Zentralrat der Juden Knobloch verzichtet endgültig auf eine erneute Kandidatur

Die zuletzt umstrittene Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, will der jüngeren Generation Platz machen.

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, tritt nicht für eine zweite Amtszeit an. Damit endet ihre Leitung des Zentralrats im November. Dies wurde nach einer Sitzung des Direktoriums am Sonntag in Frankfurt mitgeteilt.

Die zuletzt umstrittene Präsidentin sagte vor Journalisten, das Präsidium und das Direktorium hätten ihr "das volle und uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen. Zuvor war spekuliert worden, dass Knobloch auf Druck aus den Gremien ihr Amt vorzeitig aufgeben würde. Sie wolle im November bewusst einen Generationenwechsel herbeiführen.

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In den vergangenen Wochen war Knobloch nachgesagt worden, dass sie im engeren Führungskreis des Verbandes keinen Rückhalt mehr habe. Die
reguläre Amtszeit der 77 Jahre alten Münchnerin endet im November. Knobloch war nach dem Tod Paul Spiegels im Juni 2006 an die Spitze des Zentralrats gerückt.

Schon vor dem Treffen war erwartet worden, dass Knobloch auf eine zweite Amtszeit verzichtet. Sie selbst ließ in Gastbeiträgen für Medien keine Amtsmüdigkeit erkennen.

Als Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Dieter Graumann gehandelt. Der Frankfurter Unternehmer gehört der Generation an, die den Massenmord an den europäischen Juden nicht mehr selbst erlebt hat. Unter dem Dach des Zentralrates sind 23 Landesverbände mit insgesamt 107 jüdischen Gemeinden und rund 106.000 Mitgliedern organisiert.

 
Leser-Kommentare
  1. Vielleicht wird es ja wirklich besser! "Die Selbstdefinition über die Massenvernichtung ist zu Ende gekommen". Das ich nicht lache! Wie definiert sich diese Kultur in unserem Deutschland denn sonst?
    Die Zeit ist ein absolut tendenzielles Blatt. Es ist einfach nur unangenehm. Auch der Chefredakteur J nervt schrecklich. Ee gibt so phantastische Berichte in dieser Zeitung. Aber wenn 20-30 % aller Artikel auch noch beschreiben was für Kriegsverbrecher die Deutschen sind hat man keinen Spaß mehr am Lesen. Der jüdische Gesellschaft tut diese Zeitung keinen Gefallen. Im Gegenteil: Je mehr wiederholt wird um so weniger kommt es an! Noch drei Wochen, dann ist mein Zeit Abo zu Ende. Gott sei Dank! Am Rande: ich bin Jahrgang 46, gerne und bewusst Deutscher, nicht antisemitisch, in der christlichen Kultur verwurzelt und liebe unabhängige Berichterstattung.

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    Ihr Posting ruft nach einer Antwort.
    1. "Vielleicht wird es ja wirklich besser! "Die Selbstdefinition über die Massenvernichtung ist zu Ende gekommen". Das ich nicht lache! Wie definiert sich diese Kultur in unserem Deutschland denn sonst?"
    Sie "lachen" hier über diese Dinge. Interessant. Wie muss das wohl sein, wenn man in einem Land lebt, das solch einen Völkermord verübt hat? Wie kann man überhaupt noch Vertrauen in irgend jemanden haben? Sie lachen darüber, sind gehässig. Ist das angemessen? Ich denke nicht.

    2. "Die Zeit ist ein absolut tendenzielles Blatt. Es ist einfach nur unangenehm. Auch der Chefredakteur J nervt schrecklich. Ee gibt so phantastische Berichte in dieser Zeitung."
    Das ist ja mal ein gaaaaanz allgemeiner Rundumschlag. Sie nervt ein Chefredakteur (natürlich reiner Zufall, dass es sich um Joffe handelt gell?). Na und - lesen Sie eine andere Zeitung!

    3."Aber wenn 20-30 % aller Artikel auch noch beschreiben was für Kriegsverbrecher die Deutschen sind hat man keinen Spaß mehr am Lesen. Der jüdische Gesellschaft tut diese Zeitung keinen Gefallen. Im Gegenteil: Je mehr wiederholt wird um so weniger kommt es an!"
    20 - 30 %? Sie müssen eine andere Zeit Ausgabe lesen als ich. Was Sie in Wahrheit meinen: Sie stört es, über diese deutsche Geschichte zu lesen. Sie wollen lieber verdrängen. Ok. Ist das schützenswer? Und warum sollte sich die Zeit diesen Schuh anziehen?

    4."Noch drei Wochen, dann ist mein Zeit Abo zu Ende. Gott sei Dank! Am Rande: ich bin Jahrgang 46, gerne und bewusst Deutscher, nicht antisemitisch, in der christlichen Kultur verwurzelt und liebe unabhängige Berichterstattung."

    Bye, bye. Sie finden sicher kompetente Veröffentlichungen in Ihrem Meinungsspektrum.

