Hartz IV und die FDP Sprüche schaffen keine Arbeit
In Deutschland sind nicht die Transfers zu hoch, sondern die Erwerbseinkommen zu niedrig. Der Staat muss dafür sorgen, dass sich Arbeit lohnt. Ein Kommentar
Martin Luther hat empfohlen, dem Volk aufs Maul zu schauen. Davon, dass man nach Volkes Maul reden solle, sprach er nicht. Bei Guido Westerwelle konnte man in den vergangenen Wochen nicht ganz sicher sein, ob er den Unterschied zwischen Zuhören und Nachplappern verinnerlicht hat. So ganz genau weiß das deutsche Wahlvolk offenbar auch nicht, wie es die flotten Sprüche des FDP-Vorsitzenden über den angeblich „anstrengungslosen Wohlstand“ und die „spätrömische Dekadenz“ einordnen soll. Anders lässt sich jedenfalls nicht erklären, dass die Freien Demokraten in der jüngsten Infratest-Umfrage bei der Sonntagsfrage zwei Punkte zulegen konnten, während in einer anderen Befragung des selben Instituts 64 Prozent der FDP-Anhänger die Sorge äußerten, Westerwelles Rhetorik lädiere das Ansehen der eigenen Partei.
Sicher ist, dass sich viele Bundesbürger, beileibe nicht nur Parteigänger der FDP, Sorgen über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats machen. Legitim ist auch, Sanktionen gegen jene zu fordern, die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagentur ablehnen oder abbrechen und vor allem jenen die Bezüge zu kürzen, die angebotene Tätigkeiten nicht annehmen, weil es ihnen auskömmlich erscheint, sich mit Hartz IV einzurichten. Weder legitim noch akzeptabel, sondern ganz einfach populistisch handelt aber, wer von der semi-kriminellen Abstauberminderheit so redet, als sei es ein erheblicher Prozentsatz jenes Teils der Bevölkerung, der von staatlichen Transferzahlungen abhängig ist.
In einem Moment, in dem sich die Westerwellefans und ihre Gegner gerade beginnen, in den Wortschützengräben einzunisten, kommt die jüngste OECD-Studie über die Situation auf dem Arbeitsmarkt in 29 miteinander verglichenen Ländern gerade recht. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat festgestellt, dass deutsche Arbeitslose im internationalen Vergleich nicht besser dastehen als Erwerbslose in anderen Industriestaaten. Im Durchschnitt aller 30 OECD-Nationen (Europa plus Japan, USA und Kanada) liegen die Deutschen ohne Job im Mittelfeld, in der rein europäischen Relation schneiden sie sogar schlecht ab, was ihre materielle Lage betrifft. Negativ merkt die OECD an, es gebe in Deutschland zu wenig Anreiz für Langzeitarbeitslose, sich wieder eine regelmäßige Beschäftigung zu suchen. Hohe Steuern und Sozialabgaben machten die Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt unattraktiv. Von jedem Zuverdienst würde zu viel weggesteuert, das mache auch die schrittweise Rückkehr ins Berufsleben uninteressant. Man kann das Ergebnis der Vergleichsstudie kurz und knapp auch so zusammenfassen: In Deutschland sind nicht die Transferleistungen zu hoch, sondern die Erwerbseinkommen zu gering.
Wenn der Einzelne beim Vergleich zwischen dem erzielbaren Nettoeinkommen im unteren Lohnbereich und der Höhe der Transferleistungen feststellt, dass Arbeit sich nicht lohnt, handelt er völlig rational, wenn er nicht arbeitet. Sobald der Staat den Zugriff auf die Löhne lockert und die Zuerwerbschancen attraktiver macht, werden diese Menschen auch wieder arbeiten. Ob man das nun mit Kombilöhnen oder Mindesttarifen begleitet, sollte weniger als ideologische Entscheidung betrachtet werden, wie das im Moment geschieht, sondern als eine, die sich ausschließlich am Erfolg der Maßnahmen ausrichtet. Alles, was mehr Arbeitsmöglichkeiten bei einem lebenswerten Gesamteinkommen eröffnet, muss willkommen sein.
