Afghanistan-Einsatz Deutschland schickt 500 zusätzliche Soldaten
Laut Medienberichten will Deutschland sein Afghanistan-Kontingent aufstocken. Zudem sollten ausstiegswillige Taliban Anreize erhalten, den bewaffneten Kampf aufzugeben.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat im Vorfeld der internationalen Afghanistan-Konferenz in London angekündigt, ein Aussteiger-Programm für Taliban-Kämpfer zu unterstützen. "Es gibt viele Mitläufer der Taliban-Terroristen, die nicht aus fanatischer Überzeugung, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen auf einen falschen Weg geraten sind", sagte Westerwelle der Bild am Sonntag und kündigte finanzielle Hilfe an. Zudem soll nach einem Bericht der Rheinischen Post (Montag) das deutsche Afghanistan-Kontingent um 500 Soldaten aufgestockt werden. Darauf hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bereits verständigt, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise.
Über ausstiegswillige Taliban-Kämpfer sagte der Außenminister, diesen Menschen solle "eine wirtschaftliche und soziale Perspektive für sich und ihre Familien" geboten werden. Den Vorschlag, Taliban-Kämpfern Geld anzubieten und sie umzusiedeln, wenn sie dafür den bewaffneten Kampf aufgeben, hatte der afghanische Präsident Hamid Karsai gemacht. Die Taliban würden ihrerseits kleinen Bauern oft mehr geben, als die afghanische Regierung ihren eigenen Sicherheitskräften zahlen könne, um sie so auf ihre Seite zu ziehen, sagte Karsai.
Auch der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) äußerte sich positiv zu den Plänen. Wichtig sei, dass Rebellen, die bereit seien, der Gewalt abzuschwören, eine Perspektive erhielten, sagte Niebel dem Magazin Focus. Auch die USA und Japan wollten diesen Plan auf der Konferenz unterstützen.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen gegen solche Pläne. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Stinner, warnte im Focus davor, dass ein solches Programm nicht wie eine Belohnung der radikal-islamischen Kämpfer aussehen dürfe. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), sagte, bevor man mit den Taliban zusammenarbeite, müssten sich diese von der al-Qaida lossagen und die afghanische Verfassung akzeptieren.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) forderte mit Blick auf die am Donnerstag beginnende Konferenz realistische Erwartungen für die Möglichkeiten in Afghanistan. In Afghanistan eine Demokratie nach westlichem Muster zu installieren werde nicht gelingen und müsse auch nicht gelingen, sagte de Maizière dem Focus. "Es genügt, wenn es dort die Grundstruktur einer staatlichen Ordnung gibt, die wenigstens einen Kern der Grundrechte achtet."
- Datum 25.01.2010 - 09:51 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Dem Vorschlag folgend, neigt der Außenminister Westerwelle wohl dazu alles aus der Brille derer zu betrachten, die er glaubt politisch zu vertreten. Also die sogenannten Leistungsträger und Eliten, die per se zu denen gehören die sich viel Geld verdient haben.
Der Irrtum den der Außenminister Westerwelle hierbei begeht ist offensichtlich der, dass er glaubt auch Überzeugungen kaufen zu können!?
Und egal wie man nun aus dem Westen heraus die Überzeugungen der Taliban bewertet: Diese Menschen kämpfen für ihre Überzeugungen! Ob richtig oder falsch lasse ich an dieser Stelle mal unbewertet!
D.h. aber auch, es ist erkennbar das der politischen Führung in diesem Land jegliche gemeinsame Basis fehlt, aus der heraus die Situation in Afghanistan überhaupt bewertet wird! Auch hier gilt der Satz das Wissen in der Politik weiter hilft; „Null Ahnung“ sollte doch nun endlich out sein!
Die offensichtlich bereits in der Vergangenheit völlig orientierungslos geführte Debatte findet kein Ende!
Nicht nur die Blauäugigkeit erschreckt mit der man seitens der politischen Akteure bislang agiert hat, sondern auch die weiterhin bestehende politische Ignoranz gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen in Afghanistan. Man könnte fast den Eindruck haben, die deutschen Politik(er) malen sich ihr Afghanistan so, wie es zu ihrem Verständnis von richtiger Politik für Afghanistan paßt!
So hilft man weder Afghanistan, noch findet man so ein sinnvolles Ende für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan!
