Kooperation De Maizière holt sich Rat bei den Niederländern

Innenminister de Maizière will bei der Einführung von Nacktscannern mit der Regierung in Den Haag kooperieren. Die Niederlande arbeiten schon an mobilen Geräten.

Deutschland und die Niederlande wollen bei der Entwicklung der umstrittenen Nacktscanner künftig enger zusammenarbeiten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte nach einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Ernst Hirsch Ballin in Berlin, die Bundesregierung arbeite aktiv an neuen Technologien für die Sicherheit im zivilen Luftverkehr. Er setze sich auf europäischer Ebene dafür ein, dass Nacktscanner nur zum Einsatz kommen sollten, wenn deren Leistungsfähigkeit, die gesundheitliche Unbedenklichkeit und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte sichergestellt seien. 

Am Amsterdamer Flughafen Schiphol sind die Ganzkörperscanner seit 2006 im Einsatz. Die Scanner hätten sich hierbei "als wirksames Schutzmittel" erwiesen, erklärte Ballin. Gesundheitsgefahren gingen von den in Schiphol benutzten Geräten einer unabhängigen Untersuchung zufolge nicht aus. Laut Ballin arbeiten die Behörden zudem daran, Scanbilder von Fluggästen künftig automatisch zu erfassen. Die Niederlande hofften, dass Sorgen "in Hinblick auf die Privatsphäre" sich dadurch beseitigen ließen.

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Wie die niederländische Zeitung NRC Handelsblad enthüllte, arbeiten Spezialisten der Polizei in Rotterdam inzwischen im Auftrag der Regierung an der Entwicklung einer mobilen Version von Körperscannern für den Straßeneinsatz. Die tragbaren Detektoren sollen mit der auch von Flughafenscannern verwendeten Millimeterwellen-Technologie selbst aus einiger Entfernung durch Kleidung hindurchschauen und Menschen unbemerkt auf versteckte Waffen absuchen können. Bürgerrechtler warnen, dass der Einsatz solcher mobilen Durchleuchtungsgeräte ohne Zustimmung der Betroffenen "massiv das Recht auf körperliche Integrität verletzen könnte".

Die designierte EU-Justizkommissarin Viviane Reding hält Körperscanner an Flughäfen nur unter scharfen Auflagen für gerechtfertigt. Bei allen Maßnahmen im Kampf gegen den Terror müsse der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben, forderte die luxemburgische Christdemokratin im Europaparlament in Brüssel. Es müsse immer auch nach Alternativen gesucht werden, um möglichst wenig in die Rechte der Bürger einzugreifen. "Wir dürfen uns nicht von der Furcht treiben lassen", sagte Reding.

Nach dem versuchten Anschlag eines jungen Nigerianers auf ein US-Passagierflugzeug wird in der EU heftig über den Einsatz sogenannter Körperscanner diskutiert. Der 23-Jährige hatte in Schiphol an seinem Körper angebrachten Sprengstoff an den Kontrollen vorbeigeschmuggelt. In Deutschland sollen noch in diesem Jahr neue Scanner-Geräte an Flughäfen getestet werden, auf denen die Passagiere nur als Umriss zu sehen sein sollen. Datenschützer lehnen den Einsatz der Geräte ab.

 
Leser-Kommentare
  1. Wie soll eine gesundheitliche Unbedenklichkeit sichergestellt sein, wenn bereits JETZT das Bundesumweltministerium und die Strahlenschutzkommission, allen voran Professor Rolf Michel vor einem hohem Gesundheitsrisiko warnen?

  2. Der Typ *ist* in Schiphol an Bord gegangen. Dort, wo seit 2006 schon so Nacktspanner äh -scanner stehen. Mit einem Sprengstoff, den man mit den Nacktspannern sowieso nicht sieht. In Saudi-Arabien hat schon ein Terrorist seine Bombe im Bauch versteckt, und auch dort gezündet - da sieht man erst recht nicht 'rein.

    Es geht hier nicht nur um Datenschutz - es geht hier auch darum, diesen perversen präventiven Sicherheitsüberwachungsstaat abzuwehren. Vielleicht sollte die Presse mal aufzeigen, dass es gar nicht so gefährlich ist, statt jeden windigen missglückten Anschlag wochenlang durchzukauen.

