Vertriebenen-Stiftung Thierse wirft Steinbach Erpressung vor
Erika Steinbach handelt sich im Streit um die Vertriebenen-Stiftung Kritik ein. Bundestagsvize Thierse warnt vor Spaltung, Grünen-Chefin Roth spricht von Geiselnahme.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) im Streit um die Besetzung des Stiftungsrates der Versöhnungsstiftung des Bundes scharf kritisiert. "Die Forderungen von Frau Steinbach sind der erpresserische Versuch, das Anliegen der Stiftung in ihrem Sinne zu verändern", sagte Thierse dem Berliner Tagesspiegel. Die als Person umstrittene Steinbach hatte zuvor einen persönlichen Verzicht auf den Posten im Stiftungsrat an konkrete Bedingungen geknüpft. So solle unter anderem die Zahl der Vertriebenen-Vertreter im Beirat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" erhöht werden und zudem die "politische Bevormundung" bei der Benennung des Stiftungsrates beendet werden, forderte sie.
Thierse sagte, Sinn des Projektes sei das Gedenken an die Leiden und Opfer von Flucht und Vertreibungen und die Versöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn. Dieses Anliegen würde zerstört, wenn sich Union und FDP auf Steinbachs Bedingungen einließen. "Politisch sinnvoll ist die Stiftung 'Flucht, Vertreibung, Versöhnung' nur als Versöhnungsprojekt", sagte er. Thierse forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, "dieses Versöhnungsanliegen aktiv gegen Frau Steinbach zu verteidigen, gerade auch im Verhältnis zu unseren polnischen Nachbarn".
Wenn die Bundesregierung sich für diesen Weg der Antidiskriminierung und Vernunft entscheiden kann und die unwürdige Diskussion beendet, entfällt die bisherige Notwendigkeit, dass der BdV durch seine Präsidentin im Stiftungsrat vertreten sein muss.
Ähnlich kritisch zu Steinbachs Forderungen äußerte sich die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth: "Seit Wochen lässt sich die Bundesregierung von Erika Steinbach als Geisel nehmen. Der Kanzlerin und ihrem Vizekanzler fehlen der Mut und die Kraft, das Problem abzuräumen." Auch Roth sprach von Erpressung, die nicht zu einer Lösung des Konflikts führen könne. Der ganze Vorgang zeige, "dass die Reserven der schwarz-gelben Regierung für ein vernunftgeleitetes und verantwortliches Handeln bereits kurz nach dem Regierungsantritt aufgebraucht sind". Roth bezeichnete die Bundesregierung als Spielball kleinlicher Interessen. Sie resümiert: "Wer bereit ist, die guten Beziehungen zu Polen für ein Possenspiel von Erika Steinbach zu opfern, riskiert Deutschlands Position in Europa."
Abgeordnete von CDU und CSU verteidigten hingegen die umstrittene Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV). "Erika Steinbach hat sehr gute Vorschläge gemacht. Wir hoffen, dass die FDP auf diese eingeht und damit das Thema um die Besetzung im Stiftungsrat für Flucht und Vertreibung ein Ende findet", sagte Michael Kretschmer, der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kultur und Medien. "Frau Steinbach zeigt auf diese Weise einmal mehr, dass ihr das Anliegen an die Erinnerung wichtiger ist als die eigene Person."
CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich verlangte im Sinne Steinbachs eine Änderung des Stiftungsgesetzes, das ein Kompromiss mit der SPD gewesen sei. "All ihre (Steinbachs) Vorschläge kommen dem sehr nahe, was die Union ursprünglich in der großen Koalition erreichen wollte", sagte Friedrich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er hoffe, man werde auf den Vorschlag des BdV eingehen, weil er die Lösung der Probleme weiterbringe.
- Datum 05.01.2010 - 15:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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...wenn ein Politiker die Bezeichnung eines schwerwiegnden Straftatbestandes verwendet um einen anderen Politiker damit zu verunglimpfen. Auch leichtfertige Verwendung solcher Beschimpfung macht einen solchen Politiker unwählbar.
Was halten Sie denn von dem Vorgang, wenn Sie sich nicht gerade über solch kleines Karo ärgern? Semantik orientiert sich nicht am Strafgesetzbuch.
Der Bund der Vertriebenen versucht, das letzte Wort bei der Besetzung zu erlangen, und Steinbach ist nicht explizit für immer aus dem Spiel. Es würde mich sehr wundern, wenn diese Strategie aufgeht.
auch wenn man vorsichtig formuliert bleibt im endeffekt das wort erpressung stehen. das ist es was frau steinbach macht und die liebe frau merkel wird sich erpressen lassen.
Was halten Sie denn von dem Vorgang, wenn Sie sich nicht gerade über solch kleines Karo ärgern? Semantik orientiert sich nicht am Strafgesetzbuch.
Der Bund der Vertriebenen versucht, das letzte Wort bei der Besetzung zu erlangen, und Steinbach ist nicht explizit für immer aus dem Spiel. Es würde mich sehr wundern, wenn diese Strategie aufgeht.
auch wenn man vorsichtig formuliert bleibt im endeffekt das wort erpressung stehen. das ist es was frau steinbach macht und die liebe frau merkel wird sich erpressen lassen.