...Unrecht, ist doch die Konfusion der Debatte von der gesamten Regierung und der letzten und vorletzten installiert und fortgesetzt worden. Intransparenz und emotionale Begründungen ersetzten die Erklärungen des Einsatzes gegenüber dem Bürger. Warum sind wir dort? Wie hängt die Sicherheit am Hindukusch mit unserer Sicherheit als Gesellschaft zusammen, wie viel kostet uns der Einsatz, wie vergleichen sich unsere Kosten mit denen anderer Alliierten, was macht man mit gefangenen (mutmaßlichen) Talibankämpfern? Sind lauter Fragen, die in der Bundesrepublik bestenfalls unter Experten gehandelt werden.
Wo die Politiker und vor allem die Medien diese Informationen nicht aufbereiten und den Bürgern vorlegen, kann der Wähler kaum vernünftig wählen.
...Unrecht, ist doch die Konfusion der Debatte von der gesamten Regierung und der letzten und vorletzten installiert und fortgesetzt worden. Intransparenz und emotionale Begründungen ersetzten die Erklärungen des Einsatzes gegenüber dem Bürger. Warum sind wir dort? Wie hängt die Sicherheit am Hindukusch mit unserer Sicherheit als Gesellschaft zusammen, wie viel kostet uns der Einsatz, wie vergleichen sich unsere Kosten mit denen anderer Alliierten, was macht man mit gefangenen (mutmaßlichen) Talibankämpfern? Sind lauter Fragen, die in der Bundesrepublik bestenfalls unter Experten gehandelt werden.
Wo die Politiker und vor allem die Medien diese Informationen nicht aufbereiten und den Bürgern vorlegen, kann der Wähler kaum vernünftig wählen.
in unsere Bananenrepublik umsiedeln (denn dort
werden Aussteiger gekillt) und hier gut bezahlen.
Aber nicht nach den Tarifen von Onkel Hartz!
Außenminister Westerwelle ist der Leichenträger der Nation.
Was er in die Welt trägt heißt Unfruchbarkeit und Endzeit.
Sein Glaube, die Taliban kaufen zu können ist Ausdruck seiner Käuflichkeit und offenbart seinen toten Geist bzw. seinen geistigen Tod.
Westerwelle trägt dazu bei, der Welt die Wertlosigkeit der Westlichen Allianz zu verdeutlichen, die eben nichts anderes zu bieten hat, denn Geld, und verstärkt somit den Anspruch der Taliban, sich und Afghanistan vor dieser bedrohung schützen zu müssen.
Westerwelle selbst merkt überhaupt nichts mehr. Als schwuler Überflieger hat er alle Bodenhaftung längst verloren und schwebt als vermeintlicher Supermann irgendwo zwischen hohlem Größenwahn und lautstarkem Gepöpel. Ähnlich wie Barack Obama der Welt beweisen will, dass ein Schwarzer es besser kann, beansprucht Westerwelle diese Weise für sich als Schwuler.
Doch letztendlich ist er in dieser Weise jener NichtMann, dieser für Angela Merkel nicht gefährlich ist, und dennoch sie in große Bedrängnis bringen wird.
Beide sind am Tag der Wahl gescheitert.
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Hinter dem, was hier als "Aussteigerprogramm" bezeichnet wird, steckt der schlichte Gedanke, die Leute zu "kaufen".
Ob das bei Menschen mit religiösen Überzeugungen funktioniert, sei dahin gestellt.
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ohne Ihren Beitrag gelesen zu haben
Umnachtung unserer Politiker macht zunehmend
Fortschritte.
Den Taliban soll "eine wirtschaftliche und soziale Perspektive für sich und ihre Familien" geboten werden. Wenn die FDP da mit macht, dann bietet sie den Taliban mehr als den eigenen Bürgern. Schöne Jobs im Staatsdienst. Ein Mindestlohn auf hohem Niveau. Der Besitz eines AK47 zahlt sich doch aus. Nicht der Freie Markt soll es richten?
Aber ich würde diesen blitzgescheiten Politikern, ihr kultureller Hintergrund ist ja bescheiden, zunächst Lektüre zu dem Land Afghanistan empfehlen. Einen ersten guten Überblick bietet das Buch von Ben Macintyre, keine Sorge es wurde inzwischen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, „Der Mann der König war Ein Amerikaner in Afghanistan“.
Danach kann sich der Herr Westerwelle vielleicht vorstellen, dass die Taliban sowohl die Staatsknete als auch das Taliban Geld nehmen. Ähnlich wie es früher viele unserer Polizeibeamten gemacht haben oder vielleicht noch machen. Gehalt (Alimentation) plus Schwarzarbeit.
Kämen die Politiker, die unser Land in den Afghanistanschlamassel getrieben haben aus der Bildungs- und Wissensgesellschaft und wäre die Entscheidung für den Krieg wissensbasiert, wären wir jetzt nicht in Afghanistan.
Westerwelle ist doch immer für einen Scherz gut.
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