Treffen der Koalitionsspitzen Schwarz-Gelb einigt sich auf die Politur des Images
Über Inhalte war nach dem Treffen von Merkel, Seehofer und Westerwelle wenig Neues zu hören. Worüber sie sich einig waren: Sie müssen besser rüberkommen.
© dpa - Bildfunk

Die Parteichefs kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen. Drei Monate später müssen sie nun einen "kommunikativen Neustart" versuchen
Am Tag eins nach dem Koalitionspitzentreffen der drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Guido Westerwelle (FDP) wissen die Beteiligten eine Menge Freundliches übereinander zu sagen. In "bester Atmosphäre" sei das Gespräch verlaufen, ließ die Kanzlerin über Regierungssprecher Christoph Steegmans ausrichten. "Entspannt und ergebnisorientiert" fand CSU-Chef Seehofer die Zusammenkunft. "Von Krise war zu keiner Sekunde auch nur eine Spur zu merken." Und für die FDP stellte Generalsekretär Christian Lindner fest: Das Gespräch habe zu einer "klimatischen Verbesserung" geführt.
Doch bei aller zur Schau gestellten Harmonie: In einer Hinsicht jedenfalls sehen die Oberkoalitionäre deutlich Verbesserungsbedarf, nämlich beim Erscheinungsbild des schwarz-gelben Regierungsbündnisses. Mit der Außendarstellung habe es in den letzten Wochen nicht eben zum Besten gestanden, räumte Seehofer ein. Glaubt man dem CSU-Chef, dann wird das jetzt jedoch abgestellt. In Zukunft solle über das Tun der Regierung insgesamt weniger, vor allem aber besser geredet werden. Das habe man in der trauten Runde im Kanzleramt und anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen verabredet: "Wir können nicht alle Entscheidungen monatelang diskutieren", warnte Seehofer.
Seine Forderung nach einem Neustart der noch jungen Koalition wollte er deswegen auch keineswegs ganz zurücknehmen. Es werde einen "kommunikativen Neustart" geben, kündigte er an.
Darüber hinaus allerdings scheint das Treffen im Kanzleramt wenig bis keine Ergebnisse erbracht zu haben – weshalb der kommunikative Neustart schon am selben Tag, an dem er von Seehofer ausgerufen wurde, nicht so recht funktionieren wollte.
Vor allem beim Hauptstreitpunkt Steuerreform kursieren auch nach dem Spitzentreffen unterschiedliche Interpretationen. Und dies verwundert nicht. Schließlich hatte die Dreier-Runde zwar, wie nicht anders zu erwarten, festgestellt, dass der Koalitionsvertrag gilt. Doch genau der war ja von den Regierungsparteien in den vergangenen Wochen sehr unterschiedlich ausgelegt worden. Während die FDP in ihm die künftige Steuerreform genau beschrieben sieht, hatte die Union stets darauf gepocht, das ganze Vorhaben stehe unter Finanzierungsvorbehalt.
Und daran hat sich kaum etwas geändert. Fest steht nun nur, dass es in jedem Fall eine Steuerstrukturreform geben soll. Dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Wochenende in einem Interview auch das "ob" in Frage gestellt habe, wurde am Montag von allen Seiten dementiert.
Auch beim Zeitpunkt, wann die Reform in Kraft treten soll, hat man sich angenähert. Die FDP hat sich hier offenkundig dem Drängen der Union gebeugt und besteht nicht mehr auf dem Termin 2011, sondern wäre auch damit einverstanden, dass die Steuern erst 2012 gesenkt werden.
Beim Umfang der angestrebten Entlastungen sprechen die Koalitionäre allerdings nach wie vor mit unterschiedlichen Stimmen. "Das Entlastungsvolumen von insgesamt 24 Milliarden Euro ist bestätigt worden", sagte FDP-Generalsekretär Lindner. Seehofer gab sich da weniger eindeutig. Stattdessen holt er während eines Pressegesprächs immer wieder einen Zettel heraus, auf dem er handschriftlich die Sätze notiert hatte, mit denen er künftig alle Fragen zur Steuerreform beantworten will. "Von den vereinbarten 24 Milliarden sind 4,6 Milliarden bereits umgesetzt. Die Einzelheiten werden im Lichte der aktualisierten Wirtschafts-, Wachstums- und Steuerdaten entschieden", heißt es da. Sprich: erst nach der nächsten Steuerschätzung im Mai.
Nach Unionslesart steht der Umfang der Reform damit noch nicht fest. Die Größenordnung sei offen, verkündete denn auch Unionsfraktionschef Volker Kauder am Morgen nach dem Treffen. Die noch ausstehenden 19,5 Milliarden Euro, heißt es aus Unionskreisen, seien für die Christdemokraten zwar ein erstrebenswertes Ziel aber keine absolute Festlegung. Spätestens im Mai dürfte der Koalitionsstreit darüber in die nächste Runde gehen.
