Sicherheitskonferenz in München Guttenberg mahnt Iran, China mahnt die USA

Verteidigungsminister Guttenberg hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz den Druck auf Teheran erhöht. China hingegen fordert Geduld mit Iran und kritisiert die USA.

Das Streben nach Atomwaffen wie im Falle Irans sei eine Bedrohung für die globale Sicherheit, sagte der Bundesverteidigungsminister am Freitag in München zum Auftakt der Sicherheitskonferenz. Es wäre wünschenswert, wenn noch während der bis Sonntag andauernden Tagung ein "klares, unmissverständliches und belastbares Signal" von Iran zur Lösung des Streits kommen würde.

Iran hat zuletzt die Bereitschaft signalisiert, schwach angereichertes Uran zur Weiterverarbeitung ins Ausland zu schicken, um es dann in einem Forschungsreaktor in Teheran zu verwenden. Damit würde die islamische Republik Forderungen nachkommen, die sie bisher stets strikt abgelehnt hatte. An der Sicherheitskonferenz nimmt überraschend auch der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki teil, was ebenfalls als Versuch Irans interpretiert wird, seine Dialogbereitschaft zu signalisieren. 

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Allerdings gibt es Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Vorstoßes. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wies darauf hin, dass Iran in der Vergangenheit bei ähnlichen Gelegenheiten auf Zeit gespielt habe. Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist den Vorwurf zurück, hat in der Vergangenheit aber UN-Kontrollen seiner Atomanlagen behindert.

Einen anderen Ton hinsichtlich Iran wählte China. Mit Blick auf die jüngsten Kompromiss-Signale sagte der chinesische Außenminister Yang Jiechi in München, nun sei ein entscheidendes Stadium erreicht. Die Beteiligten müssten nun geduldig bleiben und flexibel vorgehen, mahnte er. Ziel müsse sein, durch Dialog und Verhandlungen langfristige Lösungen zu finden, sagte Jiechi. Er sicherte zu, China werde in den Verhandlungen der internationalen Staatengemeinschaft mit Iran eine konstruktive Rolle spielen.

Zudem forderte Chinas Außenminister in seiner Rede die USA auf, die geplanten Waffenverkäufe an Taiwan einzustellen. Er hoffe sehr, dass sich die Regierung in Washington an die zwischen China und den USA bestehenden Verträge halte, sagte Yang. Dass sein Land wegen des am Wochenende bekannt gewordenen Geschäfts die militärische Zusammenarbeit mit den USA abgebrochen hat, verteidigte er als vollkommen normale Reaktion. Was die USA täten, sei eine "Verletzung des Verhaltenskodex zwischen den Nationen". Die anvisierte Waffenlieferung an Taiwan im Wert von 6,4 Milliarden Dollar (knapp 4,6 Milliarden Euro) umfasst Flugabwehr-Raketen des Typs Patriot, Black-Hawk-Militärhubschrauber und Spezialschiffe zur Minenräumung.

China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel seit der Revolution von 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. Die USA erkannten die Volksrepublik 1979 an, setzten die Rüstungsgeschäfte mit Taiwan aber fort. Nach einem Waffengeschäft im Oktober 2008 hatte Peking die militärische Zusammenarbeit für ein Jahr ausgesetzt.

Leser-Kommentare
  1. Kann man nur hoffen, dass die Zustimmungswerte für den gegelten Baron bald abnehmen. Wenn die Deutschen merken, dass der feine Herr die Deutschen wieder (wirklich) kriegsbereit machen möchte.

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    • keox
    • 05.02.2010 um 20:17 Uhr

    daß Guttenberg sich so gut verkaufen läßt. Nun gut, in der Regel hilft ein formbarer Charakter, seine optische Verwandtschaft zu Lothar Matthäus mag auch eine Rolle spielen.

    Dennoch, welche Erfolge sind ihm zuzuschreiben, was hat er alles schon verbockt, wenn man der offiziellen Lesart glauben würde?

    Ich denke, man ist bestens beraten, Politiker nicht nach der veröffentlichten Meinung zu beurteilen.

    Immerhin unterstützt G die amerikanische Position in Afghanistan, seine Rolle im Briefverkehr mit GM mag jeder selbst beurteilen.

    Auch ein Kuckucksei mag wie ein Trottel wirken.

    • WuDang
    • 06.02.2010 um 10:06 Uhr

    solange der in feine Stoffe gewickelte Arisokratenwurm die mittelständischen Hausfrauen begeistert, wird er eben auch gewählt.
    Was egal ist: es zählen so wie so nur die Haltungen der USA und Chinas.