Die trennenden Mauern zwischen der SPD auf der einen und der schwarz-gelben Regierung auf der anderen Seite sind dabei nicht so hoch, wie es die verbalen Prügeleien glauben machen. Im schwarz-gelben Koalitionsvertrag ist eine Ausweitung der Zuarbeitsmöglichkeiten für Transferempfänger vorgesehen. Auch Sozialdemokraten streben das an. Im Moment aber weiß keiner genau, ob Guido Westerwelle uns erst für das Problem sensibilisiert hat oder mit seinen Sprüchen dessen Lösung behindert. Als Ausrede, dass das für richtig erkannte nicht schnell umgesetzt wird, taugt weder das eine noch das andere.
- Datum 20.02.2010 - 11:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 101
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Zitat:"Von jedem Zuverdienst würde zu viel weggesteuert, das mache auch die schrittweise Rückkehr ins Berufsleben uninteressant. Man kann das Ergebnis der Vergleichsstudie kurz und knapp auch so zusammenfassen: In Deutschland sind nicht die Transferleistungen zu hoch, sondern die Erwerbseinkommen zu gering."
Wenn man sich in einem Kommentar schon selbst widerspricht, sollte man dies vielleicht besser nicht in zwei aufeinander folgenden Sätzen tun. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass man keine Ahnung davon hat, was man da schreibt.
Also, wenn in der Studie steht, dass zuviel "weggesteuert" wird, bedeutet das, dass die Transferleistungen zu hoch sind. Das kann man dann nicht "kurz und knapp" als "nicht die Transferleistungen sind zu hoch" zusammenfassen.
Überhaupt hat der Kommentar durchgehend Logik-Löcher wie ein schweizer Käse. Natürlich kann man die Infratest Umfragen sehr leicht zusammenbringen. Wenn 64 % meinen, es schade der Partei, sind wohl 36% einer gegenteiligen oder zumindest neutralen Meinung. 12<36...
Und bei dem hier: Zitat "Weder legitim noch akzeptabel, sondern ganz einfach populistisch handelt aber, wer von der semi-kriminellen Abstauberminderheit so redet, als sei es ein erheblicher Prozentsatz jenes Teils der Bevölkerung, der von staatlichen Transferzahlungen abhängig ist." würden mich dann doch die Quellen interessieren. Wer hat Hartz IV-Empfänger auch nur ansatzweise als "semi-kriminelle Abstauberminderheit" bezeichnet (der Kommentator ausgenomen)?
Ohje, wenn man anderen Logikfehler vorwirft, sollte man selbst zumindest über gutes Textverständnis verfügen.
Die Transferleistungen, die im zweiten Satz genannt wurden, sind die Arbeitslosengelder bzw. evtl noch Steuern. Das wird deutlich aus dem Kontext sichtbar, da nur diese Transferleistungen mit Erwerbseinkommen vergleichbar sind.
Im Satz dafür wird von Steuern gesprochen. Nun könnten wir drüber streiten, ob man Steuern generell als Transferleistungen anerkennen kann oder nicht. Das ist aber nicht der Punkt, da bekannt sein sollte, dass mit den Steuern (insbes. der Einkommensteuer) nicht nur die Sozialleistungen bezahlt werden, sondern wesentlich mehr. Polizei, Feuerwehr, Forschung, Verwaltung, Straßen, Heer, diverse Zuschüsse zu Kultur und Sport usw.
Der Widerspruch, den Sie sehen, ist von Ihnen künstlich konstruiert und existiert in der Wirklichkeit nicht.
"Legitim ist auch, Sanktionen gegen jene zu fordern, die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagentur ablehnen oder abbrechen und vor allem jenen die Bezüge zu kürzen, die angebotene Tätigkeiten nicht annehmen, weil es ihnen auskömmlich erscheint, sich mit Hartz IV einzurichten."
