Luftschlag von Kundus Rühe wirft Merkels Regierung Mitschuld an Kundus-Attacken vor

Es fehlen Truppen, Ausrüstung und ein klar definierter Rahmen: Der Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe listet in der ZEIT Mängel der Afghanistanpolitik auf.

Der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) hat in einem Interview mit der ZEIT die Umstände des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan kritisiert und der von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführten Vorgängerregierung vorgeworfen, mitverantwortlich für den verheerenden Luftangriff von Kundus zu sein. "Wahrscheinlich sind in der Nacht des 4. September militärische Fehler gemacht worden", sagte er der ZEIT. "Aber nach meiner Einschätzung konnten diese Fehler nur passieren, weil die politischen Rahmenbedingungen des Einsatzes von der Großen Koalition falsch gesetzt worden sind."

Zugleich zeigte er Verständnis für den in Afghanistan kommandierenden Bundeswehr-Oberst Georg Klein, der wegen eines Feuerbefehls auf zwei von Taliban nahe des Ortes Kundus entführte Tankwagen derzeit unter Kritik steht. "Die Verantwortlichen in Kundus haben in der Nacht der Katastrophe mangels ausreichender Bodentruppen vermutlich gar keine Alternative gehabt, als den Luftschlag anzufordern, der so verheerende Folgen hatte." Luftschläge seien eigentlich die letzte Möglichkeit, wenn die eigene Truppe in ernster Bedrängnis ist, sagte Rühe: "In Kundus fing man gleich damit an. Die Option zu Aktionen mit geringerer Intensität fehlte. Das ist eine unmögliche Situation."

Anzeige

Von der jetzigen Bundesregierung forderte der CDU-Politiker eine "spürbare Verstärkung des deutschen Truppenkontingents". Nur so könne eine Wiederholung des Luftangriffs, bei dem bis zu 140 Menschen starben, verhindert werden. Im Januar tagt in Deutschland die nächste Afghanistan-Konferenz. Es wird damit gerechnet, dass bis dahin der deutsche Beitrag zu der von der Nato geplanten Truppenaufstockung diskutiert wird.

Rühe befürwortete deshalb auch die Strategie des amerikanischen Präsidenten Barack Obama, "mit verstärktem Einsatz jetzt die Voraussetzungen für einen Rückzug in absehbarer Zeit zu schaffen". Aus diesem Grund müsse nun auch die schwarz-gelbe Regierung in Berlin die deutschen Truppen besser ausrüsten und vorübergehend mehr Soldaten nach Afghanistan schicken.

Zu diesem Zweck müssten Union und FDP "noch einmal den Versuch" unternehmen, "auf die Sozialdemokraten zuzugehen", und sie dafür zu gewinnen, "kurzfristig – unabhängig von einer Afghanistan-Konferenz – die Bodentruppen quantitativ und qualitativ zu verstärken".

Gesprächsangebot
Verteidigungsminister Guttenberg prüft die Entsendung weiterer Soldaten – und den Dialog mit gemäßigten Auftsändischen

Verteidigungsminister Guttenberg prüft die Entsendung weiterer Soldaten – und den Dialog mit gemäßigten Auftsändischen

Am Wochenende hatte sich die SPD in der Diskussion über das künftige deutsche Engagement in Afghanistan gegen eine Aufstockung der Truppen ausgesprochen. "Für zusätzliche Kampftruppen über die bisherige Obergrenze hinaus wird es die Zustimmung der SPD nicht geben", sagte Parteichef Sigmar Gabriel. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sekundierte: "Wir müssen mehr tun für die Ausbildung und Ausstattung der afghanischen Armee und Polizei, wenn wir ernsthaft die Reduzierung und den Abzug der deutschen Truppen anstreben".

Die Bundesregierung hat wiederholt erklärt, nicht vor der internationalen Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London über eine Aufstockung der Bundeswehr-Truppen am Hindukusch entscheiden zu wollen. Auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der wegen des Luftschlages nahe Kundus ebenfalls unter Druck steht, sprach sich gegen eine frühe Festlegung auf Zahlen aus. "Wir formulieren jetzt die Strategie, und aus der folgt, wie viele Truppen und Zivilkräfte man braucht." Laut Medienberichten sind Experten im Ministerium aber bereits damit beschäftigt, Truppen- und Ausrüstungsplanungen auf Basis einer Anforderung von 2500 weiteren Soldaten bis zur Konferenz voranzutreiben.

Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT. Ab Donnerstag am Kiosk.