    • keox
    • 05.02.2010 um 20:17 Uhr

    daß Guttenberg sich so gut verkaufen läßt. Nun gut, in der Regel hilft ein formbarer Charakter, seine optische Verwandtschaft zu Lothar Matthäus mag auch eine Rolle spielen.

    Dennoch, welche Erfolge sind ihm zuzuschreiben, was hat er alles schon verbockt, wenn man der offiziellen Lesart glauben würde?

    Ich denke, man ist bestens beraten, Politiker nicht nach der veröffentlichten Meinung zu beurteilen.

    Immerhin unterstützt G die amerikanische Position in Afghanistan, seine Rolle im Briefverkehr mit GM mag jeder selbst beurteilen.

    Auch ein Kuckucksei mag wie ein Trottel wirken.

    • WuDang
    • 06.02.2010 um 10:06 Uhr

    solange der in feine Stoffe gewickelte Arisokratenwurm die mittelständischen Hausfrauen begeistert, wird er eben auch gewählt.
    Was egal ist: es zählen so wie so nur die Haltungen der USA und Chinas.

  2. Ich weiß nicht, warum ich immer so ein Gefühl habe, dass Guttenberg sich in jeder Regierungsform optimal einbringen könnte.

    • Soahc
    • 05.02.2010 um 19:18 Uhr

    ...Dem sei blumiges Witzsche-Gebabbel (wie de Hesse sacht), musste ich vorhin durch Knopfdruck ein Ende bereiten.
    Das kommt davon, wenn man zuviel Platon liest.

    • keox
    • 05.02.2010 um 20:17 Uhr

    daß Guttenberg sich so gut verkaufen läßt. Nun gut, in der Regel hilft ein formbarer Charakter, seine optische Verwandtschaft zu Lothar Matthäus mag auch eine Rolle spielen.

    Dennoch, welche Erfolge sind ihm zuzuschreiben, was hat er alles schon verbockt, wenn man der offiziellen Lesart glauben würde?

    Ich denke, man ist bestens beraten, Politiker nicht nach der veröffentlichten Meinung zu beurteilen.

    Immerhin unterstützt G die amerikanische Position in Afghanistan, seine Rolle im Briefverkehr mit GM mag jeder selbst beurteilen.

    Auch ein Kuckucksei mag wie ein Trottel wirken.

    • joG
    • 05.02.2010 um 21:00 Uhr

    Wie wahr Herr Baron. Man kann nur hoffen, dass er das bedenkt, wenn es ans zahlen geht und um die Zahl der Soldaten, die sein Land stellen muss um nicht mehr als "Sozialschmarotzer" (Wort dieser Zeitung für Steuerhinterzieher und -Betrüger) gesehen werden zu müssen.

  3. Ich habe häufig das Gefühl, dass eine immer gleiche Clique von sich selbstüberschätzenden Idioten den "Baron" mit Dreck bewerfen müssen, sobald Guttenberg etwas sagt. Diese Kanaillen sind offenbar nur darauf aus, ihn schlecht zu reden, was darauf hindeutet, dass sie eine Menge an Respekt sowie an Furcht vor seiner möglichen Entwicklung haben müssen.
    Es widert einen an.

  4. wenn ich diesen schönen Aristokraten da stehen, und den Zeigefinger gegenüber dem bösen Staat erheben seh.
    Da fühlt man sich doch sofort an die glorreichen Zeiten von 1914 erinnert, als der böse Staat gleich hinterm Rhein, bzw. der Memel lag.
    Da möchte man doch wieder mit Jubel und einem optimistischen Hurra auf den Lippen in den nächsten Krieg ziehen, auf dass er bis Wheinachten gewonnen sei.
    Für Gott, Baron und Vaterland!

    Wie?

    Ach so, ja , tschuldigung. Ich meinte natürlich für Mutti, Baron und Vaterland!

    MfG
    AoM

    • honett
    • 05.02.2010 um 21:48 Uhr

    es ist schon erstaunlich wieviele unhoeflichen experten ihre zeit damit verbringen ueber haargel und feines aussehen und althergebrachte titel zu reden, statt zur sache zu kommen und die wirklichen probleme zu diskutieren ..

    ENDLICH HABEN WIR EINEN INTELLIGENTEN GUTAUSSEHENDEN MANN!

    aber vielleicht denken ja manche er sollte in kurzer hose und mit freiem oberkoerper auftreten wie Putin Sarkozy oder Obama .. (dann saehe er sicher auch gut aus)

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    • keox
    • 06.02.2010 um 16:46 Uhr

    noch haben wir doch noch keinen Frühling, die Hormone müssen warten.

    • keox
    • 06.02.2010 um 16:46 Uhr

    noch haben wir doch noch keinen Frühling, die Hormone müssen warten.

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