Es mag legitim, legal oder ...egal sein, auf jeden Fall ist eskurzfristig gedacht und einach dumm dazu: Wer glaubt, das "Volk" - hier einen Teil davon - durch Strafen zu leitungsbereiten Staatsbürgern erziehen zu können, erreicht das Gegenteil: wachsende innere Emigration, wachsende Ablehnung, wachsende Wut ... Was das für die Produktivität eines Wirschaftssystems und für Akzeptanz eines Staatswesens bedeutet, kann sich selbst Klein-Fritzchen an fünf Fingern abzählen.
... dann sind das doch wohl Sie:
1. Wenn ein Erwerbseinkommen so hoch besteuert wird, das der Abstand zum Transfereinkommen zu gering wird, ergibt sich daraus ein zu niedriges Erwerbseinkommen, und kein zu hohes Transfergeld, oder?
2. Wenn Westerwelle und Konsorten in der Art, wie Sie es tun, gegen Arbeitslose und H4-Empfaenger hetzen, dann wird der Eindruck erzeugt, ein wesentlicher Teil dieser Menschen wuerden sich vor der Arbeit druecken. Das ist genau die Kriminalisierung, die der Kommentator meint. Und wenn Sie meinen, dies sei nicht wahr, dann haben Sie offenbar
die Veroeffentlichungen der genannten Herren nicht gelesen.
Ohje, wenn man anderen Logikfehler vorwirft, sollte man selbst zumindest über gutes Textverständnis verfügen.
Die Transferleistungen, die im zweiten Satz genannt wurden, sind die Arbeitslosengelder bzw. evtl noch Steuern. Das wird deutlich aus dem Kontext sichtbar, da nur diese Transferleistungen mit Erwerbseinkommen vergleichbar sind.
Im Satz dafür wird von Steuern gesprochen. Nun könnten wir drüber streiten, ob man Steuern generell als Transferleistungen anerkennen kann oder nicht. Das ist aber nicht der Punkt, da bekannt sein sollte, dass mit den Steuern (insbes. der Einkommensteuer) nicht nur die Sozialleistungen bezahlt werden, sondern wesentlich mehr. Polizei, Feuerwehr, Forschung, Verwaltung, Straßen, Heer, diverse Zuschüsse zu Kultur und Sport usw.
Der Widerspruch, den Sie sehen, ist von Ihnen künstlich konstruiert und existiert in der Wirklichkeit nicht.
"Legitim ist auch, Sanktionen gegen jene zu fordern, die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagentur ablehnen oder abbrechen und vor allem jenen die Bezüge zu kürzen, die angebotene Tätigkeiten nicht annehmen, weil es ihnen auskömmlich erscheint, sich mit Hartz IV einzurichten."
Es mag legitim, legal oder ...egal sein, auf jeden Fall ist eskurzfristig gedacht und einach dumm dazu: Wer glaubt, das "Volk" - hier einen Teil davon - durch Strafen zu leitungsbereiten Staatsbürgern erziehen zu können, erreicht das Gegenteil: wachsende innere Emigration, wachsende Ablehnung, wachsende Wut ... Was das für die Produktivität eines Wirschaftssystems und für Akzeptanz eines Staatswesens bedeutet, kann sich selbst Klein-Fritzchen an fünf Fingern abzählen.
... dann sind das doch wohl Sie:
1. Wenn ein Erwerbseinkommen so hoch besteuert wird, das der Abstand zum Transfereinkommen zu gering wird, ergibt sich daraus ein zu niedriges Erwerbseinkommen, und kein zu hohes Transfergeld, oder?
2. Wenn Westerwelle und Konsorten in der Art, wie Sie es tun, gegen Arbeitslose und H4-Empfaenger hetzen, dann wird der Eindruck erzeugt, ein wesentlicher Teil dieser Menschen wuerden sich vor der Arbeit druecken. Das ist genau die Kriminalisierung, die der Kommentator meint. Und wenn Sie meinen, dies sei nicht wahr, dann haben Sie offenbar
die Veroeffentlichungen der genannten Herren nicht gelesen.