 
Leser-Kommentare
  1. >>Ein Fehler nach den Isaf-Regeln war es auch, vor dem Luftschlag die Menschen, die um die Tanklastwagen herumstanden, nicht durch drohende Überflüge zu vertreiben. Fünfmal haben die Piloten der beiden amerikanischen Kampfflugzeuge laut Com-Isaf-Bericht zweifelnd nachgefragt, ehe sie zwei satellitengesteuerte 500Pfund-Bomben ins Ziel brachten.<<, hier

    https://www.faz.net/s/Rub...

    in der FAZ, nicht gerade das Presseorgan der 'Linke', nachzulesen.

    Das ist nicht nur ein Fehler nach den 'Isaf-Regeln', sondern, inklusive der damit verbundenen Heimtücke, Mord.

    Das Bild, das sich herauskristallisiert, ist, dass Oberst Klein, die KSK im Nacken, eine so nicht gegebene Bedrohungslage behauptet hat - die angeblich in gefährlicher Nähe zum Lager befindlichen LKW hätten sich auch noch nach einem warnenden Überflug zerstören lassen, Trecker, mit denen sie freigeschleppt werden sollten, sind schliesslich keine D-Züge-, um ein paar Anführer der Taliban liquidieren zu lassen und dabei das Massaker an den Zivilisten in Kauf genommen hat - 'bloss nicht warnen!'.

    Krieg, kriegsähnliche Zustände, Verteidigung Deutschlands am Hindukush: Es fehlt, wenn man die Dinge beim Namen nennen will: Kriegsverbrechen

    Die KSK-Strategie in Kundus führt, weitergedacht, geradewegs zu Flächenbombardements in Afghanistan - Vietcong, hups, Taliban meine ich natürlich, sind dann nämlich auch sicher unter den Opfern.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wer bei diesem Luftangriff von Mord spricht, der verleugnet die Realität in AFG. Wirklich perfide aber ist es einem deutschen Oberst, der lange Kommandeur des PRT Kunduz war und dabei eigene Soldaten verloren hat, ein Kapitalverbrechen zu unterstellen. Sie sollten sich schämen!
    Als Offizier und Staatsbürger habe ich eine vollkommen andere Sichtweise.
    1. Die Aufständischen sind die Verbrecher, denn sie benutzen die Bevölkerung als Schutzschild, verstecken sich unter ihr, terrorisieren sie, sprengen sie mit in die Luft.
    2. Der Ort des Luftagriffs befand sich über 2km vom nächsten Dorf entfernt. Die Bevölkerung mußte wissen, daß es sich um Aufständische handelt. Ein Fahrer war bereits erschossen worden. Der Fluglärm der F-15 war zu hören. Wer sich dort aufhielt war also keineswegs ein "Unbeteiligter" und verdient kein Mitleid.
    3. Die Aufständischen und deren Anführer waren ein lohnendes militärisches Ziel. Vor dem Hintergrund der kritischen Gesamtlage in der Region, war es folgerichtig sie zu vernichten und damit die Aufständischen erheblich zu schwächen.
    4. Die Afghanen und die Amtsträger in der Region, haben sich positiv zu dem Luftangriff geäußert, da wir Deutschen endlich mal gehandelt haben. Wären überwiegend Zivilisten "ermordet" worden, wäre das Echo wohl nicht positiv gewesen.
    5. Überflüge sind nicht in jeder Situation ein probates Mittel, da sie dem Gegner die Möglichkeit geben das Weite zu suchen, um am nächsten Tag wieder einen Anschlag zu begehen.

    das ist läuft nicht unter mord, sondern krieg.

    Wer bei diesem Luftangriff von Mord spricht, der verleugnet die Realität in AFG. Wirklich perfide aber ist es einem deutschen Oberst, der lange Kommandeur des PRT Kunduz war und dabei eigene Soldaten verloren hat, ein Kapitalverbrechen zu unterstellen. Sie sollten sich schämen!
    Als Offizier und Staatsbürger habe ich eine vollkommen andere Sichtweise.
    1. Die Aufständischen sind die Verbrecher, denn sie benutzen die Bevölkerung als Schutzschild, verstecken sich unter ihr, terrorisieren sie, sprengen sie mit in die Luft.
    2. Der Ort des Luftagriffs befand sich über 2km vom nächsten Dorf entfernt. Die Bevölkerung mußte wissen, daß es sich um Aufständische handelt. Ein Fahrer war bereits erschossen worden. Der Fluglärm der F-15 war zu hören. Wer sich dort aufhielt war also keineswegs ein "Unbeteiligter" und verdient kein Mitleid.
    3. Die Aufständischen und deren Anführer waren ein lohnendes militärisches Ziel. Vor dem Hintergrund der kritischen Gesamtlage in der Region, war es folgerichtig sie zu vernichten und damit die Aufständischen erheblich zu schwächen.
    4. Die Afghanen und die Amtsträger in der Region, haben sich positiv zu dem Luftangriff geäußert, da wir Deutschen endlich mal gehandelt haben. Wären überwiegend Zivilisten "ermordet" worden, wäre das Echo wohl nicht positiv gewesen.
    5. Überflüge sind nicht in jeder Situation ein probates Mittel, da sie dem Gegner die Möglichkeit geben das Weite zu suchen, um am nächsten Tag wieder einen Anschlag zu begehen.