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    1. "Vielleicht wird es ja wirklich besser! "Die Selbstdefinition über die Massenvernichtung ist zu Ende gekommen". Das ich nicht lache! Wie definiert sich diese Kultur in unserem Deutschland denn sonst?"
    Sie "lachen" hier über diese Dinge. Interessant. Wie muss das wohl sein, wenn man in einem Land lebt, das solch einen Völkermord verübt hat? Wie kann man überhaupt noch Vertrauen in irgend jemanden haben? Sie lachen darüber, sind gehässig. Ist das angemessen? Ich denke nicht.

    2. "Die Zeit ist ein absolut tendenzielles Blatt. Es ist einfach nur unangenehm. Auch der Chefredakteur J nervt schrecklich. Ee gibt so phantastische Berichte in dieser Zeitung."
    Das ist ja mal ein gaaaaanz allgemeiner Rundumschlag. Sie nervt ein Chefredakteur (natürlich reiner Zufall, dass es sich um Joffe handelt gell?). Na und - lesen Sie eine andere Zeitung!

    3."Aber wenn 20-30 % aller Artikel auch noch beschreiben was für Kriegsverbrecher die Deutschen sind hat man keinen Spaß mehr am Lesen. Der jüdische Gesellschaft tut diese Zeitung keinen Gefallen. Im Gegenteil: Je mehr wiederholt wird um so weniger kommt es an!"
    20 - 30 %? Sie müssen eine andere Zeit Ausgabe lesen als ich. Was Sie in Wahrheit meinen: Sie stört es, über diese deutsche Geschichte zu lesen. Sie wollen lieber verdrängen. Ok. Ist das schützenswer? Und warum sollte sich die Zeit diesen Schuh anziehen?

    4."Noch drei Wochen, dann ist mein Zeit Abo zu Ende. Gott sei Dank! Am Rande: ich bin Jahrgang 46, gerne und bewusst Deutscher, nicht antisemitisch, in der christlichen Kultur verwurzelt und liebe unabhängige Berichterstattung."

    Bye, bye. Sie finden sicher kompetente Veröffentlichungen in Ihrem Meinungsspektrum.

  2. 77 Jahre ist auch ein Alter wo man jüngeren im zdj gelassen den Vortritt lassen kann und sich um die Enkelkinder und deren Jüdischsein im neuen Deutschland kümmern und dabei seine Memoiren schreiben und veröffentlichen könnte.

  3. Ihr Posting ruft nach einer Antwort.
    1. "Vielleicht wird es ja wirklich besser! "Die Selbstdefinition über die Massenvernichtung ist zu Ende gekommen". Das ich nicht lache! Wie definiert sich diese Kultur in unserem Deutschland denn sonst?"
    Sie "lachen" hier über diese Dinge. Interessant. Wie muss das wohl sein, wenn man in einem Land lebt, das solch einen Völkermord verübt hat? Wie kann man überhaupt noch Vertrauen in irgend jemanden haben? Sie lachen darüber, sind gehässig. Ist das angemessen? Ich denke nicht.

    2. "Die Zeit ist ein absolut tendenzielles Blatt. Es ist einfach nur unangenehm. Auch der Chefredakteur J nervt schrecklich. Ee gibt so phantastische Berichte in dieser Zeitung."
    Das ist ja mal ein gaaaaanz allgemeiner Rundumschlag. Sie nervt ein Chefredakteur (natürlich reiner Zufall, dass es sich um Joffe handelt gell?). Na und - lesen Sie eine andere Zeitung!

    Antwort auf "Nur noch drei Wochen!"
  4. 3."Aber wenn 20-30 % aller Artikel auch noch beschreiben was für Kriegsverbrecher die Deutschen sind hat man keinen Spaß mehr am Lesen. Der jüdische Gesellschaft tut diese Zeitung keinen Gefallen. Im Gegenteil: Je mehr wiederholt wird um so weniger kommt es an!"
    20 - 30 %? Sie müssen eine andere Zeit Ausgabe lesen als ich. Was Sie in Wahrheit meinen: Sie stört es, über diese deutsche Geschichte zu lesen. Sie wollen lieber verdrängen. Ok. Ist das schützenswer? Und warum sollte sich die Zeit diesen Schuh anziehen?

    4."Noch drei Wochen, dann ist mein Zeit Abo zu Ende. Gott sei Dank! Am Rande: ich bin Jahrgang 46, gerne und bewusst Deutscher, nicht antisemitisch, in der christlichen Kultur verwurzelt und liebe unabhängige Berichterstattung."

    Bye, bye. Sie finden sicher kompetente Veröffentlichungen in Ihrem Meinungsspektrum.

    Antwort auf "Nur noch drei Wochen!"
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    wie immer, bereichernd sie zu lesen.

    wie immer, bereichernd sie zu lesen.

    • wp
    • 07.02.2010 um 16:57 Uhr

    "Der Frankfurter Unternehmer gehört der Generation an, die den Massenmord an den europäischen Juden nicht mehr selbst erlebt hat."