"Sobald der Staat den Zugriff auf die Löhne lockert und die Zuerwerbschancen attraktiver macht, werden diese Menschen auch wieder arbeiten."
Das scheint ja tatsaechlich das Problem zu sein : 4 Millionen offene Stellen und keiner will einen Job, trotz adaequater Bezahleung.
@ 2
Helfen Sie mir mal kurz?
Ich kann ihren Beitrag nur als Ironie verstehen und liege damit hoffentlich richtig. Anderenfalls würde ich sie bitten zu sagen, wo sie die Zahlen hernehmen.
Mich verwundert es auch immer wieder, wie hartnäckig sich man der Erkenntnis zu widersetzen sucht, dass es nicht mehr ausreichend gezahlte Arbeitsplätze gibt. Und dabei ist das ja nichtmal ein rein deutsches Problem, sondern existiert in mehr oder weniger starkem Umfang in jeder größeren Volkswirtschaft.
Und das ist ja der Kern der ganzen Geschichte: es gäbe genügend Arbeitsmöglichkeiten (v.a. im sozialen Bereich), allerdings wird dafür kein Lohn bezahlt.
Und diese dummen Menschenrechte verhindern einfach, dass wir die Zwangsarbeit wiedereinführen. Dabei wäre das so eine praktische Lösung die Arbeitslosen zu beschäftigen. Wir könnten Autobahnen (aus-)bauen ...
Aber wahrscheinlich ist es auch die Schuld der mehr als 5 Millionen Arbeitssuchenden, dass laut BA-Bericht nur 800.000 Plätze (private Vermittlungen und Anzeigen mitgerechnet, noch nicht Mehrfachanzeigen-bereinigt) verfügbar sind.
Denn wenn diese nicht so faul wären und fürstlich von ihrem Hartz-Geldsegen leben könnten, würden wahrscheinlich Abermillionen von Stellen geschaffen. Und ja, dieseAbsätze sind bitterste Ironie.
@ 2
Helfen Sie mir mal kurz?
Ich kann ihren Beitrag nur als Ironie verstehen und liege damit hoffentlich richtig. Anderenfalls würde ich sie bitten zu sagen, wo sie die Zahlen hernehmen.
Mich verwundert es auch immer wieder, wie hartnäckig sich man der Erkenntnis zu widersetzen sucht, dass es nicht mehr ausreichend gezahlte Arbeitsplätze gibt. Und dabei ist das ja nichtmal ein rein deutsches Problem, sondern existiert in mehr oder weniger starkem Umfang in jeder größeren Volkswirtschaft.
Und das ist ja der Kern der ganzen Geschichte: es gäbe genügend Arbeitsmöglichkeiten (v.a. im sozialen Bereich), allerdings wird dafür kein Lohn bezahlt.
Und diese dummen Menschenrechte verhindern einfach, dass wir die Zwangsarbeit wiedereinführen. Dabei wäre das so eine praktische Lösung die Arbeitslosen zu beschäftigen. Wir könnten Autobahnen (aus-)bauen ...
Aber wahrscheinlich ist es auch die Schuld der mehr als 5 Millionen Arbeitssuchenden, dass laut BA-Bericht nur 800.000 Plätze (private Vermittlungen und Anzeigen mitgerechnet, noch nicht Mehrfachanzeigen-bereinigt) verfügbar sind.
Denn wenn diese nicht so faul wären und fürstlich von ihrem Hartz-Geldsegen leben könnten, würden wahrscheinlich Abermillionen von Stellen geschaffen. Und ja, dieseAbsätze sind bitterste Ironie.
"Sicher ist, dass sich viele Bundesbürger, beileibe nicht nur Parteigänger der FDP, Sorgen über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats machen." Wie kommt diese verrückte Sorge zustande? Der Staatshaushalt ist in den Miesen, weil in der Wirtschaftskrise die Einnahmen weggebrochen sind und die Bundesregierung durch unverantwortliche massive Steuersenkungen die Einnahmebasis des Staates weiter vermindert hat. Die Sozialausgaben sind in den letzten Jahren unterdurchschnittlich gestiegen.