    das ist läuft nicht unter mord, sondern krieg.

  2. mehr als 60 Jahre haben deutsche Politiker keine Erfahrungen machen können und brauchen mit Entscheidungen in diesem Bereich, und sicher war das auch gut so. Jetzt haben wir uns entschieden auch unsere Soldaten in die Welt zu schicken und unter dem Mandat der UN Frieden zu schaffen. Dann bitte müssen sich die Damen und Herren Politiker jetzt aber auch mal schleunigst anstrengen die fehlenden Erfahrungen zu erwerben. Vielleicht kann man ja mal Andere fragen, oder bei Anderen schauen.

    Aber die Regeln bei militärischen Einsätzen lassen ein diskutieren bis zum .... nicht zu. Leider, und dessen hätte man sich im Vorhinein versichern können, laufen solch militärische Einsätze mal gern nach anderen Grundsätzen und dann kann ich nicht um jeden Soldaten debattieren. Das muss doch mal zu begreifen sein. Ansonsten laufen wir Gefahr, deutlich mehr Verluste zu erfahren - beim Militär geht es nun mal um Leben und Tot.

    Die Politik war der Meinung die Verantwortung dafür übernehmen zu können, bitte dann tut es auch endlich und haltet Euch nicht mit Untersuchungsauschüssen auf, um dort Eure politischen Scharmützel auszutragen. Gestorben wird nicht im Parlament sondern gestorben wird an anderen Orten und das zu Bedingungen, die sich hier niemand auch nur annähernd vorstellen kann.

    • gquell
    • 21.12.2009 um 13:53 Uhr

    Leider sind die echten Kriegsteilnehmer unter den Bundestagsabgeordneten ausgestorben oder haben keinen Einfluß mehr.
    Die heutigen Entscheider sitzen sicher in warmen Sesseln und wollen wieder Krieg spielen lassen. Es ist wie im Feudalismus, die Damen und Herren lassen kämpfen. Und dann, wenn ein Soldat wie der Oberst Klein konsequent reagiert, wird laut aufgejault. Sorry, wenn wir Soldaten in den Krieg schicken, dann müssen wir damit rechnen, daß es zivile Opfer gibt.
    Wir haben meiner Meinung nach nichts in Afghanistan zu suchen. Deutschland hat zwei verheerende Weltkriege geführt. Nach diesen Erfahrungen gibt es auch heute noch überhaupt keinen Grund unsere Soldaten dort hin zu schicken.

    • xpol
    • 21.12.2009 um 14:33 Uhr

    ... war in der grossen Koalition nicht angesagt und bisher von der Presse vergessen - jetzt gibt er seine Weisheiten zum Besten.

    Klar gibt es eine "Schuld" auch der Merkel/Steinmeier-Regierung. Die Abhilfe wäre aber gewesen, den Unfug von Rot-Grün zu revidieren, also den Vizekanzler blosszustellen.

    Sicher eine nur sehr theoretische Möglichkeit, weil ohne Mehrheit - also ohne die SPD - nicht zu machen.

    Mehr Truppen nützen gar nichts:
    Ob nun 5.000 oder 10.000 nichts Substantielles leisten dürfen, ist letztlich egal.

