US-Finanzbranche Obama will Risikolust der Banken einengen
Der US-Präsident will den Großbanken seines Landes künftig engere Grenzen setzen. Intern ist von schmerzhaften Reformen die Rede. Seinem Image könnte das nur guttun.
Nach der verheerenden Finanz- und Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres, die in den USA ihren Ausgang nahm, sucht Präsident Barack Obama nach Möglichkeiten, die Großbanken seines Landes strengeren Regeln zu unterwerfen. Nach Angaben aus Finanzkreisen sollen noch am Donnerstag genauere Pläne bekannt werden. Der Präsident werde sich öffentlich für Reformen starkmachen, die für die Institute teuer werden könnten, sagten mehrere Personen aus der Branche der Nachrichtenagentur Reuters.
Obama werde sich zunächst mit seinem Berater, dem ehemaligen Fed-Chef Paul Volcker, treffen und voraussichtlich dessen Vorschlag unterstützen, den Eigenhandel der Banken zu begrenzen. Ziel der Vorschläge Obamas wird es nach Worten eines Regierungsmitarbeiters sein, die Banken daran zu hindern, zu große Risiken einzugehen.
Auch nach einem Bericht der New York Times geht es Obama darum, die Größe der mächtigsten Banken zu beschränken und den Rahmen ihrer Risikogeschäfte zu begrenzen.
Bei den Plänen, die Obama am Donnerstagnachmittag (MEZ) vorstellen will, geht es laut Reuters konkret um Grenzen für Volumina und Komplexität für den so genannten Eigenhandel von Banken, bei dem die Institute für sich selbst und nicht für Kunden Geschäfte abwickeln, um hohe Renditen zu erzielen. Die Vorschläge zur Regulierung bedürfen in jedem Fall der Zustimmung des Kongresses.
Die Parlamentarier beschäftigten sich indes bereits mit mehreren Vorschlägen, die ebenfalls auf eine strengere Bankenregulierung abzielen. Im Gespräch ist auch ein radikaler Vorschlag zweier Politiker, dem ehemaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain und der demokratischen Senatorin Maria Cantwell. Deren Vorlage setzt sich für die Wiedereinführung von Maßnahmen ein, auf die man in den 1930er Jahren zu Zeiten der Großen Depression zurückgegriffen hatte. Für die US-Großbanken wäre das ein dramatischer Einschnitt. Sie müssten ihre Geschäfte in Investmentbanking und Versicherungsgeschäft aufspalten.
Mit dem Thema Banken-Kontrolle dürfte Obama beim amerikanischen Volk, das unter einer zweistelligen Arbeitslosenrate ächzt, ins Schwarze treffen. Viele ärgern sich über Berichte von neuerlichen Milliardengewinnen und hohen Boni-Zahlungen an Manager bei den US-Großbanken, deren Überleben zum Teil nur mit massiver Staatshilfe gesichert werden konnte.
Der Präsident hatte jüngst bereits eine Sondergebühr für Banken angekündigt, mit der innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 117 Milliarden Dollar in die Staatskasse fließen sollen. Die Einnahmen sollen die Kosten des Tarp-Rettungsprogrammes für die Banken wieder hereinholen.
- Datum 21.01.2010 - 09:35 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
- Kommentare 5
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Die MAssnahmen hoeren sich diskutierenswert an. Volcker ist ein ausgewiesener Fachmann und seine Vorschlaege sollten gehoert werden.
Es zielt auf jeden Fall in die Richtung, das Bankgeschaeft wieder staerker an die Realwirtschaft anzupassen. Auch der McCain Vorschlag ist in dieser Hinsicht zu ueberdenken.
Dennoch muss das Ganze auf einer globalen Ebene durchgesetzt werden, um wirklich erfolgreich zu sein. Amerka muss da der Vorreiter sein, weil es als einziges LAnd Macht udn Expertise hat, das durchzusetzen.
Die Vorschalege hoeren sich auf jeden Fall mal sinnvoller ein als die Einfuehrung einer Finanzmarkttransaktionssteuer, die nach dem rasenmaeherprinzip vorgeht und den Kern der Probleme kaum tangieren wuerde und noch dazu ineffizient waere.
... erzielen keine Wertschöpfung. Sie produzieren nicht und leisten keine Dinste. Sie sollten prinzipiell staatlich sein und nicht privat.
Der Inhalt des Serienbriefes könnte etwa lauten:
Hallo, Ihr 32400 Mitarbeiter von GS. Seid vernünftig und verzichtet auf die Auszahlung von 498000 Dollar. Euren Job verdankt ihr staatlicher Hilfe und nicht einem Mr. Blankfein. Wenn ihr es annehmt zeigt ihr keinerlei Wertschätzung mit Euren amerikanischen Mitmenschen.
Nun gut, ich weiß, damit verliere ich in der kommenden Senatswahl endgültig Wählerstimmen. Aber was solls!
Es wird nach mir einen Präsidenten geben, der es auch nicht besser kann .....
Das mit Goldman Sachs könnte schwierig werden.
Denn bei uns in der Bankenwelt ist längst bekannt:
Bei GM hat man, ebenso wie in den ebenfalls jüdisch dominierten US-Großbanken Morgan Chase, Morgan Stanley, Lazard, Merill Lynch, Kuhn Loeb, Citigroup einschließlich der jüdisch dominierten FED (Ben Bernanke, Donald L. Kohn, Elizabeth A. Duke, Daniel K. Tarullo) seine entsprechenden Vertrauensleute im US-Kongress sitzen.
Wer es nicht glaubt oder gar für tumbe "Weltverschwörungstheorie" hält, möge sich z.B. einmal die personelle Besetzung des Kongressausschusses "Financial Services" anschauen:
Unter dem Vorsitz von Barney Frank stimmen dort u.a. ab die Juden Brad Sherman, Gregory Meeks, Paul Hodes, Ron Klein, John Adler Alan Grayson.
Für die Insider allesamt auszumachen im "Congressional Guide" der Homepage des "American Israel Public Affairs" Commitee".
Unwohl dem, der Böses dabei denkt! Aber so sind die Fakten. Und die sprechen eher dafür, dass die Obama-Aktion nicht anderes als eine geschickt eingefädelte Scheinaktion ist.
@Redaktion: Der Zensur dieses sachlich gemeinten Beitrags sehe ich gerne entgegen, zumal Sie sicher Belege für die Unrichtigkeit der kausalen Zusammenhänge haben.
langsam hängen mir diese vagen Versprechen der Politker zum Halse raus.
Obama WILL, Frau Merkel ERWÄGT
Damit festigen sie ihr Image, aber realisiert wird keines ihrer Versprechen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren