Bundeswehr Soldat mit Afghanistanerfahrung wird neuer GeneralinspekteurSeite 3/3

Eine weitere Generalstabsausbildung bei der US-Armee in Kansas schloss sich an. In den Neunzigerjahren befehligte er erneut ein Panzerartilleriebataillon und absolvierte einen Auslandseinsatz in Bosnien. 1999 setzte er sich mit strukturellen Problemen beim Heer auseinander. Er leitete für acht Monate eine Studiengruppe für die Fortentwicklung der Teilstreitkraft. Das Heer, das mit schweren Panzern und Artillerie allein auf die Landesverteidigung ausgerichtet war, musste und muss für die Aufgaben innerhalb der Einsatzarmee stark umgebildet werden.

Wieker hat bereits gezeigt, dass er Soldaten führen und ihr Vertrauen gewinnen kann. In den nächsten Wochen und Monaten wird er zudem Qualitäten als Krisenmanager und Diplomat beweisen müssen. Im Ministerium muss es das schwindende Vertrauen zum Minister wieder herstellen. Guttenberg und Schneiderhan verhärteten zuletzt mit öffentlicher gegenseitiger Kritik die Fronten. Die Loyalität der Soldaten wird so auf eine harte Probe gestellt.

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Auch am Freitag legte der Minister nach. Am Ende seines Statements vor der Presse rief ein Journalist dem Minister zu: "Was soll Herr Wieker anders machen als Herr Schneiderhan?" Guttenberg zögerte kurz und sagte dann: "Er ist ein erstklassiger Soldat." Dann ging der Minister mit schnellen Tritten davon. "Wir hat er das denn gemeint?", fragte ein Soldaten einen Kameraden empört. "Meint er etwa, Schneiderhan war es nicht?" Der Andere zuckte nur ratlos mit den Schultern. Die Kommunikation zwischen Minister und Soldaten bedarf eines Übersetzers – auf Wieker kommt damit eine weitere Aufgabe zu.

 
Leser-Kommentare
  1. Der Eine kommt, der Andere sollte gehen.

    • Jokus
    • 18.12.2009 um 21:16 Uhr

    Nein, der Andere sollte nicht gehen, sondern ab und zu schneller denken als reden.

  2. Gehen wir mal hoffnungsfroh davon aus, dass der Kamerad Wieker dem Verschleiern und Vertuschen, um die Umstände des Vorfalls vom 04. September, ein Ende bereiten wird!

  3. Viel Erfolg für den neuen Generalinspektor und seinen Mentor.

  4. Ein wenig untergriffig die beleidigte Leberwurst namens Guttenberg?

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