Welch eine Verrücktheit, nun über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats zu sprechen. Eher sollte man sich fragen, ob das derzeitige Wirtschaftssystem noch finanzierbar ist.
Exakt das ist der Punkt:
Ist ein Wirtschaftssystem, das - vorgeblich liberal - nur durch Abschottungszoelle gegen "Entwicklungslaender" halbwegs stabil bleibt, diese Stabilitaet allerdings aufgrund zu wenig regulierter Finanzmaerkte und Transferausweichmoeglichkeiten (Steueroasen) verspielt, noch finanzierbar?
Weiter gedacht: Ist eine Partei, deren blinder Lobbyismus nur durch ihre kurzsichtige Klientel (plus wirklich blinde WaehlerInnen) gedeckt wird, in einer vorgeblich buergerlichen und tatsaechlich eher asozialen Regierung nicht fehl am Platze?
Ich moechte eine Regierung, die die Gesellschaft zusammenhaelt, die fuer alle Chancen offen haelt - und das geht nur mit Transferleistungen einem funktionierenden Sozialsystem.
Das muesste sogar im Interesse der erwaehnten FDP-Klientel so sein...
Was wir uns nicht mehr leisten koennen, ist eine zweite "Bankenrettung" zugunsten dekadenter Finanzjongleure - das ist naemlich zu teuer... wie schon damals in Rom...
Exakt das ist der Punkt:
Ist ein Wirtschaftssystem, das - vorgeblich liberal - nur durch Abschottungszoelle gegen "Entwicklungslaender" halbwegs stabil bleibt, diese Stabilitaet allerdings aufgrund zu wenig regulierter Finanzmaerkte und Transferausweichmoeglichkeiten (Steueroasen) verspielt, noch finanzierbar?
Weiter gedacht: Ist eine Partei, deren blinder Lobbyismus nur durch ihre kurzsichtige Klientel (plus wirklich blinde WaehlerInnen) gedeckt wird, in einer vorgeblich buergerlichen und tatsaechlich eher asozialen Regierung nicht fehl am Platze?
Ich moechte eine Regierung, die die Gesellschaft zusammenhaelt, die fuer alle Chancen offen haelt - und das geht nur mit Transferleistungen einem funktionierenden Sozialsystem.
Das muesste sogar im Interesse der erwaehnten FDP-Klientel so sein...
Was wir uns nicht mehr leisten koennen, ist eine zweite "Bankenrettung" zugunsten dekadenter Finanzjongleure - das ist naemlich zu teuer... wie schon damals in Rom...
Darum FDP
... muss man ja nur noch wissen ob mit UNS ALLE gemeint sind. Wenn nicht faellt das flach da Verfassungswidrig. Da die Freiheit des einen die des anderen leider und zum Glueck nicht einschraenken darf. Und leider ganz doll gehoert da der beliebte und unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit fehleinsortierte Egoismus mit dazu. Doch manche Menschen brauchen es richtig hart mit dem Zaunpfahl der Geschichte bis sie nachdenken.
... muss man ja nur noch wissen ob mit UNS ALLE gemeint sind. Wenn nicht faellt das flach da Verfassungswidrig. Da die Freiheit des einen die des anderen leider und zum Glueck nicht einschraenken darf. Und leider ganz doll gehoert da der beliebte und unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit fehleinsortierte Egoismus mit dazu. Doch manche Menschen brauchen es richtig hart mit dem Zaunpfahl der Geschichte bis sie nachdenken.
Jeder Idiot muss doch darauf kommen, dass nicht die Transferleistungen an H4 Bezieher das Problem sind, sondern die seit den 90ern nicht wirklich gestiegenen Löhne. Das bedeutet mMn. NICHT, dass die H4 Leistungen angemessen sind (das sind sie nämlich NICHT), zeigt aber deutlich, wie sehr die arbeitende Bevölkerung hier von den Westerwelles und seinem Klientel verarscht wird.
