Der General spricht vom Vernichten
Am Ende kam ein Kompromiss heraus, der nach einem Erfolg Westerwelles aussehe, wie Kornelius sagte. Guttenberg wies das natürlich zurück. Der Minister versuchte die neue Strategie als große Chance zu verkaufen. Um 500 Mann soll das Mandat aufgestockt werden, in Deutschland wird zudem eine Reserve von 350 Soldaten bereitgestellt. Bis zu 5350 deutsche Soldaten können dann maximal gleichzeitig in Kabul und dem Norden eingesetzt werden. Die Truppen in Afghanistan werden umstrukturiert, die Schnelle Eingreiftruppe wird aufgelöst. Die Zahl der Ausbilder für die afghanischen Sicherheitskräfte von unter 300 auf 1400 erhöht. Und die afghanischen Ausbildungseinheiten werden mit den Rekruten ins Feld verlegt, um auch gegen Taliban vorzugehen.
Die neue Afghanistan-Strategie erklären, sich selbst verteidigen – keine leichte Aufgabe für zu Guttenberg. "Ich bin sehr froh, dass wir eine außerordentlich intensive Debatte über Afghanistan führen", sagte er. "Das ist eine Debatte, die kein Gerede ist, sondern die an die Substanz geht, in der man die Fragen sehr hart stellt und man sich einer harten Befragung stellen muss."
Einer harten Befragung musste sich der Minister dann auch beim Forum Pariser Platz stellen. Nicht nur der Moderator, auch die Mitdiskutanten wandten sich an den Verteidigungsminister: "Ich habe bei Ihnen, Herr Bundesminister, nicht genau verstanden, was das Ziel ist, wann man abziehen kann", sagte Gysi. Zwei Stühle weiter zwang sich Guttenberg zu einem Lächeln und blieb stumm. Später sagte er, Gysi mache es sich zu leicht.
Dass sich die Menschen in Deutschland endlich für Afghanistan interessierten, sei wichtig, sagte Guttenberg. "Manchmal bedarf es auch schlimmer Momente, dass ein solcher Impuls ausgelöst wird. Unter anderen was das so mit der Diskussion die in einer Aufarbeitung des 3. Und 4. Septembers des letzten Jahres sich begründet."
Wie intensiv die Aufarbeitung der Kundus-Affäre wird, darauf könnte der Untersuchungsausschuss schon am Mittwoch eine Antwort geben. Oberst Georg Klein, der die Bombardierung befahl, wurde als Zeuge geladen. Er wird danach gefragt werden, warum er Gegner vernichten wollte. Über diese Formulierung zeigten sich viele Abgeordnete sehr besorgt. Doch längst scheint sie zum festen Vokabular der Truppe zu gehören: "Im Zentrum der militärischen Operationen steht nicht die Vernichtung von Taliban oder anderen Gegnern, das findet aber auch statt", sagte General Lather. Weder der Verteidigungsminister, noch die Oppositionsvertreter protestierten gegen die Wortwahl. Der Strategiewechsel der Bundeswehr könnte viel tiefer gehen, als mancher im politischen Berlin glaubt. Die Diskussionen ob Deutschland in Afghanistan Krieg führt und wie die Bundeswehr an Auslandseinsätzen teilnehmen sollte, wird weitergehen.
Der Fernsehsender Phoenix strahlt die Aufzeichnung des 66. Forum Pariser Platz am 10. Februar um 15. Uhr aus.
- Datum 10.02.2010 - 11:05 Uhr
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Es erstaunt immer wieder, was für eine Presse Herr Guttenberg hat. Es wird sogar in den sog. seriösen Medien allen ernstes behauptet, er sei nur so z.B. "Dutzfreund von Timothy Geitner" und hätte "ausgezeichnete aussenpolitische Kontakte sogar im Weissen Haus" (sic!), usw. ...
Dies etwa nur weil (?):
http://de.wikipedia.org/w...
Seine konkreten Aktivitäten (also nicht allein die Mitgliedschaften in - teils möchtegern - Think Tanks, wo auch Rudolf Scharping und Michael Glos unterwegs seien) fielen zwar bisher nicht so sehr auf, aber die Legenden halten sich hartnäckig...
Tja, die Atlantlikbrücke trägt halt.
