Klägerfamilie Wenn Kino Luxus wird
Eine der Familien, die vor dem Verfassungsgericht gegen Hartz IV geklagt hat, ist seit fünf Jahren auf die staatliche Hilfe angewiesen. Sie muss auf vieles verzichten.
Das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze hat auch eine fünfköpfige Familie aus Dortmund als Kläger erzwungen. Um über die Runden zu kommen, muss die Familie nach Angaben ihres Bochumer Anwalts Martin Reucher stets genau rechnen. "Gegen Ende des Monats, ab dem 20. wird das Geld regelmäßig knapp", sagt Reucher im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Dortmund.
Der 57-jährige Familienvater stockt laut Reucher sein Arbeitslosengeld II um eigenen Verdienst auf. Er hat einen Halbtagsjob als Lagerarbeiter in einem Dortmunder Möbelhaus. Die 41-jährige Mutter, gelernte Altenpflegerin, hat keine feste Anstellung. Die Kinder sind zwei, zehn und zwölf Jahre alt.
Der monatlich schwankende Verdienst des Vaters bleibt auf dem Konto, wird aber größtenteils mit Hartz IV verrechnet. Entsprechend geringer fallen die staatlichen Leistungen aus. Im Juni vergangenen Jahres erhielten die fünf Familienmitglieder neben 498 Euro Kindergeld und dem Lohn des Vaters rund 1340 Euro im Monat, mussten davon aber auch Miete und Heizung zahlen. Insgesamt standen der Familie damit etwa 2500 Euro für Lebensunterhalt und Miete zur Verfügung.
"Sie kaufen sparsam ein. Das Essen ist sättigend und liebevoll gemacht, aber einfach", erzählt Reucher. "Gespart wird an dem, was man gesellschaftliche Teilhabe nennt: mal ins Kino gehen, ins Hallenbad oder in den Zirkus." Selbst die 7,50 Euro Monatsbeitrag für den Fußballverein des Neunjährigen seien "nicht locker möglich".
Karlsruhe war die letzte Instanz, die sich mit der Klage der Dortmunder Familie befasste. Als der Widerspruch gegen den Bescheid des Dortmunder Jobcenters 2005 abgelehnt wurde, klagte die Familie vor dem Sozialgericht Dortmund. Es folgten die Berufung beim Landessozialgericht Essen und die Revision beim Bundessozialgericht in Kassel.
- Datum 09.02.2010 - 11:47 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 11
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aber vielen Familien mit Vollbeschäftigung geht es nicht oder kaum besser.
Während die Realeinkommen stagnieren oder gar sinken, steigen die vielen Kosten, die eine Familie zu bewältigen hat, weiter.
aber das Argument geht am Problem vorbei.
aber das Argument geht am Problem vorbei.
aber das Argument geht am Problem vorbei.
80qm-Wohnraum kosten ca. 600-700 E warm; ein Erwachsener benötigt ca. 500 Euronen - Tel./DSL/Handy ca. 100 E - Strom ca. 50 E - Rücklagen 100 E - Gesundheit/Brillen/Zahnersatz ca. 100 Euronen; also müssen da logischerweise ca. 1.500 Euronen aufem Konto stehn - monatlich !!
Das Grundeinkommen ist eigentlich schon längst überfällig und diese H4-Abspeiserei sollte Schnee von Gestern sein !
Der heissgelobte Arbeitsmarkt is zum SklavenHandel verkommen - ich "arbeite" NICHT unter Preis und mach das Lohngefälle noch "gefälliger" PUNKT*
Wie bitte schön, kann man denn, wenn man arbeitslos ist oder am Existenzminimum mit vorhandenen Kindern lebt, noch eines in die Welt setzen? Es wäre nicht schlecht hin und wieder auch ein bisschen sein Köpfchen einzuschalten.
Ein bischen Köpfchen sind Ihnen zu raten! Die Liebe zwischen zwei Menschen ist keine Ware und nicht finaziell zu werten! Und Kinder die daraus entstehen sind ebenfalls keine Ware die nicht mit Geld zu bewerten sind!
So wie Sie argumentieren das ist von den politischen Meinungsmachern in dieser Gesellschaft gewollt - denken Sie mal tief nach darüber! Kalter Kapitalismus beginnt schon in der Seele - das ist bei Ihnen geschehen!
seien Sie bloß froh darüber, daß es dieses Kind gibt! - Wer soll denn sonst Lebkuchen essen?
Ein bischen Köpfchen sind Ihnen zu raten! Die Liebe zwischen zwei Menschen ist keine Ware und nicht finaziell zu werten! Und Kinder die daraus entstehen sind ebenfalls keine Ware die nicht mit Geld zu bewerten sind!
So wie Sie argumentieren das ist von den politischen Meinungsmachern in dieser Gesellschaft gewollt - denken Sie mal tief nach darüber! Kalter Kapitalismus beginnt schon in der Seele - das ist bei Ihnen geschehen!
seien Sie bloß froh darüber, daß es dieses Kind gibt! - Wer soll denn sonst Lebkuchen essen?
Als Kind war ich höchstens einmal im Jahr im Kino.
Heute könnte ich es mir locker leisten, doch mir fehlt die Zeit. Ich fordere ein Recht auf soziale Teilhabe!
Unterstützt mich, gebt mir Zeit ins Kino zu gehen!
Das letzte Mal im Schwimmbad waren wir vor 4 Jahren.
So kommen wir gerade mal zum Wandern, ist kostenlos, aber keine soziale Teilhabe.
und MarcoVogt könnte auch wieder ins Schwimmbad und uns Kino gehen, sprich: sich sozialisieren und die Probleme erkennen.
und MarcoVogt könnte auch wieder ins Schwimmbad und uns Kino gehen, sprich: sich sozialisieren und die Probleme erkennen.
"Insgesamt standen der Familie damit etwa 2500 Euro für Lebensunterhalt und Miete zur Verfügung."
Dafür müsste der Vater normal 4000 Euro brutto verdienen.
Ein bischen Köpfchen sind Ihnen zu raten! Die Liebe zwischen zwei Menschen ist keine Ware und nicht finaziell zu werten! Und Kinder die daraus entstehen sind ebenfalls keine Ware die nicht mit Geld zu bewerten sind!
So wie Sie argumentieren das ist von den politischen Meinungsmachern in dieser Gesellschaft gewollt - denken Sie mal tief nach darüber! Kalter Kapitalismus beginnt schon in der Seele - das ist bei Ihnen geschehen!
seien Sie bloß froh darüber, daß es dieses Kind gibt! - Wer soll denn sonst Lebkuchen essen?
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