"Arbeit muss sich wieder lohnen" das ich nicht Lache... Auf die Idee die Lohndifferenz durch höhere Löhne auszugleichen kommt ein Herr Westerwelle nicht, wäre ja gegen die Interessen des eigenen Wahlvolks.
Hauptsache Stimmung machen, egal wer die Kosten zu tragen hat. Es sind in meinen Augen SOLCHE Leute, die das Problem in unserem Land darstellen und nicht die Masse an Arbeitslosen, von denen der allergrößte Teil arbeiten WILL, aber keine Stelle findet, weil es häufig keine gibt, oder die Bedingungen moderner Sklavenarbeit entsprechen.
Die von Dir geforderten höheren Löhne müssen erst einmal erarbeitet werden/erarbeitbar sein! Was bleibt denn von den durchgesetzten Lohnerhöhungen übrig? Wer kassiert an erster Stelle? Genau, Vater Staat (In Form des Finanzamtes, der kranken Kassen, der Arbeitslosenversicherung, der Pflegeversicherung, des Soli, der Rentenversicherung und der KirchenSTEUER!)Je nach Branche muß ein AN das 2-4fache seines Lohnes erwirtschaften, bloß um für den AG wirtschaftlich tragbar zu sein! Ich spreche - wie GW - vom Mittelstand (Definition siehe Wikipedia), häufig personalintensiven, ortsgebunden Unternehmen! Ein Bekannter - Chef eines mittelständischen Unternehmens - sagte mir mal: "So sehr mir das menschlich zuwider ist, aber als Unternehmer muss der AN seine Arbeit erledigen und mindestens seine Kosten erwirtschaften. Tut er das nicht, muss ich ihn kündigen! Ansonsten riskiere ich den Bestand des Betriebes und somit ALLE Arbeitsplätze! - Das ist verdammt hart! Besonders da ich alle Mitarbeiter persönlich kenne und häufig auch familiäre und persönliche Probleme. Solche Entscheidungen fallen mir nie leicht und wir tun was wir können, aber wo sich auf absehbare Zeit Leistung und Lohn nicht mehr in Einklang bringen lassen, bleibt mir nichts anderes übrig!" Entgegen den Lehren der "Versprecher leistungslosen Wohlstandes" (LINKE, Grüne, SPD, Gewerkschaften) fällt Geld eben NICHT vom Himmel, sondern muß erst erarbeitet werden!!!
Die von Dir geforderten höheren Löhne müssen erst einmal erarbeitet werden/erarbeitbar sein! Was bleibt denn von den durchgesetzten Lohnerhöhungen übrig? Wer kassiert an erster Stelle? Genau, Vater Staat (In Form des Finanzamtes, der kranken Kassen, der Arbeitslosenversicherung, der Pflegeversicherung, des Soli, der Rentenversicherung und der KirchenSTEUER!)Je nach Branche muß ein AN das 2-4fache seines Lohnes erwirtschaften, bloß um für den AG wirtschaftlich tragbar zu sein! Ich spreche - wie GW - vom Mittelstand (Definition siehe Wikipedia), häufig personalintensiven, ortsgebunden Unternehmen! Ein Bekannter - Chef eines mittelständischen Unternehmens - sagte mir mal: "So sehr mir das menschlich zuwider ist, aber als Unternehmer muss der AN seine Arbeit erledigen und mindestens seine Kosten erwirtschaften. Tut er das nicht, muss ich ihn kündigen! Ansonsten riskiere ich den Bestand des Betriebes und somit ALLE Arbeitsplätze! - Das ist verdammt hart! Besonders da ich alle Mitarbeiter persönlich kenne und häufig auch familiäre und persönliche Probleme. Solche Entscheidungen fallen mir nie leicht und wir tun was wir können, aber wo sich auf absehbare Zeit Leistung und Lohn nicht mehr in Einklang bringen lassen, bleibt mir nichts anderes übrig!" Entgegen den Lehren der "Versprecher leistungslosen Wohlstandes" (LINKE, Grüne, SPD, Gewerkschaften) fällt Geld eben NICHT vom Himmel, sondern muß erst erarbeitet werden!!!