Meine Einschätzung: Erstmal stimme ich zu, dass Guttenberg auffällig gutmütige Presse bekommt. In der Zeit scheint mir der Grund dafür folgender zu sein(Anders weiß ich es mir nicht zu erklären): Die Zeit prahl ja immer damit, dass Sie Autoren beschäftigt, die für die Unterstützung der verschiedenen politischen Spektren bekannt sind. So will Die Zeit ja Objektivität bewahren. Das ganze geht aber nach hinten los: Die Linkspartei hat nicht einen Autor in der Zeit, der auch nur annährend neutral, geschweigedenn positiv über sie Berichtet. Sie hat aber andere eher links zu vermutenden Autoren. Da aber Linke von natur aus kritischer sind als konservative (sagt ja schon der Name), bekommenw ir nen haufen kritischer Artikel über Grüne und SPD, und vernichtende über die Linkspartei. Jene Autoren schreiben natürlich auch kritisch über Konservative und Liberale, aber eben in maßen. Dafür gibt es aber ne reihe konservative liberale Autoren, die eben völlig unkritisch für ihre überzeugungen Werben. Und das meine ich nicht populistisch. Ich kann gerne einen Artikel zeigen, der pure Werbung für Merkel und CDU ist. Und hier sieht man ja auch wieder wie Guttenberg behandelt wird, und Gysi bekommt dafür den Satz "mit von großer Qual verzerrtem Gesichtsausdruck"...
Die Strategie der Zeit geht nicht auf. Finden sie lieber mal ein paar neutrale AUtoren anstatt diese Meinungsmacherei hier. Langsam ist es nicht mehr witzig.
Tja, die Atlantlikbrücke trägt halt.
Meine Einschätzung: Erstmal stimme ich zu, dass Guttenberg auffällig gutmütige Presse bekommt. In der Zeit scheint mir der Grund dafür folgender zu sein(Anders weiß ich es mir nicht zu erklären): Die Zeit prahl ja immer damit, dass Sie Autoren beschäftigt, die für die Unterstützung der verschiedenen politischen Spektren bekannt sind. So will Die Zeit ja Objektivität bewahren. Das ganze geht aber nach hinten los: Die Linkspartei hat nicht einen Autor in der Zeit, der auch nur annährend neutral, geschweigedenn positiv über sie Berichtet. Sie hat aber andere eher links zu vermutenden Autoren. Da aber Linke von natur aus kritischer sind als konservative (sagt ja schon der Name), bekommenw ir nen haufen kritischer Artikel über Grüne und SPD, und vernichtende über die Linkspartei. Jene Autoren schreiben natürlich auch kritisch über Konservative und Liberale, aber eben in maßen. Dafür gibt es aber ne reihe konservative liberale Autoren, die eben völlig unkritisch für ihre überzeugungen Werben. Und das meine ich nicht populistisch. Ich kann gerne einen Artikel zeigen, der pure Werbung für Merkel und CDU ist. Und hier sieht man ja auch wieder wie Guttenberg behandelt wird, und Gysi bekommt dafür den Satz "mit von großer Qual verzerrtem Gesichtsausdruck"...
Die Strategie der Zeit geht nicht auf. Finden sie lieber mal ein paar neutrale AUtoren anstatt diese Meinungsmacherei hier. Langsam ist es nicht mehr witzig.
... der Artikel? Schlauer bin ich auch nicht, aber schön dass ich jetzt Guttenbergs Pläne kennen.
Und nein, so leid mir die Menschen in Afg. tun, das ist für mich am anderen Ende der Welt, ein Ort wo unsere Soldaten nichts zu suchen haben. Die dort ohnehin nur das unvermeidliche aufschieben. Es ist sicherlich nicht unmöglich Afg. zu befrieden und ihm Wohlstand zu bringen, aber dazu müssten nicht nur die grundlegenden Strategien (Zusammenarbeit mit Lokalmafiosi) überdacht werden, sondern auch die militärischen und finanziellen Mittel extrem aufgestockt. Ich meine wirklich wir haben andere Probleme und es gibt Länder wo die Menschen für Hilfe dankbarer sind.
Erst kürzlich kam eine Reportage beim ZDF, in der die Behauptung aufgestellt wurde, die Taliban kontrollierten längst wieder die meisten Dörfer, nur in die Städte trauen sie sich nicht, vor allem, weil sie angeblich zivile Opfer verhindern wollen.
Wahnsinn! Wenn dem so ist, warum gibt man das dann nicht zu? Mit viel "Auge zudrücken", könnte ich mir ja eine Schutzzone vorstellen, in der die vernünftigeren Menschen vor den Mittelalter-Koranisten flüchten können. Sozusagen ein zivilisierter Brückenkopf. Aber dann muss man das auch so benennen und planen...
Tja, die Atlantlikbrücke trägt halt.
Aus diesem Artikel geht leider nichts hervor, was die Aussage bezüglich des Sachverstandes stützen würde, die Guttenberg in Bedrängnis bringen. In sofern ist der Artikel grottenschlecht.
