FAQ Die Kundus-Affäre von A bis Z
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U wie Untersuchungsausschuss bis Z wie Zivilisten

Hochrangige Politiker und Militärs werden sich vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss den Fragen der Abgeordneten stellen müssen

Hochrangige Politiker und Militärs werden sich vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss den Fragen der Abgeordneten stellen müssen

Untersuchungsausschuss

Der Verteidigungsausschuss des Bundestages hat sich am 16. Dezember in einen Untersuchungsausschuss umgewandelt. Das kann kein weiterer Ausschuss des Bundestages – das Grundgesetz sieht für das Gremium besondere Rechte und Pflichten vor. Normalerweise tagt der Ausschuss unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Zeugen der Tatnacht wurden im Februar gehört. Die ersten drei Sitzungen sind den Ereignissen in Kundus und den Kommunikationswegen zu anderen Dienststellen gewidmet. Ab März sollen dann Politiker und Beamte aus dem Kanzleramt und der Verteidigungsministerium befragt werden.

Wenn Verteidigungsminister zu Guttenberg und andere politische Prominente befragt werden, soll dies jedoch öffentlich geschehen. Immer noch streiten Regierungsparteien und die Opposition über Verfahrensfragen. Umstritten ist, wann der Verteidigungsminister vor das Gremium treten muss. Union und FDP haben entschieden, dass er am 25. März nach seinem Vorgänger Franz Josef Jung gehört werden soll. In der Woche zuvor stehen Wichert und Schneiderhan auf der Zeugenliste. Die Opposition, die auf einer anderen Reihenfolge bestand, sieht sich in ihrem Minderheitenrecht verletzt und droht mit einem Gang vor das Verfassungsgericht in Karlsruhe.

Völkerrecht

Nach dem Kriegsvölkerrecht ist in einem bewaffneten Konflikt ein Angriff auf militärische Ziele erlaubt, auch wenn Zivilisten dabei zu Schaden kommen. Die Aktion muss allerdings angemessen sein. Was angemessen ist, definiert das Kriegsvölkerrecht nicht eindeutig. Die Generalbundesanwaltschaft prüft derzeit, ob Klein gegen das Kriegsvölkerrecht verstoßen hat und ob er danach angeklagt wird.

Wenn die Isaf aber nach dem Kriegsrecht handelt, dann darf der Gegner offensiv bekämpft werden und Kollateralschäden sind keine Kriegsverbrechen

Matthias Hartwig, Völkerrechtler vom Max-Planck-Institut in Heidelberg

Der Völkerrechtler Matthias Hartwig vom Max-Planck-Institut in Heidelberg sagt, dass sich die Isaf im Süden und Osten Afghanistans in einem Krieg befindet: "Wenn die Isaf aber nach dem Kriegsrecht handelt, dann darf der Gegner offensiv bekämpft werden und Kollateralschäden sind keine Kriegsverbrechen. Das gilt auch für den Norden, wo ja seit dem Sommer 2009 die deutschen Truppen nicht nur reaktiv, sondern durchaus auch offensiv vorgehen. Deutsche Soldaten zogen aus, um die Taliban zu jagen und zu bekämpfen."

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich 2009 verschlechtert: Nicht nur die Soldaten, sondern auch zivile Helfer werden von den Taliban angegriffen

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich 2009 verschlechtert: Nicht nur die Soldaten, sondern auch zivile Helfer werden von den Taliban angegriffen

Wiederaufbau

Bis Sommer 2009 waren der Wiederaufbau und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte die Hauptaufgaben der Bundeswehr am Hindukusch. Zumindest in der Region Kundus befindet sich die Bundeswehr jedoch längst in einem bewaffneten Konflikt, der Wiederaufbau ist dort derzeit kaum noch möglich.

Im Jahr 2010 ist keine deutliche Verbesserung der Sicherheitslage zu erwarten

Stiftung Wissenschaft und Politik

"Die Bedingungen zur Leistung humanitärer Hilfe und für den zivilen Wiederaufbau verschlechtern sich zusehends", stellt die Stiftung Wissenschaft und Politik im Januar fest. "Weite Teile des Landes werden von humanitären Organisationen als extrem gefährlich oder sogar feindlich eingestuft. Im Jahr 2010 ist keine deutliche Verbesserung der Sicherheitslage zu erwarten."


