Rechtsextremismus DVU offenbar vor der Pleite
Für die rechtsextreme Partei DVU zeichnet sich der finanzielle Ruin ab. Grund sind sinkende Mitgliederzahlen und schlechte Wahlergebnisse.
© Sean Gallup/Getty Images

Gerhard Frey ist Begründer der DVU
Die zweitgrößte rechtsextreme Partei in Deutschland, die DVU, steht offenbar vor dem finanziellen Zusammenbruch. Nach Informationen von NDR Info werden die staatlichen Zuwendungen für die Partei bei der alljährlichen Festsetzung Mitte Februar um rund 25 Prozent zurückgehen.
Außerdem wird die Partei nach Informationen des Senders wegen ihrer schlechten Wahlergebnisse des vergangenen Jahres Rückzahlungen an die Staatskasse in fünfstelliger Höhe leisten müssen. Verfassungsschützer halten deshalb ein Überleben der Partei für zweifelhaft. Auch die Mitgliederzahlen der rechtsextremen Partei sind weiter rückläufig.
Nach dem NDR Info vorliegenden Rechenschaftsbericht der Partei für das Jahr 2008 weist die DVU formal eine Zahl von 6180 Mitgliedern aus. Verfassungsschutzbehörden werden nach Informationen des Senders die DVU-Mitgliederzahl für das Jahr 2009 um ein weiteres Fünftel reduziert auf dann unter 5000 beziffern.
Zudem hat das zu erwartende Finanzdesaster die Partei mittlerweile in eine Führungskrise gestürzt: Die DVU-Landesverbände Niedersachsen und Schleswig-Holstein betreiben die Abwahl des Bundesvorsitzenden Mathias Faust aus Hamburg und seines hauptamtlichen Pressesprechers Andreas Molau aus Niedersachsen. Faust lässt sich seine Arbeit mit monatlich rund 4000 Euro aus der Parteikasse honorieren, Molau erhält rund 5000 Euro brutto. Zusammengerechnet kosten die beiden Spitzenfunktionäre mehr als die Hälfte der zu erwartenden Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung.
Die Partei ist darüber hinaus hoch verschuldet. Im Rechenschaftsbericht ist ein Kredit von rund 980.000 Euro ausgewiesen. Kreditgeber ist nach Informationen von NDR Info der Verleger und Herausgeber der als rechtsextrem eingestuften Nationalzeitung, Gerhard Frey aus München. Frey ist der Gründer der DVU, hatte sich aber Ende 2008 aus der aktiven Parteiarbeit verabschiedet.
Nach einem Zerwürfnis mit seinem Nachfolger als Parteichef, Mathias Faust, übt Frey durch seine Kreditforderungen weiterhin Druck aus. Der Kredit wird lediglich verzinst und belastet die Parteikasse mit jährlich rund 50.000 Euro. Verfassungsschützer, wie der Chef des schleswig-holsteinischen Landesamtes, Horst Eger, sprechen vor diesem Hintergrund von "kaum wahrnehmbaren politischen Aktivitäten" der DVU-Kader.
Dennoch lässt das zu erwartende Ende der rechtsextremen Partei die Verfassungsschutzämter nicht unbesorgt. Sie verweisen darauf, dass das rechtsextreme Potenzial auch nach dem Verschwinden der DVU in den Köpfen weiter vorhanden sei.
Bisher habe die DVU erhebliche Teile von Sympathisanten islamfeindlicher Einstellungen gebunden, sagt zum Beispiel die Sprecherin des niedersächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Maren Brandenburger. Zu befürchten sei, dass mit solchen rechtspopulistischen Einstellungen in Zukunft zunehmend Stimmungen in der Bevölkerung aufgegriffen werden könnten.
Die Erfolge der Pro-Bewegung in NRW deuteten an, welche Brisanz in diesem Thema liege, sagt Maren Brandenburger: "Was uns besonders besorgt, ist die Tatsache, dass diese islamfeindlichen Muster über den engeren Rechtsextremismus hinaus auf Zustimmung stoßen und damit diese Einstellungsmuster aus dem Schmuddel-Image des Rechtsextremismus herauskommen könnten."
