Öffentlicher Dienst Gewerkschaften wollen Schlichtungsergebnis nachbessern
Die Tarifgespräche im öffentlichen Dienst gehen weiter: Die Gewerkschaften wollen den Schlichter-Vorschlag konkretisieren. Für den Bund sind die Verhandlungen beendet.
© Miguel Villagran/Getty Images

Verdi-Bundeschef Frank Bsirske vor Streikenden des öffentlichen Dienstes: Gemeinsam wollen die Gewerkschaften auf der Grundlage des Schlichtungsergebnisses weiter verhandeln
Arbeitgeber und Gewerkschaften haben die Tarifverhandlungen für die zwei Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wieder aufgenommen: Grundlage für die Gespräche ist eine Empfehlung der Schlichter. Die Gewerkschaften fordern, das erzielte Schlichtungsergebnis nachzubessern.
Die gemeinsame Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) habe am späten Freitagabend dem Schlichterspruch zugestimmt, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, zum Auftakt der vierten Tarifrunde in Potsdam. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske sagte aber, es gebe für einige Sparten des Öffentlichen Dienstes Punkte, die konkretisierungsbedürftig seien.
Bundesinnenminster Thomas de Maizière stellte hingegen klar, es bestehe keine Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen. "Für mich sind die Verhandlungen abgeschlossen." Der CDU-Politiker sagte, der Schlichterspruch habe die Gewerkschaften auf den Boden der Realität zurückgeführt. Allenfalls "über ein paar technische Dinge" könne gesprochen werden.
Verdi-Bundeschef Bsirske räumte ein, der Schlichtervorschlag habe "keine Jubelstimmung ausgelöst". Die Tarifkommission habe die Spitzen der Gewerkschaften ermächtigt, auf der Grundlage des Schlichtungsempfehlung zu verhandeln. Freiberg kritisierte, zahlreiche Punkte im Schlichtungsergebnis seien "unpräzise formuliert", deshalb gebe es weiteren Gesprächsbedarf. Die Verhandlungen würden sich "weiter hinziehen", sagte Freiberg.
Nach der Empfehlung der Schlichter sollen die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen rückwirkend ab Januar 1,2 Prozent mehr Geld bekommen. Stufenweise sollen die Löhne im Januar und August 2011 um weitere 0,6 und 0,5 Prozentpunkte steigen. Jedoch müssen unter anderem noch Regelungen für Schichtdienst-Beschäftigte in Krankenhäusern ausgehandelt werden. Offen sind auch noch einige Details für die vorgesehene tarifliche Altersteilzeit. Die Gewerkschaften waren mit einer Forderung von fünf Prozent Lohnzuschlag in die Tarifgespräche gegangen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben bislang kein Tarifangebot vorgelegt.
Neben Verdi, der GdP und GEW hatte auch die Tarifkommission der dbb Tarifunion des Beamtenbundes dem Schlichtungsergebnis zugestimmt. Es gebe indes noch einige Punkte, "die noch anzuschauen sind", sagte Verhandlungsführer Frank Stöhr.
- Datum 27.02.2010 - 11:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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300 000 000 000 € einfach so für kriminelle Bankster aus dem Ärmel geschüttelt; 10 000 000 000 € für Hoteliers, Unternehmer und Erben im Oberschichtsbereicherungsgesetz; versprochene "große" Steuer "erleichterungs"-geschenke ohne Ende für die Reichen nach der NRW-Wahl. Also ist Geld mehr als genug vorhanden. Und nun 1,2% für Arbeitnehmer? Sozialismus für die Reichen nennt man das.
Verdi sollte streiken, auch wenn die Hörigen der Finanzwirtschaft, der Konzerne und Verbände in allen Parlamenten und Medien die Macht haben.
1,2% Lohnerhöhung, na dann Gute Nacht, dann steigen die öffentlich Bediensteten jetzt auch noch in das spätrömisch dekadente Orgienspektakel ein. Das wird Deutschlands Ende, saufen, feiern, Geld verprassen.
1,2% Lohnerhöhung, na dann Gute Nacht, dann steigen die öffentlich Bediensteten jetzt auch noch in das spätrömisch dekadente Orgienspektakel ein. Das wird Deutschlands Ende, saufen, feiern, Geld verprassen.
viereggtext - Dafür sind die Arbeitsplätze stabil. Das haben andere überhaupt nicht! Die Summen, die Koblenz genannt hat, werden für das Anwerfen der "Jobmaschine" gebraucht, Beschäftigung der 7 Mio Sozialgeldempfänger!
und damit die Aufnahme von Schulden gerechtfertigt wird, kommt es darauf an, dass das ausgegebene Geld möglichst rasch in den Wirtschaftskreislauf kommt.
Ob die Hoteliers ihre Steuervergünstigung sofort ausgeben, ist fraglich. Ob die Erben das nach der nochmaligen Erbschaftsteuersenkung verbliebene Geld sofort ausgeben, ist gleichfalls fraglich.
Sicher ist, dass die Sozialhilfeempfänger jeden Euro den sie bekommen sofort ausgeben und damit Unternehmern zu Umsätzen und Gewinnen verhelfen.
Ähnlich liegt es bei den Gehaltserhöhungen für den öffentlichen Dienst.
Was nützt es unter Konjunkturgesichtspunkten, wenn in erster Linie Unternehmen, die wie Hoteliers ohnehin Überkapazitäten haben, gefördert werden, aber niemand da ist, der sich deren Produkte leisten kann?
und damit die Aufnahme von Schulden gerechtfertigt wird, kommt es darauf an, dass das ausgegebene Geld möglichst rasch in den Wirtschaftskreislauf kommt.
Ob die Hoteliers ihre Steuervergünstigung sofort ausgeben, ist fraglich. Ob die Erben das nach der nochmaligen Erbschaftsteuersenkung verbliebene Geld sofort ausgeben, ist gleichfalls fraglich.
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