  3. Wer bei diesem Luftangriff von Mord spricht, der verleugnet die Realität in AFG. Wirklich perfide aber ist es einem deutschen Oberst, der lange Kommandeur des PRT Kunduz war und dabei eigene Soldaten verloren hat, ein Kapitalverbrechen zu unterstellen. Sie sollten sich schämen!
    Als Offizier und Staatsbürger habe ich eine vollkommen andere Sichtweise.
    1. Die Aufständischen sind die Verbrecher, denn sie benutzen die Bevölkerung als Schutzschild, verstecken sich unter ihr, terrorisieren sie, sprengen sie mit in die Luft.
    2. Der Ort des Luftagriffs befand sich über 2km vom nächsten Dorf entfernt. Die Bevölkerung mußte wissen, daß es sich um Aufständische handelt. Ein Fahrer war bereits erschossen worden. Der Fluglärm der F-15 war zu hören. Wer sich dort aufhielt war also keineswegs ein "Unbeteiligter" und verdient kein Mitleid.
    3. Die Aufständischen und deren Anführer waren ein lohnendes militärisches Ziel. Vor dem Hintergrund der kritischen Gesamtlage in der Region, war es folgerichtig sie zu vernichten und damit die Aufständischen erheblich zu schwächen.
    4. Die Afghanen und die Amtsträger in der Region, haben sich positiv zu dem Luftangriff geäußert, da wir Deutschen endlich mal gehandelt haben. Wären überwiegend Zivilisten "ermordet" worden, wäre das Echo wohl nicht positiv gewesen.
    5. Überflüge sind nicht in jeder Situation ein probates Mittel, da sie dem Gegner die Möglichkeit geben das Weite zu suchen, um am nächsten Tag wieder einen Anschlag zu begehen.

    Antwort auf "Massaker"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • FD
    • 21.12.2009 um 15:18 Uhr

    Wenn Sie wirklich Offizier sind, folgendes an die Hand und mit auf den Weg!

    1. Der MAD überwacht alle Äußerungen in Zusammenhang mit der BW.

    2. Der MAD überwacht auch, ob BW-Angehörige sich rechts- oder linksradikal geben.

    3. Die Aufständischen sind Bürgerkriegspartei!

    4. Die "Afghanen" giebt es nicht. Es giebt Mudshaheddin, Taliban, Paschtunen, Turkmenen und ...

    5. Ich habe viele "afghanische" Kollegen, die sich untereinander auch bei der Arbeit in die Haare kriegen.

    6. Die gegenwärtigen Amtsträger sind in aller Regel korrupte Helfershelfer der Warlords und Drogenbarone.

    7. Auch in Deutschland gab es mal eine Zeit wie in Afghanistan. Wenn Sie wirklich Offz. sein sollten,wissen Sie aus dem Geschichtsunterricht an der OSH, daß Deutschland im 30jährigen Krieg die gleichen Probleme hatte. Jeder gegen jeden. Und fremde Truppen im Land, die meinten zeigen zu müssen, wie man richtig (jeweilige Religion beachten) lebt. Was sollten die Dorfbewohner denn machen? Widerstand leisten und sich töten lassen? Die Bundeswehr war ja nicht da, um das Dorf zu schützen.

    Die ganze Dummheit Ihrer Äußerungen ergiebt sich aus der Tatsache, daß der Vorfall unweit des Deutschen Lagers stattfand. Dann hätte die BW also über Jahre hinweg ein Dorf voller Talibansypatiesanten in ihrer Nähe geduldet ohne das Dorf zu überwachen.

    Wenn Terroristen Zivilisten als Schutzschid mißbrauchen, darf man doch nicht den Schutzschild erschießen.

    Menschenverachtend, grundgesetzwidrig, eines Offiers unwürdig!!!

    • FD
    • 21.12.2009 um 15:18 Uhr

    Wenn Sie wirklich Offizier sind, folgendes an die Hand und mit auf den Weg!

    1. Der MAD überwacht alle Äußerungen in Zusammenhang mit der BW.

    2. Der MAD überwacht auch, ob BW-Angehörige sich rechts- oder linksradikal geben.

    3. Die Aufständischen sind Bürgerkriegspartei!

    4. Die "Afghanen" giebt es nicht. Es giebt Mudshaheddin, Taliban, Paschtunen, Turkmenen und ...

    5. Ich habe viele "afghanische" Kollegen, die sich untereinander auch bei der Arbeit in die Haare kriegen.

    6. Die gegenwärtigen Amtsträger sind in aller Regel korrupte Helfershelfer der Warlords und Drogenbarone.

    7. Auch in Deutschland gab es mal eine Zeit wie in Afghanistan. Wenn Sie wirklich Offz. sein sollten,wissen Sie aus dem Geschichtsunterricht an der OSH, daß Deutschland im 30jährigen Krieg die gleichen Probleme hatte. Jeder gegen jeden. Und fremde Truppen im Land, die meinten zeigen zu müssen, wie man richtig (jeweilige Religion beachten) lebt. Was sollten die Dorfbewohner denn machen? Widerstand leisten und sich töten lassen? Die Bundeswehr war ja nicht da, um das Dorf zu schützen.