    Abgesehen davon ist Graumann Konvertit. Solche Leute müssen ja immer allen beweisen, daß sich die - in diesem Fall - jüdischsten aller Juden sind. Ich hoffe, daß er nicht die Nachfolge antritt. Das wäre ein neuer Tiefpunkt.

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    • wp
    • 07.02.2010 um 17:01 Uhr

    Ich habe Graumann mit Stephan Kramer verwechselt. Ich nehme alles zurück und bin beschämt.

    • lepkeb
    • 07.02.2010 um 20:00 Uhr

    auch mit Herrn Graumann vertan haben, mit dem zweiten Teil haben sie wahrscheinlich Recht, da er ein Hardliner ist. Man kann nur hoffen, das er alte Wunden nicht wieder aufreißt. Hoffen wir mal das Beste.

    • wp
    • 07.02.2010 um 17:01 Uhr

    Ich habe Graumann mit Stephan Kramer verwechselt. Ich nehme alles zurück und bin beschämt.

    • lepkeb
    • 07.02.2010 um 20:00 Uhr

    auch mit Herrn Graumann vertan haben, mit dem zweiten Teil haben sie wahrscheinlich Recht, da er ein Hardliner ist. Man kann nur hoffen, das er alte Wunden nicht wieder aufreißt. Hoffen wir mal das Beste.

    • wp
    • 07.02.2010 um 17:01 Uhr

    Ich habe Graumann mit Stephan Kramer verwechselt. Ich nehme alles zurück und bin beschämt.

    • baksb
    • 07.02.2010 um 17:36 Uhr

    Ach, könnte Adonaj doch außer in seinen Worten über die Propheten und über das Leben des Jeschu hinaus doch noch klarer sprechen. - Ist die berechtigte Klage und notwendige stete Erinnerung an das furchtbare und durch seine Organisiertheit noch unendlich grausamer zu betrachtende Verbrechen derer, die statt Gott einen Braunauer Maurer zu einer Pseudogottheit erhoben - ist diese berechtigte Klage und Erinnerung wirklich alles, was jüdischen Glauben und Tradition ausmacht? - Wie gerne würde ich diesen Glauben an Gott in einer Gesellschaft verankert sehen, die heute schon wieder etliche Gottheiten anzubeten scheint, die nicht wirklich den Schöpfer und Ewigrat, den Allbarmherzigen und den "Ich bin da!" - in einer Gesellschaft verankert sehen, die den G'tt Abrahams verkündet und erlebbar macht. - Meine durch Jeschu gegründete Sehnsucht nach dem Adonaj Davids, für mich erlebbar in Jeschua, den man auch den Gesalbten nennt - ich will ihn überhaupt nicht meine älteren GEschwister aufdrängen. Aber er lebt doch jüdisch. Oder nicht? - Warum nur glauben wir nicht gemeinsam, warum nur begiften wir uns alle so untereinander. Wir sind doch Brüder, SChwestern - Kinder des EINEN, oder nicht?!

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    haschem ist der Eine... aber leider gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Religion... jeder Versuch der Institutionalisierung des Glaubens ist menschlich und führt somit zu Streit und Missgunst... der Glaube ist nicht angreifbar, entzieht sich jeder Kritik, aber ihre Institutionen... :-(

    • eras
    • 07.02.2010 um 22:50 Uhr

    "Wir sind doch Brüder, SChwestern - Kinder des EINEN, oder nicht?!"

    Nein, ich nicht, ich stamme von dem Anderem ab ;-)

    Im Übrigen gibt es nicht ohne Grund Plätze, wo man diskutiert und andere Plätze, wo man predigt. Das hier ist die Diskussion über die Neubesetzung der führenden Stelle in der jüdischen Interessenvertretung. Die evangelikale Andacht war - glaub ich - zwei Strassen weiter...

    haschem ist der Eine... aber leider gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Religion... jeder Versuch der Institutionalisierung des Glaubens ist menschlich und führt somit zu Streit und Missgunst... der Glaube ist nicht angreifbar, entzieht sich jeder Kritik, aber ihre Institutionen... :-(

    • eras
    • 07.02.2010 um 22:50 Uhr

    "Wir sind doch Brüder, SChwestern - Kinder des EINEN, oder nicht?!"

    Nein, ich nicht, ich stamme von dem Anderem ab ;-)

    Im Übrigen gibt es nicht ohne Grund Plätze, wo man diskutiert und andere Plätze, wo man predigt. Das hier ist die Diskussion über die Neubesetzung der führenden Stelle in der jüdischen Interessenvertretung. Die evangelikale Andacht war - glaub ich - zwei Strassen weiter...

  5. haschem ist der Eine... aber leider gibt es einen Unterschied zwischen Glauben und Religion... jeder Versuch der Institutionalisierung des Glaubens ist menschlich und führt somit zu Streit und Missgunst... der Glaube ist nicht angreifbar, entzieht sich jeder Kritik, aber ihre Institutionen... :-(

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, reuters
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