    Also: Ein Flugzeug stürzt nicht notwendigerweise ab, wenn es ein Loch in der Hülle hat, derartige Unfälle hat es schon gegeben - mal in größerer Höhe, mal beim Landeanflug. Gänse in der Turbine können ein Flugzeug in ähnliche Bedrängnis bringen (siehe Notlandung auf dem Hudson). Es besteht also kein Grund zur Panik, wenn Al Qaida im Moment nicht mal in der Lage ist, Anschläge ordentlich durchzuführen.

    Und was die Hersteller dieser Nachtspanner betrifft: Die sollten sich an private Abnehmer wenden. Die müssen bisher im Sommer immer mit ihren Ferngläsern in die Nähe von FKK-Stränden, und kommen im Winter überhaupt nicht zum Spannen; hier ist eine große Zahl bereitwilliger Abnehmer vorhanden.

    Zur Gesundheit: Es gibt zwei Techniken: Röntgen und Terahertz. Röntgen ist auf jeden Fall gesundheitsschädlich, aktives Teraherz wohl nicht, passives Terahertz garantiert unschädlich.

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    den in Rede stehnden Sprengstoff, PETN, sieht ein THz-Scanner auf der Haut genausogut wie RDX oder ein anderes Nitramin. Anderslautende britsche Behauptungen sind bisher nicht durch belastbare Untersuchungen gestützt.

    Was aber unerwähnt bleibt, auch die Holländer sind nicht alle blöd, ist die Tatsache dass es dort auch zum Einsatz "echter" Spürgeräte zusammen mit den THz-Scannern kommen wird. Die wurden der Presse bisher verharmlosend als "sniffer" verkauft. Das ist bei richtiger Wahl der Gasphasenanalysegeräte, effektiver Wartung und gut qualifiziertem Personal ein echter Sicherheitsgewinn. Eigentlich sollte es letztere Geräte (GC-TEA; IMS; usw)schon seit 15 - 20 Jahren geben.

    Davon abgesehen, Sie haben Recht was die Schadwirkung auf große Lfz angeht.

    MfG Karl Müller

    den in Rede stehnden Sprengstoff, PETN, sieht ein THz-Scanner auf der Haut genausogut wie RDX oder ein anderes Nitramin. Anderslautende britsche Behauptungen sind bisher nicht durch belastbare Untersuchungen gestützt.

    Was aber unerwähnt bleibt, auch die Holländer sind nicht alle blöd, ist die Tatsache dass es dort auch zum Einsatz "echter" Spürgeräte zusammen mit den THz-Scannern kommen wird. Die wurden der Presse bisher verharmlosend als "sniffer" verkauft. Das ist bei richtiger Wahl der Gasphasenanalysegeräte, effektiver Wartung und gut qualifiziertem Personal ein echter Sicherheitsgewinn. Eigentlich sollte es letztere Geräte (GC-TEA; IMS; usw)schon seit 15 - 20 Jahren geben.

    Davon abgesehen, Sie haben Recht was die Schadwirkung auf große Lfz angeht.

    MfG Karl Müller

  3. den in Rede stehnden Sprengstoff, PETN, sieht ein THz-Scanner auf der Haut genausogut wie RDX oder ein anderes Nitramin. Anderslautende britsche Behauptungen sind bisher nicht durch belastbare Untersuchungen gestützt.

    Was aber unerwähnt bleibt, auch die Holländer sind nicht alle blöd, ist die Tatsache dass es dort auch zum Einsatz "echter" Spürgeräte zusammen mit den THz-Scannern kommen wird. Die wurden der Presse bisher verharmlosend als "sniffer" verkauft. Das ist bei richtiger Wahl der Gasphasenanalysegeräte, effektiver Wartung und gut qualifiziertem Personal ein echter Sicherheitsgewinn. Eigentlich sollte es letztere Geräte (GC-TEA; IMS; usw)schon seit 15 - 20 Jahren geben.

    Davon abgesehen, Sie haben Recht was die Schadwirkung auf große Lfz angeht.

    MfG Karl Müller

    Antwort auf "Scherz, oder?"

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