    Die ganze Dummheit Ihrer Äußerungen ergiebt sich aus der Tatsache, daß der Vorfall unweit des Deutschen Lagers stattfand. Dann hätte die BW also über Jahre hinweg ein Dorf voller Talibansypatiesanten in ihrer Nähe geduldet ohne das Dorf zu überwachen.

    Wenn Terroristen Zivilisten als Schutzschid mißbrauchen, darf man doch nicht den Schutzschild erschießen.

    Menschenverachtend, grundgesetzwidrig, eines Offiers unwürdig!!!

  4. das ist läuft nicht unter mord, sondern krieg.

    Antwort auf "Massaker"
  5. 6. Der wahre Skandal von Kunduz liegt vielmehr darin, daß die Politik die Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen will, die sie selbst geschaffen hat. Es wird vom zivilen Wiederaufbau geschwafelt, aber die Mittel werden seit Anbeginn des Einsatzes nicht bereit gestellt. Wo sind denn die Polizisten, die die Polizei ausbilden sollen. Feldjäger der Bundeswehr müssen in die Bresche springen! Wo sind denn die Gelder geblieben, die nach AFG geflossen sind? Der AFG Staat ist von Korruption zerfressen! Warum trauen sich die Aufständischen quasi direkt vor dem deutschen Feldlager Tanklastwagen zu entführen? Weil die Deutschen ungenügend Bodenkräfte, keine Mörser oder Artillerie haben und durch die Passivität der Vergangenheit ein entschiedendes Vorgehen nicht zu erwarten ist!
    7. Ich kenne keinen Kameraden, der scharf darauf ist sich wegsprengen oder wegschießen zu lassen. Auch das Leid in diesem Land macht keinem Spaß. Wir sind jedoch Soldaten und wenn man uns in "kriegsähnliche Zustände" schickt, muß man damit rechnen, daß zurückgeschossen wird.
    8. Es war wohl ein Fehler zu behaupten, daß es sich bei Tanklastern um eine unmittelbare Bedrohung für das Feldlager gehandelt habe. Derartige Vernebelungsversuche fliegen ohnehin auf.
    Oberst Klein hat Luftunterstützung angefordert, obwohl er dies nicht gedurft hätte (keine "Troops in Contact"), und damit bis zu 142 Aufständische und deren Unterstützer vernichtet.
    Mein Respekt für diesen Entschluß gilt Oberst Klein!

    • FD
    • 21.12.2009 um 15:18 Uhr

    Wenn Sie wirklich Offizier sind, folgendes an die Hand und mit auf den Weg!

    1. Der MAD überwacht alle Äußerungen in Zusammenhang mit der BW.

    2. Der MAD überwacht auch, ob BW-Angehörige sich rechts- oder linksradikal geben.

    3. Die Aufständischen sind Bürgerkriegspartei!

    4. Die "Afghanen" giebt es nicht. Es giebt Mudshaheddin, Taliban, Paschtunen, Turkmenen und ...

    5. Ich habe viele "afghanische" Kollegen, die sich untereinander auch bei der Arbeit in die Haare kriegen.

    6. Die gegenwärtigen Amtsträger sind in aller Regel korrupte Helfershelfer der Warlords und Drogenbarone.

    7. Auch in Deutschland gab es mal eine Zeit wie in Afghanistan. Wenn Sie wirklich Offz. sein sollten,wissen Sie aus dem Geschichtsunterricht an der OSH, daß Deutschland im 30jährigen Krieg die gleichen Probleme hatte. Jeder gegen jeden. Und fremde Truppen im Land, die meinten zeigen zu müssen, wie man richtig (jeweilige Religion beachten) lebt. Was sollten die Dorfbewohner denn machen? Widerstand leisten und sich töten lassen? Die Bundeswehr war ja nicht da, um das Dorf zu schützen.

    Die ganze Dummheit Ihrer Äußerungen ergiebt sich aus der Tatsache, daß der Vorfall unweit des Deutschen Lagers stattfand. Dann hätte die BW also über Jahre hinweg ein Dorf voller Talibansypatiesanten in ihrer Nähe geduldet ohne das Dorf zu überwachen.

    Wenn Terroristen Zivilisten als Schutzschid mißbrauchen, darf man doch nicht den Schutzschild erschießen.

    Menschenverachtend, grundgesetzwidrig, eines Offiers unwürdig!!!

    Antwort auf "Appell an die Vernunft"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service