- Datum 18.01.2010 - 16:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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ist ja in der Politik schon seit Jahrzehnten angesagt, aber was Schwarz-Gelb da als Politikspektakel abzieht, liegt ja jenseits von Gut und Böse.
Früher rollten Köpfe, heute schwarze Köfferchen.
Keine Bewegung bei Steinbach, eine minimale Bewegung bei der Steuer, über Türkeipolitik kein Wort.
hat die fuehrungskraefte die er verdient hat. Die bewaehrungsfrist endet im MAI 2010 bei den wahlen NRW.
ob ich über die Wahlen froh sein soll (NRW),
es wäre schön wenn die Bienemaja-Koalition nicht gewinnt und somit keinen weiteren Schaden anrichten kann in NRW und im Bund aber das diese Damen und Herrn dann bis 2013 bezahlt werden und ständig ins weinerliche sowie durch sakastisches lächeln, Horn blasen und sagen:
`` Wir würden ja dies und das ggf.,evtl mal machen oder probieren, aber wir haben ja nicht die Mehrheit im Bundesrat``
ob ich über die Wahlen froh sein soll (NRW),
es wäre schön wenn die Bienemaja-Koalition nicht gewinnt und somit keinen weiteren Schaden anrichten kann in NRW und im Bund aber das diese Damen und Herrn dann bis 2013 bezahlt werden und ständig ins weinerliche sowie durch sakastisches lächeln, Horn blasen und sagen:
`` Wir würden ja dies und das ggf.,evtl mal machen oder probieren, aber wir haben ja nicht die Mehrheit im Bundesrat``
Die Landtagswahl in NRW im Mai wird darüber entscheiden, ob die Christsozialdemoliberalen auch eine Mehrheit im Bundesrat haben werden. Dass bis dahin absolut nichts entschieden wird, was irgendwie Wählerstimmen kosten könnte, war von vornherein klar. Da wird nur stillgehalten und hinausgezögert, Zuversicht verbreitet und gehofft. Erst wenn man NRW im Sack hat, wird die Post abgehen.
Einigen Politikern wird es offenbar langweilig, so dass sie aus reiner Profilierungssucht doch mal den Mund aufmachen und jetzt wird allgemein wieder der Maulkorb verordnet. Bloss nicht die Pferde scheu machen, sind ja nur noch ein paar Monate, dann dürft ihr wieder...
kann polieren so viel sie will, da gibt es nichts mehr zu kitten. Wer in seinen Reihen einen Brandstifter wie Roland Koch duldet, wer in der FDP einen Vorsitzenden duldet, der allenfalls in einer Talkshow als Lachnummer auftreten kann, hat nicht das Votum der Bevölkerung. Glauben Sie es nicht? Dann warten sie mal die Wahlergebnisse in NRW ab.
Wenn ein immer größer werdender Anteil der Bevölkerung verarmt, obwohl er arbeitet Herr Koch, wenn man Milliardäre derart unterstützt, so dass diese nur geringe oder gar keine Steuern zahlen, dann muss man sich nicht wundern, wenn auch in Gesamtdeutschland die Bevölkerung auf die Strasse geht und ruft:"Wir sind das VOLK."
Merkel wird auch dann weiter schweigen.
Besser rüberkommen ...
Die Koalition kommt doch sehr gut rüber, ich weiß gar nicht was die da noch polieren wollen? Die Politik ist heftig mit sich selbst beschäftigt, die Probleme des Landes und seiner Menschen nehmen sich im Gegensatz dazu absolut lächerlich aus. Wetten, das Theater machen die noch eine ganze Legislaturperiode so weiter und dann vielleicht noch …
Stumpf gesagt würde ich den beiden Regierungsparteien stark davon abraten, zu versuchen, ihr Image aufzupolieren. Es wäre vergleichbar damit, den Schmutz außen an einem Müllsack abzukratzen, denn man riskiert damit, den Abraum in seinem Inneren sichtbar zu machen. (Dieser Ratschlag geht kostenlos an alle "größeren" Parteien in diesem Lande.)
Tatsächlich aber interpretiere ich diesen Schritt eher so, dass der Bürger in Zukunft noch mehr vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll, wobei er zu seiner schon vorhandenen Macht- und Sprachlosigkeit auch noch jeglicher Voraussicht beraubt wird. Na toll.
ob ich über die Wahlen froh sein soll (NRW),
es wäre schön wenn die Bienemaja-Koalition nicht gewinnt und somit keinen weiteren Schaden anrichten kann in NRW und im Bund aber das diese Damen und Herrn dann bis 2013 bezahlt werden und ständig ins weinerliche sowie durch sakastisches lächeln, Horn blasen und sagen:
`` Wir würden ja dies und das ggf.,evtl mal machen oder probieren, aber wir haben ja nicht die Mehrheit im Bundesrat``
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