Die angedeutete Gysiposition kann ich ohnehin nicht ernst nehmen, denn die Frage, was wir da sollen ist abgesehen davon, dass die Bevölkerung das häufig nicht versteht, völlig unsinnig. Denn eine seriöse Ausstiegsoption besitzen wir nicht.
Denn diese Frage hätte Gerhard Schröder, die SPD und die Grünen beantworten müssen, jetzt haben wir keine Ausstiegsoption mehr, jedenfalls nicht, wenn wir seriös handeln wollen.
Wir können nur hoffen, das ein Strategiewechsel diese Option ermöglicht. Guttenberg kann also nur das Beste aus einer gegebenen Situation machen.
Auch darüber lässt sich streiten, aber Angesichts einer unvorbereiteten und unzureichend ausgerüsteten Armee bleiben auch hier nur Kompromisse, die manchmal auch faule sein müssen.
H.
Unterüberschrift: "Gysi kontra Guttenberg"
Im Artikel fehlt hingegen jedwede Argumentationskette von Seiten Gysi. Und dass er in einer Frage mit Guttenberg übereinstimmt (welche eigentlich, dass sie beide die Taliban nicht mögen?) taugt nicht wirklich für ein "kontra".
Zumindest finde ich es doch objektiv, dass Zeit-online unserem Möchtegernkanzler attestiert, dass er zwar glänzend gegeelte Haare hat und die Augen der betuchten Damenwelt auf sich zieht, aber ansonsten keinen Sachverstand hat.
MfG
AoM
Ich finde Gysis Frage im Artikel: Wann soll der Abzug beginnen?, völlig ausreichend, weil die Selbstverpflichtung der Bundesregierugn zum Abzug der vehement verteteten Linie der LINKEn nach einem Abzug entspricht.
Im übrigen hatte die alte Sowjetunion auch schon eine Regierung eingestzt, die auch mit afghanischen Stämmen und Organsiatione zusammengearbeitet hat, darunter sogar wohl oft sehr einflussreiche Sufigruppen. Da der Ost-West Gegensatz weithgehend aufgelöst ist, müsste/sollte/dürfte
da doch aufgesetzt werden können. Das kommt nirgendwo vor.
Wenn ich mir das bunte Bild der aktuellen/ehemaligen Freund/Feind Konstellationen "vor Ort" so vorstelle, die englische Kolonoialgeschichte Afghanistans auch noch im Hinterkopf, bekommen die "Notwendigkeitsargumente" extrem tragikkomische Züge - ohne auch nur die leiseste Symphatie für irgendwelche Terroraktivitäten. Es geht da um Menschenleben. Die Berichte über die Verhandlungen mit afhanischer Beteiligung machen den Eindruck, dass nur noch Grossmeister der Gerissenheit Aussenseiterchancen haben.
Ich finde Gysis Frage im Artikel: Wann soll der Abzug beginnen?, völlig ausreichend, weil die Selbstverpflichtung der Bundesregierugn zum Abzug der vehement verteteten Linie der LINKEn nach einem Abzug entspricht.
Im übrigen hatte die alte Sowjetunion auch schon eine Regierung eingestzt, die auch mit afghanischen Stämmen und Organsiatione zusammengearbeitet hat, darunter sogar wohl oft sehr einflussreiche Sufigruppen. Da der Ost-West Gegensatz weithgehend aufgelöst ist, müsste/sollte/dürfte
da doch aufgesetzt werden können. Das kommt nirgendwo vor.
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Am besten selber sehen:
http://www.phoenix.de/six...
Warum auch immer der Link nicht funktioniert...www.phoenix.de
Auf der Hauptseite stehts...
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Auf der Hauptseite stehts...
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Im übrigen hatte die alte Sowjetunion auch schon eine Regierung eingestzt, die auch mit afghanischen Stämmen und Organsiatione zusammengearbeitet hat, darunter sogar wohl oft sehr einflussreiche Sufigruppen. Da der Ost-West Gegensatz weithgehend aufgelöst ist, müsste/sollte/dürfte
da doch aufgesetzt werden können. Das kommt nirgendwo vor.
Wenn ich mir das bunte Bild der aktuellen/ehemaligen Freund/Feind Konstellationen "vor Ort" so vorstelle, die englische Kolonoialgeschichte Afghanistans auch noch im Hinterkopf, bekommen die "Notwendigkeitsargumente" extrem tragikkomische Züge - ohne auch nur die leiseste Symphatie für irgendwelche Terroraktivitäten. Es geht da um Menschenleben. Die Berichte über die Verhandlungen mit afhanischer Beteiligung machen den Eindruck, dass nur noch Grossmeister der Gerissenheit Aussenseiterchancen haben.
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