- Datum 22.01.2010 - 07:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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[ entfernt: Bitte bleiben Sie trotz allem sachlich. Danke. Die Redaktion/m.e. ] Wird auch Zeit, wenn die schon nicht daran zugrunde gehen dass die Mitgliederzahl sinkt und sie nicht mehr gewählt werden, dann eben weil sie keine finanziellen Mittel mehr haben. Gut !
kann "hasenfuss 2009"ihnen nur beipflichten.
Da wo unser Grundgesetz versagt, schafft sich die Kraft des "Kapitals" das Recht! Der Beweis, dass Geld stinkt!
Es ist mir eh unerklärlich, wie man Nazipolitik in der sog. demokratischen Geselschaftsführung, zu dulden hat.
Es erstaunt mich aber nicht, dass alle Politiker der jetzigen Generation an der Heiligen Kuh, das Grundgesetz, nichts zu ändern wagen, wenn ich die quälenden Entscheidungsdebatten über alles und nichts, verfolge.
Der Spruch- Kommt Zeit, kommt Rat- Gedult bringt Rosen...eine Lebenswhrheit, aus dem Volk, auf welche zumindst noch Verlass ist.
kann "hasenfuss 2009"ihnen nur beipflichten.
Da wo unser Grundgesetz versagt, schafft sich die Kraft des "Kapitals" das Recht! Der Beweis, dass Geld stinkt!
Es ist mir eh unerklärlich, wie man Nazipolitik in der sog. demokratischen Geselschaftsführung, zu dulden hat.
Es erstaunt mich aber nicht, dass alle Politiker der jetzigen Generation an der Heiligen Kuh, das Grundgesetz, nichts zu ändern wagen, wenn ich die quälenden Entscheidungsdebatten über alles und nichts, verfolge.
Der Spruch- Kommt Zeit, kommt Rat- Gedult bringt Rosen...eine Lebenswhrheit, aus dem Volk, auf welche zumindst noch Verlass ist.
"Was uns besonders besorgt, ist die Tatsache, dass diese islamfeindlichen Muster über den engeren Rechtsextremismus hinaus auf Zustimmung stoßen und damit diese Einstellungsmuster aus dem Schmuddel-Image des Rechtsextremismus herauskommen könnten."
Wer so die Kritik am Islam diffamiert wie Frau Brandenburger, der ist in einem Amt, das unsere Verfassung schützen soll, offensichtlich am falschen Platz.
Dass die DVU auf diesem Weg verschwindet, ist übrigens kein Fehler. So wird der Weg vielleicht eines Tages für eine rechte, konservative Partei frei, wie sie es in anderen europäischen Ländern längst gibt.
Im übrigen: Ich staune ja, dass die hysterisierten politischen Trupps, die damals ein Österreich-Boykott verhängten, als Haider auftauchte, nun kein Boykott gegen Italien (Lega Nord), gegen Dänemark oder Norwegen und vor allem gegen Holland (Wilders und die PVV) ausrufen ...
Wieso eigentlich?
Man könnte doch prima mit der Antifa in diesen Staaten einmarschieren und ihnen mal zeigen, wo wir Bessermenschen den Most herholen: von der multikulturell und gegenderten Streuobstwiese natürlich! [ Anmerkung: Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
kann "hasenfuss 2009"ihnen nur beipflichten.
Da wo unser Grundgesetz versagt, schafft sich die Kraft des "Kapitals" das Recht! Der Beweis, dass Geld stinkt!
Es ist mir eh unerklärlich, wie man Nazipolitik in der sog. demokratischen Geselschaftsführung, zu dulden hat.
Es erstaunt mich aber nicht, dass alle Politiker der jetzigen Generation an der Heiligen Kuh, das Grundgesetz, nichts zu ändern wagen, wenn ich die quälenden Entscheidungsdebatten über alles und nichts, verfolge.
Der Spruch- Kommt Zeit, kommt Rat- Gedult bringt Rosen...eine Lebenswhrheit, aus dem Volk, auf welche zumindst noch Verlass ist.
auch zeit.
bin bestimmt nicht traurig das die von der bildfläche verschwinden.
25% weniger? So kommt's, wenn die V-Männer und V-Frauen nicht mehr ihre DVU-Mitgliedsbeiträge zahlen. Hätte ja auch schon früher jemand drauf kommen können.
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