Ohne jeden Zweifel hat die Vertreibung viele Menschenleben gefordert und stellte für die tatsächlich Betroffenen einen schweren Schicksalsschlag dar. Durch die momentante Diskussion um die Benennung des Stiftungsrat werden die Vertriebenen aber eher verhöhnt als gewürdigt, denn es geht überhaupt nicht um die Vertriebenen oder deren Schicksal und Interessen. Vielmehr ist sie Teil einer Politikauffassung, bei der es ausschließlich und mit allen Mitteln um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht. Die Lösung von Problemen oder gar das Eintreten für Überzeugungen spielt keine Rolle, sondern es geht um nichts anderes als um Macht und Einfluss. Erfolgreich in diesem Spiel sind die, die ihre Interesse durch das Schicksal Kranker, Armer oder anders Benachteiligter verbrämen können oder schlicht die Interessen der wirklich Mächtigen in diesem Staat vertreten.
"Plus exemplo quam peccato nocent." (Cicero)
Man sieht nun auch hier in Deutschland wie wenig sie auf politischen Ausgleich aus ist. Frau Steinbach hat sich mit ihrem Verhalten und Äusserungen zurückgehalten, als endlich nach Jahren auch in Deutschland (und nicht nur in Polen) über sie berichtet wurde. Nun, da sie nicht den Thron besteigen kann, schiesst sie mit allen Waffen.
Warum macht sie nicht den Weg frei für Vertreter dieses Verbandes, die auch wirklich aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, und nicht Kinder von kurzzeitigen, geflüchteten Besatzern sind?
...dass Sie sehr wohl auf Ausgleich und Kompromis aus ist. Sie hat eine Verhandlungsposition formuliert und nicht auf ihr Recht bestanden.
...dass Sie sehr wohl auf Ausgleich und Kompromis aus ist. Sie hat eine Verhandlungsposition formuliert und nicht auf ihr Recht bestanden.
Was halten Sie denn von dem Vorgang, wenn Sie sich nicht gerade über solch kleines Karo ärgern? Semantik orientiert sich nicht am Strafgesetzbuch.
Der Bund der Vertriebenen versucht, das letzte Wort bei der Besetzung zu erlangen, und Steinbach ist nicht explizit für immer aus dem Spiel. Es würde mich sehr wundern, wenn diese Strategie aufgeht.
...Leute der Erpressung zu bezichtigen, wenn sie lediglich einen schlechten Vertrag ausschöpfen. Jemand der das tut, gehört nicht in die Politik. Wenn Thiers es so empfindet, darf man seinen Gefühlen nicht trauen. Wenn er das so sieht, ist sein Rechtsempfinden defekt. Dass er gleubt es so formulieren zu können, sagt lediglich, dass er seine Wähler gut kennt.
Zu vielen Positionen des Bundes der Vertriebenen würde ich sagen, sie sind schlecht.
...Leute der Erpressung zu bezichtigen, wenn sie lediglich einen schlechten Vertrag ausschöpfen. Jemand der das tut, gehört nicht in die Politik. Wenn Thiers es so empfindet, darf man seinen Gefühlen nicht trauen. Wenn er das so sieht, ist sein Rechtsempfinden defekt. Dass er gleubt es so formulieren zu können, sagt lediglich, dass er seine Wähler gut kennt.
Zu vielen Positionen des Bundes der Vertriebenen würde ich sagen, sie sind schlecht.
Das ganze Projekt ist überflüssig wie ein Kropf. Einstampfen.
Laut der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita löst sie bei 38 Prozent der Polen Angst aus (fraglich nur, wie repräsentativ die Studie ist):
http://www.spiegel.de/pol...
...des Bundes sind ja auch beängstigend.
...des Bundes sind ja auch beängstigend.
joG schrieb:
"Auch leichtfertige Verwendung solcher Beschimpfung macht einen solchen Politiker unwählbar"
Dann wählen Sie ihn halt nicht.
Und auch nicht die Heerscharen aller Couleur, die in Wahlkämpfen übereinander herfallen.
auch wenn man vorsichtig formuliert bleibt im endeffekt das wort erpressung stehen. das ist es was frau steinbach macht und die liebe frau merkel wird sich erpressen lassen.
...Erpressung. Die Dame sagt lediglich, was sie will. Wenn ihre Verhandlungspartner es nicht wollen, so brauchen sie lediglich abzulehnen.
Umbewußt empfindet sich Frau Steinbach als Besatzerkind.
Sie ist von der hieraus für sich abgeleiteten Schuld
getrieben "Gutes" für die Vertriebenen zu erwirken.
Auch wenn der Mantel der Internationalität drübergehängt
ist soll es doch nur das Denkmal für Ihre Vertriebenen
und Ihre Sühne sein.
Eine Person die so wenig Herr über sich selbst ist
kann man auf keinen Fall international wirken lassen.
( In die Spitze der Vertriebenenorganisation gehört sie
meiner Meinung nach aber auch nicht.)
...Erpressung. Die Dame sagt lediglich, was sie will. Wenn ihre Verhandlungspartner es nicht wollen, so brauchen sie lediglich abzulehnen.
Umbewußt empfindet sich Frau Steinbach als Besatzerkind.
Sie ist von der hieraus für sich abgeleiteten Schuld
getrieben "Gutes" für die Vertriebenen zu erwirken.
Auch wenn der Mantel der Internationalität drübergehängt
ist soll es doch nur das Denkmal für Ihre Vertriebenen
und Ihre Sühne sein.
Eine Person die so wenig Herr über sich selbst ist
kann man auf keinen Fall international wirken lassen.
( In die Spitze der Vertriebenenorganisation gehört sie
meiner Meinung nach aber auch nicht.)
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