer 1, passionierter Jäger, leben in Bayern, bezeichnen sich selbst als tolerant und weltoffen, werfen jeden Sonntag in der katholischen Kirche Geld in den Klingelbeutel (Münzen, die hört der Nachbar, keine Scheine), leben in einer eher kleinen Gemeinde, in der Sie höchstes Ansehen genießen (z.B. Vorsitzender der CSU-Gemeinderatsfraktion), Sie würden gern einmal einen Polizei-Einsatz bei einer Demo leiten und sind ein strikter Gegner der Todesstrafe - mit Ausnahme der Fälle, in denen sie aber sowas von angebracht ist.
    Warum Ihre Kinder so komische Sachen machen, können Sie sich nicht erklären. Bislang hat ja aber noch niemand etwas gemerkt.
    Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr machen Sie mir Angst.

    Werter thinbest, Sie liegen hinsichtlich Ihrer, zweifellos phantasievollen, Vermutungen komplett daneben. Sie haben die Chance verpasst, sich sachbezogen zu meinem Kommentar zu äußern.

  6. Er werde «auch wenn es mal stürmt, stehen bleiben. So bin ich erzogen und so will ich das auch handhaben», sagte Guttenberg.

    fehlt jetzt nur noch sein ehrenwort, das gegebene oder das er gibt.

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    Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.

    Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.

    • joG
    • 14.12.2009 um 9:00 Uhr

    ...Ab- und Zugegang der Dokumente nicht gegengezeichnet wurden und denkbar, dass die Briefings des Minister durch Schneiderhahn und Wichert nicht tonaufgezeichnet wurden? Also liegen die eindeutigen Fakten vor und müssen nur sortiert werden.
    Wenn sie nicht vorliegen? Dann war das bestenfalls grobfahrläßig, da sich solche Fälle immer entwickeln können. Da muss man nachvollziehen können. Zu untersuchen wäre dann also nur, ob die Undurchsichtigkeit systemisch gewollt war. Folge wäre dann: Wissen können wir die Tatsachen nachher nie.

    Antwort auf "Wesentlich?"
  7. .
    sondern es besteht der begründete Verdacht, dass Sie Schneiderhan und Wichert als Bauernopfer gebracht haben und die Öffentlichkeit in die Irre geführt haben (volkstümlich: belogen!).

    Auch nach den Regeln der Aristokratie muss man jetzt nicht den Untersuchungsausschuss abwarten.

    Entkräften Sie die Anschuldigungen - oder treten Sie zurück!

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    Vermutlich ist sogar Herr Gutenberg als ein solcher eingeplant.Ich beteilige mich zwar nur nur ungern an Spekulationen aber hier folgende:
    -Der Angriff galt nicht einer Bedrohung,sondern hochrangigen Taliban
    -Das Ausschalten von Terroristen ist nicht durch unsere Rechtsprechung abgedeckt,die Alliierten sahen hier wohl eine einmalige Gelegenheit;ergo:es handelte sich wohl um eine inoffizielle Operation
    -Beteiligte Offiziere w(ü)urden im Falle der Entdeckung "mit Ihrem Wissen und Einverständnis" geopfert
    -Diese wollen aber nun im Nachhinein nicht vor dem Volk allen verantwortlich sein und reissen den ehemaligen Verteidigungsminister Jung(wohl gerechtfertigt)mit in den Abgrund
    Meine Fazit:
    Wieso jetzt z.Gutenberg ebenfalls gehen sollte,enzieht sich für mich jeglicher Logik.Die Ursache ist ganz woanders zu suchen.Jegliche wilden und kopflosen Unkenrufe unseres ehemaligen, fast schon großmäuligem Umweltministers S. Gabriel und desjenenigen,der gerne mal wieder irgendetwas in dieser Hinsicht wäre(J. Trittin),führen zu gar nichts. Man versucht sich in das öffentliche Leben zurückzubrüllen,nachdem man in der Grube der Bedeutungslosigkeit versunken war.Die SPD hat in der großen Koalition dein Afghanistaneinsatz getragen.Herr z.Guttenberg wurde ganz bewusst auf diesen Posten gesetzt, da er a)Soldat war,b)jung ist,c)im Falle des Sturzes seine Karriere noch lange nicht beendet wäre. Es wirkt fast einkalkuliert.Nun hat man aber das Problem, dass er seine Sache besser als erwartet macht.

    die bisher getroffenen Aussagen, selbst von Schneiderhan, geben dafür keinerlei Anhaltspunkt her.