 

Zivilisten

Wie viele Zivilisten bei der Bombardierung ums Leben kamen ist umstritten und lässt sich nicht mehr feststellen. Die Nato spricht von bis zu 142 Toten, darunter viele Zivilisten. Der Bremer Anwalt Karim Popal nennt deutlich höhere Opferzahlen. Er fordert eine Entschädigung für 178 Menschen, deren getöteten Angehörigen keine Taliban gewesen sein sollen. Die Bundesregierung kündigte bereits an, die Familien getöteter Zivilisten entschädigen zu wollen.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Zivilisten sollten bestraft werden, dafür dass sie sich an Gütern
    bedienten die entgegen dem Willen der ISAF "beschafft" wurden.

    [...]

    Finde es gut dass die deutsche Politik sich von Parolen wie "Politiker können das nicht besser wissen als Soldaten" nicht einschüchtern lässt.

    Der Klein sollte im Knast landen und der Gutenberg für seine Lügerei gleich mit.

    Bitte verzichten Sie auf unangemessene Vergleiche. Die Redaktion/sh

  2. Ich möcht zu bedenken geben, dass Entscheidungen aus dem bequemen Sofa immer anders aussehen, als die, die unter Angst gefällt werden.

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    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:47 Uhr

    süßholzraspler.

    koz dich mal aus was heißt da angst ?(
    der olle oberst auf dem beqemen sofa beim BND & CIA, oder was.)
    angst ist ein schlechter ratgeber

    [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:48 Uhr

    [Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]

    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:47 Uhr

    süßholzraspler.

    koz dich mal aus was heißt da angst ?(
    der olle oberst auf dem beqemen sofa beim BND & CIA, oder was.)
    angst ist ein schlechter ratgeber

    [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:48 Uhr

    [Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]

    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:47 Uhr

    süßholzraspler.

    koz dich mal aus was heißt da angst ?(
    der olle oberst auf dem beqemen sofa beim BND & CIA, oder was.)
    angst ist ein schlechter ratgeber

    [Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • lukpy
    • 15.02.2010 um 12:48 Uhr

    [Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]

  3. Warum warten wir denn nicht die offizielle Erklärung der in Afghanistan operierenden Streitkräfte ab. Die werden uns zum Schluß schon ganz genau darüber informieren wie das Alles gewesen ist mit Afghanistan und dem Krieg. Es mutet schon grotesk an, wie sich so mancher ereifert. Den Oberst in die Zelle, den Verteidigungsminister auch. Nur zu, dann darf man all die Andern in diesem Spiel aber nicht vergessen. Und letztendlich wissen unsere grossen Freunde, wo immer sie auch anzutreffen sein werden, sowieso viel besser als wir selbst wie das Alles war in Kundus und Umgebung. Aber wieder ernst. Würde man mal die zu Wort kommen lassen, die jeden Tag ihren Kopf für diese "Mission" hinhalten müssen, so glaube ich, wären wir sehr schnell von unseren eigenen Vorstellungen befreit. Dann könnten wir sehen welch Phrasendrescherei in unserem Land getrieben wird, die mit der Wirklichkeit im Einsatzland nicht das Geringste zu tun hat. Also was solls? Die Leute werden sich beruhigen und die Karawane zieht weiter.

  4. Ihr schimpft auf Oberst Klein ein, und denkt nicht daran, wer überhaupt die Schuld daran trägt, das die BW dort sein muß ! War es nicht die Schröder und Fischer Regierung ( SPD und Grüne ), und die CDU-CSU / SPD führte dies Weiter, und heute Merkel , CDU-CSU / FDP machen es auch nicht anders ! Nur weil es Die USA dem NATO-Marionetten und dem EU-Kapserle-Parlament befohlen hat ? Und wer wird jetzt für die Zivilisten , die während der Großoffensive zum Opfer gefallen sind angeklagt ? Ich behaupte mal niemand, denn die USA und die Briten werden sagen :" Wir haben die Bevölkerung ausreichend vorgewandt, und wer dageblieben ist selber Schuld !" So wie immer ! Und die blöden Deutschen, zerfleischen sich ja immer selbst ! Oh man, die deutschen Gutmenschen können einem schon Leid tun ! Oder nicht ? Für andere zu Kritisieren sind sie zu Feige ! Die Grünen, demonstrieren für Schwule und Lesben, gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechts, aber haben diese jemals für die Interessen des deutschen Arbeiters Protestiert ? Die Grünen zeigen sich stets Deutschfeindlich !

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