"Legitim ist auch, Sanktionen gegen jene zu fordern, die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagentur ablehnen oder abbrechen und vor allem jenen die Bezüge zu kürzen, die angebotene Tätigkeiten nicht annehmen, weil es ihnen auskömmlich erscheint, sich mit Hartz IV einzurichten."
Das geschieht bereits jetzt und ist längst Gesetzeslage! Diese Forderung ist also nachweislich unsinnig, was leicht nachzulesen ist. Hätte man recherchieren können... Sanktionen gegen mündige Bürger lösen das Arbeitslosenproblem nicht. Viele Maßnahmen vom Amt sind schlicht unsnnig und kosten jede Menge Steuerzahlergeld.
www.sanktionsmoratorium.de
www.sanktionen-weg.de - Eine Aktion von attac.
sind u.a. die, die sogenannte Weiterbildungen und 1-Euro-Jobs... anbieten. Der Steuerzahler zahlt. Deswegen schweigt u.a. die Gewerkschaft...
sind u.a. die, die sogenannte Weiterbildungen und 1-Euro-Jobs... anbieten. Der Steuerzahler zahlt. Deswegen schweigt u.a. die Gewerkschaft...
Schöner Artikel, ich finde jedoch, dass die Frage ob Kombilöhne oder Mindestlöhne weniger ideologisch betrachtet werden sollte etwas daneben. Ich empfinde diese Frage ziemlich wichtig. Faktisch existieren bereits Kombilöhne, da zahlreiche Empfänger Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen.
Wenn ich es richtig verstehe bedeutet der Ruf nach mehr Kombilöhnen eine Absenkung der Löhne. Dies bedeutet eine Subventionierung von Niedriglohnmodellen. Sicher ist anzunehmen das dies ein paar Arbeitsplätze schafft. Sicher ist auch, dass dies Einfluss auf das Lohnniveau haben wird. Ok, die Diskussion soll am Erfolg der Maßnahmen festgemacht werden. Aber die Diskussion was wir als einen Erfolg werten wird doch (zurecht) ideologisch geführt. Was sind denn die Kriterien mit denen wir den Erfolg bewerten??? Löhne abschaffen, damit wir Vollbeschäftigung haben?
Wenn mit der Rationalität der Arbeitnehmer argumentiert wird - das diese den Lohnabstand als Arbeitsanreiz verstehen, muss man auch sehen, dass im Falle der Kombilöhne die Rationalität der Arbeitgeber klar auf der Vergemeinschaftung von Lohnkosten liegen wird!
Wenn man höhere Löhne will, so sollte jener sie zahlen, der sie will. Wenn der Staat minderwertige Arbeit hochwertig entlohnt sehen will, so muss das durch staatlichen Transfer des Unterschiedsbetrags geschehen. Wenn das Unternehmen den zu hohen Lohn zahlen muss, so wird er den Arbeiter nicht einstellen und sein Werk in Rumänien oder Vietnam bauen.
läuft die Sache aber erst, wenn wir noch Geld mitbringen zur Arbeitsaufnahme, schließlich ist doch Arbeit unser Lebensziel.
Für unseren Urlaub bezahlen wir doch auch.
Wenn man höhere Löhne will, so sollte jener sie zahlen, der sie will. Wenn der Staat minderwertige Arbeit hochwertig entlohnt sehen will, so muss das durch staatlichen Transfer des Unterschiedsbetrags geschehen. Wenn das Unternehmen den zu hohen Lohn zahlen muss, so wird er den Arbeiter nicht einstellen und sein Werk in Rumänien oder Vietnam bauen.
läuft die Sache aber erst, wenn wir noch Geld mitbringen zur Arbeitsaufnahme, schließlich ist doch Arbeit unser Lebensziel.
Für unseren Urlaub bezahlen wir doch auch.
@ 2
Helfen Sie mir mal kurz?
Ich kann ihren Beitrag nur als Ironie verstehen und liege damit hoffentlich richtig. Anderenfalls würde ich sie bitten zu sagen, wo sie die Zahlen hernehmen.
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