    Bisher handelt es sich ausschließlich um eine diffamierende Verdächtigungskampagne!

    Guttenberg muss zudem gar nichts entkräften, in einem Rechtsstaat müssen Anklagen bewiesen werden. Wäre ja noch schöner wenn jeder Minister zurücktreten müsste, nur weil offenbar mächtige, interessierte Kreise immer neue Vorwürfe ohne jeglichen Beweis aus dem Hut zaubern. Dabei sind die Vorwürfe nicht mal plausibel bzw. hoch interessant in der Formulierung. Sie widersprechen Guttenberg allesamt nicht, sie implizieren lediglich eine andere Interpretation als Faktum. Akzeptiert man diese Interpretation als Faktum, so ist Guttenberg automatisch ein Lügner.
    Stellt man aber, wie Guttenberg die bisherige Interpretation selbst in Frage und nimmt vor allem bezüglich Schneiderhan das Recht zur Interpretation selbst in Anspruch, geben die Vorwürfe inhaltlich absolut nichts mehr her, nur hohle Luftblasen.
    Letztlich geht es hier ausschließlich um Deutungshoheit und die Macht die daran hängt, wenn bestimmte Sachverhalte nur nach bestimmten Gusto interpretiert werden dürfen.

    H.

    Vermutlich ist sogar Herr Gutenberg als ein solcher eingeplant.Ich beteilige mich zwar nur nur ungern an Spekulationen aber hier folgende:
    -Der Angriff galt nicht einer Bedrohung,sondern hochrangigen Taliban
    -Das Ausschalten von Terroristen ist nicht durch unsere Rechtsprechung abgedeckt,die Alliierten sahen hier wohl eine einmalige Gelegenheit;ergo:es handelte sich wohl um eine inoffizielle Operation
    -Beteiligte Offiziere w(ü)urden im Falle der Entdeckung "mit Ihrem Wissen und Einverständnis" geopfert
    -Diese wollen aber nun im Nachhinein nicht vor dem Volk allen verantwortlich sein und reissen den ehemaligen Verteidigungsminister Jung(wohl gerechtfertigt)mit in den Abgrund
    Meine Fazit:
    Wieso jetzt z.Gutenberg ebenfalls gehen sollte,enzieht sich für mich jeglicher Logik.Die Ursache ist ganz woanders zu suchen.Jegliche wilden und kopflosen Unkenrufe unseres ehemaligen, fast schon großmäuligem Umweltministers S. Gabriel und desjenenigen,der gerne mal wieder irgendetwas in dieser Hinsicht wäre(J. Trittin),führen zu gar nichts. Man versucht sich in das öffentliche Leben zurückzubrüllen,nachdem man in der Grube der Bedeutungslosigkeit versunken war.Die SPD hat in der großen Koalition dein Afghanistaneinsatz getragen.Herr z.Guttenberg wurde ganz bewusst auf diesen Posten gesetzt, da er a)Soldat war,b)jung ist,c)im Falle des Sturzes seine Karriere noch lange nicht beendet wäre. Es wirkt fast einkalkuliert.Nun hat man aber das Problem, dass er seine Sache besser als erwartet macht.

    die bisher getroffenen Aussagen, selbst von Schneiderhan, geben dafür keinerlei Anhaltspunkt her.

    Bisher handelt es sich ausschließlich um eine diffamierende Verdächtigungskampagne!

    Guttenberg muss zudem gar nichts entkräften, in einem Rechtsstaat müssen Anklagen bewiesen werden. Wäre ja noch schöner wenn jeder Minister zurücktreten müsste, nur weil offenbar mächtige, interessierte Kreise immer neue Vorwürfe ohne jeglichen Beweis aus dem Hut zaubern. Dabei sind die Vorwürfe nicht mal plausibel bzw. hoch interessant in der Formulierung. Sie widersprechen Guttenberg allesamt nicht, sie implizieren lediglich eine andere Interpretation als Faktum. Akzeptiert man diese Interpretation als Faktum, so ist Guttenberg automatisch ein Lügner.
    Stellt man aber, wie Guttenberg die bisherige Interpretation selbst in Frage und nimmt vor allem bezüglich Schneiderhan das Recht zur Interpretation selbst in Anspruch, geben die Vorwürfe inhaltlich absolut nichts mehr her, nur hohle Luftblasen.
    Letztlich geht es hier ausschließlich um Deutungshoheit und die Macht die daran hängt, wenn bestimmte Sachverhalte nur nach bestimmten Gusto interpretiert werden dürfen.

    H.

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